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Ventilationsvorrichtung, insbesondere für Kraftwagen od. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Ventilationsvorriehtung, insbesondere für Kraftwagen, Flugzeuge und andere Fahrzeuge.
Bei Kraftfahrzeugen, insbesondere bei Innenlenkern, spielt die Lüftung eine grosse Rolle, da ohne eine solche bei warmem Wetter die vom Motor ausstrahlende Wärme den Aufenthalt im vorderen Lenker- raume des Fahrzeuges sehr unangenehm machen würde.
Bisher wurden zum Beseitigen dieses Übelstandes Lüftungsklappen verwendet, die an einer
Seitenöffnung des Wagenkastens türartig angebracht und in ihrer geöffneten Lage etwa durch Klinken und Federn feststellbar waren.
Die erfindungsgemässe Lüftungseinrichtung bedient sich gleichfalls einer die rechteckige Lüftung- öffnung überdeckenden Platte, die in ihrer Mitte an Lenkern drehbar gelagert ist und mittels Handhaben an den Lenkern verstellt werden kann. Der Erfindung nach wird nun die Platte sowohl in ihrer geschlossenen wie in ihrer offenen Lage von Federn gehalten, die ihrerseits an der die Lenker mit der
Platte verbindenden Spindel und anderseits am Rande der Ventilationsöffnung angreifen und nach Art eines Sprunggesperres wirken. Dabei lässt sich die Platte in ihrer offenen Stellung mittels eines Handgriffes in jede beliebige Schräglage innerhalb zweier Grenzlagen drehen, in der sie durch Federreibung festgehalten wird.
Die Ventilationsvorrichtung gemäss der Erfindung gibt die Möglichkeit, den vorderen Lenkerraum des Kraftfahrzeuges nicht nur durch blosses Zuführen oder Absaugen von Luft zu kühlen, sondern auch einen Querluftzug durch diesen Raum hervorzurufen, der die vom Motor her erwärmte Luft ganz energisch nach aussen befördert und den Raum so auf das Wirksamste kühlt.
In den Zeichnungen veranschaulicht Fig. 1 eine Seitenansicht eines Kraftfahrzeuges mit der erfindungsgemässen Ventilationsvorrichtung, Fig. 2 eine Innenansicht zu Fig. 1, Fig. 3 einen nach der Linie 3-li der Fig. 2 geführten Schnitt und Fig. 4 eine diagrammatisch Ansieht des Lenkerabteiles, worin die Art der erzeugten Querventilation dargestellt ist.
10 bezeichnet die Karosserie eines Kraftwagens. Die Ventilationsvorrichtung weist zwei rechteckige Öffnungen 11, eine an jeder Seite des Haubenträgers der Karosserie, auf. An der Innenseite der Karosserie ist um jede Öffnung 11 ein rechtwinkelig geformter Rahmen 12 befestigt. Jeder Rahmen ist auf der Aussenseite mit einer Rinne 13 versehen, in deren Boden eine Dichtung 14 angeordnet ist.
Die Rinne liegt innerhalb der Fläche der Öffnung 11.
An dem Rahmen 12 sind zwei lotrechte, voneinander distanzierte Lappen 15 vorgesehen. Zwischen diesen ist ein drehbarer Teil 16 montiert, von dessen oberem und unterem Ende zwei Arme 17 zur Mitte der Öffnung 11 reichen. In der Mitte des Teiles 16 ist ein Hebel 18 angebracht, mittels dessen der Teil 16 um die Lappen 15 von Hand aus verschwenkt werden kann. Wie ersichtlich, beschreiben die freien Enden der Arme 17 eine bogenförmige Bahn durch die Mitte jeder Öffnung 11, wie aus der gestrichelten Linie 26 (Fig. 3) ersichtlich ist.
Lotrecht zwischen den freien Enden der Arme 17 ist eine drehbare Spindel 21 angeordnet, und an jedes Ende der letzteren ist ein durch die Öffnung 11 nach aussen ragender Träger 19 genietet. Eine rechteckige Platte 20, die etwas grösser ist wie die Öffnung 11, ist an den äusseren Enden der Träger 19 angeschweisst und kann die Öffnung 11 abschliessen. Die Kanten der Platte sind nach innen eingerollt
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Platte 20 die an der Aussenseite des Wagens, infolge der Vorwärtsbewegung desselben, in der Richtung des Pfeiles 30 streichende Luft in die Karosserie geleitet. Wird aber die Schaufel in die durch die gestrichelten Linien 29 dargestellte Lage gebracht, so wird die Luft herausgesaugt.
Nach Wunsch kann die Platte 20 parallel zur Karosserie 10 eingestellt werden, wodurch sehr wenig oder keine Luft in den Wagen gelangt oder herausgesaugt wird.
Fig. 4 zeigt den vorderen Teil der Wagenkarosserie diagrammatisch. Da sich zwischen diesem Abteil und dem Motor nur die Spritzwand 33 befindet, wird im Sommer die Luft um die Fusse des Lenkers unerträglich warm. Falls nun die Platte an einer Seite nach vorne und der andern nach rückwärts geöffnet wird, streicht die Luft quer zu den Füssen des Lenkers in der Richtung des Pfeiles 31 durch das Abteil.
Die Vorrichtung zeigt das Abteil des Lenkers eines Kraftwagens ventilierend, kann aber auch für die Lüftung anderer Wagenabteile, wie z. B. des Motorabteiles, Verwendung finden. Ein oder mehrere Vorrichtungen können in der Motorhaube angeordnet werden, so dass sie auf einer Seite die Luft in den Motorraum saugen und auf der andern Seite die Luft wieder ausstossen, wodurch eine Querlüftung des Motorabteiles erfolgt. Diese Anordnung ist im Verein mit der in Fig. 4 dargestellten besonders vorteilhaft, da dann kühle Luft in derselben Richtung durch beide Abteile streicht.
Unter den vielen Vorteilen, welche die Vorrichtung bietet, wäre besonders hervorzuheben, dass die Menge der in den Wagen eingeführten oder ausgestossenen Luftmenge leicht regelbar ist.
Die Vorrichtung ist für die Lüftung aller Fahrzeuge einschliesslich von Flugzeugen, Eisenbahnen, Sehnelldampfern usw. geeignet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ventilationsvorriehtung, insbesondere für Kraftwagen od. dgl., bei welcher eine Ventilationsplatte schwingbar an einem Glied gelagert ist, das mit Betätigungsteilen verbunden ist, welche das Glied mit Bezug auf die Öffnung, mit welcher die Platte zusammenarbeitet, zu-und wegsehwingen, dadurch gekennzeichnet, dass das Glied (16, 17), auf welchem die Platte (20) schwingbar gelagert ist, durch Drehzapfen mit dem nächst der einen Kante der Platte (20) liegenden Teil (15) des die Ventilations- öffnung bildenden Rahmens (12) verbunden ist und dass die Spindel (21) der Platte mit dem nächst der gegenüberliegenden Kante der Platte (20) liegenden Rahmenteil mittels eines federnden Gliedes (24) verbunden ist, durch welche das Glied (16)
in der eingestellten Lage nachgiebig gehalten wird.