<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Erfindung betrifft einen Geschwindigkeitsmesser mit zeitweise eingeschaltetem Zeiger und einem Faltstück und besteht darin, dass das Hubrad des Fallstückes an dem zeitweise ausrückbaren Teil einer Wellenkupplung sitzt, die das Hubrad mit der zu messenden Welle kuppelt. wobei die Welle der Kupplung und die Bewegungsrichtung des Fallstiickes zweckmässig sich kreuzen. Das Hubrad hebt also nicht nur das Fallstück, sondern wird auch zeitweise verschoben, bewirkt also gleichzeitig in jeder Messzeit das zeitweise Festhalten des Fallstückes. Bei einer derartigen Ausführung kann die Uhrwerkswelle senkrecht stehen, was bekanntlich für ein richtiges Arbeiten stark beanspruchter Uhrwerke vorteilhaft ist.
Um nun zu erreichen, dass dieses Uhrwerk sofort bei Beginn der Bewegung des Fahrzeuges zu arbeiten beginnt, selbst wenn die Federn vorher abgelaufen waren, ist auf der Aufzugswelle ein Schaltrad befestigt, das durch eine ausrüekbare, zeitweise angetriebene Schaltklinke
EMI1.2
Im Gehäuse 1 ist die Antriebswelle 2 des Geschwindigkeitsmessers, welche von der zu messenden Welle, z. B. einem sich drehenden Teil der Lokomotive mittels Übersetzungen, angetrieben wird, gelagert. In Federgehäusen 3 sind Uhrfedern untergebracht, die in bekannter Weise mit Hilfe des Handrades J und während der Arbeit selbsttätig von der Fahrzeugwelle mittels des Schaltrades 7] aufgezogen werden und die mittels der Zahnräder 5, 6,7 und 8 die Zeitwelle 9 antreiben, deren Gang durch eine, in der Zeichnung nicht dargestellte Hemmung geregelt wird. Mit einer Schnecke 10 der Hauptwelle'2 steht ein Schneckenrad 72 im Eingriff, welches sich auf der Hubradwelle 11 befindet.
Auf dieser sitzt ferner fest ein Kronrad 13 und lose drehbar und längsversehiebbar eine Hülse 14, auf deren einem Ende ein Kronrad 15 und auf deren anderm Ende ein Zahnrad 16 (Hubrad) befestigt ist. Schliesslich sitzt auf dieser Hülse noch ein Klinkenrad 17. Die Teile 1.'3, 15 bilden eine Wellenkupplung.
Auf der Zeitwelle 9 sitzt längsverschiebbar das als Zahnstange ausgebildete Fallstück 21, in dessen Zähne das Hubrad 16 dauernd eingreift und über dem eine als Zeigereinstellorgan dienende längsverschieb- bare Zahnstange 23 (Einstellstück) angebracht ist, in deren Zähne ein auf einer Welle 24 befestigtes Stirnrad 25 eingreift. Auf der Welle 24 ist noch ein Klinkenrad : Z6 angebracht, das zur Feststellung des Einstellstückes 23 dient. Um ein Verdrehen des Fallstückes : 21 und Zeigereinstellstückes 23 zu verhindern, ist ein Führungsblech 27 vorgesehen, das in Nuten der Teile 21, 23 eingreift und am Gehäuse befestigt ist.
Eine seitliche Verlängerung 29 des Einstellstückes 23 ist ebenfalls als Zahnstange ausgebildet, in deren Zähne ein Zahnrad 30 eingreift. Auf der Welle 32 dieses Zahnrades ist ein Zeis.'er 33 des Ge- schwindigkeitsmessers befestigt ; er bewegt sich über dem Zifferblatt 34 und dient zur direkten Ablesung der Gesehwindigkeitsangaben.
Zu jedem der Klinkenräder 26 und 17 gehört eine auf Bolzen 3-5 befestigte Klinke 37 und 88 (Fig. 2),
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
andres Ende in eine Ringnut der Hülse 14 eingreift und der durch eine Feder 20 stets so gezogen wird, dass sein unteres Ende gegen die Steuerscheibe 43 anliegt und die Kronräder 13, 15 im Eingriff sind.
