AT124480B - Verfahren zur Trennung der Einzelfasern aus pflanzlichen Faserrohstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Trennung der Einzelfasern aus pflanzlichen Faserrohstoffen.

Info

Publication number
AT124480B
AT124480B AT124480DA AT124480B AT 124480 B AT124480 B AT 124480B AT 124480D A AT124480D A AT 124480DA AT 124480 B AT124480 B AT 124480B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
raw materials
separating
individual fibers
vegetable fiber
fiber raw
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Abbey Syndicate Ltd
Dinshaw Rattonji Nanji
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Abbey Syndicate Ltd, Dinshaw Rattonji Nanji filed Critical Abbey Syndicate Ltd
Application granted granted Critical
Publication of AT124480B publication Critical patent/AT124480B/de

Links

Landscapes

  • Paper (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Trennung der Einzelfasern aus pflanzlichen Faserrohstoffen. 
 EMI1.1 
 artigen, als Bindemittel dienenden Stoffe und besteht im wesentlichen darin, dass die Rohstoffe mit einer sehr verdünnten, wässerigen Lösung eines neutralen Ammoniumsalzes erwärmt werden. Zweckmässig ist das Anion des verwendeten Salzes ein solches, welches Erdalkalien aus Lösungen auszufällen vermag. Vorzugsweise wird Ammoniumsulfat verwendet, das insbesondere für die Behandlung von ungeröstetem Flachsstroh vorteilhaft ist. 



   Es sind auch Verfahren vorgeschlagen worden, bei welchen das Rotten durch Behandlung des Gutes mit Salzen ersetzt werden soll, wie aus folgenden Beispielen hervorgeht. In einem Falle sollte Lupinenstroh mit einer 0-5 bis   5% igen   Kainitlösung durch 20 bis 40 Minuten gekocht werden, in einem andern Fall sollte pflanzliches Fasergut mit etwa   2% eigen   Lösungen von Natriumphosphat oder Natriumpyrophosphat 6 bis 8 Stunden gekocht werden. 



   Der Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Behandlung von faserigen Pflanzengeweben, wodurch die Einzelfasern rasch voneinander getrennt werden können und die sie einhüllenden pektinartigen und andern Bindemittel nach kurzer Zeit in einen   löslichen   Zustand   übergeführt   und leicht entfernt werden können. Dies wird erreicht durch einen Ionenaustausch zwischen dem verwendeten Reagens und den unlöslichen pektinartigen Komplexen und gummiartigen Stoffen, welche das Bindemittel der Fasern bilden. Durch eingehende Versuche ist gefunden worden, dass ein wirklicher Ionenaustausch nur dann eintritt, wenn das faserige Gut mit neutralen Salzen in sehr verdünnten Lösungen behandelt wird, u. zw. am besten unter etwas erhöhtem Druck. 



   Das vorliegende Verfahren besteht im wesentlichen darin, dass man die Faserrohstoffe der Einwirkung sehr verdünnter Lösungen von neutralen Ammoniumsalzen von einer 0'5% nicht übersteigenden Konzentration unterwirft, so dass die Dissoziation des Reagens sehr hoch ist und das letztere im vollen Umfang in Ionenaustausch mit den unlöslichen Pektinkomplexen treten kann, was bei den bisher verwendeten viel höheren Konzentrationen des Reagens nicht der Fall ist. Vorzugsweise verwendet man Ammoniumsalz, wie Tartrate, Oxolate, Citrate und Sulfate und es zeigt sich, dass die Verwendung solcher Salze der oberwähnten Basen die Faser selbst dann nicht schädigt, wenn das Verfahren bei verhältnismässig hohen Drucken   durchgeführt   wird.

   Man bemerkt auch, dass die Anionen dieser Verbindungen mit Erdalkalien schwer oder kaum   wasserlösliche   Verbindungen bilden. An solche Erdalkalien sind die pektinartigen Substanzen gebunden. Hiedureh wird die Sicherheit der Wirksamkeit des Ionenaustausehes nach der physikalisch-chemischen Theorie der Massenwirkungen erhöht. 



   Beispiele :
Das ungeröstete Stroh oder Gras von Ramie u. dgl. wird mit einem geeigneten Volumen einer   O'l   bis   0'5%igen Ammoniumsulfatlösung   bei einem Druck von 1 bis 2 Atm. oder bei einer entsprechenden Temperatur während eines Zeitraumes von 20 bis 60 Minuten erhitzt. Diese Behandlung der Ramie bewirkt die Verwandlung der unlöslichen Pektosestoffe in lösliches Pektin. Hierauf wird die faserige Masse herausgenommen und gepresst, um die Leimstoffe, die an den Fasern hängen, abzuscheiden, die dann in bekannter Weise mit Natronlauge bei höherem Druck durch kurze Zeit erhitzt und sodann gewaschen und getrocknet werden können. Es ergibt sich ein Produkt mit einem glänzenden, kunstseidenartigen Aussehen, doch hat das Material eine. viel grössere Zugfestigkeit als Kunstseide. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Ungerottetes Flachsstroh wird mit einer geeigneten Menge einer   O'l   bis   0'5% igen   Lösung von Ammoniumsulfat unter einem Druck von 1 bis 2 Atm. bzw. bei Temperaturen, die diesen Drucken entsprechen, während eines Zeitraumes von 20 bis 60 Minuten erhitzt. 



