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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Auswertung von Aufzeichnungs- trägern, vorzugsweise Registrierkarten u. dgl. Bei den nachstehend beschriebenen Beispielen ist der Einfachheit halber die Verwendung von Registrierkarten vorausgesetzt. Ferner ist ebenfalls einfachheithalber als Auswertungseinrichtung immer ein Zähl- und Anzjigewerk den Beispielen zugrunde gelegt.
Bei Maschinen bekannter Art wird bei Auswertung von Zähl-oder Anzeigekarten derart verfahren, dass man entweder die Karten in zeitlicher Übereinstimmung, d. h. synchron mit den zu steuernden Einrichtungen (Zählwerken, Registrierwerken usw.) bewegt und durch die Anzeigepunkte im entsprechenden Zeitmoment Steuermittel wirksam macht, die die gesteuerten Einrichtungen in der dem Registrierpunkt entsprechenden Lage zum Stillstand bringen.
Eine weitere Form des Auswertungsverfahrens besteht darin, dass für jeden möglichen Registrerpunkt der Karte in der Auswertungsmasehine ein eigenes Steuerorgan vorgesehen ist, welches beim Auftreffen auf einen Registrierpunkt in seiner Lage verändert und dadurch befähigt wird, auf die zu steuernden Einrichtungen in entsprechendem Sinne einzuwirken.
Schliesslich sind bereits Auswertungsmaschinen bekannt, bei welchen die Lochkarten in der Weise ausgebildet sind, dass die Anzahl der sich in einer Reihe folgenden Anzeigepunkte dem Ziffernwert der in dieser Reihe darzustellenden Zahl entspricht. Jeder dieser Anzeigepunkte löst in der Auswertungmaschine einen Steuerimpuls aus und die Gesamtheit dieser Steuerwirkungen bewirkt im Zählwerk eine dem Auswertungsergebnis entsprechende Bewegung.
Im Gegensatz zu den drei vorangeführten Verfahren, bei welchen die bestimmte Lage der Registrierpunkte im Kartenfelde oder die Anzahl der in einer Reihe sich folgenden Registrierpunkte, deren symbolischen Wert bestimmt, liegt dem Verfahren gemäss vorliegender Erfindung der Gedanke zugrunde,
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der Anzeigepunkte in den Karten ausgelöst, sondern unabhängig von der Anordnung der Anzeigepunkte wirkt lediglich deren äussere Beschaffenheit auf die Steuereinrichtungen der Auswertungsmasehine ein.
Die Anzeigemarkierungen werden nach vorliegendem Verfahren so ausgebildet, dass sie jeweils einen, ihrem symbolischen Wert entsprechend starken Steuerstrom, bezw. eine entsprechend starke Steuerbewegung vermitteln, wobei unter Steuerstrom nicht allein elektrische Ströme verstanden werden, sondern jede beliebige Art von räumlichen Verschiebungen, beispielsweise von Gasen, Flüssigkeiten und festen Körpern und Strahlungen (z. B. elektrische, optische, thermische, chemisch wirksame u. dgl. ). Die Stärke dieser Strömungen, Strahlungen oder Verschiebungen ist ausschlaggebend für den Wert der Anzeigemarke und die die Stärke der Strömung, Strahlung oder Verschiebung messende Einrichtung bewirkt eine entsprechende Schaltung der zu steuernden Einrichtungen, etwa der Zählwerke, der Registrierwerke u. dgl.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele von mit Hilfe des vorliegenden Verfahrens wirkenden Steuereinrichtungen veranschaulicht.
