AT228453B - Glasbaustein, insbesondere Glashohlbaustein, mit mindestens einseitig vorhandener lichtlenkender Profilierung - Google Patents

Glasbaustein, insbesondere Glashohlbaustein, mit mindestens einseitig vorhandener lichtlenkender Profilierung

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AT228453B
AT228453B AT106662A AT106662A AT228453B AT 228453 B AT228453 B AT 228453B AT 106662 A AT106662 A AT 106662A AT 106662 A AT106662 A AT 106662A AT 228453 B AT228453 B AT 228453B
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glass block
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Eduard Frohwent
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Eduard Frohwent
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   Glasbaustein, insbesondere Glashohlbaustein, mit mindestens einseitig vorhandener lichtlenkender Profilierung 
Im Stammpatent ist unter anderem ein Glashohlbaustein beschrieben, der mindestens einseitig eine lichtlenkende Profilierung aufweist, die von einer Vielzahl von nach Länge und Breite Bruchteile der lichtwirksamen Steinfläche einnehmenden   Einzelflächen   gebildet ist, und wobei von den Einzelflächen die eben oder gekrümmt ausgebildet sein können, ein erheblicher Teil gleiche Neigungsrichtung zu einer
Bezugsebene aufweist. 



   Im Sinne des Stammpatentes ist es gelegen, dass von den Einzelflächen mindestens ein erheblicher
Teil die gleiche Neigungsrichtung besitzt, wodurch sich die angestrebte Lichtlenkung ergibt. Wenn man unter Verwendung ein und derselben Steinpressform zwei Glassteinhälften presst und diese, wie in der ein- schlägigen Technik üblich, zu einem Hohlstein verschweisst, so kann es geschehen, dass die sich alsdann   ergebende Gesamtlichtlenkung als unzureichend befunden wird,   weil die Lichtablenkung die von der ersten
Steinhälfte erzeugt wird, der Ablenkung die von den auf der zweiten Steinhälfte   befindlichen Einzelflä-   chen herrührt sich subtrahieren, was eine Folge des Umstandes ist, dass die beiden Steinhälften von einer und derselben Pressform stammen und die damit hergestellten Steinhälften werden,

   wenn sie zu dem im   vollständigen Stein gegeneinander gerichtet sind, was zu einer einer starken Lichtlenkung abträglichen Sym-    metrierung der in der Lichteintritts- bzw. Austrittsseite des Glashohlsteines auftretenden Strahlenbeugung führt. Um die volle Lichtlenkung zu erhalten müsste man die Steinhälften so ausführen, dass die lichtlenkenden Flächen jeder Steinhälfte im fertigen Stein nicht symmetrisch sondern in beiden Hälften gleichsinnig geneigt sind, wozu aber dann zwei verschiedene Pressformen nötig wären. 



   Die Anwendung der durch das Stammpatent beschriebenen Erfindung ist durch dieses Verhalten prak-   tisch nicht beeinträchtigt, denn im   Fabriksbetrieb, der auf die Herstellung grösserer Mengen von Glashohlsteinen gerichtet ist, werden von jeder Steinform eine bestimmte Zahl von Abdrücken hergestellt und wenn man für jeden Stein zwei Formen benötigt, so steigt dann auch die Zahl der damit herstellbaren Steine auf das Doppelte gegenüber einem Stein. der aus gleichen Hälften besteht. Nichtsdestoweniger kann es aber wünschenswert sein, auch unter Verwendung nur einer einzigen Pressform zu Glashohlsteinen zu gelangen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie die Erscheinung der teilweise gegenseitigen Aufhebung der in den beiden Steinhälften erzielten Lichtlenkung nicht aufweisen. 



   Die Erfindung weist nun einen Weg, um dieses Ziel zu erreichen und sie kennzeichnet sich bei einem Glashohlstein der eingangs genannten Art dadurch, dass in jeder Lichtdurchtrittsfläche zwei Gruppen von Einzelflächen gleicher Neigungsrichtung gebildet sind, welche Gruppen sich dadurch unterscheiden, dass die Einzelflächen der einen Gruppe nach einer Seite und jene der andern Gruppe nach einer andern Seite geneigt sind. 



