AT115762B - Verfahren und Vorrichtung zur Ausnutzung des bei der Zementherstellung nach dem Naßverfahren gebildeten Wasserdampfes. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Ausnutzung des bei der Zementherstellung nach dem Naßverfahren gebildeten Wasserdampfes.

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AT115762B
AT115762B AT115762DA AT115762B AT 115762 B AT115762 B AT 115762B AT 115762D A AT115762D A AT 115762DA AT 115762 B AT115762 B AT 115762B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  . Verfahren und Vorrichtung zur Ausnutzung des. b. ei der Zementherstellung nach dem
Nassverfahren gebildetem Wasserdampfes. 



   Das bekannte Drehofenverfahren und die bisher im Gebrauch befindlichen Vorrichtungen zur Zementherstellung haben den Nachteil, dass die dabei entstehenden Rauchgase bei hohen Temperaturen entweichen, was zur Folge hat, dass die genannten Vorrichtungen unwirtschaftlich arbeiten. 



   Bei dem sogenannten Trockenverfahren ist es möglich, einen grossen Teil dieser abgeführten Wärme im Abhitzekessel auszunutzen, jedoch beim   Nassverfahren,   das bei einigen Materialien die einzige, bei nahezu allen jedoch die vorteilhaftere Arbeitsweise ist, geht immer die latente Wärme des verdampften, im Sehlamm enthaltenen Wassers verloren, abgesehen davon, dass infolge der niedrigen Temperaturen   die Abhitzekessel gross und teuer sind. 



  Eine Gegenüberstellung der beiden Wärmebilanzen bei dem oben geschilderten Verfahren sei im   
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> folgenden <SEP> gegeben <SEP> : <SEP> trocken <SEP> nass
<tb> Latente <SEP> Bildungswärme <SEP> des <SEP> Klinkers <SEP> ........................................ <SEP> 29% <SEP> 24%
<tb> Abwärme <SEP> des <SEP> Klinkers....................................................... <SEP> 1% <SEP> 1%
<tb> Wärmeinhalt <SEP> der <SEP> Ra@chgase <SEP> (trocken) <SEP> .......................................37% <SEP> 14%
<tb> Wärmeinhalt <SEP> des <SEP> Wasserdampfes...........................................-% <SEP> 36%
<tb> Leitung <SEP> und <SEP> Strahlung <SEP> ................................................... <SEP> 33% <SEP> 25%
<tb> 100% <SEP> 100%
<tb> Nutzeffekt <SEP> .................................................................

   <SEP> 29% <SEP> 24%
<tb> 1 <SEP> kg <SEP> Klinker <SEP> braucht <SEP> zu <SEP> seiner <SEP> Erzeugung <SEP> 1700--2000 <SEP> eal.
<tb> 
 



   Der Zweck dieser Erfindung ist, diesen Nachteil dadurch zu beseitigen, dass die Trocknung des Rohschlammes in der gegebenenfalls auch. getrennt ausgebildeten Trocknungszone des   Zementdrehofens   
 EMI1.2 
 auf etwa 80 -100  C vorerhitzt und zweckmässig in zerstäubter Form eingeführt wird, worauf der aus dem Schlammwasser durch Verdampfung erzeugte Dampf gemeinsam mit der zur Trocknung in der Trocknungszone verwendeten Dampfmenge abgesaugt, von dieser abgesaugten Dampfmenge ein dem 
 EMI1.3 
 Speicherung für andere Arbeitszwecke weiter verwendet wird, während die restliche Dampfmenge auf die Anfangstemperatur   vcn   etwa 400  C erhitzt und wiederum zur   Trocknung   und   Vorwärmung des   Schlammes verwendet wird.

   Der Arbeitsvorgang ist dabei der folgende :
Die letzten 10-15 m eines Drehofens, die die sogenannte Trocknungszone darstellen, werden (vom Rest des Ofens getrennt oder zusammengebaut) statt von den Abgasen von Heissdampf mit einer Temperatur von zirka 400  und entsprechender Spannung durchstrichen. 



   Der Schlamm wird in zerstäubter Form, auf   80-100'vorerhitzt, eingeblasen,   wobei die Vorwärmung des Schlammes ebenfalls durch Heissdampf geschieht. Durch den   Wärmeaustausch   verdampft das im Schlamm enthaltene Wasser und wird mit der zur Trocknung verwendeten Dampfmenge mit einer 
 EMI1.4 
 getrocknete Rohmasse gelangt in den weiteren Teil des Drehofens, wo sie zu Klinker gesintert wird. Die aus dem Sehlamm erzeugte Dampfmenge wird von der gesamten Dampfmenge getrennt abgeführt und nach entsprechender Überhitzung und Reinigung von den mitgerissenen Teilchen der   Rohmasse   direkt oder über Ruthsspeicher der.   Antriebsmaschine   bzw. einer weiteren Verwendung zugeführt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die restliche Dampfmenge wird auf die Anfangstemperatur, d. h. auf zirka   400'",   überhitzt und wieder zur Vorwärmung des Schlammes sowie zur Trocknung desselben verwendet. Der Vorgang ist ein stetiger. 



   Der weitere Teil des Ofens arbeitet nun im Trockenverfahren und gibt Abgase, deren Temperatur zwischen 700 und 800  liegt. Diese werden möglichst tief (bis auf   zirka 200 ) abgekühlt   und können folgendermassen verwendet werden. 



