AT122393B - Mehradriges Bandkabel und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents

Mehradriges Bandkabel und Verfahren zu dessen Herstellung.

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AT122393B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Mehradliges   Bandkabel und Verfahren zu dessen Herstellung. 



   Diese Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen von Bandkabeln, wie sie beim Bau von selbst- tätigen Fernsprechanlagen für die Vielfachverbindungen von Wählern benutzt werden. 



   Ein derartiges Kabel besteht im allgemeinen aus einer Anzahl von nebeneinander liegenden Drähten, die durch ein Gewebe zusammengehalten werden, so dass sie voneinander isoliert sind. Das in einem Webstuhl angefertigte Gewebe legt die Drähte in einer solchen Weise bloss, dass quer über das Kabel in festgesetzten Abschnitten eine diagonale Linie von blossgelegten Drähten verläuft. Auf diese Weise fallen die blossgelegten Drähte beim Biegen des Bandes nach den   Diagonallinien   mit den Klemmen des Wählers zusammen und können mit diesem durch Löten verbunden werden. 



   Bei einem gewebten Kabel mussten jedoch, um einen schrägen Schuss zu vermeiden, jene Teile, in denen die Leiter   blossliegen,   mittels zweier Schiffchen verwebt werden, von denen sich das eine auf   . der   einen und das andere auf der andern Seite der blossliegenden Leiterteile befand. 



   Gemäss vorliegender Erfindung wird das Bandkabel durch Flechten oder Klöppeln anstatt durch Weben hergestellt. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass die Arbeitsgeschwindigkeit der Flecht-oder   Klöppelmaschine   weitaus grösser ist als diejenige der bisher zur Erzeugung dieser Art von Kabeln verwendeten Webmaschinen und an den blossliegenden Leiterstellen die beiderseits dieser Stellen liegenden Geflechtteile durch einfaches Umkehren der betreffenden Klöppel hergestellt werden können. Weiters besteht die Möglichkeit, ein vorzügliches Kabel herzustellen, bei dem die Isolierfäden fest mit den Leitern verflochten sind. 
 EMI1.1 
 dass ein Faden sich jeweils abwechselnd an verschiedenen Seiten der aufeinanderfolgenden Leiter befindet.

   Gemäss einer weiteren Ausführung befinden sich die in der einen Richtung verlaufenden Fäden auf der einen Seite der Leiter, wogegen die in der andern Richtung verlaufenden Fäden sich auf der andern Seite der Leiter befinden und mit den ersteren Fäden zwischen den Leitern verflochten sind. 



   Gemäss einer weiteren Ausführung der Erfindung werden die in periodisch wiederkehrender Ordnung blossgelegten Teile der Leiter durch die   Flecht- oder Klöppelanordnung   erzielt. 



   Weitere Merkmale dieser Erfindung gehen aus folgender, an Hand der Zeichnungen gegebenen aus- 
 EMI1.2 
 



   In der Zeichnung stellt Fig. 1 eine Form des verbesserten Bandkabels gemäss dieser Erfindung dar, während Fig. 2 eine andere Form des   erfindungsgemässen Bandkabels   zeigt. 



   Fig. 1 stellt schematisch einen Teil eines siebenadrigen geflochtenen Bandkabels dar, das periodisch wiederkehrende Teile der metallischen Leiter aufweist, die von der Isolation freigelassen und für die Lötung bestimmt sind. 



   Die senkrechten Linien A, B, C, D, E, Fund G stellen die metallischen Leiter dar und die zwei Aussendrähte   8   und 81 bilden die Stützräder. Die schrägen Linien stellen die isolierenden Baumwolloder Seidenfäden dar. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Das Verfahren zum Flechten des Bandkabels besteht in folgendem :
Angefangen von der unteren rechten Ecke dieser Figur ist zu bemerken, dass die Fäden 1, 2 und 3 schräg über die Leiter G, F, E, D,   C   und B liegen und abwechselnd über und unter den übrigen Baum- woll-oder Seidenfäden verlaufen. Zwischen den Leitern B und A kreuzen sich die zwei Fäden 2 und 3 und verlaufen schräg gegen die linke Seite weiter. 



   Anderseits verläuft der Faden 1 vor dem Erreichen des Leiters A zwischen zwei Fäden 2 und 3 und unter dem Leiter B und verläuft weiter gegen rechts, also in anderer als in der   ursprünglich   befolgten
Richtung. Er verläuft nun unter den Leitern   C,   D,   E,   F und G, u. zw. abwechselnd ober und unter den
Flechtfäden. 



   Jedesmal, wenn die   Baumwoll-oder Seidenfäden   die   Stützranddrähte     S und S'erreichen,   wenden sie sich um dieselben herum und verlaufen in der entgegengesetzten Richtung weiter, nur verlaufen die Fäden, die anfangs über den Leitern verlaufen, jetzt unter diesen und umgekehrt. 