   Dieses Grundprinzip erlaubt mehrere Varianten auf die nach der folgenden Erläuterung eines in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles eingegangen werden soll. Die Zeichnung zeigt schaubildlich die Darstellung eines Ausschnittes der lichtlenkenden Oberfläche einer Glashohlsteinhälfte,   u. zw.   handelt es sich zweckmässig um die Innenfläche dieser Hälfte und man hat sich vorzustellen, dass dieser Fläche im fertigen Hohlstein die genau gleich beschaffene lichtlenkende Fläche der zweiten Steinhälfte gegenüberliegt. 

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   Die lichtlenkenden Flächen der einen Gruppe sind mit 10, jene der andern Gruppe mit 20 bezeichnet. Die Neigung der Flächen innerhalb jeder Gruppe ist gleich, hinsichtlich beider Gruppen ebenfalls gleich, jedoch positiv und   negativ, d. h.   die Flächen der einen Gruppe sind nach "links" und jene der an- 
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 aus beiden Gruppen Symmetrie hinsichtlich einer zur glatten Aussenseite der Steinhälften senkrechten
Symmetrale besteht, doch erkennt man, dass diese Art der Symmetrie nicht unbedingt vorhanden sein muss, in dem die Grösse der Neigung der   Einzelflächen   für beide Gruppen nicht ein und denselben Wert haben muss.

   Die Einzelflächen sind im dargestellten Beispiel in den Zeilen A, B, C usw. angeordnet und diese Zeilen sind so versetzt, dass in jeder zur Zeilenrichtung senkrecht stehenden Kolonne   Einzelflächen   wechselnder Neigung aufeinanderfolgen, was jedoch ebenfalls nicht zwingende Voraussetzung der Erfin- dung ist. 



   Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Idee der Erfindung zweckmässig so erfüllt wird, dass man
Einzelflächen der beiden Gruppen in irgendeiner regelmässigen Abwechslung auftreten lässt, wobei die
Ausführungsform nach der Zeichnung eine bevorzugte Verwirklichung der Erfindung vorstellt. 



   Die Zeichnung lässt auch erkennen, dass jede   Einzelf1äche   zur glatten Aussenfläche der Steinhälfte, oder, falls eine solche glatte Aussenfläche fehlt, zu einer entsprechenden gedachten Bezugsebene nach zwei Richtungen, ss, ss'geneigt ist, d. h. die   Einzelflächen   verlaufen, wie schon im Stammpatent   empfoh-   len, ähnlich wie bestimmte Diagonalflächen eines Prismas. 



   Schliesslich erkennt man, dass die aus der Zeichnung ersichtliche dachartige paarweise Zusammen-   fassung von Einzelflächen verschiedener   Gruppen und deren zeilenweise Versetzung zu Schnittkanten führt, welche jeweils in Kolonnenrichtung   über- zwei   benachbarte Zeilen von   Einzelflächen   reichen, wozu auf die Kanten 13 verwiesen wird, welche, wie ersichtlich, zwei Zeilen gemeinsam sind. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Glasbaustein, insbesondere Glashohlbaustein, mit mindestens einseitig vorhandener lichtlenkender Profilierung, die von einer Vielzahl von nach Länge und Breite Bruchteile der lichtwirksamen Steinfläche einnehmenden Einzelflächen gebildet ist, wobei von den Einzelflächen, die eben oder gekrümmt ausgeführt sein können, ein erheblicher Teil gleiche Neigungsrichtung zu einer Bezugsebene aufweist, nach Patent Nr. 207538, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Gruppen von Einzelflächen gleicher Neigungsrichtung gebildet sind, welche Gruppen sich dadurch unterscheiden, dass die   Einzelflächen   der einen Gruppe nach einer Seite und jene der andern Gruppe nach einer andern Seite geneigt sind.

Claims (1)

  1. 2. Glasbaustein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung der Einzelflächen der einen Gruppe dieselbe ist wie die Neigung der Einzelflächen der andern Gruppe und dass der Unterschied in der Neigungsrichtung liegt.
    3. Glasbaustein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelflächen der beiden Gruppen in regelmässiger Abwechslung, beispielsweise schachbrettartig, angeordnet sind.
    4. Glasbaustein nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die den beiden Gruppen angehörenden Einzelflächen zu Zeilen zusammengefasst sind in denen die Neigungsrichtungen aufeinanderfolgenden Einzelflächen abwechseln.
    5. GlasbausteinnachAnspruch4, dadurch gekennzeichnet, dass untereinander liegende Einzelflächen aufeinanderfolgender Zeilen verschiedene Neigungsrichtung besitzen.
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