AT131762B - Vorrichtung zum Falten bzw. Dessinieren von Leder und Häuten. - Google Patents
Vorrichtung zum Falten bzw. Dessinieren von Leder und Häuten.Info
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Description
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Vorrichtung zum Falten bzw. Dessinieren von Leder und Häuten.
Das Falten bzw. Dessinieren von Leder oder Häuten wurde bisher von Hand aus bewerkstelligt und erforderte eine besondere Geschicklichkeit seitens des Arbeiters. Die Lederstücke wurden bisher eingeweicht und im nassen Zustand auf eine ebene Unterlage aufgelegt und durch Fingerarbeit, sogenanntes Knautschenfalten bearbeitet. Die auf diese Weise hergestellten Falten sind jedoch in Ermanglung einer geeigneten Hilfsvorrichtung unregelmässig in ihrer Anordnung und Grösse und wird die ausgeweichte Haut bzw. das Leder bei der geringsten Unachtsamkeit infolge ihrer geringen Festigkeit leicht verletzt.
Die Vorrichtung nach der Erfindung beseitigt nicht nur alle diese Nachteile, sondern ermöglicht auch durch das Bilden der Falten unter Druck die Grösse und Anordnung derselben einheitlicher und vor allem gegenüber dem Fingerknautschen gleichmässiger zu gestalten, so dass grössere Serien von Lederstücken auf ein und dasselbe Dessin ohne Abweichung leicht und rasch hergestellt werden können.
Gemäss der Erfindung besteht die Vorrichtung aus zwei auf einem Gestell gelagerten Rahmen, welche mit zueinander parallelen zum Halten des zwischen ihnen eingelegten Materials dienenden Drähten bespannt und zum Einlegen und Herausnehmen des Materials abhebbar auseinanderklappbar sind.
Zur Erleichterung des Aushebens des gefalteten Leders vom Unterrahmen sind unter diesem mehrere Arme schwenkbar am Gestell derart gelagert, dass sie beim Hochschwenken in die Zwischenräume der Drähte eingreifen und das gefaltete Material gleichmässig von diesem abheben. Diese Arme bilden in ihrer Ruhelage eine unter den Drähten parallel verlaufende Ebene, an welcher die Falten des zwischen den Drähten gehaltenen Materials beim Zusammenrücken zur Anlage kommen und dadurch in gleicher Grösse und gleichem Abstand von Hand aus mittels Bürsten od. dgl. gebildet werden können.
Die Arme sind ausserdem noch in der Höhe verstellbar in dem Unterrahmen angeordnet. so dass sie der jeweils erwünschten Faltengrösse angepasst werden können.
Für grössere Ausführungsformen der Vorrichtung ist die Anordnung der beiden Rahmen so gewählt, dass gegenüber den um eine Schwenkachse hochklapparen Oberrahmen der Unterrahmen zum leichteren Abheben des gefalteten Materials um eine Schwenkachse umgekippt werden kann. Diese Anordnung des Unterrahmens hat den Vorteil, dass die bei grösseren Aus- führungen der Vorrichtung sehr kostspielige Abhebevorrichtung entfallt.
Zum gleichmässigen Formen der Falten des Leders sind die Drähte jedes Rahmens durch ein oder mehrere Querdrähte verspannt, so dass sie sich beim Ziehen der Falten nicht ausbiegen können und daher unregelmässige Falten trotz Fehlen der eine Auflage für die Falten bildenden Abhebevol'1'ichtung vollkommen vermieden werden. Damit der kippbare Unterrahmen sowohl in seiner Ruhelage. als auch in seiner Kippstellung durch sein Eigengewicht erhalten wird, ist seine Schwenkaehse gemäss der Erfindung nicht durch seinen Schwerpunkt geführt.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1 und W) die eine Ausführungsform in Seitenansicht bei geschnittenen Rahmen und im Schnitt nach der Linie .--B der Fig. 1 ; in den Fig. 3 und 4 ist die andere Ausführungsform gleichfalls in zwei zueinander senkrechten Schnitten F,-F und G-II in der Kipplage und in der Arbeitsstellung veranschaulicht.
