DE608340C - Verfahren und Vorrichtung zum Pressen napfartiger Holzkoerper - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Pressen napfartiger Holzkoerper

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DE608340C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27DWORKING VENEER OR PLYWOOD
    • B27D1/00Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring
    • B27D1/04Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring to produce plywood or articles made therefrom; Plywood sheets
    • B27D1/08Manufacture of shaped articles; Presses specially designed therefor
    • B27D1/083Presses specially designed for making the manufacture of shaped plywood articles

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Pressen napfartiger Holzkörper Das Pressen napfartiger Holzkörper mit rechtwinklig zum Boden stehender Krempe ist erheblich schwieriger als das Pressen napfartiger Holzkörper mit nach außen geneigter Krempe.
  • Hat das Werkzeug zum Pressen von Holznäpfen mit gerader Krempe, wie üblich, einen kegeligen Einlauf, so erfolgt das Vorfalben des Randes am ebenen Zuschnitt bis zum Eintritt des Werkstückes in die zylindrische Kaliberform in derselben vorteilhaften Weise wie beim Werkzeug zum Pressen von Näpfen mit nach außen geneigter Krempe. Von diesem Augenblicke an bestehen aber wesentliche Unterschiede.
  • Beim Pressen von Holznäpfen mit gerader Krempe tritt der durch das Verpressen der Falten entstehende Druck schon auf, sobald der unterste, dem Boden zunächst gelegene Teil der Krempe in das zylindrische Kaliber eintritt. Würde hierbei etwa, der Spalt zwischen Stempel und Kaliber geringer gehalten als die Holzstärke, so würde die Krempe vom Boden abreißen. Der Druck zum Verpressen der Falten tritt nicht auf einem grö-Beren Teil der Krempe gleichzeitig auf, sondern nur an der ganz schmalen Ringfläche an der Eintrittskante des Kalibers und jeweils nur in den Krempenteilen, die gerade an der Eintrittskante vorbeigleiten. Die Zugspannungen in der Krempe werden dabei sehr groß, so daß Holznäpfe größerer Wandstärke mit gerader Krempe gewöhnlich mit den bekannten Einrichtungen, die durch zusätzliche Preßbacken oder einen vorspringenden Ring am Stempel auf den Stirnrand der Krempe drükken, .erzeugt werden. Das Auftreten von Rissen soll aber bei diesen bekannten Einrichtungen nicht verhütet werden können. Wenn diese Risse beim Verarbeitenmehrfacher Holzschichten unser Zwischenlage von Leimschichten gelegentlich wieder verleimen, so ist doch eine Gewähr für die Dichtigkeit des Holznapfes gegen Flüssigkeiten oder Staub hierbei nicht gegeben.
  • Beim Pressen von Holznäpfen mit nach außen geneigter Krempe dagegen verringert sich der Zwischenraum zwischen der Krempenfläche des Stempels und der entsprechenden Gegenfläche des Ges-enkes ganz allmählich und stetig weiter bis auf den vorgesehenen kleinsten Betrag, der zweckmäßigerweise etwas kleiner gehalten wird als die kleinste zu verarbeitende Holzstärke. Da Holz sich, insbesondere quer zur Faser, beträchtlich verdichten läßt, kann .diese Maßnahme ohne Ausschußgefahr durchgeführt werden. Die Festigkeit und Formbeständigkeit der Krempe wird dadurch nur verbessert. Die Falten lassen sich bei kegelförmigen Näpfen viel besser verpressen als bei zylindrischen, weil der Stempeldruck eine beträchtliche, rechtwinklig zur Kaliberwand gerichtete Seitenkraft hat. Wesentlich ist auch, daß der Druck, welcher das Glattpressen der Falten bewirkt, zuerst am äußeren Rande des Zuschnitts auftritt, weil dort die Höhe der Falten am größten ist. Er bleibt deshalb dort auch bis zum Endprägen stärker als an den übrigen Teilen der Krempenfläche. An denjenigen Teilen der Krempe, die am Stempel anliegen, -entstehen dabei Reibungskräfte, welche der Reibung an der Kaliberinnenwand und dem Auftreten von Zugspannungen in der Krempe entgegenwirken. Es kommt also darauf an, die Reibung am Stempel durch eine rauhe Oberfläche, z. B. Drehrillen, möglichst zu vergrößern und die Reibung an der Katiberwand durch eine sehr glatte Oberfläche und gegebenenfalls durch ein Schmiermittel, z. B. Talkumpulver, möglichst zu verringern. Durch diese Maßnahmen gelingt es schon bei recht steiler Neigung der Krempe, das Entstehen von Rissen in der Krempe zu verhüten, ohne da.ß z. B. Randeinschnitte im Zuschnitt notwendig sind.
