AT120515B - Elektrischer Aufschlagzünder mit einschaltbarer Verzögerung. - Google Patents

Elektrischer Aufschlagzünder mit einschaltbarer Verzögerung.

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AT120515B
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Rheinische Metallw & Maschf
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrischer Aufschlagzünder mit   emschaltbarer     Verzögerung.   



   Bei den bekannten Aufschlagzündern mit einschaltbarer Verzögerung erfolgt die Einstellung auf die gewollte Zündungsart, also auf ,,o. V." (ohne Verzögerung) oder ,m. V." (mit Verzögerung) von Hand durch Umlegen eines von aussen   zugänglichen   Schaltgliedes am Zünder selbst. Bei Geschosszündern muss demnach die Einstellung vor dem Einlegen des Geschosses in das Rohr vorgenommen werden, ebenso bei   Zündern   von Wurfbomben vor dem Einhängen in die   Abwurfvorrichtung,   da die Zünder hernach von aussen nicht mehr oder nur   schwer zugänglich   sind. 



   Nach der Erfindung sind derartige Aufschlagzünder auf elektrischem Wege von entfernter Stelle aus auf ,o. V.g oder ,,m. V."-Zündung einstellbar eingerichtet. Durch die   Wegnahme   des Antriebsgliedes der Einstellvorrichtung vom Zünder selbst und der damit gegebenen Möglichkeit. es stets in bequeme Reichweite des Bedienungsmannes zu verlegen. kann der Auf-   schlagzünder   ganz unabhängig von seinem jeweiligen Platz und seiner Lage leicht auf die   gewünschte   Zündungsart eingestellt werden-sei es. dass er als   Bombenzünder   wurfbereit in der Abwurfeinrichtung hängt oder sich als Geschosszünder schon im Geschützrohr befindet. 



  Bei einem elektrischen Aufschlagzünder, der seine Zündungsenergie erst kurz vor oder beim Abschuss (Abwurf) in einer besonderen Ladevorrichtung oder im   Geschützrohr   von einer getrennten Stromquelle aus erhält, wird zweckmässig die auf ,,o. V." oder ,,m. V." arbeitende Zündvorrichtung so ausgebildet, dass die gewollte Zündungsart durch die besondere Art der Zuführung der Zündungsenergie einstellbar ist. Dann erfolgt die Stromversorgung und die Einstellung des Zünders durch eine einzige Schaltbewegung ein und desselben Schaltgliedes. 



   Die Zeichnung veranschaulicht in den Fig. 1   und 2   die Schaltbilder von zwei Aus-   führungsformen   der Zündeinrichtung nach der Erfindung. 



   Nach Fig. 1 besitzt der mit A bezeichnete   Aufschlagzünder   zwei vollständige, voneinander unabhängige   Zündvorrichtungen   Al und   s,   von denen jede zwei. über ein Zündmittel l1 bzw. h2 und einen Aufschlagschliesskontakt gl (g2) gegeneinander geschaltete Kon- 
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 jeder Zündvorrichtung Al   (A2)   sind zur   ungleichmässigen   Spannungsänderung ihrer Speicherenergien gegenüber den anderen Kondensatoren fl bzw. f2 über hochohmige Widerstände   i1   bzw. i2 in sich geschlossen. Das   Zündmittel li,   der Vorrichtung Al arbeitet ohne Verzögerung, dasjenige h2 der Vorrichtung   A2   mit Verzögerung. 



   Zur Energieversorgung und zugleich zur Einstellung der   jeweils gewünschten Zündungs-   art dient der Ladeapparat B, der eine Stromquelle mit drei Anschlusskontakten für den Zünder enthält. An den Pluspol der Stromquelle sind beispielsweise mittels des Schalters   8   nacheinander die Ladekontake S1, S2 anschliessbar, mit dem Minuspol ist der Kontakt S3 ver- 
 EMI1.2 
 

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   - mit-s.   Die Minuspole   der Kondensatoren kommen durch Körperschluss   in Kontakt mit dem
Minuspol   Sss   der Stromquelle. 



