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VerrielfiÅaltigungsrahmen.
Es sind bereits Vervielfältigungsverfahren bekannt, bei denen zur Belichtung des lichtempfindlichen Negativs oder Positivs Liehtspeicher in Anwendung kommen, das sind Platten auf denen sich ein Stoff befindet, der dem Lichte ausgesetzt, eine gewisse Menge Lichtenergie aufspeichert, die er dann in der Dunkelheit wieder abzugeben vermag. Nach diesem Verfahren kann man beispielsweise von einer beliebigen Seite eines Buches ein Negativ in der Weise erhalten, dass man das lichtempfindliche Negativpapier, statt dessen auch ein Film oder eine Platte verwendet werden könnte, mit der Schichtseite auf den zu kopierenden Druck legt, während unter das Blatt, dessen obere Seite zu kopieren ist, ein schwarzes Blatt gelegt wird.
Auf die der Schichtseite entgegengesetzte Seite des Negativpapiers wird nun der Lichtspeicher aufgelegt und einige Zeit einwirken gelassen, wobei das Buch vorteilhaft geschlossen wird. Nach Ablauf der Expositionszeit wird dann das Negativ in bekannter Weise entwickelt und fixiert. Bei einseitigem Druck auf durchscheinendem Papier kann statt dem beschriebenen Reflexverfahren das einfachere Durchleuehtverfahren Anwendung finden.
Wie immer dieses Verfahren durchgeführt wird, hat es den Nachteil, dass stets in der Dunkelkammer gearbeitet werden muss.
Die Erfindung bezweckt die Behebung dieses Mangels und bezieht sich auf einen Vervielfältigungsrahmen, der das Einlegen des zur Herstellung des Negativs dienenden lichtempfindlichen Blattes in das Buch ausserhalb der Dunkelkammer gestattet. Der Vervielfältigungsrahmen besteht aus einem taschenförmigen Gehäuse, das zur Aufnahme des lichtempfindlichen Blattes dient und dieses eng umschliesst, wobei an beiden Seitenflächen des Gehäuses durch herausziehbare Schieber verschliessbare Fenster- öffnungen vorgesehen sind, mit deren einer der Vervielfältigungsrahmen auf die zu kopierende Stelle aufgelegt werden kann, während die andere zum Auflegen des Lichtspeichers dient.
Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht des Vervielfältigungsrahmens, Fig. 2 stellt einen Längsschnitt und Fig. 3 einen Querschnitt dar.
Das taschenförmige Gehäuse besteht aus zwei gleichen Hälften 1 mit je einer Fensteröffnung 2, deren jede durch einen Schieber 3 verschliessbar ist. Die beiden Schieber sind mit Hilfe eines Scharnierbolzens 4 drehbar miteinander verbunden, so dass sie samt den beiden Hälften 1 der Tasche, deren einwärts umgebogene Ränder Führungen für die Schieber 3 bilden, wie ein Buchdeckel auseinandergeklappt werden können. Bei geöffnetem Gehäuse kann das lichtempfindliche Blatt 5, dessen Rand in einen rundumlaufenden zweiteiligen Rahmen 6 einspannbar ist, in der Dunkelkammer eingesetzt werden, worauf die Hälften zusammengeklappt und mit Hilfe einer Aufsteckklammer 7 verschlossen werden können.
So kann das lichtempfindliche Blatt 5 an einen beliebigen Ort, z. B. in eine Bibliothek gebracht werden und es kann dort mit Hilfe des Vervielfältigungsrahmens allein ohne Dunkelkammer eine photographische Aufnahme einer Buchseite gemacht werden. Zu diesem Zwecke wird der das lichtempfindliche Blatt enthaltende Vervielfältigungsrahmen in verschlossenem Zustand auf das zu kopierende Blatt aufgelegt, u. zw. so, dass die empfindliche Schicht diesem Blatt zugewendet ist. Dann wird auf den Rahmen der Lichtspeicher aufgelegt und das Buch, aus dem eine Seite kopiert werden soll, zugeklappt. Darauf werden beide Schieber herausgezogen, wodurch der Lichtspeicher zur Wirkung kommt.
Nach Ablauf der Expositionszeit werden beide Schieber wieder hineingeschoben und das Negativ kann im verschlossenen Rahmen fortgetragen und in eine Tageslichtentwicklungskassette oder in eine Dunkelkammer gebracht und dort in bekannter Weise entwickelt und fixiert werden.
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Der Vervielfältigungsralimen kann auch so gebildet sein, dass der mit den beiden Fensteröffnungen versehene Rahmen in eine nur an einem Rand offene Tasche einschiebbar ist oder der mit Fensteröffnungen versehene Rahmen kann selbst aus einer nur an einem Rand offenen Tasche bestehen, auf welche eine die beiden Schieber ersetzende, gleichfalls an einem Rande offene Tasche aufschiebbar ist. Die Anordnung könnte auch die umgekehrte sein, nämlich mit der die Verschlussschieber ersetzenden Tasche innen und der durchbrochenen Tasche aussen.
Die Form und Grösse der Fensteröffnungen der beiden Gehäusehälften können gleich oder verschieden sein. In die Rahmenhälften können auch Einsatzstücke mit kleineren Fensteröffnungen eingesetzt werden, wenn durch teilweises Herausziehen der Schieber oder durch teilweises Abdecken der Fensteröffnungen das gewünschte Format nicht erzielbar ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vervielfältigungsrahmen zur Reproduktion oder Vervielfältigung von Schriften, Bildern u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Aufnahme eines lichtempfindlichen Blattes dienendes taschen- förmiges Gehäuse an beiden Seitenteilen durch Schieber verschliessbare Fensteröffnungen hat, mit deren einer der Vervielfältigungsrahmen auf die zu kopierende Stelle aufgelegt werden kann, während die andere zur Belichtung durch einen aufgelegten Lichtspeicher dient.