AT125867B - Verfahren und Vorrichtung zur Vorbehandlung von Rohzementschlamm, der im Drehrohrofen gebrannt wird. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Vorbehandlung von Rohzementschlamm, der im Drehrohrofen gebrannt wird.

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AT125867B
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Niels Nielsen
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  Verfahren und Vorrichtung zur Vorbehandlung von Rohzementschlamm, der im   Drehrohrofen gebr'nMMt wird.   
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 um in physikalischer und chemischer Hinsicht   eine gleichförmige Masse   zu bilden. 



   Zwecks Verringerung des Wärmeverbrauches des Ofens wurde versucht, etwa die Hälfte des oben angegebenen Wassergehaltes auf   mechanischem Wege zu entfernen,   d. h. mittels Filter verschiedener Art, wie Vakuum-, Druckluftfilter oder Filterpressen. Die Ersparnis an   Wärme.   die auf diese Weise im Ofen erzielbar zist, ist jedoch nicht so gross, wie erwartet werden würde, sondern   beträchtlich   geringer als die   Wärmemenge.   die zur Verdampfung der durch die Filter entfernten Wassermenge erforderlich wird. Der Grund hiefür ist, dass das gefilterte und demgemäss weniger wasserhaltige Rohmaterial nicht imstande ist, die abziehenden Verbrennungsgase auf dieselbe niedere Temperatur abzukühlen, als es der nicht gefilterte   Schlamm   vermag.

   Die durch eine solche Filteranlage sonst erzielbaren Ersparnisse wurden sonach bisher nur in jenen Fällen voll ausgenutzt, in welchen die in den Verbrennungsgasen enthaltene Hitze für andere Zwecke als zur Trorknung des Schlammes im Ofen ausgenutzt würde, z. B. in Abhitzekesseln. 



   Die   Erfindung bezweckt ; die Vorteile   der vorstehend angeführten Filteranlage voll auszunutzen, 
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 schlammes ausgenutzt werden kann.   Die Ausnutzung erfolgt nach der Filterung   des Rohschlammes, indem die Trocknung, Vorwärmung und gegebenenfalls die   Röstung des Schlammes   ausserhalb des Drehrohrofens in besonderen Einrichtungen vorgenommen wird, die in solcher Weise arbeiten, dass die in den Verbrennungsgasen enthaltene Wärme auf den Rohschlamm in   grösserem Ausmasse   übertragen wird, als es im Drehrohrofen möglich ist. Eine dieser Einrichtungen, in welchen die Verbrennungsgase mit dem zu erhitzenden Material in innige Berührung gelangen, ist ein Schachtofen.

   In einem solchen Ofen müssen die Verbrennungsgase eine Materialschicht durchsetzen, die den Querschnitt des Ofens vollständig ausfüllt, wodurch sowohl die   lützeübertragende Oberfläche und   der Koeffizient der Wärme- übertragung wesentlich vergrössert werden gegenüber einem Drehrohrofen. Dieselbe Wirkung kann erzielt werden, indem die Verbrennungsgase durch eine Rostfläche hindurchgeleitet werden. die durch eine entsprechende Materialschicht bedeckt gehalten wird, die kontinuierlich zugeführt und entfernt wird, was genau durch dieselben Mittel wie in einem Ofen,   z.   B. mittels eines Kettenwanderrostes oder andern   gebräuchlichen mechanischen   Rosten, erzielt werden kann. 



   Beim Brennen von Zement nach dem Trockenverfahren ist es bekannt, solche Vurwärmeeinrichtungen in Kombination mit einem Drehrohrofen zu verwenden, doch ist in diesem Falle die Anwendbarkeit des Verfahrens von der Bedingung abhängig, dass das Rohmehl vor der   Einführung   in die Vorwärmeeinrichtung mittels besonderer Einrichtungen befeuchtet und granuliert werden muss, damit die 
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 jedoch alle Nachteile des Trockenverfahrens hinsichtlich der Bereitung der Rohmaterialien auf. Diese Nachteile werden durch das Verfahren nach der Erfindung vollständig beseitigt. das die Vorteile des Nassverfahrens hinsichtlich   Bereitung und Zuführung des Rohmaterials,   mit dem Vorzug des ökonomischeren   Brennwirkungsgrades   des Trockenverfahrens in sich vereinigt. 



   Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen im Schema und in Seitenansicht drei   Ausführungsformell   einer zur   Durchführung des Verfahrens nach   der Erfindung geeigneten Anlage. 



   Bei der Anordnung nach Fig. 1 ziehen die Verbrennungsgase, nachdem sie den Drehrohrofen 1 verlassen haben, durch den Schachtofen 2. Dieser wirkt als Vorwärmeofen für den Drehrohrofen ; die Verbrennungsgase treten durch eine in dem ersteren befindliche entsprechend starke Schicht 3 von Rohmaterial hindurch, die durch eine bewegliche Rosteinrichtung 4, durch welche das Material allmählich selbsttätig entfernt wird, getragen wird. Das Material wird dann mittels eines Elevators 5 in den Dreh- rohrofen gefördert. Der Zug wird mittels eines Gebläses 6 erzielt.

