AT133774B - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung napfartiger Holzkörper. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung napfartiger Holzkörper.

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AT133774B
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Georg Dr Ing Schlesinger
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  Verfahren und Einrichtung zur Herstellung napfartiger   Heizkörper.   



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung napfartiger Holzkörper, z. B. mit
Zarge oder Krempe versehener Gefässböden, aus ein-oder mehrschichtigen Zuschnitten in Gesenken. 



   Es ist sehr schwierig, solche Zuschnitte in Gesenken zu Körpern mit scharf ausgeprägten, falten- losen Krempen umzuformen und genügende Festigkeit, Dichtheit und Formbeständigkeit der so geformten
Körper zu erzielen. Insbesondere sind die   Inhomogenität   des Holzes und die Ungleichmässigkeit der
Stärke der Holzfurniere Ursache dafür. Es ist ja bekannt, dass durch Messern oder Schälen hergestellte
Holzfurniere niemals vollkommen gleichmässige Stärke aufweisen. Weiterhin kommt als erschwerend die Eigenschaft der Holzfurniere, stark zu schwinden, insbesondere an Stärke zu verlieren, in Betracht. 



   Das Verfahren nach der Erfindung ermöglicht die Herstellung einwandfreier napfartiger   Heizkörper.   



  Es besteht darin, dass während des Durchganges des Zuschnittes durch die zylindrische   K'lliberöffnung   des Gesenkes auf den Rand des Zuschnittes eine Pressung ausgeübt wird. Insbesondere wird so verfahren, dass beim Umformungsvorgang, der in an sich bekannter Weise durch einen Stempel erfolgt, der den Zuschnitt in eine kalibrierte Öffnung hineintreibt, auf den Rand des Zuschnittes überall oder aber mindestens auf den Randteil mit tangential zum Bodenkreis liegender Faserrichtung eine Pressung ausgeübt wird. 



  Die Pressung verhindert das   Auseinanderreissen   der quer zur Längsrichtung beanspruchten Fasern der umgebogenen Krempe. Die Pressung kann während der ganzen Dauer der Umformung des Zuschnittes im Gesenk ausgeübt werden. Bei Hölzern von grösserer Querfestigkeit genügt es aber, die Pressung auf den Rand des Zuschnittes erst dann einwirken zu lassen, wenn der Zuschnitt in dem bekannten konischen Einlauf des Gesenkes schon hoehgekrempt ist, d. h., sobald der Zuschnitt durch den zylindrischen Teil des Gesenkes hindurchgeht. In der Endstellung ist die Pressform vollständig geschlossen. Der von oben her wirkende Arbeitsdruck drückt den   Krempenrand   völlig glatt. 



   Eine Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens ist in der Zeichnung in beispielsweiser   Ausführungs-   form dargestellt. Fig. 1 zeigt das Gesenk beim Aufsetzen des Stempels auf den Zuschnitt. Fig. 2 zeigt das Gesenk beim Eintritt des Stempels in die zylindrische Kaliberöffnung. Fig. 3 zeigt den Stempel und den Zuschnitt in der Endlage. Fig. 4 zeigt einen Querschnitt nach Linie   A-B   der Fig. 1, Fig. 5 einen
Querschnitt nach Linie C-D der Fig. 3, Fig. 6 eine Einzelheit. 



   Der Zuschnitt   1,   der aus mehreren unter Zwischenschaltung von   Leimschiehten   übereinander angeordneten Holzfurnieren besteht, ruht zunächst auf der   Stirnfläche     : 2   des   Gesenkes : 3 auf,   das in bekannter Weise den kegeligen Einlauf 4 und die   zylindrische Kaliberöffnung J   aufweist, und dessen Kolben 6 in gleichfalls bekannter Weise als Gegenhalter beim Ziehen und als   Ausstosser   des fertigen Formstückes gesenkt bzw. gehoben wird. Der Pressstempel 7 weist einen aus mehreren, z. B. sechs, Segmenten. M gebildeten Ring auf.

   Die   Segmente 1 : 3   sind im Stempel 7 so angeordnet, dass sie am Ende des Presshubes einen vollkommenen Ring bilden (Fig. 3 und 5), während sie in der Stellung zu Anfang des Presshubes (Fig. 1 und 4) in radialer Richtung so weit nach aussen ragen, dass der Rand der sich nach oben biegenden Krempe oder Zarge unter die Segmente gelangt, also von oben her Druck bekommt. Beim weiteren Pressen gleitet der Rand an den Unterseiten der Segmente. Das Zusammendrücken der Segmente erfolgt durch Gleiten der Segmente an der   Kegelfläche   4 des Gesenkes. Die Segmente werden, wie aus Fig. 6 ersichtlich, 
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 Endstellung des Kolbens sind die Segmente zu einem vollkommenen Ring geschlossen, der die Form nach oben völlig   abschliesst.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung napfartiger Holzkörper, z. B. mit Zarge oder Krempe versehener Gefässböden, aus ein-oder mehrschichtigen Zuschnitten in Gesenken, dadurch gekennzeichnet, dass während des Durchganges des Zuschnittes durch die zylindrische Kaliberöffnung des Gesenkes auf den Rand des Zuschnittes, u. zw. zweckmässig auf alle Stellen des Randes, eine Pressung ausgeübt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch während der Vorbiegung der Zarge oder Krempe des Zuschnittes im einführenden Teil des Gesenkes auf den ganzen Rand des Zuschnittes, mindestens aber an den quer zur Faserichtung beanspruchten Stellen des Randes eine Pressung ausgeübt wird.
    3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Gesenk, dessen Stempel einenringsumlaufenden Ring aufweist, dessen Grösse derart veränderbar ist, dass er in der Schliessstellung des Gesenkes den Durchmesser der zylindrischen Kaliberöffnung hat, und der in einem Abstand von der Bodenfläche des Stempels angeordnet ist, der der Zargen- oder Krempenhöhe entspricht.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring aus mehreren zum Stempel radial federnd verschiebbaren Segmenten zusammengesetzt ist, die sich beim Presshub vom äusseren Gesenkrand an bis zur zylindrischen Kaliberoffnung allmählich zusammenschliessen und so einen auf den Rand des Zuschnittes pressenden Absehlussring für das Gesenk bilden. EMI2.1
AT133774D 1930-11-26 1931-11-06 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung napfartiger Holzkörper. AT133774B (de)

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