DE535992C - Verfahren und Vorrichtung zum Walzen von Glasplatten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Walzen von Glasplatten

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DE535992C
DE535992C DEB146169D DEB0146169D DE535992C DE 535992 C DE535992 C DE 535992C DE B146169 D DEB146169 D DE B146169D DE B0146169 D DEB0146169 D DE B0146169D DE 535992 C DE535992 C DE 535992C
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Germany
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glass plate
slats
glass
gas
rolling
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Expired
Application number
DEB146169D
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English (en)
Original Assignee
Arthur Brancart
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B13/00Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
    • C03B13/02Rolling non-patterned sheets discontinuously

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Walzen von Glasplatten Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung, durch die das Wölben auf einem Walztisch gewalzter Glasplatten verhindert wird, das infolge ungleichmäßigen Zusammenziehens beider Flächen, insbesondere infolge der schnelleren Abkühlung der unteren Fläche beimBerühren mit demWalztisch, auftritt.
  • Erfindungsgemäß verhindert man die untere Fläche des Glases .an zu rascher Abkühlung, indem man zwischen dieser und dem Gießtisch eine metallische Latte hindurchführt, der man eine anhaltende rasche Hinundherbewegung erteilt, um das Glas von dem Tisch abzulösen und der Luft den Eintritt unter die Glasplatte zu gestatten, so daß sich ein isolierendes Polster bildet. Die Latte kann hohl und mit kleinen Löchern versehen sein, damit man durch sie ein zur Speisung des Isolierpolsters geeignetes Gas unter die Glasplatte leiten kann. Zu diesem Zweck kann Preßluft, ein inertes Gas oder auch ein brennbares Gas verwendet werden, das sich bei der Berührung mit dem glühenden Glase entzündet und gleichzeitig zum Warmhalten der unteren Fläche der Glasplatte dient.
  • Es ist bereits bekannt, eine ausgewalzte Glastafel von derTischplatte zu lösen, indem zwischen Glasplatte und Tisch eine flache Klinge einmal rasch hindurchgeführt wird. Von diesem sogenannten Säbeln unterscheidet sich das Verfahren nach der Erfindung dadurch, daß eine oder mehrere um einen Festpunkt schwingbare Latten anhaltend so lange rasch hin und her bewegt werden, bis eine hinreichende Verfestigung der Glasplatte eingetreten ist.
  • Die beiliegende Zeichnung stellt eine Ausführungsform der Erfindung dar, und zwar ist Abb. i eine schematische Darstellung eines Gießtisches, welcher mit den hin und her zu bewegenden Latten versehen ist, während Abb. 2 und 3 Querschnitte sind, welche eine hohle und eine volle Latte darstellen.
  • Die in Abb. i dargestellte Anordnung enthält zwei Latten a, welche mit einer Leiste b verbünden und um außerhalb des Tisches liegende Festpunkte in einer horizontalen Ebene in der Weise schwingbar angeordnet sind, daß sie über den Walztisch d, auf dem sie aufliegen, gleiten können. Mit Hilfe einer Leitstange e kann den Latten die gewünschte Hinundherbewegung entweder von Hand oder mechanisch in geeigneter Weise erteilt werden.
  • Die Latten a sind sehr dünn und besitzen einen gewölbten Rücken und zugeschärfte Ränder, so daß sie leicht zwischen den.Tisch d und die Glasplatte eingeführt und diese etwas anheben können, um so die Bildung des isolierenden Gaspolsters zu ermöglichen. Ihre Gestalt ist in Abb. 2 und 3 zu erkennen. Für die Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung sind sowohl volle wie hohle Latten, wie sie in Abb. z dargestellt sind, geeignet, bei denen ein Hohlraum f die Latte a vom einen bis zum anderen Ende durchzieht und mit dem Außenraum durch kleine Löcher h, die in der oberen Fläche der Latte angebracht sind, in Verbindung steht.
  • Falls man hohle Lattenverwendet, um Luft oder ein anderes Gas unter die Glasplatte zu blasen, können die Gelenke c so angeordnet sein, daß sie mit einer unter Druck befindlichen Luft- oder Gasleitung in Verbindung stehen, wie in Abb. z bei: i dargestellt ist. Statt dessen können die Latten mit der Gasquelle auch durch biegsame Rohre oder in anderer geeigneter Weise verbunden werden. Die hohlen Latten sind an ihrem freien Ende zweckmäßig so abgeschlossen, daß das Gas nur durch die Löcher h entweichen kann. Diese sind vorzugsweise in demjenigen Teil der Latten angebracht, welcher unter die Glasplatte gebracht werden soll.
  • Der Gießtisch d kann feststehen oder beweglich sein, ebenso die Befestigung der Latten a, welche aus einem beliebigen Gestell bestehen kann, das entweder fest oder beispielsweise mit Hilfe eines Wagens verschiebbar ist. Die Einzelheiten der Ausführungsweise berühren im übrigen das Wesen der Erfindung nicht.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zum Walzen von Glasplatten auf einem Walztisch, bei dem zwischen der ausgewalzten Glasplatte und dem Tisch eine metallische Latte hindurchbewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Latte bis zur hinreichenden Verfestigung der Glasplatte eine rasche und anhaltende Hinundherbewegung erteilt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß ein geeignetes Gas zwischen die Glasplatte und den Walztisch durch die zu diesem Zwecke hohle und mit Durchbohrungen versehene Latte zugeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein brennbares Gas verwendet wird, das sich in Berührung mit dem glühenden Glase entzündet. q..
  4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen x bis 3, bestehend aus einer oder mehreren gelenkig um einen außerhalb der Tischplatte liegenden festen Punkt schwingbaren, zweckmäßig an den Kanten zugeschärften Latten, die so' angebracht sind, daß sie auf der Fläche des Walztisches schleifen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch q., gekennzeichnet durch im Querschnitt gewölbte, hohle, mit Öffnungen versehene und an eine Gasquelle angeschlossene Latten.
DEB146169D 1929-02-23 1929-10-10 Verfahren und Vorrichtung zum Walzen von Glasplatten Expired DE535992C (de)

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DE535992C true DE535992C (de) 1931-10-19

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