DE548478C - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung napfartiger Holzkoerper - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung napfartiger Holzkoerper

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DE548478C
DE548478C DE1930548478D DE548478DD DE548478C DE 548478 C DE548478 C DE 548478C DE 1930548478 D DE1930548478 D DE 1930548478D DE 548478D D DE548478D D DE 548478DD DE 548478 C DE548478 C DE 548478C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27DWORKING VENEER OR PLYWOOD
    • B27D1/00Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring
    • B27D1/04Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring to produce plywood or articles made therefrom; Plywood sheets
    • B27D1/08Manufacture of shaped articles; Presses specially designed therefor
    • B27D1/083Presses specially designed for making the manufacture of shaped plywood articles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
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Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Herstellung napfartiger Holzkörper Die bekannten Vorschläge zur Herstellung napfartiger Holzkörper, z. B. von mit Krempen versehenen Holzböden, haben zu einem gut aussehenden, faltenlosen, scharf ausgeprägten, praktisch brauchbaren Erzeugnis von genügender Festigkeit, Dichtheit und Formbeständigkeit - außer bei geringen Dimensionen, insbesondere sehr geringer Wandstärke des ein- oder mehrschichtigen Zuschnitts, aus dein der napfartige Holzkörper zri formen ist - nicht geführt, ganz einerlei, ob man bei einem mehrschichtigen Zuschnitt die einzelnen Schichten vor der Umformung in den napfartigen Holzkörper nach Art einer Sperrholzplatte fest verband oder ob diese einzelnen Schichten unter Zwischenfügung von Leimschichten erst bei der Uniformung in den napfartigen Holzkörper selbst miteinander verbunden werden.
  • Die Ursache hierfür liegt darin, daß Holz ganz und gar kein homogener Körper ist. Der hohen Festigkeit des Holzes in der Faserrichtung steht die sehr geringe Festigkeit quer zur Faserrichtung gegenüber, derart, daß insbesondere an denjenigen Stellen, an denen die Aufbiegung der Krempe parallel zur Faserrichtung erfolgt (die Beanspruchung also quer zur Faserrichtung 'liegt), die Fasern beint Uinforniungsvorgang durch Pressen in einem Gesenk regelmäßig auseinanderreißen, %-or allem, wenn es sich um eine erheblichere Wandstärke Tiber etwa o,5 min des ein- oder mehrschichtigen Zuschnitts handelt. Es kommt aber erschwerend weiter in Betracht, daß die Wandstärke des ein- oder mehrschichtigen Holzzuschnitts, der ja meist aus gemesserten oder geschälten Furnieren besteht, niemals eine gleichmäßige ist, sondern auch noch stark schwankt im Gegensatz zu der leicht gleichmäßig zu erhaltenden Wandstärke von Zuschnitten aus Metall, mit der Folge, daß beim Pressen ein und dasselbe Gesenk brauchbar bleiben muß bei Schwankungen der Wandstärke der Zuschnitte von 2o bis 30"1".
  • Auch die Eigenschaft des Holzes, stark zu schwinden, erschwert die Uinforinung in napfartigeKörper mit ringsum geschlossenem Rande. Bei weichen Hölzern beträgt z. B. die Schwindung beim Pressen 4.o bis 45 °/", so daß die Holzstärke nach der Pressung nur 55 bis 6o"/" der ursprünglichen Stärke beträgt.
  • Durch das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung gelingt die Herstellung napfartiger Holzkörper, z. B. mit Krempen versehener Böden, in einer allen praktischen Anforderungen genügenden Weise und ohne die Wirtschaftlichkeit verhindernden Ausschuß nicht nur in kleinen Dimensionen und aus besonders dünnwandigen ein- oder mehrschichtigen Zuschnitten, sondern unabhängig von den Dimensionen, insbesondere der Wandstärke des Zuschnitts.
  • Dabei ist es möglich - und das ist ein ganz besonderer Vorteil des Verfahrens nach der Erfindung-, die den geschlossenen Rand oder die geschlossene Krempe des Holzkörpers bildenden hochzubiegenden Teile in einen recht scharfen Knick (einer Biegung von überraschend kleinem Biegungsradius) in den plattenförmigen Teil des Zuschnitts übergehen zu lassen, nicht aber, wie es bisher selbst bei kleinen und sehr dünnen napfartigen Hohlkörpern aus Holz erforderlich war, die Übergangsstellen mit verhältnismäßig großem Biegungsradius auszuführen.
  • Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß beim Umformungsvorgang, der in an sich bekannter Weise durch einen Stempel erfolgt, der den Zuschnitt in eine kalibrierte Öffnung hineintreibt, auf den freien Rand des Zuschnitts, entweder ringsum oder aber mindestens auf den Randteil mit tangential zum Bodenkreis liegender Faserrichtung, der bei dem Hineintreiben in die kalibrierte Öffnung allseitig hochgebogen wird, eine Pressung durch geeignete Mittel ausgeübt wird, welche das Auseinanderreißen der quer zu ihrer Längsrichtung beanspruchten Fasern des umgebogenen Randes verhindert oder schon etwa eingetretene Risse wieder zum Verschwinden bringt. Das letztere ist besonders möglich, wenn es sich um mehrschichtige Holzkörper handelt, die unter Zwischenfügung von Leimschichten erst in der Presse untereinander verbunden werden.
  • Die Pressung auf den freien Rand des Zuschnitts kann dabei während der ganzen Dauer der Umformung des Zuschnitts im Gesenk aufrechterhalten werden. Dies kommt in Betracht für weiche Hölzer von ganz besonders geringer Querfestigkeit. Es genügt aber auch für Hälzer etwas größerer Querfestigkeit, die Pressung auf den Rand des Zuschnitts erst dann einwirken zu lassen, wenn der Rand in dem bekannten konischen Einlauf des Gesenks schon (unter Faltenbildung) hochgekrempt ist, so daß erst beim Durchgang des Zuschnitts durch den zylindrischen Teil des Gesenks, in welchem Teil die Falten ausgeglichen werden sollen, die Randpressung aufrechterhalten wird.
  • Diese Art der Ausführung des neuen Arbeitsverfahrens gestattet eine besonders einfache Ausbildung des Gesenks für die Umformung, so daß die Presse von einer normalen Presse sich äußerlich kaum unterscheidet. Es kann dabei die Herstellung napfartiger Holzkörper aus Sperrholzplatten wie auch aus einzelnen z. B. kreuzweise übereinandergelegten Furnieren unter Zwischenfügung von. Klebeschichten erfolgen, die in diesem Zustand durch die Presse umgeformt und gleichzeitig verleimt werden.
  • In einer beispielsweisen Ausführungsform ist eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung in der Zeichnung schematisch dargestellt, und zwar in drei verschiedenen Arbeitsstellungen.
  • Abb. i zeigt das Gesenk beim Aufsetzen des Stempels auf den Zuschnitt, Abb. 2 den Stempel und Zuschnitt in einer Zwischenlage kurz vor Eintritt in den zylindrischen Teil des Gesenks und Abb. 3 in der Endlage.
  • Gemäß der Zeichnung ist i der z. B. aus mehreren unter Zwischenschaltung von Leimschichten übereinander angeordneten Holzfurnieren bestehende Zuschnitt, der zunächst auf der Stirnfläche 2 des Gesenks 3 aufruht, die in bekannter Weise den kegeligen Einlauf 4. und die zylindrische Kaliberöffnung 5 aufweist, und dessen unterer Gegendruckkolben 6 in ebenfalls bekannter Weise zwecks Gegenhaltens beim Ziehen und Ausstoßen des fertigen Formstücks gehoben und gesenkt werden kann. 7 ist der Preßstempel. Er ist mit einem ringsum laufenden Ring 8 versehen, dessen Durchmesser dem Durchmesser der Kaliberöffnung 5 entspricht und dessen Abstand vom Boden der Stempelfläche der Höhe der Zargen oder Krempen des zu ziehenden Napfes gleicht. Dringt der Stempel in den kegelförmigen Hals q. des Gesenks ein, so wird (vgl. Abb. 2) zunächst der vorstehende Rand des Zuschnitts allmählich und allseitig (unter Faltenbildung) hochgekantet, bis sich seine abgepaßte Stirnfläche unter die vorspringende Schulter des Ringes 8 legt. Von diesem Augenblick an wird auf den freien Stirnrand der Zarge oder Krempe des napfartigen Körpers eine dauernde Pressung durch den Ring 8 ausgeübt, insbesondere beim Durchgang des Zuschnitts durch den zylindrischen Teil 5 des Gesenks, und diese Pressung bleibt aufrechterhalten bis und nach dem Aufsetzen des Zuschnitts auf den Boden des Gesenks, so daß schließlich die ganze erwärmte Holzmasse in einem allseitig geschlossenen Gefäß gewissermaßen unter Fließdruck gesetzt wird.