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Die Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 besteht aus einem auf einem Gestell 1 lagernden Unterrahmen 2 und einem den ersteren umgebenden Oberrahmen 3, welcher auf dem Gestell aufruht und durch Scharniere 4 mit diesem gelenkig verbunden ist. Die beiden Rahmen ? und 3 sind im Querschnitt winkelförmig ausgebildet und so zueinander angeordnet. dass die freistehenden Schenkel einander gegenüberstehen. Die Rahmen 2 und 3 sind mit in gleichen. der Stärke des Leders angepassten Abständen (z. B. w) cset) voneinander und nur in einer Richtung angeordneten Drähten 5 bespannt, welche auf der einen Seite in den Steg der
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eines durch Muttern feststellbaren Wirbels auf die erforderliche Spannung anspannbar sind.
Die Drähte des Unterrahmens 2 sind hiebei zu den Drähten des Oberrahmens so versetzt angeordnet.
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Unter den Drähten des Unterrahmens sind Arme 6 auf einer Hülse 7 in gleichen Abständen wie die Drähte des Unterrahmens, 3 befestigt. Diese Arme, welche aus mit ein oder mehreren Versteifungen versehenen Rahmen bestehen, sind unterhalb der Drähte in deren Zwischenräumen angeordnet und ruhen mit ihren freien Enden auf einer Leiste des Unterrahmens auf. Die Hülse 7'der Arme 6 sitzt exzentrisch auf zwei Exzentern 8, deren Drehachse 9 in dem Gestell 1 drehbar gelagert ist und mit einem Hebel-M verdreht werden kann.
Die exzentrische Lagerung der Hülse 7 dient zur Einstellung der in horizontaler Lage auf der Rahmenleiste aufruhenden Arme 6 gegenüber den Drähten des Unterrahmens 2. Um diese Verstellung der Arme 6 parallel zu den Drähten 5 zwangsläufig durchzuführen, ist die
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Verdrehung der Exzenter R gleichzeitig auch die freien Enden der Arme im gleichen Verhältnis wie ihre Hülse 7 gesenkt und gehoben werden kann. Die Arme 6 bilden in ihrer Ruhelage Anschlagschienen zum gleichmässigen Bilden der Falten.
Nach Einstellung des erforderlichen Abstandes der Arme 6 von den Drähten 5 wird die Hülse 7 beispielsweise mittels Schrauben 12 auf den Exzentern befestigt. Die Arme 6 können nun bei aufgeklapptem Oberrahmen zum gleichmässigen Abheben des gefalteten noch feuchten Leders durch die Zwischenräume der Drähte des Unterrahmens um die Exzenterachsen 9 hochgeschwenkt werden.
Bei der Arbeit wird zuerst das zu faltende Leder im nassen Zustand bei gehobenem Oberrahmen auf die Drähte des Unterrahmens 2 aufgelegt und durch die Drähte des hierauf niedergeklappten Rahmens in seiner Lage unter Druck flachgehalten. Je nach Einstellung der Arme 6 zu den Drähten M können nun die Falten durch Zusammenschieben des Leder."
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mässig von Hand aus gebildet werden. Das fertig bearbeitete Lederstück kann hierauf nach Hochklappen des Oberrahmens 3 freigelegt und mittels der Arme 6 gleichmässig von unten von dem Unterrahmen ohne Veränderung einzelner Falten abgehoben werden.
Zur Sicherung der beiden Rahmen, 2 und 3 in der Eingriffsstellung ist beispielsweise ein unter Federwirkungstehender Riegel 13 am Oberrahmen vorgesehen. der am Unterrahmen einschnappt und durch einen Hebel 14 von Hand aus ausrückbar ist.
Für grössere Ausführungen kommt die in den Fig. 3 und 4. dargestellte Vorrichtung in Anwendung.
Diese besteht gleichfalls aus zwei auf einem Gestell 1 gelagerten mit Drähten 5 bespannten Rahmen. 3 und. 3. Während der Oberrahmen 3 um eine Schwenkachse -1 hoch,
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an einer Querleiste 19 od. dgl. des Gestelles J an (Fig. 3).
