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Bei Gleichstrom-Dynamomaschinenankern ist im allgemeinen die Kollektorlamellenzahl gleich der Zahl der in der äussersten Umfangslage liegenden Drähte bzw. Spulenseiten. In den Fällen, wo weder Burstenverschiebung noch Wendepole angewendet werden können oder sollen. wo also die auf eine Lamelle entfallende Anzahl Drähte möglichst vermindert werden muss, wird die Lamellenzahl gegenüber der sonst üblichen Ausführung z. B. verdoppelt.
Dies geschieht dadurch, dass die Zahl der in einer Nut übereinander liegenden Spulenseiten von zwei auf vier erhöht wird, und dass dann nicht nur alle nebeneinander liegenden Spulenseiten je mit einer Kollektorlameile verbunden werden, sondern auch die unmittelbar darunter liegenden. Bei Schablonenwicklung werden die zu zwei übereinander liegenden Spulenseiten gehörenden Drähte mechanisch parallel miteinander gewickelt. Auch bei Handwicklung werden nicht nur die Leiter der obersten. sondern anch diejemigen der zweilobersten Lage je mit einer Kollektorlamelle verbunden.
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bedingt eine Teilbarkeit der Zahl der in einer Nut übereinander liegenden Drähte durch vier.
Nun kann der Fall eintreten, dass die wirtschaftlichste Drahtzahl einer Nutenlängsschicht z. B. 6 ist und in diesen Fällen war man bisher zur Anwendung einer unnötig grossen Anker- leiterxahl genötigt, die die Leistungsfähigkeit der Maschine heruntersetzte, sofern nicht die Nntenzahl ausreichend vermindert werden konnte.
Die Erfindung hat eine Wicklungsart zum Gegenstand, die auch in den Fällen, wo die
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wurden müssen, die Anwendung einer nicht durch vier teilbaren Drahtzahl einer Längsschicht gestattet. Sie beruht auf dem Grundgedanken, die Zahl der auf eine Lamelle entfallenden Drähte nicht bei allen Lamellen gleich zu machen, sondern abwechselnd grösser und kleiner als dem wirtschaftlichsten Sollwert entspreehen würde, der. weil keine ganze Zahl darstellend, nicht anwendbar wäre.
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wicklung und stellt den Querschnitt durch eine Ankernut dar.
Zwecks besserer Übersichtlichkeit der Verbindungen nach dem Kollektor sind die nach der Ankerwelle zu gelegenen Draht- einlötstellen der Lamelle unterhalb der Nut bei..- (. und die aussen liegenden oberhalb der Nut, bei B gezeichnet.
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bleibende Lamelle getrennt sind. Die Lamellen. zu denen die Spulenenden (* und J führen. liegen ebenfalls im allgemeinen nicht unmittelbar nebeneinander.
Auch K und L sind Spulenseiten, aber mit je vier Drähten, von denen wieder je zwei nebeneinander liegende parallel gewickelt sind. Der zur Spulenseite K gehörende Rahmen ist
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Lamelle und füllen die Einlötstellen aus, die von der unteren Wicklung noch freigeblieben waren. In bezug auf das Wicklungsschema besteht kein Unterschied zwischen dieser neuen und den bisher üblich gewesene Wioklungsarten. Die erstere kann aus der letzteren in der Weise entstanden gedacht werden, dass bei dieser in der Umfangsrichtung jede zweite Spulenseite auf die erste hinaufgehoben wird.
Die Drahtrichtung (nicht Stromrichtung) ist bei den einzelnen Drahtquerschnitten durch Punkte (Pfeilspitzen) und Kreuze (Pfeilenden) angedeutet, wobei der Ausgangspunkt beim Verfolgen des Drahtes jeweils die Einlötstelle an dem Drahtende ist, dass beim Wickeln zuerst in den Kollektor eingelegt wird. Die andre Spulenseite des Rahmens, zu dem die Spulenseite K gehört, sitzt zuoberst in einer Nut, die am Ankerumfang um eine Polteilung nach links verschoben ist. Der Wicklungsbeginn bei der Herstellung der Spule ist bei den parallel gelegten Zuleitungen Mund N der oberen (bzw. inneren) Drahtlage der Spulenseite K Zurüek kommen die beiden parallelen Drähte in der unteren Drahtschicht der anderen Spulenseite. die, wie erwähnt, analog der Spulenseite L in einer andren Nut liegt.
