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Handbagger.
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Bei Baggern zur Federung schlammartigen Gutes, z. B. beim Graben von Brunnen oder bei Pilotbauten, ist es erwünscht, die Baggerschaufeln so auszubilden, dass sie in der Schliess- stellung ein dicht abschliessendes Gehäuse bilden, um ein Herausfallen oder Herausfliessen des geförderten Gutes aus den Schaufeln zu vermeiden.
Die bekannten Handbagger dieser Art. bei denen an einem hohlen Stiel zwei in der Schliessstellung dicht abschliessende Schaufeln ange- lenkt sind, die durch ein Gestänge mit einer im Stiel längsverschiebbaren Spindel verbunden sind, haben nun den Nachteil, dass das Gestänge uud seine Gelenkstellen beim Auffüllen des schlammartigen Gutes mit diesem in Berührung kommen, so dass sie bald rostig werden und sich derart mit Schmutz füllen, dass der Bagger schon nach kurzer Benützung nur unter grosser
Kraftanstrengung in die Offenstellung überführt werden kann und bald vollkommen betriebs- unfähig wird.
Gemäss der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch behoben, dass an dem Stiel des Baggers ein die Gestänge zur Betätigung der Schaufeln aufnehmender hohlkegelförmiger Fortsatz vorgesehen ist, wodurch das Gestänge vor Verunreinigungen geschützt ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt eine Ansicht des geschlossenen Handbaggers und Fig. 2 des geöffneten, die Fig. 3 und 4 zeigen Schnitte durch den unteren Teil des Stieles, u. zw. Fig. 3 bei geöffnetem, Fig. 4 bei geschlossenem Bagger. Fig. 5 ist ein Schnitt durch den oberen Teil des Stieles.
In einem hohlen Stiele 1 ist eine Spindel 2 verschiebbar angeordnet. An dem Stiele 1 sind zwei Baggerschaufeln 3, 4 angelenkt, welche durch ein Gestänge 5,6 mit der Spindel 2 verbunden sind. An das untere Ende des Stieles ist der Erfindung gemäss ein hohlkegelförmiger Fortsatz 11 angeschlossen, der zur Aufnahme des Gestänges 5, 6 dient und dadurch dieses vor Verunreinigungen beim Gebrauch des Baggers schützt. Der Fortsatz trägt an seinem oberen Ende eine Feststellvorrichtung 7, welche die Spindel in ihrer oberen Stellung festlegt. Am oberen Teil der Spindel, an welchem ein Bewegungsgewinde angeordnet ist, befindet sich eine mit Handgriff versehene Mutter 8. die bis an das obere Ende der Spindel 2 geschraubt wird.
Die Wirkungsweise ist folgende :
Bei geschlossenen Schaufeln ragt die Feststellvorrichtung mit einem Bolzen 9 durch eine Bohrung des Stieles 1 unterhalb der Spindel 2 (Fig. 3). Löst man nun die Feststellvor- richtung aus, so wird die Spindel 2 durch eine im Stiele 1 angeordnete Druckfeder 10 (Fig. 5) abwärts gedrückt und die Baggerschaufeln werden mittels des Gestänges 5. 6 geöffnet.
Die Mutter 8 kommt dadurch auf einen am oberen Ende des Stieles 1 angeordneten, mit Hand- griffen versehenen Klemmring zu liegen. Der Handbagger wird mittels der Handgriffe des Klemm- ringes 11 gegen das zu fördernde Gut gedrückt. Dreht man nun die Mutter 8. so wird die
Spindel 2 wieder aufwärts gezogen und die Schaufeln 9, 4 geschlossen, wobei sie sich mit dem Fördergute füllen.
Damit die Schaufeln besser in das Gut eindringen. sind sie mit
Greiferzähnen 3', 4 versehen Ist der Bagger an den zu seiner Entleerung bestimmten Platz gebracht, so drückt man wieder auf die Feststellvorrichtung, die Schaufeln öffnen sich durch den bereits beschriebenen Mechanismus und das von ihnen aufgenommene Gut wird entleert.
Die Feststellvorrichtung kann auch am oberen Ende des Gehäuses angeordnet werden oder durch ein entsprechendes Gestänge oder einen Seilzug von oben aus betätigt werden.
Weiters kann die Spiralfeder durch eine am Gestänge wirkende Druckfeder ersetzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Handbagger, bei welchem an einem hohlen Stiel zwei in der Schliessstellung dicht abschliessende Baggerschaufeln angelenkt sind, die durch ein Gestänge mit einer am Stiel längsverschiebbaren Spindel verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stiel (1) ein hohlkegelförmiger Fortsatz zur Aufnahme des die Baggerschaufeln (3, 4) betätigenden Gestänges (5, 6) angeschlossen ist, so dass das Gestänge vor Verunreinigungen geschützt wird.
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