AT128611B - Verfahren zur Darstellung von peptidasefreien Proteinasen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von peptidasefreien Proteinasen.

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  Verfahren zur   Darstellung   von   peptidaseireien   Proteinasen. 



   Die proteolytischen Fermentsysteme bestehen in der Regel aus Gemischen von Proteinasen und Peptidasen. 



   Es ist nun gefunden worden, dass man die Proteinasen in überraschend einfacher Weise von den Peptidasen befreien kann, wenn man eine Lösung dieser Enzymgemische einer Behandlung mit einem sauren Medium unterwirft, wobei man die zur Verwendung gelangende Säure in solcher Menge zugibt, dass die Lösung einen pH-Wert von 3-4, zweckmässig von 3-5, bekommt. Die Peptidasen werden hiebei in kurzer Zeit, z. B. innerhalb zehn Minuten oder einer halben Stunde, zerstört, während die Proteinasen erhalten bleiben. Die verwendeten Enzymgemische erhält man in gleicher Weise aus rohen oder getrockneten Drüsen, wie z. B. 



  Bauchspeicheldrüse, Leber, Milz, Niere usw. Bei dem neuen Verfahren kann man die verschiedensten Säuren, wie z. B. Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Weinsäure   usw.,   verwenden. 



   Für die nachfolgende Verwendung der auf diese Weise von den Peptidasen befreiten Lösungen ist es zweckmässig, die   Wasserstoffionenkonzentrationen   in passender Weise zu ändern beispielsweise durch Zusatz von Alkalien, wie Soda, verdünnte Natronlauge, Ammoniak u.   dgl.,   oder puffernd wirkende Substanzen. 



   Die proteinasehaltigen, peptidasefreien Lösungen lassen sich, gegebenenfalls nach erfolgter pH-Umstellung, auf Trockenpräparate verarbeiten. Hiefür sind die bekannten Methoden der Enzymabscheidung durch Fällungsreaktionen oder auch schonendes Eindampfen im Vacuum oder Zerstäubungsverfahren geeignet. 



   Die Produkte sollen für pharmazeutische und technische Zwecke Verwendung finden. 



   Beispiele :
1. Zu einer 50/oigen Lösung von Pankreastrypsin gibt man unter Rühren 50/oige Salzsäure, bis ein pH von   3. 5   erreicht ist. Nach wenigen Minuten ist die peptische Komponente des Trypsins zerstört. Die Tryptasewirkung, gemessen durch das Verflüssigungsvermögen gegen- über Gelatine, bleibt dabei fast vollständig erhalten. 



   Um zu einer optimalen Wirkung der Tryptase zu gelangen, gibt man zu der von den Peptidasen befreiten Lösung unter Umrühren verdünnte Sodalösung, bis ein pH von etwa 8 erreicht ist. 



   Zur Überführung in Trockenpräparate scheidet man mit der 2-3fachen Menge Aceton ab, filtriert,   wäscht   mit Aceton und trocknet im Vacuum. Natürlich kann man das Enzym auch noch auf andere Weise, z. B. durch Zerstäubung, in trockene Form bringen. 



   2.30 Teile eines mit Aceton und Äther   bereiteten Trockenpräparates   aus frischer Schweineleber werden mit 500 Teilen Wasser von   0-50 angerührt.   Man lässt nun unter Rühren und weiterem   Kühlen verdünnte Salzsäure   eintropfen, bis die Lösung einen pH-Wert von 3'4 erreicht hat. Die Mischung bleibt nun bei der gleichen Temperatur etwa 6 Stunden stehen. Während dieser Zeit ist die Carboxypolypeptidase verschwunden oder nur noch zu einem sehr geringen Betrag vorhanden. Der Wirkungswert der Proteinase bleibt dagegen zu etwa   900/0   erhalten. Bei der Bestimmung der beiden Enzyme ist es erforderlich, für maximale Aktivierung durch einen der für die Leberprotease bekannten Aktivatoren, wie Schwefelwasserstoff, natürliche Kinase usw., zu sorgen. 



   Nach der Zerstörung der Carboxypolypeptidase kann die Mischung, gewünschtenfalls nach geeigneter pH-Umstellung, zur Verwendung kommen oder auch auf Trockenpräparate verarbeitet werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von peptidasefreien Proteinasen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine peptidasehaltige Proteinaselösung mit einer Säure versetzt, bis ein pH-Wert von 3-4 EMI1.1 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT128611D 1930-01-31 1931-01-24 Verfahren zur Darstellung von peptidasefreien Proteinasen. AT128611B (de)

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