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Lichtreklamevorrichtung, insbesondere für Innenräume.
Bei den bisherigen Leuchtröhrenreklamevorrichtungen sind die Leuchtröhren bekanntlich mit Hochspannungstransformatoren verbunden. Diese Beschriftungen unterliegen den Hochspannungvorschriften, sie können daher nur im Freien aufgestellt werden, wo sie in einer Mindestentfernung von zirka 4 m vom Erdboden montiert werden. Die bisherigen Neonanlagen sind ausserdem sehr kostspielig, da sie mit teueren Sicherungseinrichtungen, wie Generalaussehalter, Überspannungsschutz, Erdableitungen usw., versehen werden müssen.
Es wurde nun gefunden, dass es zur Erzielung des den Neonröhren eigentumlichen Lichteffektes durchaus nicht erforderlich ist, einen Transformator für mehrere tausend Volt zu verwenden. Eingehende Versuche haben ergeben, dass man unter gewissen Voraussetzungen mit der Spannung der Transformatoren sowohl primär-als auch sekundärseitig wesentlich heruntergehen kann, ohne die Leuchtkraft der Röhre zu beeinträchtigen, und daher niedriger gespannte Beschriftungen erzielt werden können. Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass je ein Leuchtelement mit je einem unmittelbar an eine gemeinsame Niederfrequenzquelle angeschlossenen Transformator in Verbindung steht, der primärseitig niedriger als 250 und sekundärseitig niedriger als 1500 Volt gespannt ist.
Hiedurch entstehen Transformatoren, deren Abmessungen nur wenige Zentimeter betragen, die samt den Leuchtröhren ohne Gefahr auch in Innenräumen aufgestellt werden können. Vorzugsweise sind die Transformatoren primärseitig in Serie geschaltet, wobei die Klemmen der Sekundärwicklung jedes dieser Transformatoren mit je einem Paar der Leuchtröhrenelektroden verbunden sind. Hiedurch kann die Primärspannung der Transformatoren noch weiter herabgesetzt werden, so dass die Transformatoren nur ganz geringe Abmessungen erhalten.
Wickelt man z. B. die Primäre jedes Transformators für 8 Volt, so können bei einer Netzspannung von 220 Volt zirka 28 Transformatoren in einem Stromkreis gespeist werden. Es ergibt sich somit die Möglichkeit, längere Beschriftungen od. dgl. in Form von Leuchtschildern herzustellen.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt eine beispielsweise Verbindung eines Buchstaben mit einem den Transformator enthaltenden Kästchen ungefähr in natürlicher Grösse, Fig. 2 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform dieser Verbindung, Fig. 3 veranschaulicht eine Anordnung, welche eine doppelpolige Ausschaltung des Transformators ermöglicht, Fig. 4 zeigt eine erfindungsgemäss verwendete Sicherungseinrichtung, Fig. 5 einen besonderen Rahmen oder Träger für die Transformatorenkästchen und Leuchtröhren.
Nach Fig. 1 sind die Buchstaben oder sonstigen Reklamezeichen 1 mit einer der Form der Buchstaben angepassten Einfassung 2 versehen. Die Röhren 1 sind in lotrechter Stellung mit ihren Elektroden 8, 4 in die obere Fläche eines Kästchens beliebiger Form, z. B. eines Würfels 5, eingesetzt, in welcher der erfindungsgemäss ausgebildete Transformator untergebracht ist. 6 ist die Primärwicklung des Transformators mit den Klemmen 7, 8, die Sekundärwicklung 9 führt zu den Klemmen M, 11.
Die Transformatoren sind vorzugsweise auswechselbar in den Kästchen 5 untergebracht, so dass sie im Augenblicke des Entfernens aus dem Kästchen stromlos werden. Durch Einsetzen von Transformatoren mit andern Leuchtelementen kann die Beschriftung beliebig verändert werden.
Das Leuchtelement kann mit dem Kästchen 5, das aus einem beliebigen zulässigen Material, z. B. aus Blech oder Isoliermaterial, bestehen kann, fix oder lösbar verbunden sein. Im ersteren Falle sind die Klemmen der Sekundärwicklung mit den Elektroden der Röhre fix verbunden. Wenn die Leuchtröhren auswechselbar gemacht werden sollen, so sind die Klemmen der Sekundärwicklung, wie in den dargestellten Ausführungsbeispielen, zu federnden Kontakten 12, 1 geführt, in welche die Leuchtröhren
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einsteckbar sind, so dass mit einer bestimmten Anzahl von Transformatoren eine beliebige Anzahl von Buchstabenkombinationen od. dgl. durchgeführt werden kann.
