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Ladevorrichtung für elektrische Zünder.
Die Erfindung betrifft eine Ladevorrichtung zur Stromversorgung elektrischer Zünder, die als Zeit-, Aufschlag-oder Doppelzünder für Geschosse, Wurfbomben, Minen od. dgl. dienen und mit zwei
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bild eines derartigen Zünders nebst des zugehörigen Ladeapparates ist in Fig. 1 der Zeichnung veranschaulicht.
Der mit A bezeichnete Zünder (beispielsweise ein Aufschlagzünder) enthält zwei Kondensatoren e und f, deren gleichnamige Pole e1, f1 unmittelbar miteinander verbunden sind, während ihre zweiten Pole e2, f2 über einen Aufschlagkontakt g und ein elektrisches Zündmittel h miteinander in Verbindung stehen. Der Kondensator t ist ausserdem zur ungleichmässigen Spannungsänderung seiner Speicherenergie gegenüber der des Kondensators e über einen hochohmigen Widerstand i in sich geschlossen.
Die Zündungsenergie erhält der Zünder vor Gebrauch von einer in der Ladevorrichtung befind-
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Zum Anlegen der Spannung der Stromquelle a an den Zünder dient der dreipolige Schalter s der Ladevorrichtung, der hiezu in der gezeichneten Pfeilrichtung verschiebbar ist. Soweit ist die Einrichtung bekannt.
Die Erfindung bezweckt, ein unrichtiges Aufladen und die Möglichkeit einer vorzeitigen Entzündung des Zünders auszuschalten. Eine solche Frühzündung könnte beispielsweise dadurch eintreten, dass beim Einrüeken des Schalters zunächst oder überhaupt bloss Kontakt mit den Polen kl und k2 des Zünders gegeben wird. Dann ist nur der eine Zünderkondensator f aufgeladen, und zwischen den Belegungen t2 und e2 der beiden Kondensatoren besteht über das Zündmittel h eine Potentialdifferenz, die bei einem unvorhergesehenen Schliessen des Aufschlagkontakts g die sofortige Entzündung des Zündmittels tewirken würde.
Ein derartiges Aufladen nur eines Zünderkondensators wird nach der Erfindung durch die geeignete Schaltung und Ausbildung der Anschlusskontakte der Stromquelle verhindert.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. l sind die drei Pole s1, s2, s3 des Schalters s der Stromquelle a derart ausgebildet und miteinander verbunden, dass beim Einrücken des Schalters zwangläufig zunächst die Pole 82 und s3 über die Kontakte k2, ka an die beiden über das Zündmittel h miteinander verbundenen Kondensatorbelegungen f2, e2 angeschlossen werden. Erst dann wird durch den Kontakt 81 der zweite Pol der Batterie a über den Kontakt k1 an die unmittelbar miteinander verbundenen Kondensator- belegungen 11'e1 angelegt.
Dabei können die gleichnamigen Pole 82 und 8a der Stromquelle, wie im gezeich- neten Ausführungsbeispiel angenommen ist, sich auf verschiedenem Potential befinden (wobei die Potentialdifferenz jedoch unterhalb der für den Zünder erforderlichen Zündspannung liegen muss). oder sie liegen voneinander getrennt oder miteinander kurzgeschlossen auf gleichem Potential.
Die Wirkungsweise des Zünders ist bekannt. Nach dem Abnehmen von der Stromquelle, wobei in umgekehrter Reihenfolge zum vorausgegangenen Anschlussvorgang zwangläufig zunächst der Schalter-
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eine zur Entzündung des Zündmittels k ausreichende Spannung erst nach einer bestimmten, vorgesehenen Sieherheitszeitspanne.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist der Schalter der Ladevorrichtung B beispielsweise als Stecker mit den beiden Kontakten s1, s4 ausgebildet. Der zum Anlegen an die beiden Zünderkontakte k2, k3 bestimmte Kontakt 84 ist an seinem Einsteckende durch einen Metall zapfen 81) verlängert, der gegenüber dem spannungsführenden Kontakt 84 isoliert ist.
Beim Aufladen der Zünderkondensatoren, also beim Einführen des Steckers in der durch Pfeil
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einander verbundenen Kondensatorpolen t2 und e2 ein Kurzschluss hergestellt und erst dann die Kondensatoranordnung unter Spannung gelegt. Nach dem zwischen/ und e2 herbeigeführten Kurzschluss ist es gleichgültig, ob zuerst der Steckkontakt 81 mit dem zu den Kondensatorbelegungen f1, e1 führenden gemeinsamen Zünderkontakt k1 zum Schluss gebracht wird oder der Steckkontakt 84 mit den über das Zündmittel miteinander verbundenen Kondensatorpolen t2 und e2. Durch den Kurzschluss mittels des Zapfens se bei Beginn des Ladevorgangs ist stets dafür gesorgt, dass mit Sicherheit zu gleicher Zeit beide Zünderkondensatoren e und t aufgeladen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Energieversorgung elektrischer Zünder mit zwei gegeneinander geschalteten Kondensatoren als Zündstromträger, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Schaltung und Ausbildung der zum Laden an die Pole der Zünderkondensatorenanordnung (e, f) anschliessbaren Kontakte (, s, ss, Fig. 1 bzw. Si, s4, Fig. 2) der Stromquelle (a) das Anlegen einer Spannung an nur einen Zünderkondensator und damit die vorzeitige Bildung eines zur Entzündung des Zündmittels (h) ausreichenden Potentials zwischen den über das Zündmittel miteinander verbundenen Polen (e2, f2) der beiden Kondensatoren (e. f) ausgeschlossen ist.