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Umsteuervorrichtung für Rechenmaschinen mit doppeltem Zählwerk.
Bei Rechenmaschinen mit doppeltem Zählwerk müssen die beiden Zählwerke für gleichsinnige oder ungleichsinnige Rechnangsoperationen einstellbar sein. Diese Einstellung erfolgte durch zwei unabhängig voneinander zu betätigende Schaltorgane, Hebel, Tasten od. dgl. Diese Anordnung hatte den Nachteil, dass bei gleichsinnigem Arbeiten beide Hebel erfasst und umgesteuert werden mussten, welcher Nachteil sich bei der Notwendigkeit ungleichsinniger Arbeit noch fühlbarer machte, da sich in diesem Falle die Irrtumsmöglichkeit vergrösserte. So mussten z. B. bei Division, beim Überschreiten der Zehner- übertragung die beiden Zählwerksumschalthebel entgegengesetzt gesteuert werden, was sehr leicht zu Irrtümern Veranlassung gab.
Da sich beim Doppelzählwerk die Notwendigkeit ergibt, das zweite Zählwerk zeitweise auszuschalten, hat man bereits die Feststellung des Hebels des zweiten Zählwerkes in einer Mittelstellung ermöglicht.
Hiedurch ergibt sich abermals die Möglichkeit einer Fehlerquelle, da es bei entgegengesetzter Umsteuerung leicht möglich ist, dass der Umsteuerhebel des zweiten Zählwerkes unabsichtlich in seiner Mittelstellung einschnappt, was dann naturgemäss zu Fehlern Veranlassung gibt.
Weiter ist es bereits bekannt, die Schaltorgane beider Zählwerke zeitweise untereinander zu kuppeln. Diese Konstruktion bietet wohl den Vorteil, dass bei gleichsinnigen Rechnungsoperationen nur ein Schaltorgan betätigt werden muss, doch bleiben sonst die weiteren vorangeführten Nachteile bestehen und ist eine Ausschaltung des zweiten Zählwerkes überhaupt nicht möglich.
Schliesslich ist es auch bekannt, die gleichsinnige oder ungleichsinnige Schaltung der beiden Zählwerke durch ein einziges Schaltorgan zu bewirken, das je nach seinen Stellungen die jeweils erforderlichen Schaltungen der Zählwerke zueinander bewirkt.
Auch in diesem Falle ist eine Ausschaltung des zweiten Zählwerkes nicht möglich.
Die bisher bekannten Einrichtungen entsprechen daher nicht vollständig den gestellten Anforderungen, und machen sich die denselben anhaftenden Übelstände insbesondere bei automatischer Division bemerkbar.
Alle die vorbeschriebenen Nachteile werden gemäss vorliegender Erfindung dadurch behoben, dass derselben der Gedanke zugrunde liegt, durch Einbau eines die Schaltbewegung gewissermassen vorbereitenden Organs die Möglichkeit zu schaffen, durch die Bewegung eines einzigen Schaltorgans in dem einen oder andern Sinne entweder beide Zählwerke im gleichen oder im entgegengesetzten Sinne zu schalten bzw. das eine Zählwerk beispielsweise für Zwischenoperation vollkommen auszuschalten.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführungsform in Fig. 1 in Seitenansicht veranschaulicht. Fig. 2 zeigt eine Einzelheit in Seitenansicht und Fig. 3 in Rückansicht.
In den Platinen 1, 2 ist der Schalthebel 3 um die Achse 4 schwenkbar gelagert. An den Schwenkhebel greift der Lenker 5 an, welcher mit der Umsteuerschiene des ersten Zählwerkes I verbunden ist.
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das andere Ende ein Ritzel 8 trägt, in welches ein an dem Schalthebel 3 angeordneter Zapfen 9 eingreift. Bei Bewegung des Schalthebels 3 in der einen oder andern Richtung wird daher die Kulisse 7 immer in entgegengesetzter Richtung zwangsläufig verdreht. Auf der Kulisse ist eine Hülse 10 geführt. An dieser Hülse greift ein Lenker 11 an, welcher mit dem zweiten Zählwerk JZ verbunden ist. Weiters ist mit der
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gebracht oder in einer Mittelstellung festgehalten werden.
Diese Stellungen werden durch eine in vorliegendem Falle an der Kulisse vorgesehene Verzahnung fixiert, in deren Zähne 73 eine an der Hulse vorgesehene Feder 16 einschnappt. Je nachdem sich der Winkelhebel. M in der einen oder andern Endstellung (Subtraktion oder Addition) befindet, kommt der Drehpunkt des an dem Schieber 10 angreifenden Lenkers 11 ober-oder unterhalb des Drehpunktes 6 der Kulisse zu liegen, so dass die Bewegung der Schaltschiene des zweiten Zählwerkes II im gleichen oder entgegengesetzten Sinne zu der Bewegung der Schaltschiene des Zählwerkes Z erfolgt. Wird der Winkelhebel14 in die Mittelstellung ss eingestellt, so
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des zweiten Zählwerkes ist vollständig ausgeschaltet..
Es ist selbstverständlich, dass die Übertragung der Bewegung des Schalthebels'j auf die Kulisse 7 auch durch ein Zahnsegment oder auf sonstige andere Art erfolgen könnte.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Umsteuervorrichtung für Rechenmaschinen mit doppeltem Zählwerk, gekennzeichnet durch
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(14, 10, 7), durch dessen Einstellung die Bewegung der beiden Schaltwerke (1, 11) zueinander derart vorbereitet wird, dass bei Betätigung des einzigen Umsteuerungshebels (3) gleichgiltig, ob derselbe von Hand aus oder durch den Antrieb der Rechenmaschine gesteuert wird, zwangsläufig die Bewegen ? der beiden Schaltwerke im gleichen oder entgegengesetzten Sinne erfolgt oder dass ein Schaltwerk vollständig ausgeschaltet ist.