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Verfahren und Vorrichtung um das Aneinanderhaften von Glasplatten oder von Glasplatten und Platten aus einem Zellulosederivat zu bewirken, insbesondere zur Her- steltung von nicht splitternden Glasplatten.
Gegenstand der Erfindung ist eine Ausbildung des bekannten Verfahrens zur Herstellung nicht splitternder Glasplatten, die aus aneinandergepressten Platten aus Glas und aus einem Zellulosederivat wie Zelluloseazetat bestehen ; hiebei werden die Glasplatten sowie die Platten aus einem Zellulosederivat, welch letztere durch Anfeuchtung mit einer lösenden oder aufweichenden Flüssigkeit mit einem Film überzogen worden sind, erhitzt und einer unmittelbaren Pressung durch ein Druckmittel unterworfen, indem das Druckmittel von der Berührung mit den Platten dadurch abgehalten wird, dass diese in bekannter Weise in einem nachgiebigen Beutel eingeschlossen werden.
Sollen nun eine Anzahl zusammengesetzter Platten zugleich in ein und demselben Beutel gepresst werden, so ist es schwer, sie voneinander getrennt in den Beutel einzubringen, nachdem die Oberflächen der Platten aus einem Zellulosederivat durch die lösende oder aufweichende Flüssigkeit angefeuchtet und weichgemacht sind. Ausserdem macht sich der noch grössere Nachteil bemerkbar, dass getrennt voneinander eingesetzte angefeuehtete Platten nicht von Luftblasen befreit werden können, die sich zwischen den Platten fangen und das Endprodukt verschlechtern.
Gemäss vorliegender Erfindung wird der Beutel selbst, in welchem die Platten nachher der unmittelbaren Pressung unterworfen werden, als Behälter zum Eintauehen der Platten in die lösende oder aufweichende Flüssigkeit benutzt. Beim Eintauchen in die Flüssigkeit werden die Platten hochkant gestellt.
Ferner wird in bekannter Weise nach dem Schliessen oben am Beutel eine Saugung ausgeübt, so dass der äussere Luftdruck den Überschuss von Flüssigkeit aus den im Beutel befindlichen Platten nach oben herauspresst, bevor der Beutel und die darin befindlichen Platten der Flüssigkeitspressung und der Heizung
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hölzernen Korbes c, dessen offene Seiten zeitweilig durch eingeschobene Bretter d geschlossen werden können.
Der Boden des Beutels a ist durch ein Rohr e mit einem Behälter t verbunden, und oben ist am Beutel ein Rohrnippel g vorgesehen.
Wie Fig. 5 zeigt, ist ein senkrechtes Rohr h an das Rohr e unter Zwischenschaltung eines Hahnes i angeschlossen. Am Rohr e sind beiderseits der Anschlussstelle des Rohres h Hähne i bzw. k vorgesehen.
Die Glasplatten I werden in den Sperraum b des Beutels a eingesetzt, wobei das Mundstück des Beutels zuerst offen bleibt. Die Platten 1n aus einem Zellulosederivat werden je zwischen ein Paar von Glasplatten I eingesetzt und von diesen durch gewellte, perforierte Zink- oder Vulkanitstücke n getrennt gehalten. Da das herzustellende Endprodukt eine Mehrheit von Platten bildet, die sich je aus zwei Glasplatten und einer zwischengefügten Platte au einem Zellulosederivat zusammensetzen, so muss natürlich die Zahl der Glasplatten doppelt so gross sein als die Zahl der Platten aus einem Zellulosederivat.
Nachdem die Platten l und m und die Distanzstücke n in den Raum b und in den Beutel a eingesetzt sind und während noch das Mundstück des Beutels offen ist, wird die aufweichende oder lösende Flüssigkeit in das Rohr h eingelassen, z. B. mittels eines Trichters o', der auf einen kurzen, an das Rohr h angefügten Gummischlauch o, Fig. 5, aufgesetzt wird. Die Hähne i und i sind dabei offen, der Hahn k geschlossen.
