AT125240B - Verfahren zur Herstellung von türkischrotölartigen Produkten von besonders hoher Kalk-, Magnesia- und Säurebeständigkeit. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von türkischrotölartigen Produkten von besonders hoher Kalk-, Magnesia- und Säurebeständigkeit.

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AT125240B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Das seit langem gebräuchliche Verfahren zur Herstellung von   Türkischrotöleu   und verwandten Produkten besteht darin, dass Neutralfette bzw. Fettsäuren ungesättigten Charakters mit konzentrierter Schwefelsäure behandelt werden, bis   Wasserl slichkeit   der Reaktionsmasse eingetreten ist. Hierauf wird die überschüssige bzw. nicht in Reaktion getretene   Schwefelsäure   mit Wasser. Salzlösungen, Alkalien u. dgl. ausgewaschen und das so erhaltene Sulfonal zum   Schluss   neutralisiert. 



   Nach neueren Verfahren gelangt man zu an organisch   gebundener Schwefelsäure reicheren,     also wertvolleren Produkten dadurch, dass   man entweder mit grösseren Mengen konzentrierter   Schwefelsäure   oder mit   Chlorsulfonsäure,     Sehwefeltrioxyd u.   dgl. unter Ausschluss von jeglichem Wasser und gegebenenfalls unter Zusatz von wasserbindenden Mitteln sulfunert. 



   Diese neueren Verfahren haben den Nachteil, dass bei Verwendung der Ausgangsprodukte 
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 Reaktionsmasse eintritt, was das notwendige Kühlen und Rühren derselben sehr erschwert. weshalb man für diese neueren Verfahren von teueren Ausgangsprodukten, wie z. B. Rizinolsäure, ausgeht, bei welchen diese Nachteile nicht in solchem Umfange in Erscheinung treten. 



   Es wurde nun gefunden, dass man auch unter Umgehung aller solcher Schwierigkeiten und unter Vermeidung teurer Ausgangsstoffe zu Produkten gelangen kann, die sich von den gewöhnlichen Handelsprodukten. wie z. B.   Türkischrotöle.   Monopolseifen u. dgl. vorteilhaft durch eine   erhebliche grössere   Beständigkeit gegenüber Kalk, Magnesia und Säure unterscheiden. 



  Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass man ungesättigte Fettsäuren oder deren Ester nach den oben erwähnten, altgebräuchlichen Verfahren sulfuriert, von der nicht in Reaktion getretenen Schwefelsäure in der Hauptsache befreit und nun diese wasserhaltigen Sulfonate erneut mit konzentrierter Schwefelsäure, rauchender   Schwefelsäure, Sehwefeltrioxyd   u. dgl. behandelt. 
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 jegliche Anwesenheit von Wasser vermieden werden   muss,   sondern dass nach dem altgebräuchlichen Verfahren hergestellte Sulfonate mit einem Wassergehalt von   ungefähr     15-180/0 zur   Verarbeitung kommen und trotzdem eine weitgehende Sulfurierung stattfindet. 



   Wird jedoch in Analogie einem Neutralfett, einer Fettsäure oder der Schwefelsäure dieselbe Wassermenge zugesetzt, die in dem erwähnten Sulfonat enthalten ist und zu sulfurieren versucht, so findet dank der Anwesenheit des Wassers keine Sulfurierung statt, eben weil für die Sulfurierung von Neutralfetten und Fettsäuren die Abwesenheit von Wasser Voraussetzung bildet. 
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 dener Schwefelsäure in den zu erhalterslen Produkten zu vermehren. Es sind wohl. wie oben bereits erwähnt, Verfahren bekannt, bei denen die ursprünglich nicht sulfurierten Öle direkt 
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 Sulfurierung ein insofern, als die Reaktionsmasse bei den während der Sulfurierung üblichen niederen Temperaturen so dick wird, dass die Durchmischung nur bei Anwendung teurer Spezialapparate in befriedigendem Masse möglich ist.

   Bei dem vorliegenden Verfahren bleibt die Reaktionsmasse   dagegen verhältnismässig dünnflüssig, auf Grund dessen die Sulfurierung   bequem und mühelos durchgeführt werden kann. 



   Der technische Effekt und Vorteil des vorliegenden Verfahrens ist ohne weiteres auch aus dem Gehalt der   erfindungsgemäss   gewonnenen Produkte an   abspaltbaren Sulfonsäuregruppen   im Vergleich zu dem entsprechenden Gehalt anderer, nach bekannten   Sulfurierungsmethoden   hergestellten Produkten ersichtlich. Von letzteren Produkten besitzt z.

   B. ein Öl vom Typus des Monopollbrillantöls mit einem Fettgehalt von zirka 38% einen Gehalt von zirka   zu   an organisch gebundener   S03'Demgegenüber   ist der Gehalt der erfindungsgemäss hergestellten Produkte an abspaltbaren Sulfonsäuregruppen. wie aus den nachstehenden Beispielen ersichtlich ist, nahezu doppelt so gross, was sich in einer ganz bedeutend erhöhten Beständigkeit   gegenüber   Salz- und Säurelösungen praktisch aufs vorteilbafteste bemerkbar macht. 



   Beispiele : 
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 seines Gewichtes konzentrierter   Schwefelsäure   und anschliessendes Auswaschen der Reaktionsmasse. werden bei einer Temperatur unter 15  C mit 150 Gewichtsteilen konzentrierter Schwefelsäure versetzt, hierauf mit Glaubersalzlösung und Eis vorsichtig gewaschen und das Öl neutralisiert. Das gewonnene Produkt besitzt einen Fettgehalt von   33'880/0   und einen Gehalt an organisch gebundener SOg von 6.01%-
100 Gewichtsteile Sulfonat, erhalten durch Sulfurierung von Olivenöl mit einem Fünftel seines Gewichtes konzentrierter Schwefelsäure und anschliessendes Waschen des Reaktionsproduktes, werden mit 100 Gewichtsteilen konzentrierter Schwefelsäure versetzt und wie unter Beispiel 1 zunächst mit Eiswasser und dann mit   Glaubersalzlosung   gewaschen und hierauf neutralisiert.

   Das gewonnene Produkt besitzt einen Fettgehalt von 36.25% und einen Gehalt an organisch gebundener SO3 von 4.81%. 



   3.100 Gewicktsteile Sulfonat, erhalten durch Sulfurierung von Ölsäure mit einem Fünftel ihres   Gewichtes konzentrierter Schwefelsäure und anschliessendes Waschen   des Reaktionsproduktes, werden mit 100 Gewichtsteilen 10%iger rauchender Schwefelsäure versetzt und wie unter Beispiel 1 angegeben weiterbehandelt. Das gewonnene Produkt besitzt einen Fettgehalt von 34.5% und einen Gehalt an organisch gebundenen SO2 von 5.94%.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von türkischrotölartigen Produkten von besonders hoher Kalk-.
    Magnesia-und Säurebeständigkeit aus nach bekannten Verfahren hergestellten wasserhaltigen Sulfonaten von ungesättigten Fettsäuren oder deren Estern, dadurch gekennzeichnet, dass die gewaschenen wasserhaltigen Sulfonate mit konzentrierter Schwefelsäure, rauchender SchweM- säure. Schwefeltrioxyd od. dgl. weiterbehandelt werden.
AT125240D 1929-05-24 1930-05-08 Verfahren zur Herstellung von türkischrotölartigen Produkten von besonders hoher Kalk-, Magnesia- und Säurebeständigkeit. AT125240B (de)

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