AT120858B - Verfahren zur Herstellung von Farbrastern für Farbenphotographie. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Farbrastern für Farbenphotographie.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Farbrastem für Farbenphotographie. Die Erzeugung von Farbrastern für die Farbenphotographie unter Verwendung von Geweben oder färbigen Fäden aus Kunstseide ist bekannt, erreicht jedoch durch die Verarbeitung von einfachen Fäden noch nicht die erwünschte Vollkommenheit ; auch lassen sich die einzelnen feinen Fäden nur unter EMI1.1 Durch vorliegende Erfindung, nach der die einzelnen färbigen Fäden zu einem Faden verzwirnt werden und erst nachher zum Webprozess gelangen, ergibt sieh ein in allen Teilen gleichmässiges Farbraster, das in der Draufsieht und in der Durchsieht ein klares Bild ergibt, da die Vielfärbigkeit schon im einzelnen Faden liegt. Auch beim Verweben ist es von grossem Vorteil, wenn es zu einem Fadenbruch kommt, dass der Faden beim Knüpfen immer wieder alle drei Farben in sieh vereinigt enthält. Da der gezwirnte Faden stärker ist, wird auch ein Fadenbruch weniger vorkommen. Es werden infolge dieses Umstandes dichtere Gewebeeinstellungen zur Verwendung kommen können, die wenig oder fast keine weissen Lücken aufweisen, die durch eine Nachbehandlung zu schliessen sind. Dasselbe lässt sich auch durch Gelatinierung der einzelnen Fäden erreichen, wie in Methode 4 beschieben, u. zw. werden rohe oder gebleicht Fäden mit farblosen Farbbasen getränkt, die Fäden sodann mit der dieser Farbe entsprechenden gefärbten Gelatine usw. überzogen, sodann gezwirnt und verwoben. Diese Fäden können aber auch ungezwirnt zum Verweben kommen, sowohl im Schuss als auch in der Kette. Anstatt des Verweben können die Fäden durch einen Kamm gezogen und durch eine verklebbare Masse zu einem endlosen Band vereinigt werden ; dasselbe lässt sieh auch mit einem durchsichtigen Stengelfaden bewerkstelligen, der mit so viel färbigen Fäden umsponnen oder umbörtelt ist, als das Raster Farben enthalten soll. Die Fäden können auch nur mit licht-jedoch nicht farbempfindliehem Brom oder Chlorsilber- EMI1.2 umsponnenen Fäden durch einen Kamm gezogen und zu einem Bande vereinigt werden, was einen sehr raschen und billigen Prozess ergibt. Nach Anspruch 7 werden die färbigen Fäden mit einer Gelatine etc. überzogen, der farblose Farbbasen beigemischt sind, welche der gewünschten Farbe entsprechen und mit welcher der färbige Faden angefärbt ist. Dies hat den Zweck, dass sich das fertige Produkt zu einem lückenlosen Ganzen schliessen lässt und auch beim Entwickeln die Gelatine die vom Licht getroffene gewollte Farbe ergibt. Die Ausführung lässt sieh in verschiedene Methoden zusammenfassen, von denen die wichtigsten nachstehend beschrieben werden. Methode l : Abgestimmte färbige Fäden aus beliebigem künstlichen oder natürlichen Fasernmaterial werden zusammengezwirnt bei Tageslicht zu einem zweckentsprechenden Stoffe verwoben (Taft, Atlas usw. ). Der Stoff wird einer Veredlungsprozedur unterworfen, bei welcher auch Lücken geschlossen und der Masse lichtempfindliche Chemikalien beigemischt werden können ; sodann wird der Stoff mit EMI1.3 stattfindet. Das Fadenverhältnis der einzelnen Farben findet für die besondere. gleichmässige Farbeuempfind- liehkeit eine entsprechende Berücksichtigung, was bei Geweben mit einfachen Fäden unmöglich ist. Beim Verweben kann der gezwirnten Faden als Schuss verwendet werden, aber auch ein farbloser oder sehwach gelbgrüner, der sich mit rot in der Durchsicht zu weiss ergänzt ; dasselbe ist aber auch umgekehrt möglich, indem die Kette farblos ist oder gelbgrün und nur der Schuss vielfärbig. Methode 2 : Nach dieser Methode werden die färbigen Fäden einzeln mit Bromsilbergelatine, welchem farbenempfindliehe Chemikalien beigemischt sind, präpariert, sodann verzwirnt und verwoben und erhalten sodann die nötige Nachbehandlung. Fabrikation bei neutralem Lichte. Vorteil, dass das Bromsilber um den ganzen Faden herum gut eindringen kann zwecks rascherer Belichtung. Die färbigen Fäden können auch erst im gezwirnten Zustande mit farbenempfindlieher Bromsilbergelatine versehen werden. Methode 3 : Künstlich erzeugte Fäden, welche sofort aus den Spinndüsen färbig