AT122289B - Verfahren zur Herstellung von Niederschlägen von Kautschuk und kautschukähnlichen Stoffen aus Dispersionen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Niederschlägen von Kautschuk und kautschukähnlichen Stoffen aus Dispersionen.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Niederschlägen von Kautschuk und kautschnkähnlichen
Stoffen aus Dispersionen.
Es ist bekannt, Niederschläge aus wässrigen Dispersionen von Kautschuk und kautschnkartigen Stoffen dadurch zu erzeugen dass man aus der Niederschlagungsunterlage koagulierende Stoffe in die Kautschukdispersion treten lässt, die eine Koagulation des Kautschuks an der Niederschlagsunterlage herbeiführen und dadurch während einer kürzeren Zeit eine stärkere Niederschlagungsschicht erzielen lassen als durch einfaches Tauchen. Dabei hat es sich aber herausgestellt, dass die Wanderung der koagulierenden Stoffe durch die bereits koaguliert
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Schichten sind infolgedessen nur ungenügend koaguliert. wenn bereits eine starke Koagulation der inneren Schichten eingetreten ist.
Es kann dadurch der Übelstand entstehen, dass die äussersten Schichten des Niederschlages nicht glatt koaguliert, sondern nur mehr oder weniger flockig sind.
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arbeitenden Dispersion eine solche Menge einer gelbildenden Substanz zugesetzt wird, dass die bei der Verarbeitungstemperatur noch flüssige Dispersion bei einer Temperaturänderung nach unten oder nach oben-je nach der Art der verwendeten gelbildenden Substanz-in ein festes Gel übergeht und die zur Gelbildung erforderliche Temperaturänderung von der Niederschlagungsform ausgehend hervorgerufen wird, so dass an der Niederschlagungsunterlage eine die disperse Phase mitreissende Geschieht entsteht.
Als gelbildende Substanz werden organische Stoffe, z. B. Gelatin, Agar-Agar, Albumine, z. B. Eier oder Blutalbumin, verwendet. Die Temperaturänderung wird je nach der Art der verwendeten gelbildenden Substanzen durch Kühlung oder Erhitzen bewirkt. Gelatin, Agar-Agar gehen z. B. durch Kühlen in den Gelzustand über, während die Eiweissstoffe durch Erhitzen gerinnen.
Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass die Verfestigung durch Wärmeentziehung bezw. Wärmezufuhr trotz der stattfindenden Gelbildung durch den gebildeten Niederschlag hin- durch ohne nennenswerte Verzögerung fortschreiten kann, was bei den chemischen Koagulationmitteln nicht der Fall ist. Infolgedessen kann bei Aufrechterhaltung eines genügenden Temperaturgefälles in verhältnismässig kurzer Zeit ein beliebig starker Niederschlag erzielt werden. Die Gelbildung ist bis zur äussersten Schicht vollständig, so dass der Niederschlag eine vollkommen glatte und gleichmässig verfestigte Aussenfläche aufweist. Die gelbildende Substanz reisst den dispergierten Kautschuk und andere Teilchen mit sich und schliesst sie ein.
Dabei kann mit der Niederschlagung durch Gelbildung gleichzeitig auch eine chemische Koagulation des Kautschuks stattfinden, indem aus der Niederschlagungsunterlage koagulierende Stoffe durch Diffusion in den Kautschukniederschlag gelangen. Die Diffusion kann in an und für sich bekannter Weise auch elcktrisch unterstützt werden, indem die Niederschlagungs- unterlage als eine Elektrode oder als ein Diaphragma in einen, durch die Dispersion hindurch geschlossenen Stromkreis geschaltet wird. Diese Vereinigung der durch Gelbildung und durch
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des Gels eintritt.
Hat man aber den Niederschlag. so lange bei niedriger Temperatur gehalten. bis die chemische Koagulation genügend fortgeschritten ist, so kann die Temperatur erhöht werden. ohne dass eine Gefahr der Verflüssigung des Niederschlages eintritt. In dieser Weise lässt sich das Trocknen des Niederschlages in bedeutend kürzerer Zeit ausführen, als ohne
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oder eine natürliche Milch kautschukähnlicher Stoffe, wie z. B. Guttapercha oder Balata, gelangen. Diese natürlichen Dispersionen können in ihrer ursprünglichen Konzentration oder konzentriert verarbeitet werden.