Die Drähte 5 des Unterrahmens, welche zweckmässig von einer Lagerseite zur ändern gespannt sind, werden durch einen Querdraht, 20 unterstützt, so dass einzelne beim Arbeiten belastete Drähte gegen Durchbiegen gesichert sind. Die gleiche Anordnung ist auch heim
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jede Bewegung gesichert. Der Riegel 13 kann zum Hochklappen des Oberrahmens durch Betätigung seines Hebels 14 von Hand aus gelost werden.
Das Einlegen des zu faltenden und das Herausnehmen des bearbeiteten Leders erfolgt an der Vorderseite der Vorrichtung, während die Bearbeitung des Leders von beiden Lagerseiten des Unterrahmens aus in der Richtung der Drähte durchgeführt wird. Das Zusammenschieben des zwischen den Drähten unter Druck lach gehaltenen Lederstückes kann auch
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gemäss der Erfindung mittels ein oder mehrerer Bürstenwalzen od. dgl. (nicht dargestellt) maschinell bewerkstelligt werden.
Auf die Drähte des im Ruhezustand horizontal auf den Gestellanschlägen 18 auf- ruhenden Unterrahmens 2 werden ein oder mehrere vorher entsprechend eingeweichte Lederstücke aufgelegt und durch Niederschwenken des Oberrahmens 3 mit dessen Drähten unter Druck nach gehalten. Das Leder wird hierauf in Richtung der Drähte durch Zusammenschieben gefaltet und seine Falten von den Drähten festgehalten. Durch die gegen Ausbiegen durch einen Querdraht gesicherten Drähte der beiden Rahmen ist es möglich, ohne besondere Hand-
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freigelegt. Zum Abnehmen des Lederstückes vom Unterrahmen wird in Laschen 21 ein vergitterter Tragrahmen 22 eingesteckt und auf das Leder aufgelegt.
Hierauf wird der Unterrahmen 2 samt dem Tragrahmen umgekippt, so dass das durch Anschlagen an die Drähte abgelöste Leder auf den darunter befindlichen Tragrahmen ohne Beschädigung der Falten abfällt.
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Weise eingeführt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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Halten des Leders während der Bearbeitung dienende Rahmen (.. 8), welche zum Zwecke des Einlegens und Herausnehmens des Materials voneinander abhebbar auseinanderklappbar sind.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass unterhalb des Unterrahmens am Gestell Arme ('6 in den Zwischenräumen der Drähte (. ) gemeinsam schwenkbar gelagert sind.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die schwenkbaren Arme (6) in ihrer Ruhelage in der Höhenrichtung parallel zu sich verstellbar sind.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die parallele Höhen- verstellung der Arme (6) mittels in ihrer Schwenkachse (9) angeordneter Exzenter (8) und einer als Auflager für die freien Enden der Arme (6) dienenden schrägen Rahmenleiste (11) bewirkt wird. EMI3.4 mit Drähten bespannten Rahmen (. 3,) um eine Schwenkachse (4) hochklappbar und durch ein Gegengewicht ausbalanciert ist und der untere Rahmen (2) kippbar am Gestell ( ge- lagert ist.6. Vorrichtung nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, dass die Kippachse des Unterrahmens von Drehzapfen (16) gebildet ist, welche derart versetzt zum Schwerpunkt des Unterrahmens angeordnet sind, dass dieser in seiner Ruhelage unter dem Druck seines Übergewichtes auf Anschlägen (18) des Gestelles (1) aufruht. EMI3.5 der beiden Rahmen durch einen oder mehrere Querdrähte ? gegen Durchschwingen heim Falten gesichert sind.8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Leiste des Unterrahmens (2) Lappen (21) zum Eisntecken eines Tragrahmens (22) vorgersehen sind, welche diesen beim Umkippen des Unterrahmens auf der einen Seite halten.9. Vorrichtung nach Anspruch l. gekennzeichnet durch eine sebsttätig wirkende von Hand aus ausrückbare Riegeleinrichtung (18) zum Sperren der beiden Rahmen in ihrer Ruhelage.10. Vorrichtung nach Anspruch 1. gekennzeichnet durch eine oder mehrere über das unter Druck eingelegte Lederstück führbare, maschinell angetriebene. in Richtung der Drähte gegeneinander arbeitende Bürstenwalzen.
Applications Claiming Priority (1)
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1932
- 1932-03-05 AT AT131762D patent/AT131762B/de active
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