   1. Zur Vorwärmung von Verbrennungsluft, die bereits zur Kühlung der Klinker gedient hat und einen grossen Teil der   Klinkerabwärme   enthält,
2. zur Überhitzung des   Antriebs-bzw. Fabrikationsdampfes,  
3. zur Überhitzung des Troeknungsdampfes. 



   Die Wärmebilanz eines nach diesen Grundsätzen arbeitenden Ofens pro 1 kg Klinker gestaltet sieh unter der Annahme, dass bei den verschiedenen Wärmeübertragungen 15% Übergangsverluste auftreten, folgendermassen : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Latente <SEP> Bildungswärme <SEP> des <SEP> Klinkers................................................. <SEP> 487 <SEP> cal.
<tb> 



  Abwärme <SEP> des <SEP> Klinkers.............................................................. <SEP> 16"
<tb> Verlust <SEP> durch <SEP> Rauchgase <SEP> 174.,
<tb> Verlust <SEP> bei <SEP> Verdampfen <SEP> des <SEP> Wassers <SEP> usw <SEP> 126"
<tb> Leitung <SEP> und <SEP> Strahlung <SEP> (geschätzt <SEP> auf <SEP> Grund <SEP> von <SEP> Erfahrungen) <SEP> .........................397 <SEP> ,,
<tb> also <SEP> pro <SEP> Klinker <SEP> ....................................................................1200 <SEP> cal.
<tb> gegen <SEP> den <SEP> jetzt <SEP> bestenfalls <SEP> erreichbaren <SEP> 1700 <SEP> (normal <SEP> 2COO) <SEP> cal.
<tb> 



  Nutzeffekt......................................................................... <SEP> 40'6%.
<tb> 
 Ausserdem fällt beinahe die ganze Kesselanlage weg, da nur ein Kessel von 30-35% der gesamten   senst   notwendigen   Heizfläche   vorhanden zu sein braucht, der nur zur Inbetriebsetzung dient. 



   Ein Anordnungsbeispiel ist aus der Zeichnung ersichtlich, auf welcher Fig. 1 einen Querschnitt durch die Anlage, Fig. 2 einen Längsschnitt nach   Linie .-B   der Fig. 1 und Fig. 3 einen   Längsschnitt   nach Linie C-D der Fig. 1 veranschaulicht. 



   Der Schlamm wird durch das Rohr 1 über den Schlammerhitzer 2 in die   Trockentrommel3 geleitet,   der mittels des Rohres 4 Heissdampf im Gegenstrom zugeführt wird. Die gesamte Dampfmenge wird über die Dampfkammer 5 abgezogen und von den Ventilen 7 und 8 in   Trosknungsdampf und Arbeits-   dampf geteilt. Der Trocknungsdampf gelangt nun über   da   Rohr 9 zum Trocknungsdampfüberhitzer 10 und tritt nach Durchgang durch diesen seinen Kreislauf bei 4 wieder an. Der Arbeitsdampf gelangt zum Überhitzer   13 und   von da in die   Maschinenleitung. M.   Das aus der Trockentrommel mittels geeigneter Vorrichtung abgezogene Trockengut wird über einen Behälter 15 dem Ofen 16   zugeführt.   Die aus dem Ofen herausströmenden Abgase. gehen. über. die.

   Rauchkammer 17, umspülen die Überhitzer 12, 10 und Sehlammerhitzer   8.   und werden. yom.Exhaustor.18.abgezogen. und zum. Schornstein hinausbefördert. Die sich in der Kammer absetzenden Staubteilchen .werden von der Schnecke 19 dem Ofen wieder zu- 
 EMI2.2 
   zweckmässig   in zerstäubter Form eingeführt wird, worauf der aus dem Schlammwasser durch Verdampfung erzeugte Dampf gemeinsam mit der zur Trocknung in der Trocknungszone verwendeten Dampfmenge 
 EMI2.3 
 sprechender Anteil gereinigt, überhitzt und gegebenenfalls nach Speieherung, für andere Arbeitszweeke weiter verwendet wird, während die restliche Dampfmenge auf die Anfangstemperatur von etwa   400 C   erhitzt rnd wiederum zur Trocknung und Vorwärmung des Schlammes verwendet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem weiteren, im Trockenverfahren arbeitenden Teil (16) des Drehofens mit hoher Temperatur von etwa 700-800 C abziehenden Gase zur Vorwännung der Verbrennungsluft, zur Überhitzung des für den maschinellen Antrieb und für Fabrikationszwecke gebrauchten Dampfes und zur Überhitzung des zur Trocknung in der Trocknungszone des Ofens gebrauchten Dampfes ausgenutzt wird.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der letzte Abschnitt eines Drehofens (in einer Länge von etwa 10-15 m) als Trocknungszone ausgebildet und mit einer besonderen, vom Rost und von den Abgaszügen getrennten Beheizung durch Heissdampf von etwa 4000 C ausgerüstet ist.
AT115762D 1929-01-19 1929-01-19 Verfahren und Vorrichtung zur Ausnutzung des bei der Zementherstellung nach dem Naßverfahren gebildeten Wasserdampfes. AT115762B (de)

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