   Die Verbrennungsgase treten durch die   Materialschieht 3   in der Richtung nach unten hindurch, so dass sie, bevor sie durch die Rosteinrichtung hindurchtreten, bereits bis zu einem solchen Grad abgekühlt sind, dass der Rost nicht   beschädigt   werden 
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 dem Gegenstromprinzip zu arbeiten und dadurch eine weitere Kühlung der Verbrennungsgase als sonst zu erzielen, doch wird es notwendig sein, besonders feuerfestes Material für die   Rasteinrichtung   zu verwenden und dafür Sorge zu tragen, dass die Verbrennungsgase den Rost nicht mit einer übermässig hohen Temperatur erreichen.

   Bevor der   Rohschlamm   dem   Sehachtofpn : 2 zugefÜhrt   wird, wird er durch ein 
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 vom Filter zugeführt wird und in welcher er   einer Troekenoperation unterworfen wird.   z. B. dem Einflusse der Abwärme aus dem Zementbrennofen ausgesetzt wird. Der   Schlamm   wird hierauf in körnige Stücke unterteilt, die zur Behandlung in dem   Ofen : 2   in der vorstehend angegebenen Weise geeignet sind. 
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   pulverförmigen   Rohmaterials gemischt werden, das beispielsweise am Auslass 9 des Schachtofens entfernt werden kann. Nachdem das Material in der Vorrichtung 8 granuliert wurde. wird es im Schachtofen 2 mittels einer   Fördervorrichtung von   entsprechender Bauart nach unten geführt.

   Wie in der Zeichnung veranschaulicht ist, kann diese Vorrichtung aus einem als Abschlussorgan wirksamen   Flügelrad 7C   bestehen. doch kann die Materialzufuhr noch mittels einer andern Beschickungsvorrichtung von entsprechender Bauart erfolgen. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist der Schachtofen durch   eine Ofenkammer 7/ersetzt,   die beispielsweise in der Rauchkammer des Drehrohrofens angeordnet ist und in welcher die Materialschicht 12 durch einen Wander-oder Kettenrost 13 unterstÜtzt wird. der genau in derselben Weise wie bei einer   gewöhnlichen Kesselfeuerung wirkt, jedoch   mit dem Unterschiede, dass die Verhrennungs- 
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 der Verbrennungsgase aussetzen. 



   Fig. 3 zeigt eine weitere   abgeänderte Ausführungsform   der   Schaehtofeneinriehtung nach   Fig. 1. 



  Zur Verhinderung des Durchtrittes der heissen Verbrennungsgase durch den Rost 4 und zwecks   Ermög-     liehung   einer teilweisen Anwendung des Gegenstromprinzips und der daraus folgenden besseren Ausnutzung der in den Verbrennungsgasen enthaltenen Wärme, werden diese durch eine sich nach unten durch das Material erstreckende Scheidewand 15 gezwungen, nach unten gelen den Rost und dann, ohne im wesentlichen durch den Rost hindurchzutreten, nach oben durch das zuletzt zugeführte Material zu streichen, wie dies in der   Fist.   3 durch einen Pfeil angedeutet ist. Die Rosteinriehtung kann hier weg- 
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 angeordnet wird, dass das Material in den Drehrohrofen bloss durch die Wirkung der Schwerkraft gelangen kann.

   Durch diese Anordnung werden die Schwierigkeiten, die   zufolge der Möglichkeit   der Beschädigung der Eisenteile des Elevators durch das heisse Material auftreten, beseitigt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Vorbehandlung von Rohzementschlamm, der im Drehrohrofen gebrannt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohschlamm, nachdem er von einem beträchtlichen Teil seines Wasser- gehaltes durch Filterung od. dgl. befreit worden ist, einer Durchströmung von Verbrennungsgasen aus dem Drehrohrofen ausgesetzt wird, zu dem Zwecke, weiter getrocknet, vorgewärmt und gegebenenfalls ganz oder teilweise vor dem Eintritt in den Drehrohrofen geröstet zu werden.
    2. Verfahren nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsgase aus dem Drehrohrofen vorerst nach unten durch die Ofenkammer und dann nach oben durch die Schicht granulierten Materials geleitet werden, ohne durch den Rost, mittels weichem das Material entnommen wird, hindurchzugehen.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der durch Filterung teilweise von Wasser befreite Rohschlamm in einer Trockenkammer, z. B. mittels Abwärme aus dem Zementbrenn- ofen, getrocknet und hierauf in körnige Teilchen unterteilt wird. EMI3.1 wird, gekennzeichnet durch ein Filter oder eine ähn1irhe Einrichtung zur Entfernung eines Teiles des in dem Rohschlamm enthaltenen Wassers und durch eine Einrichtung zum Granulieren des durch das Filter od. dgl. teilweise von Wasser befreiten Rohsehlammes, bevor derselbe in die genannte Ofenkammer eingeführt wird.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4. gekennzeichnet durch eine in der Ofenkammer angeordnete Trennwand, welche die Verbrennungsgase a. us dem Drehrohrofen veranlasst, vorerst in der Richtung nach unten durch die Ofenkammer zu dem in dieser enthaltenen Material zu strömen und hierauf in Richtung nach oben durch das Material hindurchzutreten, ohne hiebei den Rost. welcher das Material trägt, zu durchsetzen. EMI3.2
AT125867D 1929-10-21 1930-10-04 Verfahren und Vorrichtung zur Vorbehandlung von Rohzementschlamm, der im Drehrohrofen gebrannt wird. AT125867B (de)

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