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Lichtreklamevorrichtung, insbesondere für Innenräume.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Liehtreklamevorrichtungen, insbesondere für Innenräume, bei welchen je einem Leuchtelement, Leuchtbuchstaben oder einer kleinen Gruppe von Leucht- buchstaben ein unmittelbar an eine gemeinsame Niederfrequenzquelle angeschlossener Transformator von kleinen Abmessungen zugeordnet ist, der primärseitig niedriger als jede gebräuchliche Netzspannung und sekundärseitig niedriger als 1500 Volt gespannt ist.
Bei solchen Anlagen ist es wegen der niederen Primärspannung vorteilhaft, mehrere Transformatoren in Serie an die vorhandene Netzspannung zu legen. Um nun die an eine bestimmte Netzspannung anzuschaltende Elementenanzahl variieren zu können, musste man bisher zur Vernichtung überschüssiger
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Diese Drosselspule war je nach der Anzahl der zu-und abzuschaltenden Transformatoren mit Anzapfungen versehen, die dann in Abhängigkeit von den jeweilig zu-oder abgeschalteten Transformatoren gestöpselt werden mussten.
Die Erfindung kennzeichnet sich nun im wesentlichen dadurch, dass in den Primärkreis ein Konden- sator (21) und ein Vorschaltwiderstand, z. B. eine Drosselspule , die miteinander in Resonanz stehen, in Serie eingeschaltet werden. Diese Anordnung ergibt den überraschenden Effekt, dass nicht nur die
Belastung der Sekundärseite eines Transformators geändert werden kann, ohne dass sich die Leuchtintensität der Röhren ändert, sondern es kann vor allem die Anzahl der primärseitig in Serie geschalteten
Transformatoren beliebig erhöht oder vermindert werden, ohne dass die Stromstärke dadurch eine Ver- änderung erfährt und ohne dass dabei irgend eine Regulierung, noch eine Veränderung an den Transformatoren vorgenommen werden muss.
Die Röhren bzw. die Transformatoren können beliebig zu-und abgeschaltet oder vertauscht werden, ohne dass eine Regulierung erfolgen muss und ohne dass sich deshalb die Stromaufnahme wesentlich ändert. Diese Schaltung ermöglicht es auch, einen einzelnen Transformator, dessen Primärwicklung für eine niedrigere Spannung als die Netzspannung gewickelt ist, an das Netz zu legen und seine Sekundärbelastung beliebig zu verändern.
Erfindungsgemäss lässt sich die Anzahl der Transformatoren, die an eine bestimmte Netzspannung in Serie angeschlossen werden können, auch dadurch erhöhen, dass zu den primären Transformatorwicklungen ein Überbrückungskondensator parallel geschaltet wird.
Gemäss der Erfindung ist bei jedem Transformator eine Schaltvorrichtung vorgesehen, welche bei fehlender Belastung die Primär-und Sekundärwicklungen des Transformators kurzschliesst und den Strom erst dann selbsttätig einschaltet, wenn die Sekundärwicklungen bereits belastet sind.
Es wurde ferner gefunden, dass die bei Neonanlagen etwa bei grösseren Röhrenlängen oder bei Verwendung von Hochfrequenz möglicherweise auftretenden radiostörenden Ausstrahlungen dadurch verhütet werden, dass die Leuchtröhren metallische Beläge aufweisen, die einpolig an die Elektroden angeschlossen sind.
