AT119500B - Verfahren zur Herstellung asphaltähnlicher hellerer Erzeugnisse aus Asphalt, Petroleumrückständen u. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung asphaltähnlicher hellerer Erzeugnisse aus Asphalt, Petroleumrückständen u. dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung asphaltähnlicher hellerer Erzeugnisse aus Petroleumrückständen, Asphalt u. dgl. Stoffen. Bekanntlich haben Petroleumrüekstände, Asphalt und derartige Stoffe selbst in dünnen Schichten eine schwarze bis dunkelbraune Farbe. Für gewisse Zwecke, beispielsweise zur Herstellung von farbigen Asphaltlacken,-firnissen,-farben,-emulsionen,-papieren u. dgl., ist jedoch eine hellere Farbe der genannten Stoffe erwünscht. Die vorliegende Erfindung gibt nun die Mittel an, die es möglich machen, die genannten Stoffe aufzuhellen, ohne dass die Eigenschaften, welche diese Stoffe für industrielle Zwecke haben sollen, dabei beeinträchtigt werden. Man hat nämlich festgestellt, und die Erfindung beruht auf dieser Erkenntnis, erstens, dass die Dunkelfärbung der genannten Stoffe den sogenannten Asphaltenen zuzuschreiben ist, zweitens, dass nach Entfernung dieser Asphaltenen ein Material zurückbleibt, welches an sich asphaltartige Eigenschaften besitzt oder sich diese Eigenschaften verleihen lässt, drittens, dass die Asphaltene sich durch geeignete Mittel leicht entfernen lassen. EMI1.2 materialien in Gegenwart oder Abwesenheit eines Verdünnungsmittels die Asphaltene ganz oder zum grössten Teil entfernt ; dies kann entweder durch eine Behandlung mit solchen Mitteln geschehen, die, wie Schwefelsäure, wasserfreies Ferriehlorid, wasserfreies Stanniehlorid, Borfluorid, Aluminiumehlorid, die Asphaltene in unlösliche Körper umwandeln, oder durch eine physikalische Behandlung, z. B. mit Fällungsmitteln, wie Kohlenwasserstoffen, welche arm an aromatischen Bestandteilen sind, oder mit Entfärbungspulver oder auch durch eine geeignete Kombination zweier oder mehrerer dieser Behandlungen ; die erhaltenen Erzeugnisse werden, soweit sie noch nicht die gewünschten asphaltähnlichen Eigenschaften besitzen, durch nachträgliche Konzentration, z. B. durch Wasserdampfdestillation bei gewöhnlichem oder erniedrigtem Druck, auf die gewünschte Penetration gebracht. Die nach der Erfindung zur Entfernung der Asphaltene anzuwendenden Mittel sind an sich in der Petroleumindustrie bekannt. So beschreibt die deutsche Patentschrift Nr. 362458 ein Verfahren, wobei EMI1.3 tionen unter Druck, mit einem verflüssigten Gemisch von Kohlenwasserstoffen des Erdgases, dessen Siedepunkt unter Zimmertemperatur liegt, gemischt werden. Das hierin erörterte Verfahren ist ein Spezialfall solcher Verfahren, bei denen Asphalt mit Hilfe von Kohlenwasserstoffen, welche arm an aromatischen Bestandteilen sind, aus Petroleum oder Petroleumprodukten zur Abscheidung gebracht wird. Gegenüber diesem und ähnlichen Verfahren unterscheidet sich das Verfahren gemäss der Erfindung dadurch, dass nach letzterem nur die Asphaltene zur Abscheidung gebracht werden sollen, wobei also die Menge der anzuwendenden Kohlenwasserstoffe, welche arm an aromatischen Bestandteilen sind, so zu wählen ist, dass nicht der gesamte Asphalt, sondern nur ein Teil desselben, u. zw. die Asphaltene, ausgeschieden werden. Des weiteren unterscheidet sich das nach der Erfindung zu erhaltende Produkt dadurch, dass es an sich noch asphaltähnliche Eigenschaften besitzt oder doch leicht erfindungsgemäss <Desc/Clms Page number 2> durch nachträgliche Konzentration, z. B. durch an sich bekannte Wasserdampfdestillation bei gewöhnlichem oder erniedrigtem Druck, auf die gewünschte Penetration zu bringen ist ; nach der deutschen Patentschrift Nr. 362458 arbeiten, würde man nur ein helles Öl, nicht aber ein helleres, asphaltähnliches EMI2.1 Petroleumprodukten bezwecken. Nach der Erfindung arbeitet man immer so, dass in erster Linie nur'die Asphaltene ganz oder teilweise entfernt werden. Selbstverständlich können hiebei auch Spuren von ändern Stoffen mit- abgeführt werden. Dies kann unter Umständen sogar vorteilhaft sein, obgleich der Hauptzweck nach der Erfindung immer darin liegt, in erster Linie nur die Asphaltene zu entfernen. Zum besseren Verständnis der Erfindung wird nachstehend ein Beispiel angegeben. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf das Verfahren dieses Beispieles beschränkt ist und dass vielmehr von Fall zu Fall versuchsmässig zu entscheiden ist, welche Mengen der gerannten Reagenzien zur Fällung der Asphaltene erforderlich sind. Ein Javaasphalt wird erhitzt, bis eine dicke Flüssigkeit entsteht ; dann werden 200% Benzin der geschmolzenen Masse zugesetzt. Unter Rühren setzt man diesem Gemisch dann 2 Gewichtsprozente Schwefelsäure, bezogen auf das Gewicht des Asphalts, zu. Man lässt die Masse absitzen und entfernt den Säureteer und die von diesem eingeschlossenen Stoffe. Unter Rühren werden dann 3% Bleichton (Terrana) zugesetzt, während die Masse auf etwa 60 C gehalten wird. Man lässt die Masse dann durch eine Filterpresse hindurchgehen, um auf diese Weise den Bleichton und den Schlamm zu entfernen. Schliesslich wird das Benzin abdestilliert und der Asphalt durch Dampfdestillation auf die gewünschte Penetration gebracht. Die Farbe des erhaltenen Asphalts ähnelt in jeder Beziehung derjenigen der bekannten hellen Asphalte. Das erhaltene Erzeugnis ist in gleicher Weise zur Herstellung von Emulsionen, Gelen und für andere Anwendungsgebiete verwendbar. Verwendet man ein höher siedendes Erzeugnis, z. B. Kerosin, als Verdünnungsmittel, so empfiehlt es sich, dessen Abdestillation mit Hilfe von Wasserdampf vorzunehmen, wodtjch die Farbe des End- erzeugnisses günstig beeinflusst wird. Die Erfindung gestattet auch die Bshandlungvon Krackresiduen sowie von Petroleumresiduen, Asphalten u. dgL, welche bei der destruktiven Hydrierung (Verflüssigung) von Kohlen oder kohlenstoff- haltigem Material entstehen. Die Verwendungsmöglichkeiten des erfindungsgemässen Produktes sind ausserordentlich mannigfach. Es seien nur genannt die Verwendungen : als Isoliermaterial (z. B. für Korkplatten, die statt mit dunklem Asphalt mit dem nach dem angemeldeten Verfahren hergestellten helleren Produkt, gegebenenfalls unter Zugabe eines Farbstoffes, hergestellt werden können), als Ersatz- linoleum, als Bindemittel für Leder, als Pflasterstreifen zur Verkehrsregelung, für asphalthaltige Fussböden, helgefärbte Wegdecken, als Dachbelag, Klebemittel, zur Herstellung von Kautschuk-Asphalt- Gemischen, plastischen Massen, für Asphaltpappe, hellfarbige Platten (Ziegel), Zierplatten usw.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung asphaltähnlicher, hellerer Erzeugnisse, aus Asphalt, Petroleumrück- ständen und sonstigen Asphaltene enthaltenden Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man aus diesen Stoffen in Gegenwart oder Abwesenheit eines Verdünnungsmittels die Asphaltene ganz oder zum grössten Teil entfernt, entweder durch eine Behandlung mit solchen Mitteln, wie Schwefelsäure, wasserfreies Ferriehlörid, wasseifreies Stannichlorid, Borfluorid, Aluminiumchlorid, welche die Asphaltene in unlös- liche Körper umwandeln, oder durch eine physikalische Behandlung mit Fällungsmitteln, wie Kohlen- wasserstoffen, arm an aromatischen Bestandteilen, oder mit Entfärbungspulver oder auch durch eine geeignete Kombination zweier oder mehrerer dieser Behandlungen, und die erhaltenen Erzeugnisse, soweit.sie noch nicht die gewünschten asphaltähnlichen Eigenschaften besitzen, durch nachträgliche Konzentration, z. B. durch Wasserdampfdestillation bei gewöhnlichem oder erniedrigtem Druck, auf die gewünschte Penetration bringt. EMI2.2
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