AT129495B - Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirkender Backwaren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirkender Backwaren.

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AT129495B
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Franz Dr Loeffler
Alois Petermann
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Franz Dr Loeffler
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  Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirkender Backwaren. 
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   Die Erfindung betrifft ein Verfahren, wonach Backwaren in einer für   Heilzwecke   günstigen Verbindung mit rohen tierischen Organen, wie Leber, Magen, Herz, Niere, Brustdrüse, Bauch- 
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 Bestandteilen, hergestellt werden. Diese Backwaren sollen dazu dienen, auf die Störungen der Blutbildung therapeutisch zu wirken, die Heilung der Hauttuberkulose im Sinne der   Geron-Dilit   günstig zu beeinflussen, ferner bei der Krebskachexie, welche die weitgehendst Ähnlichkeit mit der Anaemia perniciosa hat, therapeutische Vorteile zu bieten. 



   Bekanntlich nimmt in letzterer Zeit die Organtherapie bei Störungen der   Blutbildung   und Blutversorgung eine Vorzugsstelle ein. Die bereits angeführten tierischen Organe werden den Patienten in mässig erhitztem, bei schweren Fällen in rohem oder aber in einem fabriksmässig erzeugten Zustande als Präparat verabreicht.

   Leber, Schweinsmagen, die Rinde der Nebenniere und   Sdiweinslunge,   vorschriftsmässig genommen, bezwecken, bei schwerer Blutarmut die Zahl der roten   Blutkörperchen   bis zur Norm zu erhöhen ; Milz reduziert die überzähligen Blutkörperchen ; Herzhormon soll auf die Regelung der Herztätigkeit günstig wirken ; Brust-, Bauchspeicheldrüse und Milz als Gemisch werden mit gutem Erfolge bei lokalen Krebskrankheiten verwendet ; Bauchspeicheldrüse (siehe Präparat : Kallikrein) senkt den Blutdruck durch Erweiterung der Arteriolen und Kapillaren. Ihre therapeutische Verwendung ist also angezeigt bei Gefässerkrankungen mit trophischen Störungen ; Knochenmark und Hirn (von Kalb oder Rind) finden bei Erkrankungen bzw. Unterfunktionen des zentralen Nervensystems, vorteilhafte Anwendung. 



   Die nach dem vorliegenden Verfahren erzeugten Backwaren eignen sich laut klinischen Erfahrungen sowohl zur selbständigen als auch zur Unterstützungstherapie bei den bereits angeführten Krankheiten. 



   Ausführungsbeispiele. 



   Backware I besteht aus   500/0 Frischleber   mit Eiern, Honig, Mehl und Pepsinsalzsäure, ohne Salz, welche Substanzen zusammen gleichfalls   50 /o   ausmachen. Bei der Mischung werden als Treibmittel nur Eier, also weder Backpulver noch Sauerteig noch Hefe angewandt. Da die tierische Leber ihre volle therapeutische Wirksamkeit nur bis zu einer Höchsttemperatur von   800 C beibehält. musste   man mit dieser Tatsache bei der Erzeugung rechnen, und die wiederholten Experimente ergaben folgende zweckmässige Darstellungsweise :
Das Teiggemisch wurde in einem bis zu einer Temperatur von 100  C geheizten Backofen gebacken. Hiebei wurde dann die dem Ofen entnommene Backware auf ihre Innentemperatur geprüft und festgestellt, dass dieselbe höchstens   72  C,   ja bei manchen Proben sogar nur 70  C beträgt.

   Diese in einer solch geringen Backhitze erzeugte Backware weist sogar die merkwürdige Eigenschaft auf, dass sie, an einem kühlen Orte aufbewahrt, ihren Wohlgeschmack und ihre Wirksamkeit ohne Verwesungsprozess Monate hindurch unverändert beibehält. 



   Backware II ist ein bis zu drei Viertel fertiggebackener Teig, erzeugt wie Backware   I.   



  Diesem Teige werden die den therapeutischen Zwecken dienenden tierischen Organe, in ganz rohem Zustande zerkleinert bzw. pulverisiert und mit den nachstehend angeführten Bestandteilen vermengt, als Emulsion mittels eines Fiillapparates beigefügt. Nach Verschluss der Ein-   schussöffnung,   ebenfalls mit einer bis zu drei Viertel gebackenen Teigplatte, gelangt der so gefüllte zum Teil gebackene Teig in einen recht heissen Ofen. Nach wenigen Sekunden wird dieselbe 

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 dem Ofen entnommen und festgestellt, dass der Teig gargebacken, jedoch die Füllung ganz roh geblieben ist. Auf einem   ähnlichen   Verfahren beruht auch die Erzeugung von gebackenem Eis in vielen   Zuckerh ckerbetrieben.   



   Die tierischen Organe werden dem zur Backware dienendem Teige vorzugsweise in zerkleinerem Zustande, in manche Fällen pulverisiert hinzugefügt. Die zur Verkleinerung dienende maschinelle Vorrichtung löst die Zellen bzw. Schleimhäute der Organe von den faserigen Substanzen los und ermöglicht dadurch, dass bei der Zubereitung des Teiges bloss die reinen Zellen bzw. Schleimhäute verwendet werden können. 



   Die Emulsion bestehend aus zu einem Brei verkleinerten dem therapeutischen Zwecke dienenden tierischen Organen, ferner Pepsinsalzsäure, Honig, Kakao, Marmelade. Bei der Milztherapie macht die Emulsion insofern eine Ausnahme, als sie die süssen Zutaten entbehrt, diese aber durch gewürzt Bestandteile ersetzt werden. 



   Schliesslich kann diese Emulsion in Fällen, wo es sieh um unbemittelte Schwerkranke handelt, auch andern Backwaren, welche häuslich oder in den Backstuben erzeugt werden, jedoch keine Hefe oder Sauerteig beinhalten, beigefügt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirkender Backwaren, bei welchen zur Teigbereitung bzw. als Füllung rohe tierische Organe in verkleinerter oder pulverisierter Form mitverwendet werden, dadurch gekennzeichnet, dass man behufs Erhaltung der therapeutischen Wirkung dieser tierischen Organe während des Back-bzw. Herstellungsprozesses die Temperatur im Innern der Backwaren   720 C   nicht übersteigen lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in zum Teil fertiggebackene Backware eine aus zu Brei verkleinerten rohen tierischen Organen und Zutaten angefertigte Emulsion hineingespritzt, die Einspritzöffnung zugemacht und die Backware derart fertiggebacken wird, dass die in dieselbe-eingebrachte Emulsion möglichst roh bleibt.
    3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass beliebige ganz fertiggebackene hefe-und sauerleigfreie Backware zur Füllung mit der rohen Emulsion verwendet wird.
AT129495D 1930-09-11 1930-09-11 Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirkender Backwaren. AT129495B (de)

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