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Schnellschwingsieb.
Die Erfindung bezieht sieh auf Schwingsiebe mit zwei in Resonanz oder nahezu in Resonanz und mit einer Phasenverschiebung von etwa 1800 gegeneinander schwingenden Siebkästen. Der Zweck der Erfindung ist, ein Sieb dieser Art zu schaffen, das zur Erzielung einer guten Siebreinigung mit stark geneigten Lenkern arbeitet und sich durch einen besonders zweckmässigen Antrieb sowie durch vollkommenen Ausgleich der gegeneinander schwingenden Massen auszeichnet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
An einem feststehenden Tragrahmen 1 sind an schräg angeordneten Aufhängependeln 2 und 3 zwei übereinander angeordnete Siebkästen 4 und 5 sehwingbar gelagert. Die Pendel 2 des Siebkastens 4 und die Pendel 3 des Siebkastens 5 sind gleich lang ausgeführt und parallel zueinander angeordnet. Die Siebkästen sind durch seitlich angeordnete elastische Mittel miteinander verbunden, die beim Ausführungsbeispiel durch senkrecht zu den Aufhängependeln gelagerte Federn gebildet werden, u. zw. liegt auf jeder Seite der Siebkästen ein Federpaar 6 zwischen zwei Stützplatten 7 und 8, die je in den Schwerachsen der Siebkästen 4 und 5 an diesen angeordnet sind, und ein zweites Federpaar r zwischen am Tragrahmen 1 befestigten Widerlagern 10 und den Stützplatten 7 und 8.
Diese Widerlager sind durch Zuganker 11 miteinander verbunden. Hiedurch wird erreicht, dass die zwischen den Widerlagern auftretenden wechselnden Kräfte durch ein in sich geschlossenes Ganzes aufgenommen werden. Der Tragrahmen, dessen Eigenschwingung oft sehr störend wirkt, ist somit von jeder eine Eigenschwingung hervorrufenden Erregung frei. Die Federn des Federpaares 6 sind durch ein auf den Zugankern 11 längsverschiebbar gelagertes Zwischenstück 12, das den Federn als Halte-und Führungsglied dient, voneinander getrennt. Statt des Federpaares könnte unter Weglassung des Zwischenstückes 12 auch eine einzige Feder vorgesehen sein. Diese wird dann zweckmässig in der Mitte gegen seitliche Ausschläge gesichert, z.
B. durch Aufhängung an einem Lenker, da sie sonst von einer bestimmten Länge an während des Siebvorganges zu leicht ausknicken könnte, was den Schwingungszustand des Siebes störend beeinflussen würde.
Die Erregung des schwingenden Systems erfolgt in bekannter Weise durch einen gekoppelten Sehwingungserreger, wie Massenpendel, Unbalanz, Koppelfedern od. dgl. Im vorliegenden Falle dient als Kopplung eine durch einen Motor 13 unter Vermittlung einer Kurbel 14 oder eines Exzenters bewegte Stange 15, die mit dem einen Ende eines am Siebkasten 5 drehbar gelagerten doppelarmigen Hebels 16 gelenkig verbunden ist, dessen anderes Ende ein Gewicht 17 trägt. Die durch diese Vorrichtung dem unteren Siebkasten erteilten Schwingungen werden durch die als potentielle lose Kopplung wirkenden elastischen Mittel zwischen den beiden Siebkästen auf den oberen Siebkasten 4 übertragen.
Die Abmessungen der potentiellen Kopplung und die Schwingungszahl sind so gewählt, dass die beiden Siebkästen in Resonanz oder nahezu in Resonanz gegeneinander arbeiten, d. h. mit einer Phasenverschiebung von etwa 180 . Dabei gleichen sich die in den schwingenden Massen entwickelten wechselnden Kräfte infolge des Ausganges der Kräfte von der Sehwerachse und des Angriffs der Kräfte in dieser Achse, sowie auf Grund der Anordnung der elastischen Mittel senkrecht zu den Aufhängependeln vollkommen aus. Insbesondere kann irgendein freies, eine Drehung des ganzen Siebes anstrebendes Moment nicht aufkommen.
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Um eine Unsymmetrie der Schwingungen, wie sie unter der Einwirkung des Erdfeldes entstehen würde, zu vermeiden, sind zwischen den Siebkästen und dem Tragrahmen in an sich bekannter Weise dem Erdfelde entgegenwirkende Federn 18 vorgesehen.
Es könnte auch, ohne am Wesen der Erfindung etwas zu ändern, einer der Siebkästen durch ein Gegengewicht ersetzt werden ; auch könnten mehrere der beschriebenen schwingenden Systeme miteinander verbunden werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schnellschwingsieb mit zwei in Resonanz oder nahezu in Resonanz und mit einer Phasenverschiebung von etwa 1800 gegeneinander schwingenden Siebkästen, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Siebkasten (5) einerseits durch eine kinetische Kopplung (14 bis 17) mit einer Kraftquelle (" und anderseits elastisch mit dem fest gelagerten Tragrahmen (1) verbunden ist, während der andere Siebkasten (4) einerseits durch eine potentielle lose Kopplung mit dem erstgenannten Siebkasten (5) und anderseits ebenfalls elastisch mit dem Tragrahmen in Verbindung steht.