  • Handelt es sich um sehr brüchige Hölzer, so können, um auch während des Einlaufs des Zuschnitts in den kegeligen Teil des Gesenks insbesondere auf die quer zur Faserrichtung beanspruchten Teile der Zarge oder Krempe einen Druck auszuüben, besondere und gesteuerte Preßbacken, z. B. in Führungen g geführte Schieber io, angeordnet werden, deren in Abhängigkeit von der Stempelbewegung erfolgende Schaltung z. B. durch eins geeignetes Hebelgetriebe i i, 12 so vorgenommen werden kann, daß der Druck auf den freien Rand des Zuschnitts durch die Backen g so lange aufrechterhalten bleibt, bis der Stirnrand des Zuschnitts unter die Schulter des Ringes 8 gekantet ist. Die gleitenden Preßbacken io können natürlich auch durch schwingende Preßbacken oder ähnliche, die Randpressung während der Vorbiegung des Zuschnitts aufrechterhaltende Organe ersetzt werden. Die Randbelastung kann auch durch feder- bzw. gev;ichtbelastete Schieber io erfolgen.
  • Die erläuterte Einrichtung gestattet die Herstellung von napfartigen Holzkörpern mit ringsum laufendem, geschlossenem Rand. Wenn die Z"erbindung mehrerer Holzschichten untereinander (bei mehrschichtigen Holzzuschnitten*') in der Presse selbst geschieht, können auch in der Krempe oder Zarge tiefe Randeinschnitte am Zuschnitt t-oi;gesehen werden, um die Faltenbildung beim Einlauf in das Gesenk zu verhindern, in olcher `'eise, daß die Ränder der Einschnitte :ich beim Hochbiegen der Zarge übereinanderschieben, wobei ihre feste Verbindung miteinander dennoch durch Verleiniung während des Preßvorgangs erfolgt.

Claims (1)

  1. PATEIN'TANSPRLCHE: i. "erfahren zur Herstellung napfartiger Holzkörper, z. B. finit Krempe versehener Böden, aus ein- oder mehrschichtigen Zuschnitten in Gesenken, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Rand des Zuschnitts während des Durchgangs durch die zylindrische Kaliberöffnung des Gesenlcs, zweckmäßig über den ganzen Linfang desselben, eine Pressung ausgeübt wird. a.- Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auch während der Vorbiegung der Zarge oder Krempe des Zuschnitts in dem einführenden Teil des Gesenks auf den Rand desselben, jedochzweckmäßig nur an den quer zur Faserrichtung beanspruchten Stellen der Zarge, eine Pressung ausgeübt wird. 3. erfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnitt aus mehreren unter Zwischenlage von Leimschichten übereinander angeordneten Furnieren besteht mit mehreren Randeinschnitten in der Tiefe der zu erzeugenden Zarge oder Krempe, dessen L`mforrnung in einem Gesenk unter Aufwendung von Druck auf den Umrißrand beim Durchtritt des Zuschnitts durch den zylindrischen Teil des Gesenks oder auch bereits im Einführungskanal erfolgt. .l. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein Gesenk, dessen Stempel einen ringsum laufenden Ring vom Durchmesser der Kaliberöffnung des Gesenks und in einem Abstand von der Bodenfläche aufweist, der der Zargen- oder Krempenhöhe entspricht. 5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß am Gesenk gesteuerte Preßbacken angeordnet sind, welche auf den Rand des Zuschnitts, insbesondere an den quer zur Faserrichtung beanspruchten Teilen der Zargen oder Krempen während der Vorbiegung der Zargen oder Krempen, einwirken.
DE1930548478D 1930-11-27 1930-11-27 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung napfartiger Holzkoerper Expired DE548478C (de)

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