AT128373B - Verfahren zum Herstellen von Harzlösungen zum Leimen von Papier. - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Harzlösungen zum Leimen von Papier.

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  Verfahren zum Herstellen von Harzlösungen zum Leimen von Papier. 



   Es ist bereits bekannt, Harzlösungen zum Leimen von Papier in der Weise herzustellen, dass man Harz in Gegenwart von Wasser bis zur Emulsionsbildung fein vermahlt. 



   Ferner ist das sogenannte Delthirnaverfahren (österreichische Patentschrift Nr. 112474) bekannt, das das Herstellen von Harzlösungen zum Leimen von Papier durch Auflösen von vegetabilischem, stückigem Harz bei gewöhnlicher Temperatur in einer stark verdünnten, strömenden Alkalilösung er-   möglicht.   Dabei lässt man die Alkalilösung kontinuierlich durch das in einer oder mehreren hintereinander geschalteten Kolonnen befindliche Harz fliessen, bis sie die gewünschte Harzmenge aufgelöst hat. 



   Diese kalt arbeitenden Verfahren sind den warm arbeitenden überlegen, weil das Harz bekanntlich durch die warme Behandlung an Leimkraft verliert. 



   Die Grösse der   Harzteilehen   in den nach dem Delthirnaverfahren hergestellten Harzlösungen ist äusserst gering, was jedoch in vielen Fällen keinen Nachteil bedeutet, sogar erwünscht sein kann. In gewissen andern Fällen ist indessen eine Vergrösserung der Harzteilchen   erwünscht,   und die Erfindung betrifft ein Verfahren, das dies ermöglicht, ohne dass eine Ausflockung eintritt. Zugleich gibt die Erfindung die Möglichkeit, Papierleime herzustellen, die einen hohen Gehalt an nicht verseiftem, sogenanntem freiem Harz besitzen, ohne dass dieses bei der praktischen Anwendung ausfällt. Gemäss der Erfindung ist es z. B. ein leichtes, eine Papierleimlösung mit 70% Freiharz herzustellen.

   Die Erfindung ermöglicht es aber auch, die   Teilchengrösse   freiharzhaltiger Papierleime zu vergrössern, ohne dass ein Ausfallen des Harzes zu befürchten ist. 



   Das neue Verfahren besteht im wesentlichen darin, dass man den eingangs angegebenen Harzlösungen Ammonsalze zusetzt. Ihre Menge wird zweckmässig derart bemessen, dass die Lösung nach dem Zusatz nur opalisiert, im durchfallenden Licht aber noch mehr oder weniger durchsichtig bleibt. 



   Das neue Verfahren lässt sich z. B. in folgender Weise ausführen. Die Ammonsalze werden in Wasser gelöst und der fertigen Harzleimlösung zugesetzt, die auf die übliche Weise zubereitet wurde. 



  Die zum Lösen der Ammonsalze verwendete Wassermenge kann etwa 15-20%   der Harzlösung betragen.   



  Trotz dieser Verdünnung durch die Ammonsalzlösung büsst die Harzlösung an Leimkraft nichts ein. 



   Bei der Behandlung solcher Harzlösungen, die in kontinuierlichem Strome durch Überleiten verdünnter   Natronhydratlösung durch   batteriemässig hintereinander geschaltete Harzbehälter gewonnen werden, empfiehlt es sich, dem kontinuierlichen Strome der Harzlösung ebenso einen entsprechend bemessenen kontinuierlichen Strom des in Wasser gelösten Ammonsalzes zufliessen zu lassen, so dass die fertige Harzlösung in einem Arbeitsgang und im kontinuierlichen Strome entsteht. 



   Bei der Zugabe der Ammonsalzlösung zu den alkalisch reagierenden Harzseifenlösungen wird Ammoniak in Freiheit gesetzt. Dieses kann, wenn gewünscht, durch schwache Säuren, z. B. Essigsäure, abgestumpft oder völlig neutralisiert werden. 



   In andern Fällen kann es indessen im Hinblick auf die Leimkraft der   Harzlösung   vorteilhaft sein, das Ammoniak nicht zu neutralisieren, sondern im Gegenteil, der Harzseifenlösung noch freies Ammoniak zuzusetzen. 



   Es hat sich nämlich gezeigt, dass auch die Zugabe verhältnismässig stark gesättigter Ammonsalzlösungen ohne Schaden erfolgen kann, wenn gleichzeitig eine verhältnismässig sehr geringe Menge freies Ammoniak zugegeben wird. Das Ammoniak kann der Harzlösung kurz vor dem Zusatz des Ammonsalzes zugefügt werden, man kann auch die zuzusetzende Salzlösung selbst schwach ammoniakalisch machen. Schliesslich gelingt es sogar, etwa beim Zusatz von Ammonsalzen sieh bildende flockige Ausfällungen durch Zusatz von Ammoniak wieder in Lösung zu bringen. 



   Wie weiterhin gefunden wurde, kann man gleichzeitig mit den Ammonsalzen oder kurz vorher oder nachher den durch Auflösen von Harz mit kalter Natronlauge gewonnenen Lösungen auch feinst verteiltes, z. B. in einer Kolloidmühle gemahlenes Harz, als Pulver oder in einer Flüssigkeit suspendiert, zusetzen bzw. auch in der zuzusetzenden Ammonsalzlösung suspendieren. Dieses Harz vereint sieh überraschenderweise bei der Einwirkung der Ammonsalze auf die   Natriumresinatlösung   seinerseits mit der Flüssigkeit, ohne dass Ausscheidung eintritt. Offenbar vermögen die gelösten Harzteilchen, die durch den Ammonsalzzusatz vergrössert werden, die mechanisch zerkleinerten Harzteilchen durch einen Peptisierungsvorgang anzulagern. 