In der Zeichnnng sind einige Ausführungsbeispiele-der Erfindung schematisch veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die Anordnung eines Kondensators im Primärkreis in Serie mit dem Vorschaltwiderstand, Fig. 2 die Anbringung eines Uberbrückungskondensators, Fig. 3 stellt eine Schaltvorrichtung im Aufriss, Fig. 4 im Kreuzriss dar, Fig. 5 ist ein Schaltschema dieser Vorrichtung, Fig. 6 ein Schild zum direkten Einstecken der Leuchtelemente in Ansieht, Fig. 7 ist ein Schnitt durch das Schild, Fig. 8,9 stellt eine Selialtung mit je einer Röhre pro Transformator im Auf-und Kreuzriss dar, Fig. 10 zeigt eine Elektrode
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mit flexiblem Anschlusska. bel, Fig. 11 und 12 zeigt die Parallelschaltung von mehreren Leuchtbuchstaben im Auf-und Kreuzriss, Fig. 13 die Schaltung der Buchstaben des Schildes in Serie, Fig. 14 zeigt sehematisch eine Leuchtröhre mit einem Metallbelag, der mit einer Elektrode verbunden ist, Fig.
15 ist ein Schnitt durch die Röhre nach der Linie 11-11, Fig. 16 eine Röhre, deren Metallbelag zweiteilig ausgeführt ist, Fig. 17 zeigt den Metallbelag spiralförmig um die Röhre gewunden, Fig. 18 stellt den Belag ins Glas eingeschmolzen dar und Fig. 19 und 20 zeigen einen Käfig, der mit einer Elektrode der Röhre verbunden ist, im Aufriss und Kreuzriss.
Nach Fig. 1 ist ein Kondensator 21 von entsprechender Grösse in Serie mit der Drosselspule 22 in den Primärkreis eingeschaltet. Es sind beispielsweise drei Transformatoren dargestellt, deren Primärwicklungen 6 hintereinander geschaltet sind, während die Sekundärwicklungen 9 unabhängig voneinander mit den Elektroden der Leuchtröhren 1 in Verbindung stehen. Es könnte aber ebensogut auch die Primärwicklung eines einzigen Transformators hinter Drosselspule und Kondensator geschaltet werden.
Wird nun entweder sekundärseitig oder primärseitig eine Belastungsänderung durch Zu-oder Abschalten von Röhren oder Transformatoren vorgenommen, so zeigt es sich, dass sich weder die Leuchtintensität der Röhren noch die Stromaufnahme wesentlich ändert. Durch die Einschaltung eines Kondensators und einer Drosselspule in Serie in den Primärkreis wird die Vornahme irgendwelcher Regulierungen oder Veränderungen an den Transformatoren oder an der Schaltung bei Belastungsänderungen überflüssig gemacht.
Wenn man, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist, zu den Primärwicklungen 6 der Transformatoren noch einen zusätzlichen Uberbruckungskondensator parallel schaltet, so lässt sich die Zahl der Transformatoren, die in Serie an eine bestimmte Netzspannung angeschlossen werden können, noch weiter erhöhen. Fig. 2 zeigtim Primärkreis beispielsweise zwei Transformatoren wieder in Serie mit einer Drosselspule 22 und einem Kondensator 21 und den zu den Primärspulen der Transformatoren parallel geschalteten Uberbrückungskondensator 23.
Da an die Sekundärklemmen jedes Transformators auch zwei oder mehrere Leuchtröhren in Serie angeschlossen werden können, so könnte sich bei willkürlichem Herausnehmen einzelner Röhren oder Buchstaben der Fall ereignen, dass einerseits der Stromkreis unterbrochen wird, so dass die übrigen in Serie geschalteten Leuehtkörper erlöschen müssten, anderseits aber die Anschlussklemmen für die herausgenommene Röhre weiter unter Spannung blieben.
Um diesen Übelständen abzuhelfen, wird gemäss der Erfindung eine Schaltvorrichtung vorgesehen (Fig. 3, 4,5), die beim Herausnehmen einzelner Röhren aus dem Sekundärkreis des Transformators automatisch die Stromzufuhr zu den Anschlusskontakten der Röhren unterbricht, während die übrigen dazu in Serie geschalteten Röhren weiter unter Spannung bleiben. Ausserdem schliesst diese Vorrichtung T) ei fehlender Belastung die Primär-und Sekundärwicklungen des Transformators kurz und schaltet erst dann den Stromkreis selbsttätig wieder ein, wenn die Sekundärwicklungen bereits belastet sind.
Nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 sind im Sekundärkreis des Transformators 9 zwei Leucht-
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Verbindung stehende Federn 22, 23 liegen, wenn keine Röhre eingesteckt ist, an zwei Kontaktpaaren 21 an und schliessen sowohl die Primär-als auch die Sekundärwicklungen kurz. Wird nun z. B. die linke Röhre eingesteckt, so hebt sie durch den Stift 24 (Fig. 3,4) die Feder 22 von dem Kontaktpaar ab (in Fig. 4 strichpunktiert gezeichnet). Fig. 5 veranschaulicht schematisch die Schaltung für diesen Fall.
Die Anschlusspole für die zweite Rohre auf der rechten Seite sind stromlos, trotzdem ist der Sekundärkreis durch die Feder 23 geschlossen. Steckt man nun die zweite Röhre ebenfalls in die dazu vorgesehenen Buchsen ein, so wird die Feder 23 durch den Stift 25 von den Kontakten 21 abgehoben und beide Röhren sind im Sekundärkreis in der üblichen Weise in Serie geschaltet. Die Anordnung ist so getroffen, dass der Stift 24 erst dann die Feder 22 abzuheben und damit den Strom einzuschalten beginnt, wenn die Steckkontakte 3,4 der Röhre schon die Verbindung mit der Stromleitung hergestellt haben, der Transformator also schon belastet ist. Dadurch werden die Transformatoren weitgehendst geschont und eine Funkenbildung oder die Möglichkeit eines unbeabsichtigten Berührens stromführender Teile sicher vermieden.
Die Lichtreklamevorrichtung kann auch erfindungsgemäss zu einem Leuchtschild weitergebildet werden, bei welchem die Leuchtröhren, welche Zeichen oder Buchstaben von kleinen Abmessungen bilden, mit ihren Elektroden 3, 4 in entsprechend geformte Schlitze 27, 27' (Fig. 6) des Schildes ohne jede Unterlage eingesteckt werden. Die Buchstaben können dann beliebig ausgewechselt und in den Schlitzen gegeneinander verschoben werden. Die Stromzuführung geschieht hier beispielsweise durch federnde Kontaktschienen 28, die mit dem Transformator 26 in Verbindung stehen und sich an die Elektroden 3, 4 der Röhre 1 anlegen. Die Stromzufuhr kann aberebeüsögut durch flexible Kabel. und Steck- kontakte 3" erfolgen, die mit den Elektroden verbunden sind (Fig. 8 ; 9, 10).
In den Fig. 11, 12 ist eine Ausführungsform des Schildes mit sekundär parallel geschalteten Röhren und in Fig. 13 die Schaltung mehrerer Buchstaben in Serie dargestellt.
Wenn die einzelnen Buchstaben und Zeichen aus verschieden langen Röhren gebildet sind, so können-sie bei Parallelschaltung nicht so ohne weiteres untereinander vertauscht werden. Die Aus-
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wechselbarkeit wird dann gemäss vorliegender Erfindung dadurch erzielt, dass die Röhren mit Vorschaltwiderständen, Kondensatoren oder Drosselspulen, die den einzelnen Röhrenlängen angepasst sind, zu einer baulichen Einheit verbunden werden. Vorzugsweise werden die Elektroden selbst entsprechend ausgebildet, z. B. lässt sich die Elektrode mit Hilfe eines leitenden Belages 30 (Fig. 15) als Kondensator verwenden, mit dem Glas der Röhre als Dielektrikum.
Es hat sich gezeigt, dass Leuchteinrichtungen mit Neonröhren oft durch die räumliche Ausstrahlung hochfrequenter Schwingungen radiostörend wirken, wodurch ihre Verwendbarkeit häufig in Frage gestellt erscheint.
