AT123148B - Elektrische Lampe, Entladungsvorrichtung u. dgl. mit einer Einrichtung zur Verhinderung unerwünschter Bogenentladungen. - Google Patents

Elektrische Lampe, Entladungsvorrichtung u. dgl. mit einer Einrichtung zur Verhinderung unerwünschter Bogenentladungen.

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AT123148B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
Im allgemeinen können bei   Glühlampen   bei höheren Spannungen Bogenentladungen auftreten, die eine Folge des   Edisoneffektes   sind. Bei   ausgefüllten     Glühlampen   kann diese Bogenentladung zwischen den Enden des Glühdrahtes auftreten, was die Zerstörung der Lampe herbeiführen kann. 



   Auch, z. B. bei   Gleichrichtern,   kann es   vorkommen,   dass eine Bogenentladung an einer unerwünschen Stelle auftritt. 



   Es hat sich herausgestellt, dass diese Entladungen   von sich bewegenden"Elektronen eingeleitet   
 EMI1.3 
 diesem Übelstand abzuhelfen. 



   Gemäss der   Erfindung   wird der die   Bogenentladung   einleitenden Elektronenaussendung durch eine   künstlich verstärkte Raumladung   in der Nähe der elektronenaussendenden Organe oder eines Teiles derselben entgegengewirkt. Es wird dabei die   Raumladung durch Organe verstärkt,   die aus isoliert angeordneten leitenden oder nichtleitenden Körpern bestehen, die derart angeordnet sind, dass Elektronen auf sie auftreffen. 



   Bei Anwendung des Grundgedankens der Erfindung auf eine Glühlampe kann in der Nähe eines oder beider   Glühdrahtenden   ein   Stäbchen   oder ähnliches Organ aus leitendem oder   nichtleitendem   Material isoliert angeordnet werden. 



   Das   Stäbchen   od. dgl. wird dabei zweckmässig am   Drahtträger   oder an der Quetschstelle befestigt. 



   Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen   Ausführungs-   form in Anwendung bei   einer gasgefüllten Glühlampe schematiseh   dargestellt. 



   In der Figur   bezeichnet j !   den   Glühdraht,   der auf bekannte Weise mittels der   Stützdrähte   3 an dem in die Quetschstelle   4   eingeschmolzenen   Glasstäbchen   2 aufgehängt ist. 



   In der   Nähe   der Enden des Glühdraht und der   Zufuhrungsdrähte   sind erfindungsgemäss mehrere 
 EMI1.4 
 Anwendung von Argon gegebenenfalls unter sehr niedrigen Drucken und auch bei sehr hohen Spannungen, z. B. von einigen   Hundert   Volt, Bogenentladungen ganz vermieden werden. Dies kann wie folgt erklärt werden :
Die unerwünschten Entladungen werden durch Ionisierung der vorhandenen Gasmoleküle eingeleitet, die selbst infolge einer Elektronenaussendung von dem negativen zum positiven Glühdrahtende entsteht. 



   Wird nun in der Nähe dieses negativen   Glühdrahtendes   ein isolierter Körper angeordnet, so wird er von Elektronen getroffen und er erhält eine derart negative Ladung, dass weitere Elektronen abgestossen 
 EMI1.5 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   Jängerung   der Entladungsbahn, z. B. mittels Schirme, verhindert werden konnte, wodurch jedoch die Ursache der unerwünschten Erscheinungen   unberücksichtigt   blieb. 



   Bei der Einrichtung gemäss der Erfindung wird jedoch die Ursache selbst berücksichtigt, da die Elektronenaussendung durch eine künstlich verstärkte Raumladung in der Nähe des   elektronenaus-   sendenden Organs verhindert wird. 



   Die vom negativen   Glühdrahtende   ausgesandten Elektronen fallen nämlich auf das zugehörige   Stäbchen   5 oder 6 und erteilen ihm eine negative Ladung, die einer weiteren   Elektronenemission ent-   
 EMI2.1 
 in der Zeichnung dargestellt, in der Quetschstelle 4 befestigt sein. 



   Sind die beiden Organe 5 und 6 aus leitendem Material hergestellt, so können sie gegebenenfalls miteinander leitend verbunden sein. 



   In dem Beispiel ist die Einrichtung gemäss der Erfindung nur in beispielsweiser Anwendung bei einer Glühlampe. Die   erfindungsgemässe   Einrichtung kann jedoch ebensogut bei Gleichrichtern und überhaupt bei   thermionischen   Vorrichtungen Anwendung finden, bei denen die Elektronenemission unerwünschte Bogenentladungen veranlassen kann. 



   Bei mit Gleichstrom gespeisten Lampen genügt die Anwendung eines einzigen   Stäbchens   oder einer Platte 5 bzw. 6 in der Nähe eines der   Glühdrahtenden,   nämlich des negativen Endes. 



   Die Einrichtung gemäss der Erfindung macht es möglieh, gasgefüllte Lampen   herzustellen,   deren Füllung unter einem viel niedrigeren Druck als dem bisher üblichen steht, ohne dass Bogenentladungen auftreten. Dabei wird überdies der Vorteil eines höheren Wirkungsgrades erzielt, da durch Wärmeleitung und-konvektion weniger Energie verloren geht und überdies ein   Glühdralit von grösserem Durch-   messer benutzt werden kann, so dass eine widerstandsfestere Anordnung und ein niedrigerer Wattverbrauch erzielt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Lampe, Entladungsvorrichtung u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass   Vorrichtungen   zur Erzeugung einer künstlich verstärkten Raumladung in der Nähe der Elektronen   aussendenden   Organe derart angeordnet sind, dass die Elektronenaussendung, welche eine Bogenentladung einleitet. verhindert wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumladung durch isoliert angeordnete Organe verstärkt wird, die aus leitendem oder nichtleitendem Material hergestellt und derart' angeordnet sind, dass Elektronen auf sie auftreffen. EMI2.2 Glühdrahtenden ein Stäbchen oder ähnliches Organ aus leitendem oder nichtleitendem Material isoliert angeordnet ist.
    4. Glühlampe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stäbchen am Drahtträger oder an der Quetschstelle befestigt ist. EMI2.3
AT123148D 1929-04-26 1930-04-22 Elektrische Lampe, Entladungsvorrichtung u. dgl. mit einer Einrichtung zur Verhinderung unerwünschter Bogenentladungen. AT123148B (de)

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