Es können aber auch mehr oder weniger konzentrierte künstliche Dispersion von Kautschuk oder kautschukartiger Stoffe, insbesondere von Kautschukregeneraten oder von
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Dispersionen können die üblichen Zusatzstoffe, wie Füllmittel, Farbstoffe. Erweichungsmittel. Vulkanisationsmittel, Vulkanisationsbeschleuniger usw., zugesetzt werden. Auch künnen die Dispersionen bereits in vulkanisiertem Zustande zur Verarbeitung gelangen. Die Niederschlagsbildung selbst kann durch alle üblichen Methoden, wie Tauchen. Zerstäuben. Bestreichen. Aufgiessen.
Giessen in Formen usw., erfolgen. Die Temperaturänderung kann, falls Niederschlagungsunterlagen genügender Wärmekapazität Verwendung finden, durch vorheriges Abkühlen bzw. Erhitzen
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kann in an und für sich bekannter Weise auch mittels eines elektrischen Stromes erfolgen. Es sind zwar den Kautschukdispersionen. insbesondere den Kautschukkonzentraten bereits früher Stoffe, insbesondere Gelatine, zugesetzt worden, die bei genügender Konzentration eine Gelbildung herbeiführen könnten, doch wurden diese Stoffe lediglich als Schutzkolloide in so geringen Mengen zugesetzt, dass sie innerhalb der für die Verarbeitung der Kautschukdispersion in Betracht kommenden Temperaturgrenzen, also oberhalb des Erstarrungspunktes der gelsubstanz. freien Kautsehukdispersion. noch kein Gel bilden konnten.
Bei dem neuen Verfahren kommt
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einer Temperatur, bei welcher die wässrige Kautsehukdispersion sonst noch flüssig wäre. durch den Zusatz des gelbildenden Stoffes bereits eine Gelbildung herbeiführen zu können. Obwohl dieser Zusatz ein wesentlich grösserer ist als der bei Schutzkolloiden übliche, ist er immerhin
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Um den Zusatz der gelbildenden Stoffe möglichst gering nehmen zu können, ist es vorteilhaft, aus der zu verarbeitenden Dispersion alle diejenigen Stoffe nach Möglichkeit zu entfernen, die die Gelbildung verzögern könnten. Als solche Stoffe kommen z. B.
Säuren und Alkalien in Betracht, die besonders in der Wärme gewisse gelbildende Stoffe hydrolisieren, weslialb sie entweder durch physikalische und chemische Mittel nach Möglichkeit beseitigt oder gebunden werden sollen. Alkalien oder Säuren können z. B. neutralisiert oder durch Dialyse. oder falls sie flüchtig sind, durch Erhitzen, durch Durchlüften usw. beseitigt werden.
Anderseits kann die Gelbildung durch gewisse Zusätze begünstigt werden. Bei Verwendung von Gelatine od. dgl. als gelbildende Substanz begünstigt die Gelbildung ein Zusatz von
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auf fünf Minuten eingetaucht. Nach dieser Zeit bildet sich auf der Form ein Niederschlag von 1. 5 mm Dieke im trockenen Zustand. Das Eiswasser wurde entleert und. die Form im Trockenschrank bei 450 C eine Stunde getrocknet. Nach dieser Zeit konnte der Niederschlag von der Form zwecks Weiterverarbeitung abgezogen werden.
III. Beispiel. Eine bis zu 45"/o Kautschukgehalt konzentrierte Kautschukmilch wird mit
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100 Gewichtsteile trockenem Kautschuk 5 Gewichtsteile trockenes Eiweiss entfallen. Bei einer von der Form ausgehenden Erhitzung auf 90 G kann eine Schichtstärke von 0'8 mm von der erhitzten Oberfläche ausgehend während etwa 3 Minuten vollständig koaguliert werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Niederschlägen von Kautschuk und kautsckukähnlichen Stoffen aus Dispersionen, denen eine gelhild ende Substanz oder Gemische solcher Substanzen zugesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Form gegenüber der Dispersion eine Temperaturdifferenz aufweist, also gekühlt oder erhitzt wird. die die Gelbildung und damit die Bildung einer Kautschuk- od. dgl. Schicht auf der Form hervorruft. wobei gegebenenfalls die Gelbildung beschleunigende Mittel zugesetzt werden.
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