AT122940B - Verfahren zur Herstellung von künstlicher Seide, künstlichen Haaren, Bändchen u. dgl. von gemildertem Glanze. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlicher Seide, künstlichen Haaren, Bändchen u. dgl. von gemildertem Glanze.

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  Verfahren zur Herstellung von künstlicher Seide, künstlichen Haaren,   Bändchen   u. dgl. von gemildertem Glanze. 



   Die Beimengung von Kautschuk zur Spinnlösung ist bereits nach der deutschen Patentschrift Nr. 138511 und der englischen Patentschrift 26695/96 vorgeschlagen worden, um den daraus ersponnenen Faden die wertvollen Eigenschaften des Kautschuks zu verleihen. Hiebei musste der Kautschuk zuerst durch ein geeignetes Lösungsmittel in Lösung gebracht werden, welche Lösung man dann mit der Viskose homogen zu vermischen gedachte. 



   Nach der Erfindung wird keine homogene Auflösung des Kautschuks in der Spinnlösung oder den erzeugten Produkten angestrebt, sondern bloss eine Emulgierung des Zusatzstoffes in der Spinnlösung und eine zwar feine, aber immerhin inhomogene Verteilung des Kautschuks in den Produkten. Zu diesem Zweck wird den Spinnlösungen das Vorprodukt des Kautschuks, der Latex, u. zw. in der Form der bekannten handelsüblichen Konzentrate, einverleibt. Diese neue Arbeitsweise, bei der wässrige Kautschuk-Latex-Konzentrate, die durch Zusatz von Schutzkolloiden stabil gemacht worden sind, verwendet werden, unterscheidet sich z. B. von dem Verfahren der deutschen Patentschrift Nr. 228705, welches den Latex in der Form benutzen will, wie er gerade an den natürlichen Sammelplätzen von Kautschukmilch anfällt, also in einer Form, welche unstabil ist.

   Die Emulgierung der Kautschuk-LatexKonzentrate lässt sich bei allen jenen Spinnlösungen, welche alkalisch sind, so z. B. in der Viskose-und in der   Kupferoxyd-Ammiomak-Celluloselösung,   leicht vornehmen. Die mit Latex gleichmässig vermengten Spinnlösungen können in der üblichen Weise ohne Schwierigkeiten versponnen werden. Bei Viskose lassen sich die in der Technik allgemein bekannten, insbesondere sauren Fällbäder verwenden. Die 
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 grösseren Spinnöffnungen anstandslos, ohne dass Verstopfungen vorkommen. In den gefällten, gewaschenen und fertiggestellten Produkten findet man die zu Kautschuk koagulierten Latexkügelchen in feiner Verteilung eingeschlossen wieder vor. Der Latex, wie er in der Natur anfällt, ist wegen seiner   Unbeständig-   keit kaum zu verwenden.

   Gut verwendbar sind indessen die stabil gemachten, handelsüblichen Latex-   konzentrate bzw.-präparate. Sie   haben in der Regel eine Konzentration von etwa 60%, können aber auch in konzentrierter oder verdünnter Form vorliegen und verwendet werden. Je nach der Menge und der Konzentration des angewendeten Latexpräparates sind die erhaltenen Produkte in ihrem Aussehen, insbesondere dem Glanze. beeinflusst worden. Die Latexpräparate bzw.-konzentrate lassen sich sowohl in vulkanisierter als auch nicht vulkanisierter Form anwenden. Die Erfindung lässt sich anwenden zur Erzeugung künstlicher Seide   oder Stapelfaser   aus Viskose, Kupferoxyd-Ammoniak-Celluloselösung u. dgl. von beliebigem Glanz.

   Sie erweist sich auch als besonders geeignet zur Herstellung von künstlichem Rosshaar und   Bändehen,   wo die Industrie besonders wachsartige, matte Produkte bevorzugt. Zur Beeinflussung des Glanzes von Kunstseide genügt es, um beinahe alle Abstufungen des Glanzes von üblicher Kunstseide bis zur vollständigen Stumpfheit zu erzielen, wenn man den Spinnlösungen von den bekannten,   handelsüblichen,   etwa 60% igen Latexkonzentraten 1% im Minimum bis etwa 10% im Maximum, berechnet auf den in den Spinnlösungen enthaltenen Spinnstoff, zusetzt. Man hat es, je nach der Menge des Zusatzes, in der Hand, den Glanz der Produkte in jeder gewünschten Weise zu mildern.

   Bei künstlichen Rosshaaren oder   Bändchen,   wo bisweilen eine besonders ausgeprägte Mattheit gewünscht ist, bietet es keine Schwierigkeiten, den Spinnlösungen bzw. den Produkten einen noch höheren Prozentsatz von Zusatzstoffen einzuverleiben. 

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 berechnet auf den Cellulosegehalt, zugesetzt, gut vermischt und diese Spinnlösung sodann in der üblichen Weise zu Fäden, Rosshaar,   Bändchen   usw. versponnen, unter Anwendung der   gebräuchlichen   Fällbäder. 



  Es werden Produkte mit sichtlich gemildertem Glanze gegenüber solchen ohne Zusatz erhalten. 



   Beispiel 2 : Auszuführen wie Beispiel   1,   aber mit dem Unterschiede, dass das   60% igue   Latexkonzentrat in vulkanisierter Form zur Anwendung kommt. 
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 Latexkonzentrates und verspinnt die gut gemischte Lösung in der bekannten Weise. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von künstlicher Seide, künstliehen Haaren, Bändchen u. dgl. von   gemildertem Glanze, dadurch gekennzeichnet,   dass den alkalischen Spinnlösungen, insbesondere der Viskose oder der Kupferoxyd-Ammoniak-Celluloselösung, wässrige Kautschuk-Latex-Konzentrate einvermengt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Spinnlösungen handelsübliche Kautsehuk-Latex-Konzentrate in vulkanisierter oder unvulkanisierter Form in einer Menge von etwa 1 bis 10%, berechnet auf den in der Spinnlosung enthaltenen Spinnstoff, zugesetzt werden. EMI2.3
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