herauskommen (oder anschliessend durch ein nachträgliches Farbbad gehen), werden sogleich auch gezwirnt ; dieselben gehen sodann in entsprechender Dichte durch einen Kamm. welcher der gewünschten Breite entspricht. Nach Passieren des Kammes werden die Fäden durch ein Bad gezogen, welches eine verklebbar und rasch erhärtende Masse enthält, z. B. Zelluloid, Zellulose, Gelatine, so dass derartig ein endloses Band entsteht, welches durch Bromsilbergelatine farb-und lichtempfindlich gemacht wird. Dasselbe lässt sich auch mit fertigen gezwirnten Fäden, welche von Spulen abgewickelt werden, ? n'eichen. <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Methode 4 : Färbige kombiniert abgestimmte Fäden werden mit einer Gelatine, Kollodiumlösung usw., welche in der gleichen Farbe angefärbt ist. überzogen, oder welcher farblose Farbbasen beigemischt sind, die erst bei der Entwicklung hervorgerufen werden. Diese Fäden werden gezwirnt und unss ; ezwirnt in Anwendung kommen können, da man den tber- zug der Fäden quellen kann und durch eine entsprechende Nachbehandlung einen kompakten Stoff erhält. Vorteil, dass alle für weisses Licht durchlässigen Lücken geschlossen werden, dass die ganze Masse sich zu einem farbenkräftigen Bilde entwickeln kann. Anwendung von Webarten wie bei Methode 1. Dieser Prozess findet bei Tageslieht statt. die Bromsilberlösung wird bei neutralem Lichte aufgetragen. Methode 5 : Das Farbraster wird aus einzelnen durchsichtigen Fäden hergestellt (Seele). welche mit den mehrfärbigen Fäden umsponnen sind. sodann verwebt und mit Bromsilberlösung getränkt werden. Die Fäden können um den durchsichtigen Faden (Seele) auch ebürtelt werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Farbrastern für die Farbenphotographie unter Verwendung von Geweben aus färbigen Fäden, dadurch gekennzeichnet, dass die verschieden färbigen Fäden miteinander gezwirnt werden und erst die sämtliche Farben des Farbrasters enthaltenden verzwirnten Fäden zu entsprechenden Geweben verarbeitet werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren zur Herstellung von Farbrastern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu den gezwirnten mehrfärbigen Fäden beim Weben als Schuss oder Einschlag ein einfärbiger. z. B. ein gelbgrüner Faden eingetragen wird.3. Verfahren zur Herstellung von Farbrastern nach den Anspriichen] und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die färbigen Fäden vor dem Zwirnen mit licht-und farbempfindlicher Bromsilberemulsion getränkt werden.4. Verfahren zur Herstellung von Farbrastern nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden mit licht-aber nicht mit farbempfindlicher Bromsilberemulsion getränkt werden.5. Verfahren zur Herstellung von Farbrastern nach den Ansprüchen l, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die gezwirnten Fäden durch einen Kamm in der gewiinschten Warenbreite gehen und hierauf, durch ein Bad gezogen werden, dessen Masse die Fäden verklebt und sodann erhärtet, so dass ein endloses Band entsteht.6. Verfahren zur Herstellung von Farbrastern nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, dass gefärbte Kunstseide od. dgl. von den Spinndüsen ezwirnt durch einen Kamm gezogen und sodann mit Hilfe des Bades zu einem Band verarbeitet werden.7. Verfahren zur Herstellung von Farbrastern nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die färbigen Fäden mit einer quellbaren Masse überzogen werden, die in der gleichen Farbe angefärbt ist oder farblose Farbbasen enthält, welche erst beim Entwickeln hervorgerufen werden.8. Verfahren zur Herstellung von Farbrastern nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, dass die nach Anspruch 7 überzogenen Fäden unverzwirnt weiterverarbeitet werden.9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, dass ein farbloser und durchsichtiger Faden (Seele) mit so viel färbigen Fäden umsponnen oder umflochten wird, als das Raster Farben enthalten soll und die so entstandenen Fäden verwoben werden.10. Verfahren zur Herstellung von Farbrastern nach den Ansprüchen 5, fî. 7 und 8. dadurch gekennzeichnet, dass nach Anspruch 7 oder 9 bearbeitete Fäden nach Anspruch 5 zu einem Bande vereinigt werden.
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