<Desc/Clms Page number 1>
Puderdosen-Etui und Dose hiefiir.
Man hat bereits Puderbehälter aus nachgiebigem Material wie Leder od. dgl. vorgeschlagen, bei welchen durch eine Siebplatte getrennte Räume vorgesehen sind, von welchen der eine unmittelbar zur Aufnahme des Puders und der andere zur Aufnahme einer Quaste dient, welche gegen die Siebplatte gedruckt gehalten und durch Druck auf* die Begrenzungs- wand des Puder enthaltenden Raumes bestäubt wird.
Diese Behälter weisen Übelstände auf ; so genügt schon der bei der Handhabung des Behälters erforderliche Amassdruck Puder durch die Siebplatte hindurch auf die Quaste aufzustäuben und bei jeder derartigen Manipulation tritt dieses Ausstäuben ein, so dass die Quaste überreichlich bestäubt wird. Auf letztere können infolge des Anliegens der Quaste die meist oxydischen Beläge übergehen, die sich erfahrungsgemäss an die metallene Siebplatte dann ansetzen, wenn diese nicht aus Edelmetall hergestellt ist. Diese metallischen Verunreinigungen können mit der Quaste in die Haut eingerieben werden und Veranlassung zur Ekzem- bildung geben.
Diese Nachteile werden gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch beseitigt. dass ein Raum des Etuis aus nachgiebigem Material zur Aufnahme einer den Puder enthaltenden metallenen Dose eingerichtet ist, die in bekannter Weise mit perforiertem Deckel und elastischem Boden ausgestattet ist. Diese Dose ist in dem Raum des Etuis derart untergebracht, dass ihr Deckel in einem Abstand von der In dem ändern Raum eingelegten Quaste gehalten wird, wobei ihr Boden von aussen her durch darauf ausgeübten Druck deformiert wird, um Puder auszustäuben.
In dem Puderdosen-Etui ist zum obigen Zwecke eine Zwisciienwand vorgesehen, die einen kreisförmigen Ausschnitt aufweist, gegen dessen Rand sich einerseits die Puderdose mit ihrem perforierten Deckel, anderseits die Puderquaste mit dem Rand ihrer Reibfläche anlegt. Diese Zwischenwand hält sohin Dose und Quaste in einem Abstand voneinander. Zu letzterem Zwecke kann auch der perforierte Deckel eine Scheibe etwa aus Pressspan tragen oder man kann ihn mit Wellungen oder Rippen versehen, an derem Grunde die Perforierungen untergebracht sind.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung veranschaulicht und zeigt Fig. 1 das Puderdosen-Etui in Ansicht, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie X-X der Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht der Puderdose von der Bodenseite und Fig. 4 eine Ansicht derselben von der Deckelseite aus, Fig. 5 stellt einen Querschnitt der Puderdose dar. Fig. 6 und 7 sind Ansichten einer Ausführungsform der Puderdose von der Boden-und Deckelseite aus. Fig. 8 stellt einen Querschnitt durch diese Ausführungsform dar.
Das Puderdosen-Etui besteht aus einer Tasche 1 aus Leder u. dgl., die eine mit einem keisförmigen Ausschnitt 3 versehenen Zwischenwand 2 aufweist, durch welche sie in zwei gesonderte Räume 4 und 5 geteilt wird. Im Räume 4 ist die Puderdose 6, und im Raume 5 die Puderquaste 7 so eingeschoben, dass sich gegen den Rand des kreisförmigen Ausschnittes in der Zwischenwand 2 einerseits der perforierte Deckel der Puderdose, anderseits die Puderquaste mit ihrem Arbeitsflächenrande anlegt. Um die Puderdose zuverlässig von der Puderquaste (wegen gleichmässiger Zerstäubung des Puders) in entsprechendem Abstand zu halten, ist der perforierte Deckel 9 der Puderdose 6 mit Pressspan 8 od. dgl. belegt, der mit dem Puderdosendeckel korrespondierende Perforierungen aufweist (s.
Fig. 4 und 5).
<Desc/Clms Page number 2>
Fig. 7 und 8 zeigt eine Ausführungsform bei der die Puderdose aus Edelmetall hergestellt ist und eine Berührung der Puderquaste mit dem Dosendeckel, weil hier ungefährlich, nicht mehr vermieden werden muss. Bei dieser Ausführungsform werden. in dem perforierten Deckel der Puderdose Wellungen eingepresst und befinden sich die Perforierungen am Grunde der Täler dieser Wellungen.
Zur Fixierung in der geschlossenen Stellung besitzt das Puderdosen-Etui 1 eine Schlaufe 10. welche in eine Lasche 11 gesteckt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Etui aus nachgiebigem Material, wie Leder, mit zur Aufnahme von Puder und Quaste dienenden, einander gegenüberliegenden, getrennten Räumen, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Räume zur Aufnahme einer den Puder enthaltenden metallischen Dose eingerichtet ist, welche in bekannter Weise mit einem perforierten Deckel und elastischem Boden versehen ist, und dass der Deckel der Dose in einem Abstand von der in dem andern Raum des Etuis eingelegten Quaste gehalten ist.