Die in das Rohr k eingelassene Flüssigkeit fliesst durch dieses Rohr abwärts und durch das Rohr e in den Beutel a, wo sie allmählich ansteigt und, wenn genügende Menge von Flüssigkeit in das Rohr h eingelassen ist, die Platten I und m überfliesst. Dann wird mit dem Einlassen der Flüssigkeit aufgehört und die Distanzstücken werden zwischen den Platten herausgenommen. Nach dem Entfernen der Dis1anzstüeke n werden die Platten l und m von Hand aneinandergesetzt, und der dadurch im Rahmen b an beiden Seiten des Plattenpakets !, 1n entstehende freie Raum wird durch Einsetzen von Gummimatten p (Fig. 2) annähernd ausgefüllt. Nun wird eine Deekplatte b' (Fig. 3) oben auf den Rahmen b aufgesetzt, der bisher oben offen war.
Alsdann wird das Mundstück des Beutels a geschlossen und hermetiseh durch Klemmbacken q abgedichtet, die mittels Bolzen q2 und Muttern q1, wie Fig. 5 zeigt, zusammengezogen werden.
Nach dem hermetischen Abschluss des Mundstückes des Beutels a wird der Gummischlauch o oben am Rohr 7t abgebogen und an den erwähnten Rohrnippel g oben am Beutel a angeschlossen.
Nachdem der Hahn y des Rohres e geschlossen und die Hähne i und k geöffnet sind, wird der Behälter t durch ein Rohr mit einer saugenden Luftpumpe in Verbindung gesetzt, die eine Luftverdünnung von etwa 66 cm Quecksilbersäule hervorbringt.
Auf diese Art wird oben am Beutel a eine Saugwirkung hervorgerufen, und indem sich die Seitenwände des Beutels nach innen unter Wirkung des äusseren Luftdruckes eindrücken, wie Fig. 2 zeigt, wird die im Beutel a enthaltene Luft, die sich natürlich oberhalb der darin befindliehen Flüssigkeit befindet, zuerst herausgedrückt. Auf diese Art ist jede Möglichkeit vermieden, dass die Luft nach unten zwischen die Platten gezogen werden könnte.
Nachdem die Seitenwände des Beutels ganz zusammengedrückt sind und demgemäss alle Luft und der grössere Teil der Flüssigkeit aus dem Beutel entfernt ist, wird der Hahn i wieder geöffnet. Jetzt kann die zurückgebliebene Flüssigkeit unter der von der Aussenluft ausgeübten Pressung allmählich ablaufen. Es ist gleichgültig, ob währenddessen der Hahn i noch offen oder geschlossen ist.
Beim Zusammendrücken der Seitenwände des Beutels a werden die Bretter d, oder wenigstens eines derselben, aus dem Korb c herausgenommen, so dass der Beutel a dem Aussendruek auf der offenen Seite des Korbes c bzw. auf beiden offenen Seiten frei ausgesetzt ist.
Während die Saugwirkung im Innern des Beutels a noch aufrechterhalten wird und nachdem man etwa 30 Minuten hat vergehen lassen, während welcher die Platten und der Beutel abtrocknen, wird äusserer Dampfdruck auf den Beutel a und das darin enthaltene Plattenpaket zur Einwirkung gebracht, indem man durch ein Rohr 1" Dampf unter Druck in das Innere eines nun geschlossenen Kessels r, in welchem der den Beutel a tragende Korb c aufgestellt ist, einlässt.
Der Beutel a bleibt etwa 15 Minuten lang unter Dampfdruck, wobei der Dampfdruck allmählich
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des Restes der Arbeitsperiode auf dieser Höhe gehalten wird.
So werden je zwei Glasplatten l mit einer zwischengefügten Platte m aus einem Zellulosederivat zu einer vollkommen einheitlichen zusammengesetzten Platte durch den Druck und die Hitze des Dampfes umgeformt ; diese zusammengesetzte Platte kann dann unmittelbar aus dem Beutel entfernt werden.
Der Boden des Sperrahmens b ist oben mit Querrippen b2 versehen, um die Reibung der Bodenkanten der Platten I und 1n zu vermindern, wenn diese sich unter dem äusseren Luftdruck und unter dem Dampfdruck aufeinander zu bewegen.
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