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Verfahren zum Schützen von Faserstoffen und ähnlichen Stoffen gegen Schädlinge.
Es wurde die bemerkenswerte Beobachtung gemacht, dass man Faserstoffe und ähnliche Stoffe. wie Garne, Gewebe, Pelze, Federn, Rohwolle, Haare u. dgl., dadurch widerstandsfähiger gegen den Angriff durch Schädlinge, insbesondere Textilschädlinge, machen kann, dass man die genannten Stoffe mit Salzen quarternärer Phosphoniumbasen behandelt. Die Wirkung dieser Stoffe ist zum Teil so beträchtlich, dass schon bei Verwendung einer Lösung von weniger als 0'1% in Wasser oder in einem organischen Lösungsmittel eine volle Schutzwirkung gegen Mottenfrass erzielt werden kann. Die Behandlung mit diesen Salzen hat auch eine Hemmung des Bakterienwachstums und der Schimmelbildung zur Folge.
Wie aus den Beispielen hervorgeht, kann die Behandlung der Waren durch Tauchen,. Spritzen usw. erfolgen. Als Behandlung im Sinne des Verfahrens gemäss der Erfindung ist jeder Vorgang anzusehen, bei dem die im Sinne der Erfindung verwendeten wirksamen Substanzen den oben angeführten Stoffen so einverleibt werden, dass eine gleichmässige Verteilung auf der Ware erfolgt.
Zur Salzbildung mit diesen quarternären Basen können sowohl anorganische Säuren, wie Schwefelsäure, Halogenwasserstoffsäuren usw., als auch organische Säuren, wie Carbonsäuren, Oxycarbonsäuren, Sulfinsäure, Sulfonsäuren usw. verwendet werden. Die Eigenschaften der Salze können durch die Wahl der Säuren in verschiedener Richtung, z. B. in bezug auf Löslichkeit, Affinität zur Faser, beeinflusst werden. Als Säuren können auch solche Verwendung finden, die ihrerseits schon eine Schutzwirkung besitzen.
Die vier andern mit dem Phosphor verbundenen Substituenten können unter sich gleich sein, wie z. B. im Tetraäthylphosphoniumjodid, Tetraphenylphosphoniumbromid, Tetraisobutylphosphoniumsulfat, oder verschieden sein, wiez. B. inBenzyltriäthylphosphoniumchlorid, Naphthyltriäthylphosphonium- jodid, p-Chlorbenzyl-triphenylphosphoniumchlorid, Äthyltritolylphosphoniumjodid, Äthyltrixylylphos- phoniumjodid ; naturgemäss wird man die Substituenten so wählen, dass die Verbindungen die für den vorliegenden Zweck notwendige Beständigkeit besitzen. Die folgenden Beispiele zeigen die Variationsmöglichkeiten des vierten Substituenten, wobei als Vertreter der Substituenten 1-3 das Phenyl
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schüssige Lösung ab und trocknet. Die so behandelte Wolle ist gegen den Angriff von Schädlingen, wie z. B.
Attagenus japanicus, weitgehend geschützt, insbesondere auch vollständig mottenecht.
Beispiel 2 : Die mit einem löslichen Salz einer quarternären Phosphoniumbase, wie z. B. dem in Beispiel 1 erwähnten Benzyltriphenylphosphoniumehlorid, behandelte Ware wird mit einer Lösung von Kaliumperchlorat nachbehandelt. Dabei bildet sich auf der Faser das praktisch unlösliche Benzyltriphenylphosphoniumperchlorat.
Beispiel 3 : Die mit Chlorkresotinsäureanilidsulfosäure behandelte Ware wird mit einer Lösung von Benzyltriphenylphosphoniumsulfat nachbehandelt.
Beispiel 4 : Die zu behandelnde Ware wird mit einer 2% igen Lösung von Benzyltriäthylphospho- niumchlorid in Alkohol oder in einem andern geeigneten organischen Lösungsmittel oder einer Mischung solcher Lösungsmittel bespritzt.
Beispiel 5 : Pelze werden mit einer Mischung von 10% p-Chlorbenzyltriphenylphosphonium- chlorid und 90% Talkum eine Stunde lang in einer Trommel gerollt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Schützen von Faserstoffen und ähnlichen Stoffen gegen Schädlinge, dadurch gekennzeichnet, dass man ihnen Salze der quaternären Phosphoniumbasen einverleibt.
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