AT165539B - Verfahren zur Verbesserung von Backwaren - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung von BackwarenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Verbesserung von Backwaren Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von wohlschmeckenden und gesundheitsfördernden Backwaren und ähnlichen Erzeugnissen durch Zusatz von bestimmten Pflanzenextrakten zur Teigmasse. Es ist bereits vorgeschlagen worden, Backwaren, wie Brot, Biskuit, Kuchen, Zwieback u. dgl., verschiedenartige Pflanzenerzeugnisse in Extraktform einzuverleiben, um diese Produkte ohne Veränderung der wertvollen Bestandteile in eine für den menschlichen Genuss ansprechendere Form überzuführen. Es zeigte sich jedoch, dass die volle Erhaltung der heilkräftigen bzw. aromatischen Wirksamkeit der vegetabilen Substanzen durch den Backvorgang meist sehr erschwert, wenn nicht gänzlich unmöglich gemacht wurde. Man war daher häufig gezwungen, unverhältnismässig grosse Mengen der jeweiligen Drogen zu verwenden, um ein Endprodukt der gewünschten Qualität zu erzielen. Der Erfindung liegt nun der Gedanke zugrunde, einer Backware durch Einverleibung eines Pflan- zeuextraktes von bestimmtel Zusammensetzung die in geschmackliche und gesundheitlicher Hinsicht wertvollen Bestandteile eines vegetabilen Produktes in wesentlich wirksamerer Weise als dies bisher moghch war, zugänglich zu machen. Zu diesem Zwecke wird nach dem Vorschlage der Erfindung einer üblichen Teigmasse, z. B. einem aus Mehl, Zucker Eiern und gegebenenfalls Kakao, Schokolade, Honig od. dgl. Zusätzen zubereiteten Lebkuchenteig, ein zuvor hergestellter w sseriger Extrakt aus einer, getrocknete Plantago- und Löwenzahnblätter sowie pulverisiertem Anis und allenfalls noch andere aromatische Ingredienzien enthaltenden Mischung zugesetzt und gründlich eingearbeitet, worauf die Masse dem normalen Backprozess unterzogen wird. Die gesundheitsfördernde bzw. aromatische Wirkung der erfindungsgemäss für den Extrakt verwendeten Drogen ist an sich bekannt, doch musste mit Rücksicht auf die vorerwähnten Nachteile auch in diesem Falle mit einer starken Beeinträchtigung der Wirksamkeit durch den Backvorgang gerechnet werden. Überraschender- weise stellte sich jedoch heraus, dass die gemäss vorliegendem Verfahren besonders ausgewählten Pflanzenprodukte durch den Backprozess keines- wegs geschädigt werden, sondern im Gegenteil eine vorteilhafte Veränderung erfahren. So wird beispielsweise die blutbildende bzw. blutnährende Wirkung von Plantago und auch von Taraxacum ganz wesentlich beschleunigt. Durch das Backen werden die Bestandteile des erfindungsgemäss benützten Extraktes einem weitergehenderen Aufschluss unterworfen, dem die Komponenten anderer Extrakte erfahrungsgemäss nicht standhalten. Ein ähnlicher Erfolg lässt sich übrigens auch erzielen, wenn man beim Backvorgang direkt von der pulverisierten Extraktmischung ausgeht. Die in dem beschriebenen Extrakt vorhandenen aktiven Substanzen erweisen sich gegenüber der Einwirkung der Ofenhitze viel resistenter als andere der gleichen Behandlung ausgesetzte Stoffe. Die in geschmacklicher bzw. aromatischer Hinsicht wirksamen Substanzen der Pflanzenteile, die an sich beim Trocknen in der Hitze bis zu 50% an Aktivität verlieren, zeigen unerwarteterweise nach dem Backen keine irgendwie bedeutsame Einbusse ; lediglich der etwas bittere Geschmack der Taraxacumblätter wird durch den vorhergehenden Backprozess vorteilhaft gemildert. Erfindungsgemäss kann allgemein mit emer auffallend kleinen Zusatzmenge an aktiven Substanzen das Auslangen gefunden werden. Die nach dem beanspruchten Verfahren hergestellten Backwaren, z. B. aus Lebkuchenmasse, erweisen sich als besonders gut baltbar, leicht verdaulich und dauernd wirksam. Dem Extrakt der beschriebenen Zusammen- setzung, welcher das Anispulver als aromatischen und zugleich verdauungsfördemden Bestandteil, die getrockneten Plantagoblätter als blutnährende