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Faehwerksbau.
Die Anwendung normalisierter Bauelemente, insbesondere Fachwerkselemente wie z. B.
Säulen, Balken, Dielen u. dgl., welche auf Vorrat in einer Fabrik hergestellt werden, ist bekannt. Erfindungsgemäss unterscheiden sich nun die Längen der einzelnen vertikalen (Pfeiler) bzw. die Längen der einzelnen horizontalen Fachwerkselemente (Balken) immer um eine oder ein Vielfaches einer Querabmessung der Endteile der entsprechenden Elemente voneinander.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt. Fig. 1 ist ein schematischer Grundriss eines Gebäudes. Die Fig. 2, 3 und 4 veranschaulichen Seitenansichten von Wänden. Es sei angenommen, dass die der Normalisierung zugrunde liegende Grundgrösse, also die Querabmessungen der Elemente 10 ein beträgt, dann müssen sich die Längen der vertikalen bzw. die Längen der horizontalen Elemente um 10, 20,30 cm usw. voneinander unterscheiden. Vorzugsweise sind die Längen selbst auch ganze Vielfache dieses Grundmasses, also der Querabmessung, wie beispielsweise 6-2, 6'3, 6-4 m usw.
In den Figuren sind die eingezogenen Linien in der Grundgrösse, d. i. die Querabmessung, entsprechenden Abständen gezogen. um zu veranschaulichen, dass die Abmessungen des Gebäudes Vielfache dieser Grundgrösse darstellen. Bei der dargestellten Wandanordnung können die Balken die Wände völlig überdecken, wie bei A dargestellt, oder sie können, wie bei B ersichtlich, die Wände nur zur Hälfte überdecken bzw. in deren Aussparungen hineinragen oder sie können, wie bei C ersichtlich, nur den Abstand zwischen den Wänden überbrücken.
Dass die Beziehung zwischen den zwischen den Längenabmessungen der Bauelemente gemäss der Erfindung nicht ohne weiteres naheliegend ist, mag aus einem Vergleich hervorgehen. Es seien zunächst die Innenabmessungen der Räume in der Trägerrichtung gegeben.
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Weise, beispielsweise nach Längenunterschiedcn von 10 ein normalisiert sind, so können die in den Fig. 2-4. dargestellten Wandausführungen nicht mit diesen normalisierten Elementen hergestellt werden. Wenn z. B. die Balken die Wände völlig überdecken, dann können nur die Räume G und I mit den normalisierten Bauelementen von 2'8 bzw. 3-6 in Länge überspannt werden, während die Räume E, F, Hund J. Speziallängen erfordern.
Wenn anderseits entsprechend einer andern bekannten Normalisierungsart Bauelemente gemäss obiger Reihe (10 eiw Längenunterschiede) vorhanden sind und die Grundrisseinteilung danach getroffen werden soll, so ergibt sich, dass auch dies undurchführbar ist. Man könnte in diesem Fall die Innenabmessungen der Räume E, I und J 3'0 In, 3'2 In und 2'9 m machen, so dass die Gesamtabmessung inklusive der vier Wandstärken von 15 em sich auf 9'7 m stellen würde. Dann würden die Bauelemente aber nur für die Räume E, I und J passen, wenn sie gemäss Fig. 4 zwischen den Wänden verlegt werden.
Die Abmessungen der Räume F, G und H könnten jedoch niemals so gewählt werden, dass sie ebenfalls durch die normalisierten Bauelemente überspannt werden könnten. weil der Abstand zwischen den Wänden K und L
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d. h. eine Strecke von 5#95 m nicht in drei Teile zerlegt werden kann, von denen jeder Teil gleich einer Länge der normalisierten Bauelemente ist. Wären z. B. die Räume F und G je 2 m gross, dann bliebe für H nur 1-9 5 nt, welche Länge in der normalisierten Reihe nicht aufscheint.
Wenn jedoch erfindungsgemäss die gekennzeichnete Beziehung zwischen Längenunterschieden der Bauelemente und Querabmessung dieser Elemente bzw. Wandstärke besteht, so lassen sich sämtliche Räume vollständig unabhängig von der Grundrisseinteilung überspannen.
Unter der Voraussetzung einer Querabmessung der Bauelemente von 10 cm, und Baukörperlängen, die ganze Vielfache von 10 cm sind, lässt sich der in Fig. 1 dargestellte Grundriss wie folgt überspannen.
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<tb>
<tb>
Baukörperlängen <SEP> nach <SEP> Methoden
<tb> Räume <SEP> Raumabmessungen
<tb> A <SEP> B <SEP> C
<tb> E <SEP> 3#2 <SEP> m <SEP> 3#4 <SEP> 3#3 <SEP> 3#2
<tb> F <SEP> 2-5 <SEP> 2#7 <SEP> 2#6 <SEP> 2#5
<tb> G <SEP> 2-5 <SEP> wu <SEP> 2-7 <SEP> 2'6 <SEP> 2-5
<tb> H <SEP> 1-3m <SEP> 1-5 <SEP> 1-4. <SEP> 1-3
<tb> I <SEP> 3-3 <SEP> 3'5 <SEP> 3'4 <SEP> 3'3
<tb> J <SEP> 3'1 <SEP> m <SEP> 3'3 <SEP> 3-2 <SEP> 3'1
<tb>
Die dergestalt normalisierten Bauelemente sind demnach für die Überspannung jedes Raumes geeignet, gleichviel, ob dieser gemäss der Methode A, B oder C, wie diese in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellt sind, überspannt werden soll.
In gleicher Weise kann die Erfindung auf die vertikalen Bauelemente Anwendung finden.
Das vorstehende Ausführungsbeispiel bezog sich auf Bauelemente, deren Längen selbst Vielfache des Grl1ndmasses, also der Querabmessung sind. Dies ist jedoch nicht unbedingt notwendig. Es können auch Bauelemente Verwendung finden, deren Längen keine ganzen Vielfachen der Querabmessung sind, wenn nur die Längenunterschiede Vielfache der Querabmessung sind, so können an Stelle der Reihe von 110, 120, 130 usw. cm auch Reihen von 112, 122, 132 usw. CM oder 108,118, 128 usw. cm Verwendung finden. In diesem Fall sind die Träger entweder in Wandausnehmungen oder auf kleinen Konsolen zu lagern. Der wesentliche Vorteil der besonderen Normalisierung, die Erzeugung auf Lager, beibt jedoeh auch hier gewahrt.