AT119065B - Hemmwerk. - Google Patents

Hemmwerk.

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AT119065B
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  Hemmwerk. 



    Die Erfindung betrifft ein über eine elektrisch leitende Klaviatur und Elektromagneten betätigtes Hemmwerk zum Anhalten einer stetig angetriebenen Friktionsseheibe od. dgl. an gewählten Haltepunkten ihrer Umlaufbahn. Sie löst die Aufgabe, ein kreisendes Mittel ohne Aussetzung seines stetigen Antriebes genau an im voraus bestimmten Teilstellen aufzuhalten und verweilen zu lassen und überdies vermittels einer Klauenkupplung glatt zu justieren und abzusperren. 



  Die Zeichnungen zeigen schematisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Anwendung an einer Lichtsetzmaschine. Fig. 1 ist ein lotrechter Schnitt der Maschine und Fig. 2 ein   
 EMI1.1 
 angebracht sind, ferner aus der Ringlampe 6, deren Licht am Wege des Periskopröhrchens 7 auf den schiefen
Spiegel 8 und von hier aus über das Objektiv 2 nach der   Sitzfläche   3 gelangt, woselbst eine lichtempfindliche
Platte exponiert wird. Die Aufgabe ist, das Spiegelgehäuse 9 mitsamt dem Spiegel 8 und   Röhrchen   7 um die lotrechte Achse der Maschine   herumzudrehen   und bei dem jeweilig ausgewählten Druckzeichen zwecks   Photographieren   desselben anzuhalten. 



   Der kleine Elektromotor 10 treibt vermittels des Rädchens 11 die   Friktionsscheibe 12,   mit welcher die Hülse   13längsverschiebbar   verkeilt ist. Die Hülse 13 endet im Ring 14, der mit der   Friktionsscheibe   15 des Spiegelgehäuses 9 zusammenwirkt. Der Elektromotor 10 treibt somit letzten Endes das Gehäuse 9 mitsamt dem Spiegel 8 und Röhrchen 7 in den   Kugellagern 16, 17   stetig an. Zum Anhalten des Spiegels 8 dient die Bremsscheibe 18, die durch den Schaft 19 von dem Elektromagneten 20 und der Blattfeder 21 betätigt wird. Fig. 1 zeigt die Bremsscheibe 18 in angehobener Stellung, wo sie dem Gehäuse 9 einen 
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 der Scheibe 15 ausgerÜckt wird, ehe das Abbremsen derselben erfolgt. 



   Damit die Scheibe 15 bzw. das Röhrchen 7 gerade an der gewünschten Stelle angehalten werde, ist folgende Vorkehrung getroffen :
Die Scheibe 15 trägt eine   Kontaktbürste   22, welche auf den im   Isolierrirg   42 eingebetteten
Kontakten 23 (Fig. 3) schleift. Zu jedem Druckzeichen im Umkreise eines der   GÜrtel 51, 52, 53 gehört   ein anderer Kontakt 23. Der Erregerstromkreis wird aus der Batterie 24 einerseits über die Leitung 25 unmittelbar zum Magneten 20 und von hier aus im   Kölperseluss   zu der Bürste 22 geführt, anderseits aber zu einem jeden Kontakt 23 abgezweigt, indem er über je einen der durch die Tasten 26 betätigbaren
Unterbrecher 27 geführt wird.

   Beim   Niederdrücken   der gewählten Taste 26 wird daher, sobald die kreisende Bürste 22 den dazu gehörigen Kontakt 23 trifft, der Magnet 20 erregt, der Ring 14 angehoben und die Bremsscheibe 18 niedergedrückt. 



   Zum Anhalten des Röhrchens 7 genau an der   gewünschten SteUe (Justierung)   dient noch die   Klauenkupplung 2. S,   29, welche ebenso viele Zähne hat als Druckzeichen am Umkreise eines   Typengiirtels   bzw. Kontakte 23 im Anhalterkontaktkranze vorhanden sind. Die obere   Kupplungshälfte   28 befindet sich am unteren Ende einer   Hülse 30, welche   bei der Scheibe 31 von den Elektromagneten 32 und den
Federn 33 betätigt wird.

   Die Magnete 32 sind mit dem Magnet 20 in Reihe geschaltet, so dass an das beschriebene Anhalten der Scheibe 15 sich auch das Sperren der   Klauenkupplung     28,   29   anschliesst.   Die 

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 untere   Eupplungshälfte   29 ist mit Hilfe der Schrauben 34 und Federn 35 in Axialrichtung etwas nachgiebig mit der Scheibe 15 verbunden, wodurch schädliche Stösse beim Sperren vermieden werden. 