Gemäss der vorliegenden Erfindung lassen sich Störungen des Rundfunkempfanges möglichst dadurch vermeiden, dass man die Leuchtröhren mit einem metallischen Belag versieht, der die Elektrizität gut leitet und mit den Elektroden der Röhre einpolig verbunden ist. Dieser Belag kann in beliebiger Weise entweder durch Bestreichen der Aussenseite der Röhre mit einer metallhaltigen Substanz oder durch Überziehen mit Stanniol oder Metallfolie usw. hergestellt werden. Es wurde nun gefunden, dass es zur Abschirmung der räumlichen Ausstrahlungen keineswegs erforderlich ist, dass der Belag die ganze Aussenseite der Röhre bedeckt, es genügt vielmehr, ihn in Form eines schmalen Streifens oder Bandes z. B. auf der dem Beschauer abgekehrten Seite der Röhre anzubringen.
In Fig. 14 und 15 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei welchem ein Metallstreifen 80 derart angebracht ist, dass er sich von der Elektrode 3 ausgehend über den grössten Teil der Röhrenlänge bis nahe an die Elektrode 4 erstreckt.
Der Abstand 31 des Streifenendes von der Elektrode 4 muss jedoch so gross gewählt werden, dass das Überspringen von Funken oder die Bildung eines Lichtbogens ausgeschlossen erscheint.
Eine zweite Ausführungsmöglichkeit zeigt Fig. 16, die sich vorzugsweise für kompliziertere Röhrenformen eignet. Hier wird der Belag in zwei Teilen 32, 33 hergestellt, deren jeder an eine andere Elektrode angeschlossen ist. Zwischen den beiden Belägen ist auch hier ein freier, nicht leitender Abstand 31 gelassen, der so gross bemessen wird, dass über ihn keinerlei Spannungsausgleich stattfinden kann.
Es ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, den leitenden Metallbelag geradlinig zu führen, er kann auch, wie das Fig. 17 zeigt, in Form einer Spirale um die Röhre herumgeführt werden.
In manchen Fällen, z. B. bei mit Hochspannung gespeisten Röhren, ist es vorteilhaft, den stromführenden Metallbelag nicht frei zugänglich an der Aussenseite der Röhre anzubringen, sondern ihn nach aussen hin zu isolieren. Dies geschieht entweder, indem der Metallstreifen in das Glasrohr eingeschmolzen wird (Fig. 18), oder, indem er in gewöhnlicher Weise an der Aussenseite der Röhre angebracht und dann mit isolierenden Lacken od. dgl. überstrichen oder mit isolierenden flächigen Stoffen, z. B. einer Zellulosefolie, überzogen wird.
Erfindungsgemäss lassen sich räumliche Ausstrahlungen der Leuehteinrichtungen auch in der Weise möglichst verhindern, dass die Leuchtröhre mit einem Käfig aus Metall umgeben oder mit einer Blechunterlage oder einem Schirm versehen ist, der in gleicher Weise wie der Metallbelag einpolig mit den Elektroden verbunden ist. Fig. 19 und 20 zeigt eine beispielsweise Ausführungsform eines Käfigs 34, der aus mehreren Stäben und Ringen zusammengesetzt ist und eine zylindrische Gestalt besitzt. Er ist durch das Kabel 35 leitend mit der Elektrode 3 verbunden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lichtreklamevorrichtung, insbesondere für Innenräume, bei welchen je einem Leuehtelement, Leuchtbuchstaben oder einer kleinen Gruppe von Leuchtbuchstaben ein unmittelbar an eine gemeinsame Niederfrequenzquelle angeschlossener Transformator von kleinen Abmessungen zugeordnet ist, der primärseitig niedriger als jede gebräuchliche Netzspannung und sekundärseitig niedriger als 1500 Volt gespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass in den Primärkreis ein Kondensator (21) und ein Vorschaltwiderstand, z. B. eine Drosselspule (22), die miteinander in Resonanz stehen, in Serie eingeschaltet werden, wobei die an eine bestimmte Netzspannung in Serie anzuschliessende Zahl von Transformatoren ohne Regulierung variiert werden kann.