AT128553B - Verfahren zur Herstellung von für Genußzwecke geeigneten Ersatzmitteln für Speisesalz. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von für Genußzwecke geeigneten Ersatzmitteln für Speisesalz.

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AT128553B
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  Verfahren zur Herstellung von für Genusszweeke geeigneten Ersatzmitteln für Speisesalz. 



   Es gibt eine Reihe von Stoffen, die zwar   ähnlich   wie   Chlornatrium   salzartig schmecken, aber wegen eines gewissen   Nebengesehmackes   als Ersatzmittel für Kochsalz (NaCI) für   Genusszwecke   nicht in Frage kommen. Zu diesen Stoffen gehören z. B. das lösliche Salz von Säuren, wie   Ameisensäure,   Milchsäure, Essigsäure. 
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 erwiesen, wie solche z. B. aus Eiweiss tierischer oder pflanzlicher Herkunft, eiweissartigen Produkten,   Eiweissabbauprodukten   u. dgl. durch Behandeln mit Mineralsäuren gewonnen werden können. 



   Die Herstellung der Salzersatzmittel kann z. B. derart erfolgen, dass die Komponenten gegebenenfalls in Gegenwart geringer Mengen von Wasser oder wässrigen Lösungen miteinander vermischt werden, wonach das Lösungsmittel, z. B. durch Eindampfen unter milden Bedingungen, wieder entfernt werden kann. 



   Wenn der laugenhafte Geschmack, der z. B. ameisensauren und milchsauren Salzen anhaftet, durch Aminosäure bzw. durch ihre sauren Salze zum Verschwinden gebracht wird, so beruht dies jedenfalls darauf, dass durch Aufeinanderwirken der Komponenten der Pu-Wert des Einwirkungsproduktes nach der sauren Seite hin verschoben wird. Hiebei wird gleichzeitig die Löslichkeit von Glutaminsäure u. dgl. und ihrer Salze in Wasser   beträchtlich   erhöht. Auch unlösliche Salze der Glutaminsäure u. dgl., wie glutaminsaures Kalzium   usw.,   zeigen ähnlich wie die freie Säure eine starke   Löslichkeitserhöhung in   Wasser. 



   Beispiele :
1. 3 Teile ameisensaures Natron und 1 Teil saures glutaminsaures Natron werden mit wenig Wasser angeteigt und im Vakuum zur Trockene gebracht. Man erhält ein weisses, gegebenenfalls auch schwach gefärbtes leicht lösliches Pulver von reinem   Salzgeschmack.   dem der laugenhafte Geschmack des ameisensauren Natrons völlig fehlt. 



   2.10   g   Glutaminsäure werden in 300   cm3   einer   30% igen Natriumformiatlösung   (Natriumformiatlösung   30%ig P8'0)   eingetragen. Nach kurzem   Schütteln   ist vollkommen klare Lösung eingetreten. 



  Gehalt an Glutaminsäure in 100   em3= 3'33 g, PH-4'5.   
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 lactat   35%ig PIl-8'l)   eingetragen und einige Minuten bei Zimmertemperatur geschüttelt. Dabei geht die Glutaminsäure vollkommen in Lösung. Die Lösung hat einen Glutaminsäuregehalt von 4%   Pli-4'9.   



   4.10 g Glutaminsäure werden mit 140   em.   einer   22% igen Natriumaeetatlösung (Natriumacetat     22%ig PJl8'3)   versetzt. Nach mehrmaligem   Umschütteln   ist vollkommen klare Lösung eingetreten, u. zw. enthalten 100   cm3 7#15 g Glutaminsäure, PH-5#5.   (Während 100 cm3 Wasser bei 17  nur 0-90 g Glutaminsäure lösen.)
An Stelle von saurem glutaminsauren Natron kann man mit Vorteil auch Mischungen verschiedener Aminosäuren oder saurer aminosaurer Salze verwenden, wie solche durch Erhitzen von Eiweiss tieriseher 

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 heriger Entfernung der Mineralsäure, erhalten werden können. 



   In gegebenen Fällen kann man auch. derart verfahren, dass man an Stelle der Verwendung von Aminosäuren bzw. sauren aminosauren Salzen einerseits und z. B. ameisensauren oder milchsauren Salzen anderseits   Bildungsgemische   verwendet, welche befähigt sind, die betreffenden Körper zu liefern. 



  So kann man z. B. ameisensaures Natron in den Herstellungsprozess von z. B. Glutaminsäure oder saurem glutaminsauren Natron in solchen Mengen einführen, dass man als Endprodukt das ameisensaure Salz in Vereinigung mit der zur Geschmacksverbesserung erforderlichen Menge von z. B. Glutaminsäure erhält. 



   Man kann die erfindungsgemäss herstellbaren Salzpräparate, so wie aus dem Beispiel ersichtlich, in streufähiger Pulverform, gewinnen. Man kann aber auch direkt auf Lösung hinarbeiten und diese dem Verkehr zuführen, also z. B. auf die Entfernung von Wasser durch Vakuumdestillation verzichten. 



   Die erfindungsgemäss herstellbaren Präparate können an Stelle von gewöhnlichem Speisesalz für Genusszwecke, z. B. als Zusatz zu Speisen und Getränken, verwendet werden. Die völlig unschädlichen Salzpräparate wirken u. a. appetitanregend. 



   Den Präparaten können gegebenenfalls noch Zusatzstoffe, z. B. geschmacksverbessernde Stoffe oder z. B. Stoffe, welche die Haltbarkeit vergrössern, wie Kalksalze, z. B. adipinsaures Kalzium, einverleibt werden. Die Einverleibung kann gegebenenfalls bereits während des Herstellungsprozesses erfolgen. Als geschmacksverbessernde Zusätze kommen sowohl solche tierischen als auch solche vegetabilischen Ursprungs in Betracht. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines chlorfreien, als   Kochsalzersatz   dienenden Genussmittels, dadurch gekennzeichnet, dass geniessbare Salze organischer Säuren, vorzugsweise ameisensaures Natrium. mit einer zur Geschmacksverbesserung ausreichenden Menge von Aminosäure, vorzugsweise   Glutamin-   säure oder deren sauren Salze, zweckmässig in Gegenwart von Feuchtigkeit zusammengebracht werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten in wässriger Lösung zusammengebracht werden, wobei die Lösung als solche verwendet oder zur Trockne gebracht werden kann.
    3. Verfahren nach den Patentansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Produkt noch die Haltbarkeit erhöhende Stoffe, vorzugsweise adipinsaures Kalzium, einverleibt werden.
AT128553D 1928-05-19 1929-05-16 Verfahren zur Herstellung von für Genußzwecke geeigneten Ersatzmitteln für Speisesalz. AT128553B (de)

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