Komponente und die getrockneten Löwenzhn- blätter als aufbauendes und kräftigendes Mittel enthält, können gewunschtenfalls als weitere Geschmackstoffe bei der Zubereitung Zimtpulver, Nelkengeist u. dgl. aromatische Substanzen, einzeln oder kombiniert, zugegeben werden. Vorteilhaft kann ein aus einer solchen Mischung gewonnener wässeriger, gegebenenfalls auch ein alkoholischer Extrakt der Teigmasse wie üblich bereits bei ihrer Herstellung zugesetzt werden. Die nach dem vorliegenden Verfahren erziel- baren Waren stellen besonders wohlschmeckende und. sättigende Produkte dar. Sie üben infolge der eigenartigen Zusammensetzung des ver- wendeten Pfanzennährextraktes und der darin enthaltenen Vitamine eine sehr vorteilhafte und <Desc/Clms Page number 2> gesundheitsfördernde Wirkung aus, die durch den Backvorgang in der vorstehend angegebenen Weise noch weiter vorteilhaft beeinflusst wird. Hiebei kommt dem Plantago eine besondere Förderung der Blutbildung und somit eine allgemein kräftigende Wirkung zu, während die Taraxacumdrogen infolge ihres Reichtums an den für den Körperaufbau wichtigen Elementen als stärkendes sowie blutreinigendes Mittel dienen. Das Enderzeugnis besitzt jedenfalls in geschmacklicher und gesundheitlicher Hinsicht eine wesentlich stärkere Wirkung,, als auf Grund der Zugabe eines Extraktes, einer wässerigen Abkochung od. dgl. etwa vorherzusehen wäre. Der vorstehend geschilderte Effekt kann gemäss einer weiteren Ausgestaltung auch dann erreicht werden, wenn die Teigmasse bloss einem Er- härtungsvorgang, verbunden mit einer Operation zur Formgebung der Masse, unterworfen wird. In diesem Falle kann das Ausgangsmaterial für die Bereitung des Teiges einen grösseren Anteil an Zucker und einen geringeren Anteil an Mehl aufweisen, wobei dieses zur Erzielung eines bekömmlichen Erzeugnisses vorher geröstet wird. Auf diese Weise wird ein hervorragend kräftigendes und sättigendes Produkt von erfrischendem Geschmack erhalten, das sich, beispielsweise zu Tabletten geformt, u. a. als Nährpräparat bei Hunger-und Ermüdungszuständen bewährt. Die Erfindung ist in der nachstehenden Aus- führur1gsform beispielsweise dargestellt, ohne jedoch an die angegebenen Einzelheiten gebunden zu sein. Beispiel : Einem Teig, hergestellt aus 65 dkg Mehl, 25 dkg Zucker und einem Ei, werden 5 dkg Kakao zugemischt und mindestens ein Achtelliter eines Pflanzenextraktes zugesetzt und gründlich geknetet. Der Pflanzenextrakt wurde gewonnen aus einer Mischung von 20 bis 40 Plantagoblättern, 8-15 getrockneten Löwenzahnblättem und 5lOg Anispulver durch 15 Minuten langes Abkochen mit 1-2 1 Wasser und Filtrieren der heissen Abkochung, worauf der für die Teigmasse vorgesehene Zusatz von Honig, z. B. 20 dkg Bienenhonig, der Flüssigkeit zugesetzt und diese nochmals, gegebenenfalls unter Zusatz einer kleinen Menge Zimtpulver (5-10 g) aufgekocht, nach Wunsch mit etwas Nelkengeist vermengt und schliesslich der Extrakt rasch abgekühlt wird. Der fertige Teig wird nudelig ausgetrieben, daraus Schnitten, Busserl oder beliebige andere Formen ausgestochen und bei gelinder Hitze gebacken. Das erhaltene Backwerk kann als Nährschnitten, Weinschnitten od. dgl. Verwendung finden. PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Verbesserung von Backwaren unter Zusatz eines Pflanzenextraktes zum Teig, dadurch gekennzeichnet, dass einer üblichen, aus Mehl, Zucker, Ei und gegebenenfalls Kakao, Schokolade, Honig od. dgl. Zusätzen bereiteten Teigmasse ein wässeiiger Extrakt aus einer, getrocknete Plantago-und Löwenzahnblätter sowie gepulvertem Anis und allenfalls noch andere aromatische Zusätze enthaltenden Mischung ein- verleibt wird.
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- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass die den Pflanzenextrakt ent- haltende Teigmasse einem Erhärtungsvorgang in Kombination mit einer Formgebung unterworfen wird.
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