<Desc/Clms Page number 1>
Wegventil für Zngbeeinflussungseinrichtungen,
EMI1.1
das Signal bereits in Fahrtstellung gebracht worden ist. Derartige Wegventile bestehen in der Regel aus Schnecke und Schneckenrad, einer Vorrichtung zur Kupplung dieser beiden und einem Rückstell- ventil. Diese Elemente wirken in der Weise zusammen, dass durch die Betätigung des Wachsamkeits- organs Kupplung zwischen der von einer Lokomotivachse angetriebenen Sehnecke und dem Schneckenrad eintritt, bis nach Drehung des Schneckenrades um einen bestimmten Winkel, der der gewählten Wegstrecke entspricht, zwecks Zurückfühlung des Wach5amkeitsorgans in seine Normallage das Rück- stellventil geöffnet wird, wodurch gleichzeitig auch die Schnecke und das Schneckenrad wieder ausser Eingriff kommen und der ganze Wegventilmechanismus in seine Grundstellung zurückkehrt.
Die bisher bekanntgewordenen Ausfühlungsformen derartiger Wegventile sind dadurch gekennzeichnet, dass das Schneckenrad in seiner Grundstellung durch eine oder mehrere Federn gehalten wird, dass bei der Arbeitsbewegung dieses Schneckenrades diese Federn gespannt werden und die Rückkehr aus der Arbeitsstellung in die Grundstellung'unter Entspannung der Federn, also mit rückläufiger Bewegung des Rades erfolgt. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass die Betriebssicherheit des Apparates von der Zuverlässigkeit der Federn abhängt, und dass der Apparat versagt, wenn die Federn brechen oder in ihrer Spannung nachlassen.
Diesen Mangel vermeidet die Erfindung dadurch, dass die Rückführung des Schneckenrades in die Anfangsstellung, die mit dem Augenblick der Auslösung des Rückstellventils einsetzt, nicht durch rückläufige Bewegung, sondern durch Bewegung in der Drehrichtung des Schneckenrades erzielt wird, dass also das Schneckenrad bei jedem Arbeitsspiel eine volle Umdrehung um 360 Grad vollzieht, wobei jede Art von Bückstellfedern entbehrlich wird.
Mit dem Wegventil nach der Erfindung ist ferner eine Einrichtung verbunden, durch die während des Arbeitsganges des Ventils ein-gegebenenfalls wieder- holtes-akustisches Signal gegeben wird als Merkmal und Beweis für den Zugführer, dass der Lokomotivführer beim Überfahren des in Warnstellung stehenden Vorsignals die Wachamkeitsvorrichtung ordnungsgemäss bedient hat.
Das Schema des Wegventils nach der Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in Vorderansicht, Fig. 2 einen Teil derselben in Seitenansicht. Die
EMI1.2
Lokomotivsaehe in ständiger Umdrehung gehalten. Das Schneckenrad c ist in einem Hebel d gelagert, der um einen Festpunkt e geschwenkt werden kann. Das freie Ende des Hebels cl steht einerseits unter dem Einfluss einer Feder f ; die das Bestreben hat, das Schneckenrad ( ; von der Schnecke b fernzuhalten, anderseits unter dem Einfluss eines Druckhuftkolbens g, der bei der Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung mit Druckluft beaufschlagt wird und das Schneckenrad mit der ständig umlaufenden Schnecke
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende : In der Grundstellung des Wegventils verriegelt der in die Rast i eingreifende Stift o das Schnecken-
EMI2.1
heraustritt, das Schneckenrad e also entriegelt und gleichzeitig in Eingriff mit der Schnecke b gebracht wird. Das Schneckenrad beginnt sieh zu drehen und lässt nach Drehung um einen bestimmten, der gewählten Streckenlänge entsprechenden Winkel die Spindel l des Rüekstellventils p auf den Nocken .-auflaufen, wodurch das Rückstellventil p sich öffnet und der über ihm stehenden Druckluft den Weg zur Rückführung der Waehsamkeitsvorriehtung in die Glundlage freigibt.
Das Wegventil selbst kehrt aber nicht gleichzeitig in die Grundstellung zurück, vielmehr läuft das Schneckenrad vorerst in der Drehrichtung weiter, u. zw. so lange, bis die Rast 1 :. wieder unter den Stift o tritt und dieser unter Federdruck in die Rast eingreift, wodurch Schnecke und Schneckenrad ausser Eingriff kommen, also entkuppelt werden.
EMI2.2
Beim Arbeitsgang des Schneckenrades öffnen der oder die Nocken 111 das Pfeifenventil in ähnlicher Weise wie die Nocken k das Rückstellventil und erzeugen auf diese Weise durch Druckluftbeaufschlagung ein oder mehrere akustische Signale.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wegventil für Zugbeeinflussungsanlagen, welches, durch die Bewegung einer Wachsamkeitsvorriehtung in Gang gesetzt, nach Zurücklegung einer bestimmten Wegstrecke ein Rückstellventil od. dgl. betätigt und dadurch die Waehsamkeitsvorriehtung in ihre Grundstellung zurückführt, dadlirch gekennzeichnet, dass die Aufhebung des Kupplungsschlusses zwischen treibendem und angetriebenem Organ (Schnecke b und Schneckenrad e) erst nach einer vollen Umdrehung des letzteren erfolgt.