   Die oben beschriebene Behandlung der Harzlösungen zum Zwecke der Vergrösserung der Harzteilchen kann auch in einem gesonderten Arbeitsgange erfolgen, worauf man die fertige Lösung in an sich bekannterweise dem zu leimenden Papierstoff im Holländer zusetzt. Man kann aber die Behandlung der Harzlösungen mit Ammonsalzen, gegebenenfalls auch das Zusetzen von fein gemahlenem 

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 Harz oder von freiem Ammoniak, auch erst beim Zusammenbringen der Harzlösung mit dem Papierstoff, z. B.    im Holländer,   vornehmen. Diese Arbeitsweise bietet unter Umständen besondere Vorteile, weil sich die Salze und gegebenenfalls das Harz im Holländer leicht und schnell auflösen. Auch wird hiedurch die Leimkraft der Harzlösung erhöht. 



   Im folgenden seien einige Ausführungsbeispiele des neuen Verfahrens gegeben. 



   Beispiel 1 : 1000   i !   einer nach dem Delthirnaverfahren hergestellten Harzlösung, die   5'2 kg   Natronhydrat enthält, werden 4'3 kg Ammonsulfat, in 60   l   Wasser aufgelöst, hinzugefügt. Die Menge des Ammonsulfats ist so berechnet, dass 50% des anwesenden Natronhydrates in Natronsulfat umgesetzt werden können. Die Lösung trübt sich opalisierend, ist jedoch, gegen das Licht gesehen, noch durchsichtig. 



  Diese Lösung hat trotz der   15-20% igen Verdünnung   die gleiche Leimkraft wie in unverdünntem Zustande. 



   Beispiel 2 : Eine Harzlösung, die im Liter 6 g verseiftes und 4 g Freiharz enthält, wird mit Ammoniumsulfatlösung in einem Ausmasse versetzt, dass 40% des angewendeten Natrons oder der Soda durch Ammoniumsulfat umgesetzt werden. 



   Beispiel 3 : Eine völlig verseifte, 50% ige Harzlösung wird mit   50%   Harz, das in einer Kolloidmühle gemahlen wurde, gemischt und dann mit einer wässerigen Lösung von Ammoniumsulfat oder einem andern Ammonsalz längere Zeit verrührt. 



   Beispiel 4 :   Eine Harzlösung, die 40 g Harz, mit etwa 5'2 g Natronhydrat verseift, je Liter enthält,   wird mit so viel Ammonsulfat versetzt, dass   50-60% des   anwesenden Natronhydrates zu Natronsulfat umgesetzt werden. Hierauf neutralisiert man das freiwerdende Ammoniak mit der berechneten Menge verdünnter Essigsäure (4-5 g). Die Lösung eignet sich besonders zum Leimen von gefärbten Papieren, wenn ein gegen Alkali empfindlicher Farbstoff verwendet wird. 



   Beispiel 5 : 1000 1 einer nach dem Delthirnaverfahren hergestellten Harzlösung, die 5'2 kg 
 EMI2.1 
 Ammonsulfat, in   90 l   Wasser aufgelöst, der Mischung hinzugefügt. Die Lösung enthält dann 36% Harz. Die Menge des Ammonsulfats ist so berechnet, dass 70% des anwesenden Natronhydrates zu Natronsulfat umgesetzt werden können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Herstellen von Harzlösungen zum Leimen von Papier, dadurch gekennzeichnet, dass Harzlösungen, die in bekannter Weise durch Auflösen von Harz mit kalter Natronlauge, zweckmässig in einer Konzentration von weniger als 10 g Na OH in 1 1, hergestellt sind, mit Ammonsalzen versetzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Bemessung der Menge der Ammonsalze, derart, dass die Lösung nur opalisiert, aber in durchfallendem Licht noch annähernd durchsichtig ist.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Ammoniumsulfat, durch das das an Harz gebundene Natriumhydroxyd in das entsprechende Natriumsalz umgewandelt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Harz in an sich bekannter Weise kontinuierlich gelöst und dieser Lösung die Ammonsalze, zweckmässig ebenfalls gelöst, kontinuierlich zugesetzt werden.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das frei werdende Ammoniak durch schwache Säuren, beispielsweise Essigsäure, abgestumpft oder völlig neutralisiert wird.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Harzlösung ausser Ammonsalzen auch freies Ammoniak zugesetzt wird.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Harzlösung gleichzeitig mit dem Zusatz der Ammonsalze oder kurz vorher oder nachher fein gemahlenes Harz als Pulver oder in Suspension zugegeben wird.
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Harzlösung erst beim Zusammentreffen mit dem zu leimenden Papierstoff die Ammonsalze, gegebenenfalls auch das fein gemahlene Harz oder das Ammoniak zugesetzt werden.
AT128373D 1924-12-31 1930-10-20 Verfahren zum Herstellen von Harzlösungen zum Leimen von Papier. AT128373B (de)

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