AT89652B - Vorrichtung zur Behandlung des beim Kochen und Trocknen von Kadavern und ähnlichen organischen Substanzen abziehenden Gemisches von Fett und Leimwasser. - Google Patents

Vorrichtung zur Behandlung des beim Kochen und Trocknen von Kadavern und ähnlichen organischen Substanzen abziehenden Gemisches von Fett und Leimwasser.

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AT89652B
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AT
Austria
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glue water
fat
sterilizer
vessel
glue
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English (en)
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Karl Ing Niessen
Original Assignee
Karl Ing Niessen
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  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zur Behandlung des belm Kochen und Trocknen von Kadavern und 
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 aufnahmebehälter vorgeschlagen wortlen, der aus drei miteinander verbundenen, durch geeignete Abschlussorgane voneinander zu trennenden und unter gleichem Druck   stehenden'Gefässen besteht,   in 
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 Fett befreit wird, deren zweites mit einem Heiakörper versehen ist, um das aus dem ersten Gefäss eingeleitete Leimwasser zu verdampfen und in Dampfform nach dem   Koch-und Troekengefäss   übertreten 
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 Einbauten. beanspruchte.

   Die Einrichtung ist dabei so getroffen, dass eine möglichst rasche und restlose Fettabscheidung stattfindet und dass nach Beendigung des   Extraktions- und Fettabscheideprousses   durch entsprechende Stellung der Absperrvorrichtungen in den Zu-, Ab-und Zwisehenleitungen der genannten Gefässe der Druck in diesen zum Entfernen des Fettes aus dem Fettabscheider, zum Über- 
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 letzteren in ein   Leimwassersammelgefäss verwendet   werden kann. Ein beachtenswerter Betriebsvorteil ergibt   sieh. hiebei   aus der   Entnelunemoglichkeit   des Fettes ohne die Notwendigkeit des vorherigen Ablassens von Leimwasser. Ferner bietet die erwähnte wiederholte Durchspülung des Materials mit heissem Leimwasser eine wesentlich gesteigerte   Entfettungsmögliehkeit.   



   Die Erfindung ist auf der anliegenden Zeichnung im Schnitt durch eine Ausführungsform mehr oder minder schematisch dargestellt. 



   Wie hieraus ersichtlich, ist an den mit Siebkorb   23   versehenen Sterilisator 1 mittels Rohrleitung   32   (mit Absperreinrichtung 30 versehen) ein   Gefäss-M angeschlossen   ; dieses, als Fettabscheider dienend, ist so gross, dass es bis zur   Höhe. 35   die Höchstmenge von Fett aus dem Sterilisator fassen kann, wobei noch sein trichterförmiger Boden zur Abnahme von Leimwasser zur Verfügung steht. Vom Gefäss 34, welches mit Schauglas 36 versehen ist, zweigen drei Leitungen 37, 38 und 39 ab. Die Leitung J7 mit 
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   höchstem, der Höhe 35 des Fettabscheiders entsprechendem Punkt ein Windkessel 43 angeordnet ist. 



  Die mit Absperrvorrichtung 44 versehene Leitung- ? verlässt den Fettabscheider 34 oben'und mündet oben in den Dampfraum des Leimwasserbehälters 42. Sie stellt den Druckausgleich zwischen diesen beiden Gefässen her. Die dritte Leitung 39 endlich (mit Absperrvorriehtung 45 versehen) führt zu einem   
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 und besitzt ausserdem einen Entleerungsstutzen 47.'
Vom Leimwasserbehälter 42, der gleichzeitig Leimwasserverdampfer sowie   Eindickgefäss   ist und in welchem zu diesem Zweck ein Heizkörper (Heizschlange) eingebaut ist, gehen zwei Leitungen ab,

   näm-   lich   die Leitung 49 mit   Absperrvorrichtung   50 zum Überführen von Leimdampf oder Leimwasser aus dem Leimwasserbehälter 42 in den Sterilisator und die zu einem Leimwassersammelgefäss führende Leitung 51 mit Absperrvorrichtung 52 und Entleerungsstutzen 53. Die Leitungen 49 und 51 sind durch eine Leitung 54 mit Absperrvorrichtung 55 miteinander verbunden. 



   Der Arbeitsvorgang ist fogender : Die Absperrvorrichtungen 30, 40,   44   und 50 sind geöffnet, alle übrigen geschlossen. Die   Leimwasser-und Fettbrühe   fliesst im gemischten Zustande nach Öffnen des Ventiles 30 durch die Leitung in das Gefäss 34. Sobald die Flüssigkeit im Gefäss 34 die Höhe 35 erreicht hat, beginnt durch das Rohr   37 der Abfluss   des spezifisch schweren und deshalb im Gefäss 34 nach unten sinkenden Leimwassers in das Gefäss 42. Die Grösse des Gefässes 34 ist völlig ausreichend, um dem Leim- 
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 fliessen kann. Anderseits kann sieh auch im Gefäss 34 nicht zu viel Leimwasser ansammeln, da erfahrungsgemäss die anfallende Leimwassermenge ungefähr das neunfache der Fettmenge ausmacht.

   Ein Übertritt von Fett durch das Rohr 37 ist nicht möglich, weil der Abgang am Boden des Gefässes 34 erfolgt und in dem trichterförmigen Teil sich immer Leimwasser befinden muss. Der Windkessel   43   vermeidet das Eintreten einer Hebewirkung im Rohre 37. 