   Während dieser Zeit wird die   unlösliche   Pektose, die die Fasern verbindet, in lösliches Pektin verwandelt, ohne dass die Faser dadurch schädlich beeinflusst wird, und nach Beendigung dieser Operation wird der Faser das anhaftende schleimige Wasser herausgedrückt und entfernt. Darauf wird die Faser bzw. das Stroh in Wasser gewaschen und getrocknet und die reine Faser aus dem Stroh in der   gewöhnlichen   Weise gewonnen. 



   Auf diesem Wege wird eine sehr erhebliche Zeitersparnis und eine entsprechende Verminderung der Gestehungskosten der Faser erzielt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Trennung der Einzelfasern aus pflanzlichen Faserrohstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohstoffe mit einer sehr verdünnten wässerigen   Lösung   eines neutralen   Ammonium-   salzes erwärmt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, zur Behandlung von ungerottetem Flaehsstroh, dadurch gekennzeichnet, dass dieses mit einer geeigneten Menge einer 0'1 bis 0#5%igen Ammoniumsulfatlösung unter einem Drucke von 1 bis 2 Atm. oder bei entsprechender Temperatur während einer Zeit von 20 bis zu 60 Minuten behandelt wird.
AT124480D 1928-06-15 1928-06-15 Verfahren zur Trennung der Einzelfasern aus pflanzlichen Faserrohstoffen. AT124480B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT124480T 1928-06-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT124480B true AT124480B (de) 1931-09-10

Family

ID=3633878

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT124480D AT124480B (de) 1928-06-15 1928-06-15 Verfahren zur Trennung der Einzelfasern aus pflanzlichen Faserrohstoffen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT124480B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT124480B (de) Verfahren zur Trennung der Einzelfasern aus pflanzlichen Faserrohstoffen.
DE567296C (de) Verfahren zur Herstellung von spinnfaehigen Bastfasern
CH390833A (de) Verfahren zur Gewinnung von Polysacchariden, insbesondere von Galaktomannan, der Endosperme von Guar oder ähnlichen Saaten
DE257993C (de)
DE714762C (de) Verfahren zur Gewinnung von Eiweissfuttermitteln
DE222302C (de)
DE458909C (de) Verfahren zum Roesten, Aufschliessen und Kotonisieren vegetabilischer Rohstoffe zwecks Gewinnung von Langfasern und kotonisierten Fasern oder von Papierstoff
DE817335C (de) Verfahren zur Wachsgewinnung aus Flachsabfaellen
AT97930B (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren Tierfuttermitteln aus aufgeschlossenen, zellulosehaltigen Pflanzenteilen.
DE671716C (de) Entgiftung von Rueckstaenden der Rizinusoelfabrikation
DE687851C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen der Alginsaeure aus Algen
DE546543C (de) Verfahren zur Behandlung einer waessrigen Loesung von Carrageen
AT96288B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkaliboraten.
AT158075B (de) Verfahren zur Umwandlung von zellulose oder zelluloseähnlichen Substanzen in niedrigermolekulare Produkte.
AT128343B (de) Verfahren zur Behandlung von durch das Entfetten oder auf natürlichem Wege getrocknetem Knochengut vor der Entleimung.
AT54464B (de) Verfahren zur Herstellung eines Torfmelassefutters mit Zusatz von Alkali.
DE556779C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln
DE542764C (de) Verfahren zur Gewinnung von Alkalinitrat und Aluminiumnitrat enthaltenden Loesungen
DE391758C (de) Verfahren zur Herstellung eines trockenen mahlfaehigen Duengemittels aus Ablauge der Zellstoffabrikation
DE515018C (de) Verfahren zur Herstellung von Natronzellstoff
AT241495B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, als Düngemittel anwendbaren, stickstoffhaltigen Huminsäuresalzen aus Torf oder Lignit
DE739926C (de) Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Kartoffelkraut
DE676641C (de) Verfahren zur Herstellung von Bodenverbesserungs- und Duengemitteln
AT118863B (de) Verfahren zur Herstellung von Hefe.
AT125688B (de) Verfahren zum Aufschließen von cellulosehaltigen Stoffen, wie Holz, Stroh u. dgl.