AT132344B - Schaltanordnung für automatische Fernsprechanlagen zum Überwachen von Münzfernskprechern. - Google Patents

Schaltanordnung für automatische Fernsprechanlagen zum Überwachen von Münzfernskprechern.

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AT132344B
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Ericsson Telefon Ab L M
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Description


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   Die Erfindung betrifft Münzfernsprecher, bei welchen bei abgehendem Gespräch die Verbindung mit dem Fernsprechamt erst nach   Münzeinwurf   erhalten wird, und bezieht sich insbesondere auf Schaltanordnungen zum Überwachen des Einkassierens oder der Rückzahlung der Münze bei Münzfernsprechern, die an automatische Fernsprechanlagen angeschlossen sind. 



   Bei bisher bekannten Anordnungen werden im allgemeinen zu diesem Zweck zwei verschiedene Stromimpulse benutzt, die vom Selbstanschlussamte zum   Münzfernsprecher   ausgesendet werden. Der eine Impuls bewirkt, das Einkassieren der Münze und der andere die Rückzahlung der Münze, und die beiden Impulse können entweder je ein Relais betätigen oder sie können unter Anwendung verschiedener Stromrichtungen beide ein polarisiertes Relais betätigen. Es ist auch vorgeschlagen worden, einen einzigen Impuls vom Amte auszusenden, u. zw. einen Einkassierimpuls. Der Teilnehmer kann dann, falls die Verbindung nicht erhalten worden ist, die Münze   durch Drücken   eines Knopfes zurückbekommen. 



   Gemäss der Erfindung, bei welcher ebenfalls nur ein einziger Impuls vom Amte zum Münzfernsprecher gesendet wird, wird die Münze jedoch vollständig selbsttätig und ohne Zutun des Teilnehmers einkassiert oder   zurückbezahlt.   Dies geschieht so, dass eine Relaisvorrichtung am Fernsprechamt, wenn das Gespräch nicht zustande kommt, das Aussenden eines   Rückzahlimpulses   zum   Münzfernsprecher   bewirkt. Dieser Impuls, welcher ein Relais betätigt, wodurch die Münze zurückgegeben wird, wird erzeugt, wenn der   anrufende   Teilnehmer durch   Aufhängen   seines Mikrotelephons die Auflösung der Verbindung einleitet.

   In andern Fällen, d. h. wenn das Gespräch bezahlt werden soll, bleibt die Münze im Apparat liegen und wird einkassiert, wenn das Mikrotelephon das nächste Mal abgehoben wird. 



   Fig. 1 zeigt an einem Ausführungsbeispiel die am Selbstanschlussamte befindliche Relaisvor-   richtung und   Fig. 2 zeigt die Stromkreise für den an die Relaisvorrichtung angeschlossenen Münzfernsprecher. 



   Wenn der Münzfernsprecher (Fig. 2), in welchem das Mikrophon M und der Hörer T durch zwei   reihengeschaltete Kontakte. !   und 2 kurzgeschlossen sind, für ein abgehendes Gespräch verwendet werden soll, so wird eine Münze eingeworfen, und das Mikrotelephon wird abgehoben. Die Reihenfolge dieser   Massnahmen ist gleichgültig,   denn der Haken K ist mit einer Vorrichtung kombiniert, welche verhindert, dass die Münze herabfällt und den Kontakt 1 unterbricht, ehe der Haken sich in gehobener Lage befindet. 



  Diese Vorrichtung ist aus dem Grunde erforderlich, weil der Haken auch mit einer   Einkassiervorrichtung   für Münzen, die auf den   Kurzschlusskontakt     1   liegengeblieben sind, ausgerüstet ist. Liegengebliebene Münzen werden also beim Abheben des Mikrotelephons in eine Sammelrinne herabgeführt. Die neue 
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 kreise darstellt, sind diese Anordnungen nicht dargestellt. 



   Verbindung mit dem   Selbstanschlussamt   wird dann in gewöhnlicher Weise über die Leitung La,   Lb   erzielt. Nachdem Summerton erhalten worden ist, kann die Impulssendung von der   Fingerscheibe   F stattfinden. Wenn nachher das Mikrotelephon aufgehängt wird, so wird die Verbindung auf dem Amte aufgelöst. Wenn das Gespräch aus irgendeinem Grunde nicht zustande kommt, so empfängt der Münzfernsprecher einen Rückzahlimpuls von der Relaisvorrichtung in Fig. 1, die das Aussenden dieses Impulses in folgender Weise bewirkt. 