Der Geschwindigkeitsmesser wirkt in folgenderweise : Vom Fahrzeug, z. B. von einem sich drehenden Teil der Lokomotive erhält die Antriebswelle 2 ihren Antrieb. Diese dreht dann dauernd mit Hilfe der Schnecke 10 und des Schneckenrades 12 die Hubradwelle 11, u. zw. (in Fig. 2) in gleichem Sinne wie die Uhrzeigerbewegung. Solange die Kronräder 13, 15 im Eingriff stehen, wird das Hubrad 16 gedreht,
EMI2.1
stück 21 seine oberste Lage, die proportional der jeweiligen Geschwindigkeit ist, erreicht hat, so wird von der Steuerscheibe 43 aus durch einen der Nocken 46 die Kupplung 13, 15 ausgerückt und das Fall- strick wird nicht weiter gehoben. Ist das Uhrwerk z.
B. so eingerichtet, dass die Umdrehungszeit der Steuerseheibe 43 sechs Sekunden beträgt, und sind an der Steuerscheibe vier Nocken 46 angebracht, von denen jeder gleich ein Zwölftel des Umfanges der Steuerscheibe lang ist, so wird während einer Umdrehung der Steuerscheibe 43 die Kupplung viermal je eine Sekunde lang eingerückt und darauf viermal je eine halbe Sekunde ausgerückt. Dementsprechend ist die Hubzeit des Fallstückes 21, d. h. die Messzeit, gleich einer Sekunde, und nach jeder Messzeit wird das Messen auf je eine halbe Sekunde unterbrochen.
Die Klinke 38 des auf der Hülse 14 befestigten Klinkenrades 17 wird von den auf der Steuerscheibe 43 befindlichen Nocken 45 mit Hilfe der Schubstange 42 derart beeinflusst, dass, wenn die Kupplung 73, 7J ausgerÜckt ist, das Klinkenrad 17 noch eine Zeitlang festgehalten bleibt, so dass das Fallstück 27 zunächst
EMI2.2
In diesem Augenblick hört also die Feststellung des Zeigereinstellstückes 23 auf, und bei abnehmender Geschwindigkeit fällt es auf das in seiner Lage zunächst festgestellte Fallstüek 21, währenddessen sich auch der auf der Welle 32 befindliche Zeiger 33 einstellt. Nimmt dagegen die Geschwindigkeit zu, so stellt sich der Zeiger schon nach Beendigung der Messzeit ein.
Bei gleichbleibender Geschwindigkeit ändert sich die Stellung des Zeigers während der einzelnen Messzeiten nicht. Jeder Nocken 44 ist so bemessen, dass die Klinke 37 das Zeigereinstellstüek nach Beendigung des Einstellens sofort feststellt, und
EMI2.3
in seine Anfangsstellung zurückfällt. Dann löst der Nocken 46 wieder die Kupplung 13, 15, worauf das Messen wieder beginnt.
Der Vorteil des beschriebenen Geschwindigkeitsmessers bzw. Umdrehungszählers besteht darin, dass Fallstüek und Zeigereinstellstüek mit den zu ihnen gehörigen Zahnrädern ständig im Eingriff bleiben, daher sind keine bei jedem Anfang der Messzeit sich wiederholenden Einsehaltschwierigkeiten vorhanden, die die Lebensdauer und die richtige Wirkung schädlich beeinflussen könnten ; ausserdem sind bei der
EMI2.4
wegfallen. Statt des Zeigerantriebes durch die Teile 29, 30 kann auch der Zeiger von der Welle 24 aus durch ein Kegelradgetriebe 47 (s. die punktierten Teile in Fig. 1) angetrieben werden, ferner können statt der Klinkenräder 17, 26 beliebig andere Bremsräder verwendet werden.