Hierauf nehmen sie den Platz der unteren beiden Drähte in der Spulenseite BT ein, worauf sie als oberste Drähte der oben liegenden ändern Spulenseite zum Kollektor zurückkehren.
Fig. 2 bezieht sich auf Handwicklung. Der einzige Unterschied gegenüber Schablonenwicklung besteht in den Drahtrichtungen der mehrdrähtigen Wicklungselemente. Hier wechseln sie in den in senkrechter Richtung aufeinander folgenden Drähten miteinander ab, während sie bei Schablonenwicklung als Folge der Spulenentstehungsart, in je zwei benachbarten Drähten
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oberen, -mehrdrähtigen Spule unmittelbar auf der unteren, eindrähtigen Wicklung und kehren in einer um eine Polteilung nach links verschobenen Nut in der unmittelbar darüber liegenden Drahtlage zurück. um in der ersten Nut in der nächst höheren Lage wieder nach der andern Ankerseite und schliesslich in der obersten Lage wieder zurück zum Kollektor geführt zu werden.
Fig. 3 zeigt ein vollentwickeltes Verbindungsschema zwischen den einzelnen Spulenseiten und den Kollektorlamellen, bezogen auf einen Anker mit 6 Nuten. Die beiden schwarz ausgefüllten Drahtquerschnitte bezeichnen die blinden Leiter. Die Stirnverbindungen, die zu den Spulen mit zwei Drähten gehören, sind durch volle Linien und diejenigen der vierdrähtigen Spulenseiten mit Doppellinien dargestellt.
Von den beiden Arten von Wicklungselementen, der wenigerdrähtigen (mit schraffierten Drahtquerschnitten gezeichnet) und der mehrdrähtigen (ohne Schraffur) werden die weniger- drähtigen ernndungsgemäss stets in der unteren Nutenhälfte angeordnet. Die Selbstinduktionsspannung. die in den in Stromwendung begriffenen Ankerspulen durch ihre Stromstärkenveränderung entsteht und die die Stromwendung hemmt, wird um so grösser. je weiter unten in der Nut die betreffenden Spulen liegen. Deshalb werden die Spulenseiten, die mehr Drähte und an und für sich eine grössere Selbstinduktion aufweisen, näher beim Ankerumfang angeordnet als die wenigdrähtigen.
Hiedurch findet ein Ausgleich statt mit der Wirkung, dass keine Ankerspule eine so grosse Reaktanzspannung aufweist, wie sie vorhanden wäre, wenn der Anker, entsprechend der bisherigen Ausführungsart, nur Wicklungselemente mit der grösseren Drahtzahl enthalten würde.
Eine Ankerwicklung gemäss der vorliegenden Erfindung erhöht im Anwendungsfall nicht nur die Leistungsfähigkeit der Maschine infolge der nun ermöglichten Anwendung von weniger und dickeren Leitern, sondern verbessert gleichzeitig auch die Stromwendung.
Bei Handwicklung können die (schraffierten) wenigdrähtigen Elemente auch um eine oder mehrere Drahtlagen hinausgeschoben werden, wenn ihre Selbstinduktion trotz der geringeren Drahtzahl infolge grosser Entfernung vom Ankerumfang höher ist als bei den mehrdrähtigen Elementen. Es ist von Vorteil, wenn die Reaktanzspannungen der wenig-und der vieldrähtigen Elemente ungefähr gleich sind, weil sie bei ihrer Reihenschaltung nicht immer miteinander abwechseln und deshalb zwischen zwei benachbarten Lamellen auch Elemente nur der einen Art vorhanden sein können.
Die Erfindungidee kann auch bei Ankern mit mehr als zweimalzwei in einer Nut übereinander liegenden Wieklungselementen angewendet werden.
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