Die einzelnen Kästchen 5 können neben-oder übereinandergereiht und auf eine beliebige Weise zu einer Einheit vereinigt werden, wobei die Primärwicklungen der Transformatoren in Serie geschaltet sind. Zu diesem Zwecke sind die Klemmen der Primärwicklung mit Federkontakten 14, 15 versehen,
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Buchstaben-, Zeichen-oder Bildnisreihe ergeben. Diese Kontaktfedern können auch aus dem Elementeninneren herausgeführt werden, so dass das Aneinanderreihen der einzelnen Elemente durch einfaches Anschieben der Kästchen 5 erfolgen kann.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 liegen die Leuchtröhren 1 unmittelbar oder in einer Einfassung auf der Deckelfläche des Kästchens 5 auf, die Anordnung ist sonst die gleiche wie bei Fig. 1.
Bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen wird im Falle von ausweehselbar vorgesehenen Leuchtröhren der Transformator primärseitig nicht unterbrochen, wenn eine Röhre abgehoben wird, da in diesem Falle die Primärklemmen noch immer am Netz liegen. Die Anordnung kann jedoch auch so getroffen werden, dass die Leuchtröhre mit einem weiteren Kontaktpaar 16, 17 versehen wird (Fig. 3), welches beim Abheben der Leuchtröhre auch zugleich die Primärwicklung des Transformators unterbricht und somit stromlos macht.
Um die an eine bestimmte Netzspannung anzuschaltende Elementanzahl variieren zu können, wird zur Vernichtung überschüssiger Spannung ein regulierbarer Vorschaltwiderstand, z. B. eine Drosselspule, in einem Anfangs- oder Endkästchen vorgesehen. Das gleiche Ziel kann erreicht werden, wenn die Primärwicklungen dem Verhältnis zur Netzspannung angepasst werden.
Wenn die unter Strom stehende Leuchtröhre aus irgendeinem Grunde zerbricht, könnte es vorkommen, dass die spannungsführenden Elektroden bei Unachtsamkeit berührt werden. Dies kann jedoch auf eine einfache Weise mit Sicherheit dadurch verhindert werden, dass in der Glasröhre vor dem die Elektrode bildenden Metall ein Schutzsieb 18 od. dgl. (Fig. 4) in einer solchen Entfernung von der Elektrode eingeschmolzen wird, dass diese unter keinen Umständen erreicht werden kann.
Zum Einsetzen der Transformatoren bzw. der Leuchtröhren können auch besondere Träger, z. B. besondere Kästchen oder Rahmen 19, verwendet werden (Fig. 5), in welche die Transformatoren 5, 5'. 5", eingebaut werden. Die Verbindung der Leuchtröhren mit der das Kästchen abschliessenden Deckleiste 20 kann auf eine beliebige Art erfolgen.
Die Erfindung gewährt den Vorteil, dass infolge der besonderen Ausbildung des Transformators und der Vereinigung derselben mit den Leuchtröhren Reklameankündigungen von kleinem Format herge-
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in Innenräumen verwendbar sind. Die einzelnen Elemente der Anlage (Transformator mit Kästchen und Röhre) können als eine bauliche Einheit einzeln in den Verkehr gebracht und exportfähig gemacht werden, und sie können, im Gegensatz zu den bisherigen Neonanlagen, die nur durch eigens hiezu geschulte Hochspannungsele1. -triker montiert werden konnten, von jedem Laien zu beliebigen, ausweehselbaren Beschriftungen oder Darstellungen zusammengefügt werden, so dass die bisher notwendigen, verhältnismässig bedeutenden Montagekosten vollkommen entfallen.
Die Vereinigung der die Transformatoren enthaltenden Kästchen mit den Zeichen wird zum Unterschied von den bisherigen Anlagen
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so dass die neue Beschriftung bei entsprechender Ausbildung der Einfassungen der Leuchtröhren auch' eine wirksame Tagesreklame ergeben, während die bisherigen Neonanlagen bei Tag bekanntlich nicht nur keinen Reklameeffekt ergeben, sondern geradezu hässlich und störend wirken.
Die neue Leuehtreklamevorrichtung ist auch, da sie keinen Hochfrequenzstrom verwendet, nicht radiostörend, was bekanntlich einen empfindlichen Nachteil derartiger Neonanlagen darstellt.
Die Erfindung kann selbstverständlich auch für Reklamedarstellungen im Freien verwendet werden, und auch hier ergeben sich ganz neue Anwendungsgebiete, wie Vorsehung von Signallampen bei Bahnen, Reklameankündigungen bei Automobilen usw. Die Erfindung kann auch in der Form von irgendwelchen Zierstücken für Innenräume verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Leuchtröhrenreklamevorrichtung, insbesondere für Innenräume, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Leuchtelement (Leuchtbuehstabe oder eine kleine Gruppe von Leuehtbuehstaben) mit je einem unmittelbar an eine gemeinsame Niederfrequenzquelle angeschlossenen Transformator von kleinen Abmessungen in Verbindung steht, der primärseitig niedriger als 250 und sekundärseitig niedriger als 1500 Volt gespannt ist.