   Der Höchststand der Flüssigkeit im Gefäss 42 liegt in gleicher Ebene wie der Höchststand des Fettes im Gefäss. 34, das wäre also 35. Die durch die Heizschlange 48 im Gefäss 42 entwickelten Leimwasserdämpfe entweichen durch die Leitung 49 zum Sterilisator, um dort den Tierkörper aufzuschliessen, und zu extrahieren. Die   Druckausgleichleitung   38 sorgt dafür, dass im Sterilisator und in den Gefässen   34 und-S   stets gleicher Druck vorhanden ist. 



   Ist der   Extraktionsprozess   beendet, so werden die Absperrvorrichtungen 50, 44 und 30 geschlossen, 
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 wasser aus dem Gefäss 42 in das Gefäss 34 durch Rohre 37   hinübergedrückt.   Dadurch wird das Fett gehoben und fliesst durch die Leitung   39   in ein   Fettsammelgefäss.   



   Sobald am Schauglas 46 bemerkt wird, dass Leimwasser kommt, also sämtliches Fett entleert wurde, wird 45 wieder geschlossen und 44 geöffnet, um widerum einen Druckausgleich zwischen 34 und 42 herzustellen. Die Beobachtung, ob sämtliches Fett, aus   dem 34 herausgedrückt   wurde, kann auch durch das   Probierhähnehen   gemacht werden, durch welches beständig tropfenweise die Flüssigkeit heraussickert. 



   Hierauf wird die Absperrvorrichtung 55 geöffnet, und nun das gesamte Leimwasser aus den Gefässen 34 und 42 durch die Leitungen   51, 54   und 49 in den Sterilisator übergedrüekt, in welchem inzwischen durch Dampfverdichtung eine Druckverminderung stattfand. Der Druck gleicht sich aber wieder aus, sobald alles Leimwasser   übergedrückt   ist. Das Leimwasser spült dem im Siebkorb liegenden Fleischbrei nochmals aus und bewirkt nach Öffnen von 30 und Schliessen von 55 ein Übertreten der noch anhaftenden Fetteilehen in das Gefäss 34. Mit Öffnen von 30 wird natürlich auch   60   wieder geöffnet. Infolgedessen spielt sich zwischen den   Gefässen.     34   und 42 der eingangs geschilderte Arbeitsvorgang wieder ab.

   Sobald alles Leimwasser wieder in die   Gefässe 34   und 42 abgeflossen ist und sieh dabei noch eine grössere Menge Fett absondern sollte, so kann man nach wiederholtem Ablassen des Fettes aus dem Gefäss 42 den   Ausspülungs-   prozess u. dgl. nochmals wiederholen. 



   Durch   endgültiges Überdrücken   des Leimwassers in den Sterilisator und Eindampfen desselben mit dem   Fleisch-oder Knochenbrei   kann nun leimhaltiges Tierkörpermehl hergestellt werden, oder man erzeugt entleimtes Tierkörpermehl und dampft das Leimwasser im Gefäss 42 zu Leimgallerte ein. Dabei wird das Gefäss 42 durch 44 und 40 von 34 abgeschlossen. 



   Nach Schluss des Trocknens und nach Entleerung der Leimgallerte aus dem Gefäss 42 wird 40 
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 nächsten   Beschickung zum   Verdampfen gebracht wird. Dadurch wird gleichzeitig auch das Gefäss 34 für die nächste Füllung vollkommen entleert. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur Behandlung des beim Kochen und Trocknen von Kadavern und ähnlichen organischen Substanzen abziehenden Gemisches von Fett und Leimwasser, dadurch gekennzeichnet, dass zwei unter Druckausgleich stehende nebeneinanderliegende Gefässe, von welchem das eine (34) als Fettabseheider. das andere (4'2) als Leimwasserbehälter und Verdampfer, sowie als Eindickgefäss für das <Desc/Clms Page number 3> Leimwasser dient, nebeneinander unten durch eine heberartige gestaltete Leitung (37) so verbunden sind, dass der Höchststand der Flüssigkeiten in den beiden Gefässen und der höchste Punkt der Leitung (37) während des Auslaugungs-und Fettabscheidungsvorganges in einer Ebene liegen.
    2. Vorrichtung'naeh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fettabscheider so gross gewählt ist, dass er nicht nur die Höchstmenge an Fett aus dem Sterilisator fassen, sondern darunter auch noch eine geringe Menge Leimwasser aufnehmen kann.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Leimwasserbehälter abgehenden Leitungen zum Sterilisator und zum Leimwassersammelgefäss durch eine Leitung (54) miteinander verbunden sind.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (37) oben mit einem Windkessel (43) versehen ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zu-und Ableitungen der EMI3.1 sprechende Stellung dieser Vorrichtungen der Druck in den Gefässen sowie im Sterilisator zur Entleerung des Fettes aus dem'Fettabscheider, zum Überführen heissen'Leimwassers. in den Sterilisator zwecks wiederholter Durchspülung des Materials, zum Überdrücken des Leimwassers vom Fettabscheider in den Leimwasserbehälter und zum Entleeren des letzteren in ein Leimwasscrsammelgefäss verwendet werden kann.
AT89652D 1916-10-02 1918-12-16 Vorrichtung zur Behandlung des beim Kochen und Trocknen von Kadavern und ähnlichen organischen Substanzen abziehenden Gemisches von Fett und Leimwasser. AT89652B (de)

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