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Diingerstreumaschine.
Bei Düngerstreumaschinen für Kunstdünger ist es bekannt, zum Auswerfen des pulverförmigen Düngers aus dem Vorratsbehälter Schieber zu verwenden, welche durch vom Fahrgestell betriebene Kurvenscheiben angetrieben werden, um die bei Kurbeltrieben ungleichmässigen Bewegungen, die durch Beschleunigung und Verzögerung auf dem Schieberweg und längeres Verweilen in den Totpunktlagen gekennzeichnet sind, zu vermeiden. Durch dieses Auswerfen von Kunstdünger aus einem Vorratsbehälter in gleichmässigen Zeitabständen lässt sich nun aber ein einwandfreies gleichmässiges Ausstreuen des Düngers nicht erreichen.
Eine vollkommene Arbeitsweise eines Düngerstreuers ist erst dann als gegeben zu erachten, wenn der pulverige Dünger über die ganze Breite der Streumaschine fortgesetzt und ohne jede Unterbrechung zu jedem Zeitpunkt in gleichen Mengen fein verteilt ausgestreut wird.
Diese Wirkung wird von den bisher bekanntgewordenen Düngerstreuern mit am Boden des Vorratsbehälters angeordneten Schiebern nicht erreicht. Die Schieber sind entweder nebeneinander angeordnet und bewegen sich gegen offene Streukanten vor und zurück, so dass sie beim Hingang aus der einen offenen Streukante und beim Rückgang aus der andern Streukante auswerfen. Oder beide Schieber liegen übereinander vor einer offenen Streukante und werfen nur bei der Hinbewegung aus dieser einen Streu. kante aus.
Es ist ersichtlich, dass auf diese Weise nicht in jedem Zeitpunkt gleiche Mengen Dünger den Vorratsbehälter verlassen, da die Schieber nicht fortlaufend auswerfen, sondern bei einer Umdrehung der Antriebswelle ruckweise nur je einmal ; ausserdem fallen infolge von auftretenden Stössen auf die Maschine und veranlasst durch Schlingerbewegungen der Maschine unabhängig von der Arbeit der Schieber unkontrollierbare und der Regelung nicht unterworfene Mengen Dünger aus den offenen Streukanten.
Allen diesen Mängeln ist dadurch abgeholfen, dass zwar, wie an sich bekannt, zwei mit 90 Phasen- verschiebung gegeneinanderlaufende, rostartig gestaltete Streuschieber unter dem Streukasten Verwendung finden, jedoch die Streuschieber gemäss der Erfindung besonders gestaltet sind, indem sie aus in an sich bekannter Weise in der Bewegungsrichtung verlaufenden zickzack-oder wellenförmigen Lamellen bestehen und so angeordnet und bewegt sind, dass jeder der Schieber nach zwei Seiten sowohl beim Hingang als auch beim Rückgang aus beiden der Einführung der Schieber in den Vorratskasten dienenden Streuschlitzen ausstreut.
Um die beabsichtigte Streuwirkung auch im Betrieb dauernd aufrechterhalten zu können, ist es wichtig, dass die Streukanten, über welche die Schieber fortgesetzt überschleifen, nicht abgenutzt werden können.
Dieses wird erfindungsgemäss in einfacher Weise dadurch erreicht, dass die beiden Schieber mittels Doppellenkern geradegeführt sind.
Es lässt sich die geforderte Gleichmässigkeit der Hin-und Herbewegung der Schieber auch dann erreichen, wenn zum Antrieb der Schieber keine Kurvenscheibe, sondern eine einfachere und billiger herzustellende Exzenterscheibe benutzt wird. Mit Erfolg wird die grösste Gleichmässigkeit der Streuwirkung dann erreicht, wenn die Rollenhebel am Exzenter so angeordnet sind, dass sie dann, wenn sie den Exzenter auf der Stelle des grössten Aussehlages berühren, etwa senkrecht zum Durchmesser stehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt die Maschine in einem senkrechten Teilschnitt quer zur Achse, zum Teil in Ansicht, Fig. 2 zeigt eine besondere Ausführungsform der Streuorgane der Maschine im Grundriss.
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Zwischen dem Düngèrkasten 1 und dem ungelochten Boden 2 sind siebartige Streuorgane') und 4 vorgesehen, welche sich quer zum Düngerkasten in der Fahrrichtung hin und her bewegen. Zum Antrieb der beiden Siebe 3 und 4 dienen eine mit dem Laufrad gekuppelte exzentrische Rollenbahn 5, Rollenhebel 6, welche mit jener Rollenbahn zusammenwirken, mit den Hebeln 6 verbundene Hebel 7, an deren freien Enden die doppelarmigen Hebel 8 angelenkt sind. Am einen Ende der Hebel 8 sind die Siebe 3 bzw. 4 befestigt. Am andern Ende greifen Lenker 9 an. Letztere bewirken eine angenäherte Geradführung der Siebe 3 und 4.
Um grösste Gleichförmigkeit der Bewegung der Siebe zu erreichen, sind die Schwenkachsen 11 der Rollenhebel 6 derart angeordnet, dass die Hebel dann, wenn sie auf der Stelle grössten Durchmessers des Exzenters aufliegen, ungefähr senkrecht zu diesem Durchmesser stehen. Bei dieser Anordnung wird die den gewöhnlichen Kurbelgetrieben anhaftende Ungleichförmigkeit nahezu aufgehoben.
Soll staubförmiger Dünger, wie Kalkstickstoff, in kleinsten Mengen und gleichmässiger Verteilung ausgestreut werden, so werden die gelochten Bleche 3 und 4 übereinanderliegend angewendet.
Zum Streuen normaler Düngermengen jedoch empfiehlt sich mehr die in Fig. 2 gezeichnete Anordnung. Hier bestehen die Streuorgane aus je einem System von zickzackförmig oder wellenförmig gestalteten Lamellen 13 bzw. 14,. die in gleicher Höhenlage sind und bei, deren Hin-und Herbewegung die bei der Stellung gemäss Fig. 2 am weitesten freigegebenen Durchtrittsöffnungen wechselweise vereint werden, wobei zwischen den Lamellen liegenden grösseren Stücken Gelegenheit zum Ausweichen geboten wird. Soll die Streueinrichtung gereinigt werden, so wird der Boden 2 gesenkt, die Siebe oder sonstige Streuorgane seitlich herausgezogen und herabgeklappt, wobei sie von beiden Seiten und an allen Stellen bequem zugänglich werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Düngerstreumaschine mit zwei quer über den Boden des Vorratskastens mit etwa 90 Phasenverschiebung hin und her bewegten rostartigen Streuschiebern, dadurch gekennzeichnet, dass die Streuschieber aus in an sich bekannter Weise in der Bewegungsrichtung verlaufenden zickzack-oder wellenförmigen Lamellen bestehen, die jeder nach beiden Seiten durch beide der Einführung der Schieber in den Vorratskasten dienende Streuschlitze ausstreuen.