   Um eine   übermässige   Abnutzung der bewegten und anzuhaltenden Teile zu verhüten, setzen die Magnetwirkungen in nachstehender Reihenfolge ein : zuerst erfolgt die Abstellung des Antriebes der Scheibe   15,   darauf das Abbremsen und sodann das Justieren durch Ineinandergreifen der Zähne der Scheiben   28,   29. Die beiden ersten Verrichtungen erfolgen von den entgegengesetzten Polen des Magneten 20. Zur Erzielung der Aufeinanderfolge der beiden Verrichtungen ist der Luftspalt zwischen dem Anker des Schaftes 19 und dem oberen Pol des Magneten 20 etwas weiter als der Luftspalt zwischen dem Anker der Hülse 13 und dem unteren Pol, so dass die erforderliche Nacheinanderfolge selbsttätig eintritt.

   Ebenso wird die Bewegung der Hülse 30 vermittels der Bemessung des Abstandes zwischen den Teilen   31,   32 oder der Selbstinduktion der Magnete 32 im Verhältnis zu der des Magneten 20 entsprechend verzögert. 



   Damit die   Kupplungshä1ften     28,   29 einander bereits beim Anhalten der Scheibe 15 genauest gegenüberstehen, sind die Kontakte 23 in zwei konzentrischen Gürteln (Fig. 3) angeordnet und überdies ist der Kontaktkranz um den eigenen Mittelpunkt nachstellbar gemacht. Die erste Massnahme hat den Vorteil, dass die Kontakte 23, deren Zahl wie auch die Zähnezahl der Elauenkupplung   28,   29 der Genauigkeit halber nach der Anzahl der Druckzeichen eines Gürtels gerichtet wird, stets   weitwink1ig   genug ausfallen 
 EMI2.1 
 dem gezeichneten Beispiel dadurch erreicht, dass die Schrauben 43, welche den Kontaktkranz an dem Maschinengehäuse befestigen,. in Kreisschlitzen 44 stecken.

   (Fig. 3.)
Die Wirkungsweise der beschriebenen Maschine ist folgende : Die Trommel 4 wird mit Hilfe des Triebes 36, des Stiftes 37 und der im Trommelrohr 38 angebrachten Löcher 39 in bezug auf das Zwischenrohr 40 und das Gehäuserohr 41 in Achsrichtung so weit verstellt, bis einer der gewünschten Gürtel 51,   52,   53 in die Höhe des Röhrchens 7 gelangt. Das photographische Setzen im Verein mit der Bewegung des Schlittens 3 kann nun ähnlich wie bei Maschinenschrift vonstatten gehen.

   Das stetig kreisende   Röhrchen   7 bleibt genau vor jenem Druckzeichen stehen, dessen zugehörige Taste 26   niedergedrückt   wird, da der Tastendruck den entsprechenden Kontakt 23 unter Strom setzt und die Magnete 20,32 in der bereits näher dargelegten Weise betätigt.   Die Hülsen 13   und 30 sind genau wie der Schaft 19 derart abgefedert, dass sie bei stromlosen Magneten selbsttätig in ihre lose Ruhelage zurückspringen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hemmwerk, das über eine elektrisch leitende Klaviatur und Elektromagneten betätigt wird und zum Anhalten einer stetig angetriebenen, einen Schleifkontakt tragenden   Friktionsscheibe   od. dgl. an gewählten Haltepunkten des im Umlaufkreise angeordneten Anhaltekontaktkranzes dient, z. B. für photographische Setzmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürste   (22)   od. dgl. mit dem jeweils nach Wahl geschalteten Anhaltekontakt   (23)   den Erregerstrom eines oder mehrerer Elektromagneten (20 bzw. 32) schliesst, die die anzuhaltende Friktionsscheite (15) od. dgl. ohne Unterbrechung des stetigen Antriebs (10, 11) derselben (15) augenblicklich abstellen, dieselbe abbremsen und sodann justieren.

Claims (1)

  1. - 2. Hemmwerk nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die erforderliche selbsttätige Nacheinanderfolge des Einsetzens der Magnetwirkungen (20 bzw. 32) vermittels abgestufter Bemessung der massgebenden Magnetfaktoren (z. B. verschiedene weite Zwischenräume zwischen den Ankern und den Magnetpolen oder verschiedene Selbstinduktion der Magnetwindungen) erreicht wird.
    3. Hemmwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die anzuhaltende Friktionsscheibe (15) od. dgl. vermittels eines Friktionsringes (14) angetrieben wird, der die Bremse (18) für diese Scheibe (15) umschliesst.
    4. Hemmwerk nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anhaltekontakte (23) im Umlaufkreis in zwei oder mehreren konzentrischen Gürteln angeordnet sind. (Fig. 3. ) 5. Hemmwerk nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kranz der Anhalte- kontakte (23) um den eigenen Mittelpunkt nachstellbar ist. (Fig. 3. )
AT119065D 1929-03-25 1929-03-25 Hemmwerk. AT119065B (de)

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