AT123059B - Elektrischer Geschoßzünder. - Google Patents

Elektrischer Geschoßzünder.

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AT123059B
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Rheinische Metallw & Maschf
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  Elektrischer   Geschcsszünder.   



   Die elektrischen   Geschosszünder   nach dem Patente Nr. 112696 enthalten zwei mit Mitteln zur   Spannungsänderung   ihrer   Speicherenergien gegeneinander versehene Kondensatoren,   deren allmählich auf Zündspannungsgrösse anwachsende Spannungsdifferenz zur Entzündung des Zündmittels benutzt wird. Für solche Zünder, deren Kondensatoren von einer vom   Geschoss   getrennten Stromquelle aus vor oder beim Abschuss aufgeladen werden, sieht die Erfindung Sicherungsmittel vor, die eine vorzeitige
Bildung der Zündspannung zwischen den beiden Kondensatoren verhindern, d. h. bevor sich das   Geschoss   nach dem Abschuss in Bewegung befindet, was andernfalls bei einem Nachbrennen der Treibladung oder
Versagen deren Zündung zu Früh-oder gar Rohrkrepierern führen könnte. 



   Erfindungsgemäss ist der zur Erzielung der   Zündspannung   dienende, über einen   hoehohmigen   Widerstand führende Entladestromkreis des einen der beiden Kondensatoren und gegebenenfalls zugleich auch der über das Zündmittel führende Ausgleichsstromkreis (Zündstromkreis) zwischen den beiden
Kondensatoren vor   dem Abschuss durch   einen Schalter unterbrochen, der in Ausbildung als Trägheitsoder Fliehkraftschalter erst bei oder nach dem Abschuss, also durch den Abfeuerungsstoss oder durch die Geschossrotation selbsttätig geschlossen wird.

   Zweckmässig werden diese Schalter als Wechselschalter ausgebildet, derart, dass sie in der einen Schaltstellung vor dem Abschuss die   äusseren.   zum Anschliessen an die Stromquelle dienenden Aufladekontakte des Zünders mit den Zünderkondensatorpolen verbinden, dadurch aber auch den Entladestromkreis des einen Kondensators und den Zündstromkreis zwischen den beiden Kondensatoren unterbrechen, während sie nach ihrer selbsttätigen   Überführung   in die zweite Schaltstellung bei oder nach dem Abschuss die äusseren Ladekontakte von den Kondensatorpolen abschalten und zugleich den Entladestromkreis des einen Kondensators und den Ausgleieh-ziündstromkreis zwischen den beiden Kondensatoren   sehliessen.   Damit ist für elektrische Zünder mit Kondensatoren als Zündstromspeicher,

   die ihre Energie von entfernter Stelle aus zugeführt erhalten, in einfacher Weise eine weitgehende Sicherheit einmal gegen vorzeitige Entzündung, zum andern auch gegen ein uner-   wünschtes   und zu Blindgängern führendes Rückentladen der Kondensatorspannungen über den Aufladekreis bei einem unvorhergesehenen Kurzschluss geschaffen, der beispielsweise während des   Geschossfluges   durch   atmosphärische     Wasserniedersehläge   oder sonstige auftreffende und die Aufladepole   überbrückende   elektrisch leitfähige Gegenstände entstehen könnte. 



   Die Zeichnung veranschaulicht das Schaltbild eines   Geschosszeitzünders   nach der Erfindung. 



   Der als   Kopfzünder   ausgebildete Zünder (er kann natürlich auch ein Bodenzünder sein) enthält in bekannter Weise die beiden Kondensatoren e und   (l,   deren gleichnamige Pole   cl, t'l über   den Zünder- 
 EMI1.1 
   ungleichmässigen   Spannungsänderung seiner Speicherenergie gegenüber der des Kondensators e über die Leitung e und einen hochohmigen Widerstand q in sieh entladen. 



   Die Zündungsenergie erhält der Zünder bei Gebrauch in einer Ladevorrichtung vor dem Abschuss, gegebenenfalls unmittelbar beim Abschuss im   Geschützrohr   selbst von einer von ihm getrennten, hier 

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 EMI2.1 
 zu der Kondensatorbelegung c2 führt. Der Minuspol der Stromquelle wird sodann beim Laden mit dem Zünderkörper und damit mit den beiden Kondensatorbelegungen   d1 und Cl   in Kontakt gebracht. 



