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Sprechfilmanlage.
Die Erfindung bezieht sich auf Sprechfilmanlagen, insbesondere auf solche, bei denen Verstärker mit thermionischen Röhren angewendet werden, in denen mit dem Eingangskreis einer der Röhren eine Photozelle gekoppelt ist. Es ist dabei üblich, die Photozelle mittels eines Widerstandes mit dem Gitterkreis der ersten Verstärkerröhre zu koppeln.
Da die Photozelle einen sehr hohen Widerstand hat, sind die bei veränderlicher Beleuchtung der Kathode auftretenden Stromstärkeschwankungen sehr gering. Um am Gitter der ersten Röhre Spannungs- änderungen von hinreichender Grösse zu erhalten, ist es erforderlich, dem Kopplungswiderstand einen sehr hohen Wert zu geben. Es zeigt sich jedoch, dass dann die hohen Frequenzen viel weniger verstärkt werden als die niedrigen Frequenzen.
Dies ist zum Teil eine Folge des Umstandes, dass die Photozelle selbst mit ihren Verbindungen Kapazitäten darstellt, die zu den hohen Ohmschen Widerständen parallelgeschaltet sind. Es hat jedoch auch die Kapazität der Röhre selbst, insbesondere die durch Gitter und Anode gebildete, einen ungünstigen Einfluss, da diese Kapazität Anode-Gitter denselben Einfluss wie eine g-mal (g bedeutet den Verstärkung- faktor) so grosse Gitter-Glühfaden-Kapazität hat. Zwischen Gitter und Glühfaden ist ja ein Kopplungswiderstand geschaltet, der überdies noch im Nebenschluss zu der letztgenannten Kapazität in Reihe mit der Impedanz oder dem Widerstand im Anodenkreis liegt von der bzw. dem die verstärkten Spannungen abgenommen werden.
Die Folge dieser unvermeidlichen Kapazität ist, dass die Frequenzkennlinie des Verstärkers für die hohen Töne bedeutend niedriger liegt als für die tiefen Töne, was eine erhebliche Verzerrung zur Folge hat.
Die Erfindung gibt ein Mittel zur Vermeidung dieser Verzerrung und schafft einen Verstärker, dessen Kennlinie für den ganzen zu verstärkenden Frequenzbereich einen flachen oder nahezu flachen Verlauf hat oder der wenigstens die hohen Frequenzen in einem solchen Masse verstärkt, dass die obengenannte Verzerrung nicht auftritt.
Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäss der Anodenkreis auf den Gitterkreis zurückgekoppelt u. zw. derart, dass die hohen Frequenzen dem Gitterkreis in stärkerem Masse wieder zugeführt werden als die niedrigen Frequenzen. Dabei kann das Gitter der ersten Verstärkerröhre über einen Kondensator in Reihe mit einer Selbstinduktionsspule mit einem Punkt des Anodenkreises verbunden sein. Es wird hiebei dafür gesorgt, dass diese Selbstinduktionsspule mit dem Anodenkreis gekoppelt, z. B. induktiv gekoppelt, ist. Durch Anwendung dieser Massnahme hat es sich als möglich erwiesen, die hohen Frequenzen in praktisch genügendem Masse zu verstärken. Es kann sogar, wenn dies für eine besondere Anwendung erwünscht sein sollte, die Verstärkung der hohen Frequenzen bedeutend grösser als die der niedrigen gemacht werden.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der eine Ausführungsform als Beispiel dargestellt ist.
In der Zeichnung ist 1 eine Photozelle, deren Kathode in bekannter Weise einer veränderlichen Beleuchtung unterworfen ist. Durch 2 ist ein Ohmscher Widerstand und durch 3 eine Spannungsquelle dargestellt. Der Widerstand 2 ist zwischen das Gitter 5 und die Kathode 6 einer Dreielektrodenröhre geschaltet, die als erste Röhre eines Verstärkers dient.
13 deutet die innere Röhrenkapazität zwischen Gitter und Anode an, 4 ist eine Batterie oder eine andere Spannungsquelle, mittels deren dem Gitter 5 in bezug auf die Kathode 6 die richtige
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Vorspannung gegeben wird. 12 ist die Anodenbatterie, deren positiver Pol über die Primärwicklung eines Transformators 14 mit der Anode verbunden ist.
Es ist einleuchtend, dass in der dargestellten Schaltung auch andere Spannungsquellen angewendet werden können und dass die erforderliche Gittervorspannung auch auf bekannte Weise einem Widerstand im Anodenkreis entnommen werden kann.
Aus der Zeichnung ist ersichtlich, dass parallel zu dem Widerstand 2 die innere Röhrenkapazität in Reihe mit der Primärwicklung 10 geschaltet ist. Hat der Widerstand 2 einen sehr hohen Wert, so kann es vorkommen, dass dieser Nebenschluss besonders für die hohen Frequenzen als teilweiser Kurzschluss des Widerstandes 2 zu wirken anfängt. Dies hat zur Folge, dass die Spannungsschwankungen am Gitter für die hohen Frequenzen stark abnehmen.
Um diese Frequenzen wieder hervorzuholen, wird erfindungsgemäss das Gitter 5 über den Kondensator 8 in Reihe mit der Selbstinduktionsspule 9 mit-dem positiven Pol der Batterie 12 verbunden. Diese Spule ist mit der Primärwicklung 10 des Transformators 14 gekoppelt. Durch geeignete Bemessung des Kondensators 8, der Spule 9 und der Kopplung zwischen 9 und 10 kann der Frequenzkennlinie die erwünschte Form'gegeben werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sprechfilmanlage mit einem Verstärker mit thermionischen Röhren, bei der mit dem Gitterkreis einer der Röhren eine Photozelle gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Gitterkreis mit dem Anodenkreis oder mit dem Anodenkreis einer folgenden Röhre durch einen Kreis gekoppelt ist, der die hohen Frequenzen des zu verstärkenden Frequenzbereiches in stärkerem Masse zum Gitterkreis zurückführt als die niedrigen.