  • Noch besser gelingt dies, wenn das Werkzeug zum Vorpressen nicht einen kegeligen Einlauf, sondern nach dem Vorbilde gewisser Werkzeuge zum Pressen von Pappe eine nach größerem Halbmesser (annähernd gleich der Krempenhöhe) gekrümmte Einlauffläche erhält. Hierin zeigt sich der grundlegende Unterschied des Verformens von Holz gegenüber dem von reckbaren Metallen. Ziehwerkzeuge für Metallblechhohlkörper konnten sich daher für das Formen von Holznäpfen nicht bewähren. Insbesondere konnte der Faltenhalter nicht beibehalten werden, da das Holz die starken Zugbeanspruchungen, die durch das Umlenlmn um 9o° an der Ziehkante unter dem Druck des Faltenhalters auftreten und beim Metallziehen gerade gewünscht werden, nicht aushält, sondern reißt. In Verbindung mit der nach großem Halbmesser gekrümmten Einlauffläche jedoch ist es nun wieder möglich, :einen Faltenhalter auch beim Pressen von Holznäpfen zu verwenden. Auf der gekrümmten Einlauffläche liegt der Zuschnitt jeweils nur mit seinem Rande auf, so daß die Biegungsbeanspruchung beim Hochbiegen der Krempe sich sofort auf die ganze Krempenfläche erstreckt. Dies hat den Vorteil, daß die nötigen Verschiebungen von Stoffteilchen sich über einen größeren Bereich erstrecken und dadurch erleichtert werden. Der Druck des Faltenhalters verfolgt vorteilhaft in einer Ringzone etwa in Mitte der Krempenhöhe. Zu Beginn des Verformens liegt dort der Zuschnitt hohl, und sein Rand muß sich beim Eindrülkken des Holzzuschnitts in das Vorgesenk unter dem Faltenhalter hindurchziehen, wodurch die Ausbildung großer Falten, die unerwünscht sind, gehindert wird und sich statt dessen zahlreiche kleine. besser um den ganzen Umfang herum verteilte Falten bilden müssen.
  • Der Faltenhalter kann in Form eines Ringes aus einem Stück bestehen; es können aber auch mehrere einzelne Faltenhalter um den Stempel herum angeordnet werden, die sich selbständig jeder für sich bewegen können. Die Druckkante kann in einer Ebene liegen; falls ierwünscht, können aber auch einzelne Teile der Druckkante vor den übrigen vorstehen, wenn nur bestimmte Randteile des Zuschnitts vom Faltenhalter berührt werden sollen oder einige Stellen mehr Druck erhalten sollen als andere. Das letztere tritt auch bei m einer Ebene liegender Druckkante schon von selbst ein, da -die Randfalten der Krempe sich an den Randstellen zusammendrängen, an denen die Fasern etwa nach der Mitte des Gesenkes hin verlaufen. Da an diesen Stellen die durch die Reibung zwischen Faltenhalter und Einlauffläche entstehenden Zugspannungen infolge der größeren Längsfestigkeit vom Holz auch besser vertragen werden können, so genügtes im allgemeinen, der Druckkante ringsum gleiche Höhe zu geben.
  • In der Metalltechnik ist im Gegensatz zu der bisherigen Übung beim. Holzverformen die Unterteilung schwieriger Ziehvorgänge in zwei ioder mehr Teilarbeitsgänge üblich. Auch werden häufig gezogene Metallhohlkörper in einem späteren Arbeitsgange am offenen Ende eingezogen oder verjüngt. Gemäß der Erfindung erfolgt nun das Pressen von I-Iolznäpfen mit gerader Krempe ebenfalls durch Unterteilung in zwei Arbeitsgänge: zunächst wird als Zwischenform ein Holznapf mit nach außen geneigter Krempe mit den oben dargelegten Herstellungsvorteilen gepreßt und dieser alsdann in einem zweiten Arbeitsgange zur Endform mit gerader ,oder sogar nach innen geneigter Krempe derart umgepreßt, daß, die Bewegungsrichtung des Werkstückes gegenüber den an ihm Formarbeit leistenden Werkzeugflächen. beim Fertigpressen entgegengesetzt der beim Vorpressen ist. Dadurch gelingt es, napfartige Holzkörper mit zum Boden rechtwinklig stehender Krempe und sogar solche mit nach innen geneigter Krempe zu pressen, die dicht gegen Staub und Flüssigkeiten sind.
