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Rechen- oder Buchhaltungsmaschine.
Das Patent Nr. 136598 bezieht sich auf eine Reehen-oder Buchhaltungsmaschine, bei der sämtliche Beträge eines Buchungsvorganges gleichzeitig auf zwei Rechenwerke derart übertragen werden, dass der gleiche Betrag in dem einen Rechenwerk addiert, in dem andern subtrahiert wird. In dem Hauptpatent ist dieser Gedanke konstruktiv so verwirklicht, dass die Subtraktionsumschaltbewegung jeweils für ein Rechenwerk durch ein Sperrglied verhindert ist, das von einem nur ein Rechenwerk auswählenden Organ gesteuert wird. Dieses Sperrglied muss mittels einer besonderen Einrichtung ausgeschaltet werden, wenn man das zweite Rechenwerk unabhängig von dem ersten benutzen will.
Gemäss der Erfindung ist die Einrichtung so getroffen, dass besonders ausgebildete Wagenanschläge über voneinander unabhängige Bewegungsketten gleichzeitig immer ein Rechenwerk auf Addition und das andere auf Subtraktion einstellen. Durch blosse Änderung des Wagenanschlages kann man also erreichen, dass jedes Rechenwerk auch unabhängig vom andern benutzt werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 in perspektivischer Ansicht einen mit einer Anzahl von Fühlhebeln zusammenwirkenden Wagenanschlag, Fig. 2 einen Fühlhebel in Seitenansicht, Fig. 3 eine Draufsicht und Fig. 4 eine Seitenansicht der Auswahlbzw. Umschaltvorrichtung für zwei Rechenwerk.
Das Wesen der Erfindung soll an der bekannten "Ellis"-Buehhaltungsmaschine erläutert werden.
An dem Papierwagen 1 (Fig. l) sind mehrere Anschläge 2 befestigt, die mit Fühlhebel 3-8 zusammenarbeiten. Fig. 2 zeigt einen dieser Fühlhebel in Seitenansicht, der bei 9 (Fig. 3) drehbar ist und eine Stange 10 (Fig. 4) anhebt, wenn er durch einenWagenanscMagS niedergedrückt wird. Bei dem Ausführungsbeispiel sind sechs Fühlhebel vorgesehen, die zwei Rechenwerken und zwei Addierwerken zugeordnet sind. Die nicht dargestellten Reehenwerke sollen mit I und III, die nicht dargestellten Addierwerke
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die Fühlhebel 6 und 6 die Rechenwerke I und III auf Addition und die Fühlhebel 7 und 8 die Rechenwerke 1 und III auf Subtraktion einstellen.
Erfindungsgemäss sind nun mehrere Wagenanschläge 2 so ausgebildet, dass ihre Vorsprünge gleichzeitig die Fühlhebel 5 und 8 niederdrücken, d. h. das Rechenwerk I wird auf Addition und das Rechenwerk In auf Subtraktion eingestellt. Andere Wagenansehläge sind so ausgebildet, dass ihre Vorsprünge gleichzeitig die Fühlhebel 6 und 7 niederdrücken. Dadurch wird erreicht, dass das Rechenwerk III auf Addition und das Rechenwerk 1 auf Subtraktion eingestellt wird. Auf diese Weise lässt sich also der Gedanke des Hauptpatentes, sämtliche Beträge eines Buchungsvorganges auf zwei Rechenwerke derart zu übertragen, dass der gleiche Betrag in dem einen Rechenwerk addiert, in dem andern subtrahiert wird, auf eine neue Art verwirklichen.
Diese Einrichtung bietet aber auch noch die Möglichkeit, Wagenansehläge zu verwenden, deren Vorsprünge beispielsweise nur den Fühlhebel 8 niederdrücken und dann den auf dem Betragstastenfeld eingestellten Betrag subtraktiv auf das Rechenwerk II1 übertragen. Durch die Stange 10 ist der Fühlhebel 8 mit einem bei 11 drehbaren Hebel 12 verbunden, dessen einer Arm durch eine Stange 13 mit einem Hebel 14 gekuppelt ist. An dem Hebel 14 ist bei 15 ein Schieber 16 lose drehbar befestigt, der mit seinem andern Ende auf einem Führungsstift 17 aufliegt. Wird der Fühlhebel 8 durch einen Vorsprung eines Wagenanschlages niedergedrückt, so werden die Stange 10 gehoben und die Hebel 12 und 14 im Uhrzeigersinne gedreht.
Durch die Uhrzeigerdrehung des Hebels 14 wird der Schieber 16 nach links mit-
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genommen, so dass sein Vorsprung 18 unter einen seitlichen Stift 19 des Schaftes der Taste 20 gelangt und die Taste 20 gegen Niederdrücken sperrt. Die Taste 20 ist die Summenziehtaste für das Rechenwerk III. Durch diese Sperrung ist also eine Summenabnahme vom Rechenwerk In ausgeschlossen, wenn ein Wagenanschlag 2 es auf Subtraktion eingestellt hat.
Die Umstellung des Rechenwerkes IZJ auf Subtraktion erfolgt mit Hilfe einer Stange 21, die bei 22 an dem Hebel 14 angelenkt ist. Die Stange 21 ist an ihrem andern Ende auf einen Stift 22'geführt.
Wird die Stange 21 bei der Uhrzeigerdrehung des Hebels 14 nach links verschoben, so gelangt der Stift 22' in eine Aussparung 23 der Stange 21, so dass sich die Stange 21 um einen gewissen Betrag um den Zapfen 22 im Gegenzeigersinne drehen kann. Die durch diese Gegenzeigerdrehung hervorgerufene Einwirkung auf das Rechenwerk JTJ ist bekannt und braucht im einzelnen nicht beschrieben zu werden.
Die Umstellung des Rechenwerkes 1 auf Subtraktion erfolgt mit Hilfe einer Stange 24, die an einem hinter dem Hebel 14 liegenden Hebel 25 angelenkt ist. Der Hebel 25 wird durch ein ähnliches, aber nicht dargestelltes Gestänge von dem Fühlhebel aus im Uhrzeigersinne gedreht. Diese Drehung kann auch durch Drücken der Subtraktionstaste 26 hervorgerufen werden.
Ist das Rechenwerk In überzogen, so wird in bekannter Weise der Arm 26 der Welle 27 im Gegenzeigersinne gedreht. Durch diese Gegenzeigerdrehung wird ein Gestänge 28,29 nach links gezogen, das an einen Hebel 30 angelenkt ist. Durch die Linksverschiebung des Gestänges 28, 29 erhält der Hebel 30 eine Gegenzeigerdrehung und tritt mit einer Abbiegung 31 in eine Aussparung 32 des Schaftes der Taste 20.
Damit ist die Summenziehtaste für das Rechenwerk In gesperrt und es kann nur die Summenziehtaste für das Rechenwerk 1 gedrückt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Reehen-oder Buehhaltungsmasehine nach Patent Nr. 136598, bei der durch bekannte Wagenanschläge je eines von zwei bestimmten Rechenwerken auf Addition und das andere gleichzeitig auf Subtraktion eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung über voneinander unabhängige Bewegungsketten erfolgt.