AT122496B - Verfahren zur Veredelung von flüssigen oder gasförmigen Kohlenwasserstoffen. - Google Patents
Verfahren zur Veredelung von flüssigen oder gasförmigen Kohlenwasserstoffen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Veredelung von müssigen oder gasförmigen Kohlenwasserston'en. In der deutschen Patentschrift Nr. 372663 ist ein Verfahren zur Überfühlung ungesättigter Kohlen- wasserstoffe in gesättigte beschrieben, bei dem das zu behandelnde Gut im Gemisch mit Schwefelwasserstoff mit solchen Stoffen in Berührung gebracht wird, die unter Bindung des Schwefels den Wasserstoff im Entstehungszustande freimachen. Als solcher Stoff wurde in dieser Patentschrift Kupfer vorgeschlagen. Es wurde nun bei weiteren Arbeiten gefunden, dass für diesen Zweck fein verteiltes Eisen in der durch Reduktion von Rost, Walzenzunder oder porösen Eisenerzen erhältlichen Form ganz besonders geeignet ist, u. zw. deshalb, weil es n : cht nur leicht den Wasserstoff aus dem Schwefelwasserstoff unter Bindung des Schwefels ausscheidet, sondern auch sich sehr leicht unter Wiedergewinnung des Schwefelwasserstoffes durch Wasserstoff oder wasserstoffhaltige Gase regenerieren lässt. Überdies zeigt das in EMI1.1 bei den hier in Betracht kommenden Temperaturen seine Porosität und Festigkeit zu bewahren, sieh nicht mit Schwefel zu verstopfen und n ruht in der Apparatur zusammenzufalten. Auch übt es nicht einen ungünstigen Einfluss auf die zu behandelnden Produkte aus, wie dies beim Kupfer der Fall ist, Das Verfahren wird beispielsweise so ausgeführt, dass ein vertikales rohr mit dem Eisenoxyd, EMI1.2 man Wasserstoff oder aber reduzierende Gase, wie Leuchtgas, Wassergas u. dgl., hindurehleitet. Sobald die Reaktion vollendet ist, wird in den unteren Teil des Rohres das zu behandelnde Gut, wie Kohlenwasserstoff, Krackprodukte oder sonstige Erzeugnisse pyrogener Zersetzung, wie Gase, im Gemisch mit Schwefelwasserstoff zugeführt. Der Schwefelwasserstoff wird durch das frisch reduzierte fein verteilte Eisen in der Weise zersetzt, dass der Schwefel quantitativ unter Bildung von Eisensulfid sich an das Eisen anlagert, während der Wasserstoff frei wird und im Entstehungszustande auf die zu behandelnden Stoffe einwirkt. Die Schwefelung des Eisens lässt man von unten nach oben fortschreiten. Ist dieselbe genügend weit gegangen, unterbricht man die Zuführung der zu behandelnden Stoffe und des Schwefelwasserstoffes und leitet von oben nach unten Wasserstoff oder ein an Wasserstoff reiches Gasgemisch hindurch. Die Entschwefelung setzt sofort ein. Der Wasserstoff verbindet sieh mit dem Schwefel des Schwefeleisens, das Eisen bleibt in reduzierter Form zurück und der Schwefel wird als Schwefelwasserstoff quantitativ wiedergewonnen. Das Verfahren kann dann von neuem beginnen. Das Verfahren hat sich'für die verschiedensten Anwendungszwecke bewährt. So werden beispielsweise aus gekrackten Ölen gewonnene Rohbenzin, die bekanntlich zur Bräunung und Verharzung wahrscheinlich infolge von Polymerisation neigen, durch das Verfahren derart veredelt, dass sie farblos und beständig bleiben. Im folgenden sollen beispielsweise zwei Ausführungsformen besehrieben werden : 1. Zur Reinigung und Verbesserung von Leuehtoas und ähnlichen Erzeugnissen, z. B. Wassergas, wird wie folgt verfahren. Eg wird, wie oben beschrieben, ein Rohr mit Eisenrost oder Minette. gepackt und auf 200-3000'erwärmt. Das Eisenoxyd wird mittels Durchleiten von Wasserstoff oder Wassergas reduziert und daraufhin ein Gemisch von Leuchtgas und Schwefelwasserstoff eventuell unter Zusatz EMI1.3 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 <tb> <tb> äui <SEP> Einlass <SEP> umAitsM. <SEP> 1 <tb> CO2 <SEP> 3#0 <SEP> 3#3 <tb> CnHm <SEP> 1#5 <SEP> 1#6 <tb> CO <SEP> 14#2 <SEP> 11#6 <tb> H2 <SEP> 43-0 <SEP> 51-6 <tb> CH4 <SEP> 16-9 <SEP> 18-7 <tb> N <SEP> 13-2 <SEP> 13-2 <tb> H2S <SEP> 8-. <SEP> 2. <SEP> 0-0 <tb> Während also der Schwefelwasserstoff gänzlich entfernt und das Kohlenoxyd um 2'6% vermindert war, stieg die Menge des Wasserstoffes und des Methans erheblich an. Es war also offensichtlich ein Teil des Kohlenoxydes reduziert. Die Wirkung kann noch weiter erhöht werden, wenn man dem Gas grössere EMI2.2 2. Zur Behandlung von Ölen, Erzeugnissen pyrogener Zersetzung u. dgl., die Neigung haben,. unter Nachdunkeln zu verharzen und durch Polymerisation sich zu verdicken, die ferner einen üblen Geruch haben und mit Schwefelsäure stark reagieren, kann man wie folgt vorgehen. Man bringt derartige Erzeugnisse möglichst in Dampfform unter Zumischung von Schwefelwasserstoff über fein verteiltes Eisen, wie es durch Reduktion von Rost, Walzenzunder oder porösen Eisenerzen erhalten wird. Die Produkte dieser Behandlung weisen die oben angeführten üblen Eigenschaften nicht mehr auf. So wurde z. B. ein Rohbenzol, das eine braune übelriechende Flüssigkeit darstellte, die beim Schütteln mit Sehwefelsäure 20% ihres Volumen verlor, durch die Behandlung nach der vorliegenden Erfindung als ein farbloses klares Kondensat gewonnen, das einen völlig reinen Geruch hatte und beim Schütteln mit Schwefelsäure weniger als 1% verlor. Die gleiche Wirkung zeigte sich bei Krackbenzin.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Veredelung von flüssigen oder gasförmigen Kohlenwasserstoffen, bei welchem das zu behandelnde Gut in Mischung mit Schwefelwasserstoff bei höheren Temperaturen über Stoffe geleitet wird, welche aus dem Schwefelwasserstoff Wasserstoff freimachen, dadurch gekennzeichnet, dass als EMI2.3
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