   Bei Anruf vom Münzfernsprecher wird ein Stromkreis über die Leitung La, Lb durch ein Linienrelais   LR   geschlossen, welches seinen Anker anzieht. Über den Kontakt. 3 wird dabei ein Stromkreis für ein   Verzögerungsrelais Rj geschlossen, welches   beim Anziehen seines Ankers einen Stromkreis über 

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 für das Relais LR unterbricht. 



   Der Kontakt 3 und ein Kontakt   4,   welche beide beim Erregen des Relais LR geschlossen wurden. werden jedoch in geschlossener Lage gehalten durch das Relais BR, welches seinen Anker anzieht und diese Kontakte unterbricht, wenn der Stromkreis über den c-Draht beim Auflösen der Verbindung unterbrochen wird. Das Relais R1 unterbricht dann wegen seiner   Verzögerungswirkung   erst nach einer kurzen 
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 Verhältnis zur   Stromrichtung bei Anruf   und bei   Stromspeisung,   weil der Leitungszweig   Lb   an den positiven Pol der Batterie 11, 12 angeschlossen ist. 
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  Wegen der Verzögerungswirkung des Relais R1 hat das Relais R3 Zeit, seinen Anker anzuziehen, ehe das Aussenden des   Rückzahlimpulses   erfolgen kann. Das Relais R3 bleibt nachher erregt, bis das Relais R2 seinen Anker loslässt und durch den Kontakt 7 den Haltestromkreis für das Relais R3 unterbricht. 



   Im Münzfernsprecher betätigt der genannte Impuls ein Relais   RI. welches beim Anziehen seines   
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 Das Relais   R4 ist   in Reihe mit einem elektrischen Ventil Li (z. B. einem Kupferoxydgleichrichter) geschaltet, welches so geschaltet ist, dass es seinen   grösseren   Widerstand für die bei Anruf und bei Stromspeisung sich ergebende Stromrichtung'hat. Diese Anordnung mit einem Ventil in Reihe mit dem Rück-   zahlungsrelais R4   hat zur Folge, dass diejenigen Apparate, die durch Strom in der letztgenannten Stromrichtung durchflossen werden, mit   grossem Widerstand ausgeführt werden können,   obwohl das Relais   R. f.   dauernd in der Leitung eingeschaltet bleibt.

   Der Widerstand im Ventil LI für Strom in dieser Richtung ist nämlich von der Grössenordnung 100.000 Ohm und entspricht also dem Isolationswiderstand einer verhältnismässig guten Leitung. Der ausgesendete Rückzahlungsimpuls hat damm, wie vorher erwähnt, die entgegengesetzte Stromriehtung. 



   Die Münze bleibt also am   Kurzschlusskontakt liegen,   falls das Gespräch   gebührenpflichtig ist,   worauf sie, wie erwähnt, einkassiert wird, wenn das Mikrotelephon das   nächste   Mal abgehoben wird. 
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 Art von Impulsen vom Amte vollständig automatisch einkassiert oder zurüekbezahlt. 



   Der auf der Zeichnung dargestellte Münzfernsprecher kann auch zum Empfang von Gesprächen verwendet werden. Wenn der Münzfernsprecher angerufen wird, so wird nämlich ein Rufrelais Rs erregt, wodurch der Kurzschluss für das Mikrophon und den Hörer am Kontakt 2 unterbrochen wird. Ein Gespräch kann daher ohne   Münzeinwurf   empfangen werden. Das Relais Rs ist an die Leitung über eine Gleichrichtervorrichtung L2 angeschlossen, welche aus vier Gleichrichtern   13, 14, 15, 16   besteht, die in Brücken- 
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 als das Relais   B, los.   Ein Sperrhaken 17 hält dabei den Anker am Relais Rs in angezogener Lage fest. Erst nach Beendigung des Gespräches oder nach Auflösung der Verbindung aus anderem Grunde wird diese Verriegelung aufgehoben.

