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Wehrverschluss mit geteiltem Verschlusskörper und durch einen Elektromotor einzeln angetriebenen Verschlussteilen.
Bei Wehranlagen mit Überlauf-oder Eisklappen mit sonstigen zweiteiligen Verschlusskörpern, bei denen der Antrieb durch einen Elektromotor erfolgt, der zunächst die eine weniger grosse Motorleistung erfordernde Klappe oder einen ihr entsprechenden Teil des Verschlusses und dann erst den grössere Motorleistung erfordernden Hauptverschluss antreibt, hat es sich als nachteilig erwiesen, wenn beim Antrieb des die weniger grosse Motorleistung erfordernden Teiles dem Motor mehr Leistung zugeführt wird, als normalerweise zum Antrieb dieses Teiles erforderlich ist. Es können nämlich alsdann Beschädigungen an den Verschlüssen und den Hebevorrichtungen erfolgen, z. B. beim Antrieb festgefrorener oder festgeklemmter Verschlussteile.
Die Erfindung hat den Zweck, diesen Nachteil zu vermeiden.
Sie besteht darin, dass in die Stromzuführung zum Motor in Reihe mit einem Überstromrelais für Vollast ein weiteres Überstromrelais für Teillast eingebaut ist, das bei Überschreitung der der Teillast entsprechenden Stromzuführung abschaltet, jedoch durch einen selbsttätig vom Hubwerk betätigten Schalter kurz geschlossen wird, wenn nach Bewegung des die geringere Motorleistung erfordernden Verschlussteiles der die grössere Leistung erfordernde Verschlussteil weiter bewegt werden soll.
Durch diese Anordnung soll erreicht werden, dass nicht nur der Motor die für Vollast erforderliche Leistung nicht überschreiten kann, sondern auch nicht die beim Antrieb nur eines Teiles des Verschlusses erforderliche Leistung, dass er vielmehr auch dann sofort stillgesetzt wird, wenn der leichter anzutreibende Verschlussteil aus irgendeinem Grunde feststeht. Beschädigungen der Verschlüsse und ihrer Antriebsteile sind auf diese Weise ausgeschlossen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Schaltanordnung der beiden in die Stromzuführung des Motors eingebauten Überstromrelais mit Kurzschlussschalter und Fig. 2 die Anordnung des Kurzschlussschalters und seinen Antrieb durch das Hubwerk.
Gemäss Fig. 1 ist in die Stromleitungen a, b, e, die zu einem nicht dargestellten Elektromotor führen, ein in bekannter Weise durch die Spule d gesteuerter Schalter e eingebaut. In dem an die
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ein mit thermischer Verzögerung arbeitendes Relais g eingebaut, das auf die der Vollast entsprechende normale maximale Motorleistung abgestimmt ist und bei der Überschreitung des zulässigen Stromdurchganges den Kurzschluss der Spule d über die Leitungen h, i herbeiführt.
In Reihe damit ist in die Phasen b, c ein weiteres mit thermischer Verzögerung arbeitendes, aber auf Teillast abgestimmtes Relais g' eingebaut, das auf die der Teillast entsprechende Motorleistung abgestimmt ist und bei Überschreitung der dazu nötigen Stromzuführung den Kurzschluss der Spule d über die parallel zu den Leitungen h, i liegenden Leitungen h', i'herbeiführt. Das letztgenannte Relais g'kann durch einen Schalter k, der in die Umgehungsleitungen b', c'eingebaut ist, kurzgeschlossen werden.
Die Betätigung des Kurzschlusssehalters k erfolgt gemäss Fig. 2 durch das Hubwerk des Wehrverschlusses, der hier als Schütz 1 mit Klappe m ausgebildet ist, wobei letztere vor dem Heben des Schützes umlegbar sein soll.
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der durch einen Lenker l'mit einem Kurbelarm s der Klappenachse verbunden ist. Beim Hochgehen der Zahnstange o wird mit Hilfe dieser Glieder die Klappe m aus der in ausgezogenen Linien dargestellten
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Anschlag t des Schützes 1 trifft, so dass das Schütz beim weiteren Hochgehen der Zahnstange o mitgenommen wird.
Am Hubwerksrahmen u ist in der Nähe der Zahnstange o der Kurzschlusssehalter k angeordnet.
Die Betätigung desselben erfolgt selbsttätig in Abhängigkeit von der Stellung der Zahnstange o. Zu
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Armen der Arm v am Schalthebel Je angreift, während der Arm v mit Gewicht w belastet ist und der Arm v", der eine Rolle x trägt, mit dieser in der Tiefstellung der Zahnstange o durch den Gewichtshebelv'gegen eine am oberen Ende der Zahnstange o befestigte Leiste y gedrückt wird. In dieser, in der Zeichnung in ausgezogenen Linien dargestellten Stellung ist der Schalter ib ausgerückt.
Die Leiste y ist aber so bemessen und so angeordnet, dass nach dem Umlegen der Klappe 1n, d. h. wenn die Zahnstange o um eine entsprechende Strecke gehoben ist, beim Weiterheben der Zahnstange zwecks Hebens des Sehützes 1 die Leiste y von der Rolle x des Hebelarmes v"abgleitet, so dass der Hebel v, v', v"unter dem Einfluss des Gewichtes w in die gestrichelt dargestellte Lage umgelegt wird. Hiebei wird der Schalter k durch den Hebelarm v geschlossen, so dass das auf Teillastmotorleistung abgestimmte Relais g' kurzgeschlossen wird, der Motor den für die normale Höchstleistung erforderlichen Strom aufnehmen kann und das Schütz 1 angehoben wird..
Beim Absenken des Wehrverschlusses bleibt der Schalter k zunächst unberührt, bis in der Tieflage
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gehender Zahnstange o zwecks Aufrichtens der Klappe m die mitgehende Leiste y den Hebelarm vomit der Rolle x so dreht, dass der Schalter k wieder geöffnet wird.
An die dargestellten konstruktiven Einzelheiten des Wehrverschlusses und seines Antriebes ist die Erfindung nicht gebunden, sondern man kann sinngemäss die gleiche Anordnung bei Wehrverschlüssen treffen, bei denen z. B. eine Klappe vor dem Heben des eigentlichen Verschlusses aufgerichtet werden soll usw. Auch können statt der mit thermischer Verzögerung wirkenden Relais andere geeignete Relais verwendet werden.