  • Die aus der Reibung des Werkstückes an den Matrizenflächen wegen der Bewegungsumkehr nunmehr entstehenden Druckspannungen wirken nämlich den aus verstärkter Biegung in der Ecke sonst zu erwartenden Zugspannungen entgegen, so daß diese erst gar nicht ientstehen. Der Spalt zwischen Innen-und Außenform kann auch beim: Fertiggesenk enger gehalten werden als die Krempenwandstärke der Vorform, da die vorverdichtete Krempe die zum Glätten der neu entstehenden Falten und zum weiteren Verdichten benötigten Drücke übertragen kann. Außerdem ist es am Ende des zweiten Arbeitsganges nach diesein Verfahren möglich, den vom Stempel, Gegendruckkolben und Gesenk vollständig eingeschlossenen Holzkörper unter Fließdruck zu setzen, also zu prägen, da der von diesen drei Werkzeugteilen umschlossene Raum nach völligem Ausfüllen durch den Holzkörper noch weiter verkleinert werden kann. Es wird daher die Möglichkeit geschaffen, die Ecke zwischen Krempe und Boden nicht nur außen, sondern auch innen ganz scharfkantig auszuprägen, ohne daß Risse zu befürchten sind. Die innen scharfe Ecke ist beim Verpacken vieler Waren erwünscht, um den Raum voll auszunutzen.
  • Der scheinbare Nachteil dieses Verfahrens, daß zwei Arbeitsgänge und zwei Werkzeuge benötigt werden, wird reichlich aufgewogen durch Ersparnisse an Ausschuß und verbesserte Güte des Erzeugnisses. Die Werkzeuge sind einfach und daher billig und widerstandsfähig. Die Zeit zum vollständigen Formen in beiden Werkzeugen beträgt kaum mehr als bei den bekannten Verfahren. Dies liegt daran, daß der erste Arbeitsgang schon vor dem Erstarren des Werkstückes abgebrochen werden kann und die Wärme wegen des erheblich höheren Flächendruckes auf die Krempe von den Werkzeugflächen besser auf das Holz übertragen wird. Werden die Werkzeuge für beide Arbeitsgänge nebeneinander angeordnet, so kann das Werkstück aus dem Vorgesenk sofort, also noch warm, in das Fertiggesenk gebracht werden. Die hiermit verbundene Druckentlastung des heißen Werkstückes fördert die Trocknung bedeutend.
  • Das Verfahren ist anwendbar auf Holznäpfe beliebiger Grundrißform. Wenn in der Beschreibung von zylindrischer Kaliberfläche gesprochen wird, so ist darunter nicht nur die Mantelfläche eines Kreiszylinders zu verstehen, sondern ganz allgemein eine Fläche, deren Erzeugende mit der Stempelbewegung Bleichlaufen.
  • In der Zeichnung sind die zum Ausführen des Verfahrens nach der Erfindung dienenden Werkzeuge in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt Abb. i das obere Stück des Vorgesenks mit einem zusätzlichen Faltenhalter, Abb.2 das Vorgesenk ohne Faltenhalter, Abb.3 das Fertiggesenk.
  • Die beiden weiteren Abb.4 und 5 zeigen Holznäpfe mit nach innen geneigter Krempe und flachem bzw. gewölbtem Boden.
  • In Abb. i und 2 ist a der Oberteil, b der Unterteil der Matrize des Vorgesenks, c der Stempel, d der Gegendruckkolben und ,e der Zuschnitt. Letzterer kann, wie üblich, entweder aus dem Ausschnitt einer Sperrholzplatte :oder aus mehreren Furnierholzzuschnitten bestehen, die unter üblichem Zwischenfügen von Leimschichten bei dem Pressen im Vorges-enk erst miteinander vereinigt werden. In Abb. i ist gezeigt, wie der flache Zuschnitt bei Beginn des Vorformens in die Aufnahme des Matrizenoberteiles a eingelegt ist und mit seiner Mitte auf dem Gegendruckkolben d aufruht. Von obren her berühren gerade der Stempel c und der Faltenhalterring L den Holzzuschnitt. Der Faltenhalterring ist auf dem Stempel geführt und wird durch Federn! stets nach unten gedrückt. Stellschrauben h, die in Nuten 9 des Stempels eingreifen, begrenzen die Bewegung des Faltenhalterring es nach unten derart, daß die Druckkante io beim Aufsetzen des Stempels mit dessen Boden bündig steht.