   Je nachdem m. V-Zündung oder o.   V.-Zündung gewünscht   wird, wird vermittels des
Schalters   8   der Ladekontakt   82   oder der Ladekontakt   81   an den Pluspol der Stromquelle angelegt und es erhält entweder die auf m.   V@-Zündung   erbeitende   Zündvorrichtung A2 Strom   oder die Vorrichtung Ai, die o.   V@-Zündung   bewirkt. Natürlich kann der Schalter S auch so ausgebildet sein, dass beim Aufladen der o. V.-Zündvorrichtung A2 sicherheitshalber auch die m. V.-Zündvorrichtung A2 Strom erhält. Die Wirkungsweise der einzelnen Zündvorrichtungen ist bekannt.

   Nach dem Abnehmen des Zünders vom Ladeapparat bildet sich nach einer be- stimmten Sicherheitszeitspanne zwischen den über das Zündmittel miteinander verbundenen
Kondensatorbelegungen der gerade aufgeladenen   Zündvorrichtung   eine zur Entzündung des
Zündmittels ausreichende Spannung, die beim Schliessen des zugehörigen   Aufschlagkolltakts   die   Zündung   bewirkt. 



   Beim   Ausführungsbeispiel   nach Fig. 2 ist die Stromquelle des Ladeapparates B zur Ab- gabe zweier verschiedener Spannungen, beispielsweise von 150 und 200 Volt, eingerichtet, die mittels des Schalters S wahlweise zwischen dem   Minus-Ladekontakt     83   und dem Plus-   Kontakt 81   herstellbar ist. 



    Die beiden Zündvorrichtungen Ai (o. V. ) und A2 (m. V. ) des Zünders A stehen durch   die Aufladeleitungen ihrer Kondensatoren derart miteinander in Verbindung, dass nach dem
Einsetzen des Zünders in den Ladeapparat beide an den stromführenden Ladekontakten S1   und 83   liegen. Jedoch befindet sich in der Zuleitung zur o. V.-Zündvorrichtung A1 ein elek- trisches Relais, beispielsweise eine   Funkenstrecke   l (Edelgasspannungsableiter), deren Über- schlagspannung der Grösse nach zwischen den beiden Spannungen liegt, die die Stromquelle abzugeben vermag. 



   Für m. V.-Zündung wird vermittels des Schalters S an die   Ladekontakte 81, S3   die niedere Spannung der Stromquelle gelegt. Dadurch erhält nur die m. V.-Zündvorrichtung A2
Strom, indem das Relais l infolge der unterhalb seiner Überschlagspannung liegenden augen- blicklichen Ladespannung einen Stromfluss zur o.   V.-Zündung   verhindert. Erst beim Anlegen der höheren Spannung der Stromquelle an die Ladekonlakte   Sl, S3 wird   auch die o. V.-Zünd- vorrichtung Al aufgeladen, die hernach beim Aufschlag des Zünders eine sofortige Zündung bewirkt. 



     -- PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Elektrischer Aufschlagzünder, der mit und ohne Verzögerung arbeiten kann, dadurch gekennzeichnet, dass er auf elektrischem Wege von entfernter Stelle aus auf ,,o. V.". oder   nu.     V. " -Zündung einstellbar   ist.

Claims (1)

  1. 2. Aufschlagzünder nach Anspruch 1, der seine Zündungsenergie von entfernter Stelle aus erhält, dadurch gekennzeichnet, dass der Zünder eine Verzögerungseinrichtung besitzt, die wahlweise durch die besondere Art der Zuführung von Zündungsenergie auf. 0. V. "- oder . V."-Zündung einstellbar ist.
    3. Aufschlagzünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei, zum Laden wahlweise an eine von ihm getrennte Stromquelle anschliessbare Zündvorrichtungen enthält, von denen die eine ohne, die andere mit Verzögerung arbeitet.
    4. Aufschlagzünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei zum Laden gemeinsam miteinander an eine von ihm getrennte Stromquelle anschliessbare Zündvorrichtungen enthält, von denen die ohne Verzögerung arbeitende durch ein in ihrer Aufladeleitung liegen- des Relais erst mittels einer Ladespannung bestimmter Grösse aufladbar ist.
AT120515D 1929-06-13 1929-12-07 Elektrischer Aufschlagzünder mit einschaltbarer Verzögerung. AT120515B (de)

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