   Dann wird nämlich von der Relaisvorrichtung am Amte der vorher erwähnte Rückzahlungsimpuls ausgesendet, der vom Relais   R4 empfangen   wird. Wenn dieses Relais seinen 
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 am Relais R5 freigibt. Da der Kontakt 2 dabei geschlossen wird, so werden das Mikrophon und der Hörer wieder kurzgeschlossen. Die genannte Anordnung ist vorgesehen, damit der Münzfernsprecher nicht ohne   Münzeinwurf   für ein neues Gespräch benutzt werden kann, nachdem Rufsignal zu demselben gesendet worden ist. 



   Eine weitere Anordnung, die nicht auf der Zeichnung gezeigt ist, muss auch vorhanden sein. Das Rufsignal betätigt nicht nur das Relais   Rs, sondern auch   das Relais R4, welehes also die Münze bei Rufsignal   zurückzahlen   würde. Das Relais   R5   ist deshalb so ausgeführt, dass sein Anker die   Rückzahlung   verhindert, wenn dieser angezogen wird. 



   Da es manchmal vorkommt, dass die Stromrichtung auf der Leitung während des Aussendens des Rufisgnals umgekehrt ist, so ist es auch notwendig, dass das Relais R4 bei   Gleiehstrom   während der 

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 höherer Spannung sein als die Betriebsspannung des Selbstanschlussamtes, da das Relais R4 aus dem obengenannten Grunde so ausgeführt wird, dass es seinen Anker bei normaler Betriebsspannung nicht 
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 da die erforderliche Energie unbedeutend ist. 



   Die Erfindung kann in verschiedener Hinsicht abgeändert werden. Das Rufsignal kann z. B. über den einen Leitungszweig im Fernsprechautomat zur Erde gesendet werden, und der Rückzahlungsimpuls kann aus einem Rufsignal über den andern Leitungszweig bestehen. Ein Vorteil dabei ist, dass keine besondere Zusatzspannung erforderlich ist ; der Apparat muss aber geerdet werden können. 



   Wenn der Miinzfernsprecher nur für abgehende Gesdpräche verwendet werden soll, so kann das   Rufrelais Rs   mit der Gleichrichtervorrichtung   L2   weggelassen werden. Nach einem solchen Apparat darf jedoch kein Rufsignal ausgesendet werden, weil die Münze sonst zurüekbezahlt wird. 



   Zur Ausführung von Ferngesprächen kann   der Münzfernsprecher zweckmässig   mit einem Zusatzaggregat kombiniert werden, welches in bekannter Weise der Ferntelephonistin anzeigt. dass eine Münze auf Anforderung eingelegt worden ist. 



    An Stelle der reihengeschalteten Kurzschlusskontakte für Mikrophon und Hörer können auch parallel-   geschaltete Einschaltkontakte benutzt werden, die den Apparat einsehalten, wenn eine Münze eingelegt wird oder das Rufrelais seinen Anker anzieht. 
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1. Schaltanordnung für automatische Fernsprechanlagen zum Überwachen von Münzfernsprechern der Art, bei der eine Münze eingelegt werden muss, ehe die Verbindung mit dem Fernsprechamt erzielt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine   Relaisvorriehtung   am Fernsprechamt so angeordnet ist, dass sie, wenn ein Gespräch nicht bezahlt werden soll, das Aussenden eines Stromimpulses über die anrufende Leitung (La, Lb) beim Auflösen der Verbindung bewirkt.

   welcher Impuls im Münzfernsprecher ein Relais   (R4)     zum Zurückzahlen der Münze betätigt,   und dass die Münze in   andern Fällen durch   den Haken (K) in eine Sammelrinne geleitet wird, wenn das Mikrotelephon das nächste Mal abgehoben wird.

Claims (1)

  1. 2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais . ), welches die Rückzahlung der Münze bewirkt, mit einem Gleichrichter LJ reihengeschaltet ist.
    3. Schaltanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, dass der Münzfern- sprecher zum Empfang von Gesprächen mit einem Rufrelais (Rs) ausgerüstet ist, dessen Anker bei Rufsignal angezogen und dann in angezogener Lage festgehalten wird, bis die Verbindung aufgelöst wird.
    4. Schaltanordnung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rufrelais (rus) mit Verzögerung wirkt und dass dessen Anker in angezogener Lage durch einen Sperrhaken (17) festgehalten wird, der durch das zum Rückzahlen der Münze dienende Relais (R4) derart überwacht wird, EMI3.4
AT132344D 1931-04-14 1932-04-05 Schaltanordnung für automatische Fernsprechanlagen zum Überwachen von Münzfernskprechern. AT132344B (de)

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