  • In Abb. 2 ist der Holzzuschnitt bereits halb in das Vorgesenk eingedrückt, und es ist dargestellt, wie sich Teile der Krempe durch Faltenbildung an den Stempel angelegt haben. Dies ist der Zeitpunkt, von dem an das Verpressen der Falten beginnt.
  • In Abb.3 ist f die Matrize des Fertiggesenks mit dem kegeligen Einlauf 4, 5, der zylindrischen Kaliberfläche 5, 6 und der Aussparung 7, 8 für den Gegendruckkolben g. Letzterer stellt die genaue Innenform des Fertigerzeugnisses dar und steht in seiner höchsten Stellung so weit über der oberen Fläche der Matrize, daß der vorgepreßte kegelige Napf p' mit der Öffnung nach unten bequem aufgelegt werden kann. Der Stempel k paßt in das Kaliber genau hinein und hat sich in Abb.3 soeben von oben auf den Holznapf aufgesetzt. Beim weiteren Abwärtsgehen des Stempels wird zunächst in dem kegeligen Einlauf der äußerste Rand der Krempe an den G:egendruckkolben herangebogen und schließlich in den Spalt zwischen Gegendruckkolbien und Kaliber eingeführt. Das Gleiten des Krempenrandes im Einführungstrichter wird ;erleichtert, wenn man, wie in Abb. 2 dargestellt, an die gekrümmte Einlauffläche i, 2 noch ein kurzes zylindrisches Stück 2; 3 anschließt. Schneidet die fertige Vorform dann in Höhe des Punktes 2 ab, so wird der obere Krempenrand etwas stärker zusammengepreßt als der übrige Teil der Krempe. Dadurch wird @er an dieser Stelle, die gegenüber der äußeren Kremp.enfläche der Vorform abgeschrägt erscheint, besonders glatt und gleitet daher besser.
  • Beim weiteren Abwärtsgehen des Stempels dringt der Gegendruckkolben schließlich in die Aussparung 7, 8 der Matrize ein, worauf dann der Stirnrand der Krempe auf dem Absatz 6, 7 im Gesenk aufsetzt. Der Holzkörper ist nunmehr vollständig -eingeschlossen und kann durch weiteres Abwärtsgehen des Stempels einem beliebigen gewünschten Druck ausgesetzt werden, welcher dem Napfe die Schlußveräichtung und besondere Formbeständigkeit verleiht.
  • Wird nach sonst bekannten Verfahren ein Gegendruckkolben aus elastischem Stoff, z. B. Gumnv,oder ein mehrteiliger Kolben verwendet, dessen Abmessungen durch Verschieben der Teile gegeneinander in bekannter Weise verringert werden können, so lassen sich nach diesem Verfahren auch Holznäpfe herstellen, deren obere Öffnung kleiner ist als das Innenmaß des Bodens, z. B. solche nach Abb.4 und bei entsprechender Wölbung des Napfbodens solche -nach Abb. 5, die als Gefäßboden für Eimer o. dgl. der Forderung der guten Reinigungsmöglichkeit entsprechen, durch ihre Kegelform in einem kegeligen Gefäßmantel auch bei hoher Belastung sicher festgehalten und gut abgedichtet werden können. Das Fertiggesenk für Holznäpfe mit nach innen geneigter Krempe erhält an Stelle der in Abb. 3 dargestellten Zylinderfläche 5, 6 ein kegeliges Kaliber, das bei 6 ,enger ist als bei 5.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Pressen napfartiger Holzkörper mit rechtwinklig zum Boden stehender oder nach innen geneigter Krempe, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst als Vorform ein Napf mit nach außen geneigter Krempe gepreßt und dieser dann zur Endform mit gerader oder nach innen geneigter Krempe in der Weise umgepreßt wird, daß die Bewegungsrichtung des Werkstückes gegenüber den an ihm: Formarbeit leistenden Werkzeugflächen beim: Fertigpressen entgegengesetzt der beim: Vorpressen ist. a. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Faltenhalter (i), der mit einer nach einem - Halbmesser von annähernder Größe der Kremp.enhöhe gekrümmten Einlauffl.äche (i, a) am Matrizenoberbeil (a) des Vorgesenks zusanircnenwirkt.
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