Die Federgehäuse 3 sitzen auf der Federaufzugswelle 70, auf der ein mit Sägezähnen versehenes Sehaltrad 74 fest aufgekeilt ist, und unter diesem ist lose eine Antriebsscheibe 7J mit einer nach unten führenden Hülse 76 angeordnet. Die Hülse 76 ist durch Klauen 77 mit einer zweiten Hülse 69 gekuppelt, die ein Bremsrad 72 trägt. Dieses und damit auch die Antriebsscheibe 75 können sieh infolge der Brems-
EMI2.5
eine Klinke 79 gelagert, die durch eine Feder 80 zwischen die Zähne des Schaltrades 74 gedrückt wird. In den einzelnen Federbüchsen 3 sind die Uhrfedern 66 angeordnet, welche in Haken 67 und 68 zweier benachbarten Federbüchsen eingehängt sind, so dass sie zusammenhängen.
Der Deckel 81 der obersten Federbüehse hat einen Anschlag 82 und die Antriebsscheibe 75 einen Anschlag 8. 3, Um die Hülse 76 ist eine kräftige Feder, die sogenannte Auslüsefeder 84, gewickelt, deren Enden gegen die Anschläge 82 und S3 drücken. Die Wicklungsrichtung der Auslösefeder 84 ist derart, dass der Deekel 81 gegenüber
EMI2.6
Ausschnitt 89 der Antriebsklinke 79 zeitweise eingreifen kann. Das eine Ende der Feder 80 ist an der Antriebsklinke 79 und das andre an dem Ende des Sperringes 87 befestigt, so dass dieses ständig gegen die Antriebsklinke gezogen wird. Die Antriebsscheibe 75 hat noch einen Anschlag 90, durch den der Weg des Einschaltzapfens 88 begrenzt wird.
Die Anordnung nach Fig. 1 und 4 dient für einen gleichmässigen Aufzug und lange Ablaufzeit und arbeitet in folgender Weise : Die Aufzugswelle 70 dreht sich im Sinne des Pfeiles in Fig. 5, und durch die
EMI2.7
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
Antriebsscheibe 75 eilt so lange vor, bis die Antriebsklinke 79 durch die Verlängerung 85 des Federanschlages 82 ausgerückt wird, worauf das zahnförmige Ende des Sperringes 87 in den Ausschnitt 89 der Antriebsklinke 79 springt und diese im ausgerückten Zustande gehalten wird. Von jetzt an läuft das Schaltrad 74 leer, und der Federaufzug ist ausser Tätigkeit. Die Antriebsscheibe 75 ist gegen Zurücklaufen durch das Bremsrad 72 und die Bremsklinke 7. 3 gesichert.
Der Federaufzug ist so lange ausser Tätigkeit, bis die Uhrfedern 66 etwas abgelaufen sind und die Verlängerung 85 gegen den Einsehalt- zapfen 88 drückt, wodurch der Sperring 87 die Antriebsklinke freigibt und das Aufziehen der Uhrfedern wieder beginnt. Wenn die Aufzugswelle sich nicht mehr dreht, dann läuft die Verlängerung 85 so weit, bis der Einschaltzapfen 88 gegen den Grenzanschlag 90 gedrückt wird, und die Uhrfedern laufen ganz ab. Die Relativverdrehung zwischen Antriebsscheibe 75 und Deckel 81 ist also immer kleiner als eine ganze Umdrehung.
Die Zähne des Schaltrades 74 sind am Ende bei 74'etwas abgeschrägt, damit beim Auslösen der Antriebsklinke 79 diese etwas noch weiter ausgerückt wird, wodurch ein sicheres Einspringen des Endes des Sperringes 87 in den Ausschnitt 89 der Antriebsklinke 79 gesichert ist.
Die Ausführung nach Fig. 6 ist vereinfacht, da sie für eine ganz kurze Ablaufzeit bestimmt ist und die Auslösefeder 84 unmittelbar das Uhrwerk antreiben soll. Anstatt des Deckels 81 der früheren
EMI3.2
Ankerhemmung. Bei dieser Ausführung soll das Uhrwerk im wesentlichen nur so lange arbeiten, bis die Aufzugswelle 70 angetrieben wird, d. h. bis z. B. das Fahrzeug läuft.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Geschwindigkeitsmesser mit zeitweise eingeschaltetem Zeiger und einem Fallstück, dadurch gekennzeichnet, dass das Hubrad (16) des Fallstiiekes (21) am versehiebbaren Teil (14) einer Wellenkupplung (13, 15) sitzt, die das Hubrad mit der zu messenden Welle (2) verbindet.