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Scheibengasbehälter.
Bei wasserlosen Scheibengasbehältern ist es von Zeit zu Zeit notwendig, die sogenannten Schleif- dichtungen bzw. ihre Elemente, wie Gleitstücke, federnde Ringe, Anpressungsfedern, Hebel, Gewichte,
Gleitbleche, Segmentstücke eines Dichtungsringes u. dgl. mehr, die je nach der Konstruktion und Art der Dichtung verschieden sind, auf ihre weitere Verwendungsfähigkeit hin zu untersuchen, auszubessern und gegebenenfalls auszuwechseln. Um bei derartigen Arbeiten den Gasbehälter nicht vollkommen ausser Betrieb setzen zu müssen, hat man vorgeschlagen, ihn mit einer Einrichtung zum Zugänglichmachen der Dichtung und der Scheibe zu versehen.
Im wesentlichen besteht diese Einrichtung (deutsche Patentschrift Nr. 548958) darin, dass der Gasbehälter an seinem unteren Teil mit einem ringsumlaufenden und durch Platten verschliessbaren Schlitz versehen ist, von dem aus man bei heruntergefahrener Scheibe an die Betriebsdichtung bzw. Betriebsdichtungen gelangen kann. Man kann den ringsumlaufenden Schlitz auch dadurch ersetzen, dass man den unteren Teil des Gasbehälters erweitert und auf diese Weise einen begehbaren Raum schafft, von dem aus die Dichtungen frei zugänglich sind. Um den Gasaustritt von unterhalb der Scheibe zu verhindern und Arbeiten an der Dichtung möglich zu machen, ist innerhalb des Behälters ein besonderer Tauchverschluss vorgesehen.
Im wesentlichen besteht dieser Tauchverschluss aus einer Flüssigkeitstasse oder einem Flüssigkeitsbecken und einem Ring an der Scheibe, der bei heruntergefahrener Stellung der Scheibe in die Tasse eintaucht, wodurch der Raum unterhalb der Scheibe gegen die Aussenluft abgedichtet wird. Ohne Gefahr eines Gasaustrittes von unterhalb der Scheibe und ohne den Behälter vollkommen ausser Betrieb setzen zu müssen, kann man daher von oben her oder auch durch den umlaufenden Schlitz oder bei Anordnung eines Arbeitsraumes von diesem aus an die Gasbehälterdichtungen und deren Elemente gelangen.
Die vorliegende Erfindung sieht nun vor, an Stelle des Tauchverschlusses im Behälter am festen oder beweglichen Teil desselben trockene Dichtungen vorzusehen. Es wird eine bekannte sogenannte Schleifdruckdichtung an sich beliebiger Art angeordnet, die bei heruntergefahrener Scheibe durch Anlegen an die Scheibe selbst bzw. einen Teil der Scheibe (z. B. einen an der Scheibe angeordneten Ring) genau wie der Tauchverschluss für eine Abdichtung des Raumes unterhalb der Scheibe gegen den Aussenraum sorgt, so dass dann auch hier am Gasbehälter Anordnungen zum Zugänglichmachen der Dichtung und der Scheibe der Behälter vorgesehen werden können.
Ist die Scheibe durch einen Ring nach unten ver- länge, rt, so kann man diesen Ring zu einem Behälter in Form eines Ringraumes ausbilden und in diesen Ringraum die Belastungsgewichte einbringen.
Verbessert bzw. abgeändert werden kann diese Anordnung dadurch, dass am festen oder beweglichen Teil oder an beiden Teilen eine beliebige Druckdichtung angebracht wird, die in der tiefsten Stellung der Scheibe durch das Gewicht derselben für eine Abdichtung des Raumes unterhalb der Scheibe gegen den Aussenraum sorgt. Diese Dichtung kann gemeinsam mit der Schleifdichtung Anwendung finden, wodurch die Wirkung der Abdichtung erhöht wird, oder auch für sich.
Die Anwendung der vorher beschriebenen Dichtung, u. zw. jeder für sich oder aller gemeinsam, an Stelle des Tauchverschlusses bringt verschiedene Vorteile mit sich. Man kann billiger bauen, da die Flüssigkeitstasse bzw. das Flüssigkeitsbecken, das für den Tauchverschluss erforderlich ist, fortfallen kann und Zu-und Ableitungen für die Flüssigkeit erübrigt werden. Ein Einfrieren der Flüssigkeit im Winter ist gleichfalls vermieden, und etwaige Heizleitungen, die das Einfrieren verhindern sollten, sind erspart.
Die Schleifdruckdichtung findet beim Herunterfahren der Scheibe auch als Führung für die Scheibe Verwendung, wodurch besondere Führungen erspart werden.
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Fig. 2 den untersten Teil eines Gasbehälters, bei dem mehrere Dichtungen gleichzeitig zur Anwendung kommen, und Fig. 3 zeigt den unteren Teil eines Gasbehälters mit Schleifdruckdiehtung und einem Aut- nahmeraum für Belastungsgewichte an einer nach unten gerichteten Scheibenverlängerung.
Nach Fig. 1 sitzt am Fundament 1 eines Scheibengasbehälters an einem ringsumlaufenden Ring 2 die Sehleifdruckdiehtung. 3. Bei heruntergefahrener Scheibe 4 mit ihren Betriebsdichtungen 12 legt sieh die Dichtung 3 an den nach unten verlängerten Ring 5 der Scheibe 4 an und verhindert so ein Übertreten des Gases aus dem Raum unter der Scheibe in den Arbeitsraum 6.
Nach Fig. 2 sitzt wie in Fig. 1 am Fundament 1 des Gasbehälters der ringsumlaufende Ring 2 und an diesem die Dichtung J, die bei heruntergefahrener, mit den Betriebsdichtungen ? ausgestatteter
Scheibe 4 gegen den Scheibenverlängerungsring 5 drückt und abdichtet. Zusätzlich ist noch am Fundament 1 und unten an der Verlängerung 5 eine umlaufende, durch das Scheibengewicht wirkende Druckdiehtung 7, 8 oder 7 und 8 angeordnet, die einen Austritt von Gas von unterhalb der Scheibe in den Arbeitsraum 6 bei tiefster Stellung der Scheibe zusätzlich verhindert. Wie schon erwähnt, kann auch die Schleifdruekdiehtung 3 fehlen und entweder die das Scheibengewicht wirkende Druckdichtung 7 allein oder die ebenso wirkende Druckdiehtung 8 allein (oder aber beide gemeinsam) die Abdichtung übernehmen.
In Fig. 3 ist die Scheibenverliingerung 5 zu einem Raum 9 zur Aufnahme von Belastungsgewiehten ausgebildet. Ausserdem zeigt diese Figur an Stelle des Arbeitsraumes 6 als Anordnung zum Zugänglichmachen der Dichtung und der Scheibe einen durch Platten 10 verschliessbaren Schlitz 11.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Scheibengasbehälter mit einer Einrichtung zum Zugängliehmachen der Dichtung und der Scheibe durch einen ringsumlaufenden Schlitz oder einen Arbeitsraum, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Behälters am festen oder beweglichen Teil eine oder mehrere trockene Dichtungen angeordnet sind, die bei heruntergefahrener Scheibe den Raum unterhalb derselben gegen den Aussenraum abdichten.