   Der Zweck dieses   Flechtverfahrens   besteht darin, an bestimmten Stellen periodisch wiederkehrende Teile der Leiter auf dem Bandkabel blosszulegen, sowie auch eine fest anhaftende Isolation auf den Leitern zu erhalten. 



   Fig. 2 stellt schematisch einen Teil eines Bandkabels dar, das vier periodisch wiederkehrende Teile von blanken metallischen Leitern aufweist, die von der Isolierung freigelegt und zum Löten bestimmt sind. Die senkrechten Linien A, B, C, D, E usw. stellen metallische Leiter dar, die Linien S und S'sind metallische Stützranddrähte, die Linien a sind   Baumwoll-oder Seiden-Stützranddrähte,   die Fäden 1, 2,   3,   4 usw. sind die Flechtfäden. 



   Das Verfahren zur Flechtung dieses Bandkabels besteht in folgendem :
Die Flechtfäden liegen abwechselnd über und unter den Leitern. Jedesmal, wenn die Flechtfäden die   Stützranddrähte     8 und S'erreichen,   wenden sie sich um dieselben herum und verlaufen in der entgegengesetzten Richtung weiter, nur verlaufen die Fäden, die anfangs über den Leitern verlaufen, jetzt unter diesen und umgekehrt. 



   Sobald die Flechtfäden den Leiter erreichen, der dem freizuhaltenden Leiter vorhergeht, kehren sie um ihn um und verlaufen in der andern Richtung weiter. Wenn die Länge des blanken Teiles eines
Leiters     Fäden   (im dargestellten Falle 11 Fäden) entspricht, so verläuft nach   ion-1,   also hier nach jedem zehnten   Fleehtfaden   (es können auch mehr sein, wenn der blanke Teil des Leiters länger sein soll) ein von rechts nach links gehender Faden, anstatt dass er sich um den Leiter, der dem freizuhaltenden Leiter vorhergeht, herumwendet, weiter nach links. Der Zweck dieses Verfahrens ist, an bestimmten Stellen periodisch wiederkehrende Teile der Leiter blosszulegen sowie auch eine festanhaftende Isolation auf den
Leitern zu erhalten. 



   Die beschriebenen Verfahren sind nur beispielsweise als zwei Arten der Ausführung der Erfindung angegeben. 



   Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese genaue Anordnung beschränkt und kann auch auf andere
Verfahren zur   Umflechtung   oder Umknüpfung von Leitern und Isolierfäden angewendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   l. Mehradriges Bandkabel, dadurch gekennzeichnet,   dass die metallischen Leiter durch zwischen dieselben und miteinander geflochtene oder geklöppelte Fäden in Abstand gehalten und voneinander iso- liert sind.

Claims (1)

  1. 2. Bandkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flecht- oder Klöppelfäden derart verlaufen, dass ein Faden sich jeweils abwechselnd an verschiedenen Seiten der aufeinanderfolgenden Leiter befindet.
    3. Bandkabelnach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in der einen Richtung verlaufenden Flecht- oder Klöppelfäden sich auf der einen Seite der Leiter befinden, während die in der andern Richtung verlaufenden Fäden sich auf der andern Seite der Leiter befinden und mit den ersteren Fäden zwischen den Leitern verflochten sind.
    4. Bandkabel nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3, bei welchem Teile der Leiter in periodisch wiederkehrender Ordnung blossgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die blossgelegten Teile durch die Flechtoder Elöppelanordnung erzielt werden.
    5. Bandkabel nach den Ansprüchen 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden um den dem blossgelegten Leiter benachbarten Leiter umkehren und in der andern Richtung weiterverlaufen.
    6. Bandkabel nach den Ansprüchen 1, 2,3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der genannten blossgelegten Teile eines Leiters durch die Anzahl der Fäden, welche um den benachbarten Leiter umkehren, bestimmt ist.
    7. Bandkabel nach den Ansprüchen 1, 2,3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass Stützranddrähte und bzw. oder Stützrandfäden auf jeder Seite des Bandkabels vorgesehen sind.
    8. Bandkabel nach den Ansprüchen 1, 2,3, 4,5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach Erreichen der gewünschten Länge des blossgelegten Teiles die Umfleehtung oder Umstrickung wieder normal <Desc/Clms Page number 3> angeordnet ist, d. h. die Fäden von dem einen zu dem andern äusseren Stützranddraht oder-faden verlaufen.
    9. Verfahren zur Herstellung eines Bandkabels nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umflechtung oder Umklöppelungin solcher Weise ausgeführt wird, dass bei einer einer gewissen Anzahl (m) von Fäden entsprechenden Länge des blossen Teiles eines Leiters nach (m-1) Fäden ein Faden, anstatt um den benachbarten Leiter umzukehren, in der gleichen Richtung weiterverläuft. EMI3.1
AT122393D 1928-10-17 1929-10-03 Mehradriges Bandkabel und Verfahren zu dessen Herstellung. AT122393B (de)

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