In der in Fig. 1 schematisch dargestellten Einrichtung gelangen Karten zur Auswertung, die beispielsweise in bekannter Art gelocht sind, u. zw. derart, dass die Anzahl der sich in einer Reihe folgenden
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Kartenlöeher dem darzustellenden Ziffernwert entspricht. Die Löcher der Karte 1 gestatten elektrisch leitenden Fühlern 2a, 2b, 2c usw. mit der ebenfalls leitenden Auflagefläche 3 der Karte in Berührung zu treten. Während die leitende Kartenauflagefläche. 3 mit dem einen Pol einer Kraftquelle in Verbindung steht, ist jeder einzelne Fühler 2fl, 2b, 2e usw. an einen elektrischen Widerstand 4fl, 4b, 4c usw. angeschlossen.
Die Widerstände, die jedem Fühler zugeordnet sind, sind gleich stark gehalten und alle Widerstände mit ihrem zweiten Drahtende an eine gemeinsam, zu einem Amperemeter 6 führende Leitung J angeschlossen.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
Die Karte wird auf die leitende Auflagefläche. 3 gebracht und die Fühler ? werden so gegen dieselbe bewegt, dass sie in der beschriebenen Weise durch die Löcher Kontakt schliessen. Entsprechend der Anzahl der Löcher werden Stromkreise über die Widerstände 4 geschlossen. Der Aussehlag de ; Ampere- meters 6 ist auf Grund des Kirehhoffsehen Gesetzes
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proportional der Anzahl der in der Karte befindlichen Löcher. Das Amperemeter kann die Steuerung beliebiger Zähl- oder Registriermittel bewirken.
An Stelle des Amperemeters kann naturgemäss ein einfaches Solenoid treten, dessen unter Federwirkung stehender Kern durch die entsprechenden Ströme bewegt wird und diese Bewegung auf die zu steuernden Einrichtungen überträgt.
Fig. 2 zeigt dieselbe Anordnung der zur Durchführung des Verfahrens verwendeten Mittel, die auszuwertende Karte enthält jedoch an Stelle der dem darzustellenden Ziffernwert entsprechenden Anzahl von Löchern Schlitze, die dem Ziffernwert entsprechend kürzer oder länger gehalten sind. Diese Aus-
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dargestellten Einrichtung ist analog der vorbesehriebenen. Es kommen immer eine der Länge des Schlitzes 7 entsprechende Anzahl von FÜhlern 2a" 2b, 2e usw. mit der leitenden Unterlage in Berührung, wodurch eine entsprechende Anzahl von Stromkreisen über die Widerstände 4a, 4b, 4c usw. geschlossen wird. Die Stärke des die Widerstände überwindenden Stromes ist proportional dem Werte der durch den Schlitz symbolisierten Zahl.
Fig. 3 zeigt die Durchführung des Verfahrens mit Hilfe körperlicher Verschiebungen. Die Mar-
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schiedenen Durchmesser aufweisen. Ein mit dem Zählwerksrad 8, als der zu steuernden Einrichtung zusammenwirkender, an seinem oberen Ende gezahnter Keil 9 wird gegen die Karte 1 bewegt und dringt in das Anzeigeloeh so weit ein, als es die Grösse des Loches gestattet. Dem Masse dieser Verschiebung proportional ist der Ziffernwert, der durch das Loch symbolisiert wird. Durch die Verschiebung verdreht sich das mit dem Keil 9 zusammenwirkende Zahlenrad 8 um die entsprechende Anzahl von Abschnitten.
Fig. 4 zeigt, wie eine mit Löchern von verschiedener Grösse versehene Karte beispielsweise mit
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deren Strahlen gegen die Kartenfläche fallen und durch das in derselben befindliche Loch 11 hindurchtreten. Eine photoelektrische Zelle 12 od. dgl. befindet sieh auf der der Lichtquelle entgegengesetzt liegenden Seite der Karte 1 und fängt die durch das Loch 11 fallenden Strahlen auf. Proportional der Menge des durchdringenden Lichtes wird sich der elektrische Widerstand der Zelle ändern und ein in ihren Stromkreis eingeschaltetes Amperemeter 6 wird die Registriertätigkeit durchführen oder überwachen. Dieselbe Einrichtung könnte beispielsweise auch benutzt werden, um Karten auszuwerten. in denen die Zahlenwerte nicht durch verschieden grosse Löcher, sondern verschieden intensive Druckzeichen u. dgl. dargestellt sind.