     Erfindungsgemäss   ist ein beispielsweise aus einem Federdraht mit daran befestigter   Kontnktkugel   bestehender Fliehkraftschalter s2 derart zwischen den äusseren Ladekontakt k2 die Kondensatorbelegung c2 und die über das Zündmittel m führende Verbindungsleitung o geschaltet, dass er in der Normalruhelage vor dem Abschuss des Geschosses die Leitung o zwischen den Belegungen d2 und c2 der beiden Kondensatoren unterbricht, zugleich aber den äusseren Ladekontakt k2 an die Kondensatorbelegung c2 schliesst. 



  Ausserdem hält ein zweiter, ebenso ausgebildeter Fliehkraftschalter Si vor dem   Abschuss   die Verbindung zwischen dem äusseren Ladekontakt k1 und der Belegung d2 des einen Kondensators d aufrecht, während er zugleich den über den hochohmigen Widerstand q führenden Entladestromkreis e unterbricht. Im Transportzustande des Zünders sind demnach seine äusseren   Ladekontakte , mit   den Kondensatorene, d geschlossen, dagegen ist der Zündstromkreis o und der Entladestromkreis e des einen Kondensators d unterbrochen.

   Es ist daher sowohl während des Aufladens der Kondensatoren die Bildung einer zur Zündung ausreichenden Spannung zwischen den Kondensatorbelegungen d2 und c2 über das Zündmittel m ausgeschlossen, ferner aber auch das Anwachsen einer Spannung auf   Zündspannungsgrösse   nach einem etwaigen Abnehmen der Ansehlusskontakte der Stromquelle von den Ladekontakten k1 und k2, solange sich das Geschoss aus irgendwelchen Gründen noch nicht in Drehung befindet. 



   Nach dem Abschuss zu Beginn der   Gesehossdrehung   schwingen die Fliehkraftschalter s1, und s2 infolge der Zentrifugalkraft nach aussen, schalten dadurch selbsttätig die äusseren Ladekontakte kl und k2 des Zünders von den Kondensatoren c und      ab und schliessen ferner den   Ausgleiehszündstromkreis   o zwischen den beiden Kondensatoren über das Zündmittel m und den Entladestromkreis e des einen Kondensators d über den hochohmigen Widerstand q.

   Erst jetzt setzt durch den   Schluss   des Kondensators d dessen   ungleichmässige   Entladung gegenüber dem zweiten Kondensator c ein und es bildet sieh entsprechend der durch das Aufladen in die Kondensatoranordnung hereingegebenen Spannung im 
 EMI2.2 
 Durchschlagen der Edelgasröhre p und damit zum Stromfluss über das Zündmittel m und zu seiner Entzündung ausreichende Zündspannung.

   Werden während des   Gesehossfluges   vor Auftreten dieser Zündspannung durch auftreffende leitende Körper (beispielsweise durch Regen) die beiden Ladekontakte k1 und k2 miteinander in leitende Verbindung gebracht, so kann ein Ausgleich der bis dahin zwischen den beiden Kondensatoren      und c angewachsenen Spannungsdifferenz unter   Umgehung   des Zündstromkreises o über die Aufladeleitung nicht eintreten. 



   Die Sicherheitsschalter nach der Erfindung, die wechselweise entweder die äusseren Ladepole des Zünders oder den   Zündstromkreis   an die Zünderkondensatoren anschliessen, sind vorteilhaft für sämtliche mit Kondensatoren irgendwelcher Art und Anordnung versehene elektrische Zünder. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Gesehosszünder nach Patent   Nr.   112696 mit zwei gegeneinander geschalteten 
 EMI2.3 
 hochohmigen Widerstand geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Entladestromkreis (e) des einen Kondensators      und gegebenenfalls der über das Zündmittel (m) führende Ausgleielhszündstromkreis (o) zwischen den beiden Kondensatoren (e, d) durch Schalter (Trägheits-, Fliehkraft-   sehalter Si, % od. dgl. ) erst bei oder nach dem Abschuss selbsttätig geschlossen wird.   
 EMI2.4 


Claims (1)

  1. sehalter ausgebildet sind, die in der Schaltstellung vor dem Abschuss die aussen liegenden Lade- kontakte 'i, ihj des Zünders mit den Kondensatorpolen f, e) verbinden, zugleich aber den Entladestromkreis (e) des einen Kondensators (d) und den Zündstromkreis (o) zwischen den beiden Kondensatoren unterbrechen, während sie, bei oder nach dem Abschuss selbsttätig in die zweite Schaltstellung EMI2.5 Entladestromkreis (e) des einen Kondensators und den Zündstromkreis (o) zwischen den beiden Kondensatoren schliessen.
AT123059D 1927-01-14 1929-12-11 Elektrischer Geschoßzünder. AT123059B (de)

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AT112696B (de) 1929-03-25

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