Auch in diesem Falle würde die Stärke des den Anzeigepunkt durchdringenden oder von ihm reflektierten Lichtes in Verbindung mit Selenzellen, photoelektrischen Zellen
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Fig. 5 gibt ein Beispiel für die Ausnutzung von Flüssigkeitsströmungen zur Herbeiführung des Steuereffektes. An Stelle papierener Karten treten beispielsweise Metallplatten, die Lochungsart ist dieselbe wie bei dem Beispiel nach Fig. 3. Die Metallplatte 1 gelangt unter Druckröhren 13a, 13b, . 3c usw., die so angeordnet sind, dass sie, wenn sie gegen die Metallplatte 1 gepresst werden, jeweils auf eine Stelle auftreffen, an der ein Lochsymbol sieh vorfinden kann.
Die Unterlage 3 der Metallplatte 1 ist mit entsprechend den einzelnen Druckleitungen 13 angebrachten Bohrungen-M versehen, an welche Messzylinder 15 angeschlossen sind.
Die Auswertung geht folgendermassen vor sieh :
Sobald die Karte unter die Druckleitung gelangt ist, wird dieselbe gegen die Platte : ; bewegt und derart angepresst, dass zwischen Druckleitung und Platte keine Flüssigkeit entweichen kann. Durch sämtliche Druckleitungen wird nun gleichzeitig für kurze Zeit ein Flüssigkeitsstrom gepresst und sodann mit Ventilen 16 die Öffnungen der Druckleitungen verschlossen. Entsprechend der Grösse der Löcher tritt in-die Messzylinder mehr oder weniger Flüssigkeit und verschiebt die in denselben angeordneten Kolben 17 entgegen der Wirkung von Federn. Anschliessend an die Kolben sind die üblichen Registreroder Zählwerke angeordnet.
Bei all den vorbesehriebenen Beispielen können sowohl Karten mit Schlitzen oder mit einer Mehrzahl von Löchern oder aber auch mit verschieden grossen Löchern od. dgl. Verwendung finden.
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Fig. 6 zeigt die Auswertung einer Karte, die beispielsweise nicht Durchlochungen, sondern anders geartete Markierungen aufweist. An den Stellen, an denen im Kartenfelde Markierungen anzubringen sind, ist ein elektrischleitender Körper in das nicht leitende Papier eingepresst. Um den Wert dieser Anzeigemarke für die Auswertungsmasehine unterscheidbar zu machen, ist entsprechend dem darzustellenden Wert der eingepresste Metallkörper von verschieden starkem elektrischen Widerstand. Es besteht beispielsweise die Anzeigemarke der Zahl 1 aus einer Metallegierung, welche grossen elektrischen Widerstand besitzt, die Marke, welche die Zahl 2 darstellt, besitzt geringeren Widerstand usw. bis zur Marke der Zahl 9, welche den geringsten Widerstand aufweist.
Wird eine derartig präparierte Karte 1 zwischen einen elektrisehleitenden Fühler. 2 und eine Gegenplatte 3 gebracht, so erfolgt ein Stromfluss vom Fühler 2 über die Marke 18 durch die Gegenplatte 3 zu dem Amperemeter 6, dessen Ausschlag proportional dem durch das Leitungsvermögen des Markierungskörpers 18 symbolisierten Zahlenwert ist. Das Amperemeter kann naturgemäss die Steuerung beispielsweise der Zählwerkseinrichtungen u. dgl. bewirken.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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bzw. Strahlungen, welche die Steuerung der Auswertungsmasehine bewirken, in der Weise zuzulassen, dass die Stärke der zugelassenen Strahlungen, Strömungen oder Eintretungen die Steuerwirkung der Markierung in der Auswertungsmaschine beeinflusst.