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Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Setzen photographiseher Drucke, sowie ein Verfahren zur Herstellung der aufzunehmenden Typensehablonen derselben auf photographischem Wege. Sie verbindet die optische Einrichtung mit der mechanischen auf diese Weise, dass im Betriebe die möglichst geringsten Massen zu bewegen sind und das Setzen mit Hilfe der getroffenen Vereinfaehungen genau
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Verhältnissen herzustellen, wie sie später photographiert werden.
Es wurde bereits vorgeschlagen, das Gesamtbild eines Feldes voll Typensehablonen mit Hilfe eines Spiegels zu projizieren, den man um zwei aufeinander senkrechte Achsen zu kippen hat. Die Hauptnachteile solcher Einrichtungen sind ein komplizierter Mechanismus von grossen Massen und eine ungenaue Arbeit. Die Ungleichmässigkeit des Satzes rührt teils von den optischen Unsicherheiten, teils aber von Arretierungsschwierigkeiten her.
Demgegenüber besteht die Erfindung dem Wesen nach darin, dass die einzige Achse jener relativen Drehbewegung, welche zwischen dem die Projektionsbahn umbrechenden Mittel (z. B. einem schiefen Spiegel, einem Prisma oder einem sonstigen Reflexionsmittel, bzw. der Eintrittspupille von solchen) einerseits und den Typenschablonen od. dgl. anderseits, im Verhältnis zueinander, zwecks der nacheinanderfolgenden Einzeleinstellung der gewählten Typenschablonen od. dgl. zur Projektion auf die Setzf1äche zu erfolgen hat, allein die nach der letzteren führende Lichtstrahlbahn ist. Auf diese Weise soll eine durchgreifende maschinelle Vereinfachung erreicht, die gleichen günstigsten Projektionsverhältnisse sollen fitr sämtliche Typensehablonen zugesichert und das Setzen soll weitgehend vereinheitlicht und erleichtert werden.
Die geringsten Massen werden zu bewegen sein, wenn das die Projektionslichtbahn umbrechende Mittel bzw. die Eintrittspupille desselben, um die Bahn jenes Lichtstrahlbündels drehbar angeordnet ist, welches von dem betreffenden Reflexionsmittel austritt.
Die in eine gemeinsame Arbeitsgruppe gehörigen Typenschablonen od. dgl. werden linear eingeordnet, wodurch die Einstellung und das Aussuchen derselben erleichtert wird. Die Reflexionsverhältnisse werden überall die gleichen sein, wenn der optische Abstand der Drehachse des Reflexionsmittels bzw. der Eintrittspupille desselben von sämtlichen in Betracht kommenden Typensehablonen od. dgl. der gleiche ist. Um Verzerrungen vorzubeugen, wird die optische Achse der Projektionslichtbahn aus der Geraden zweckmässig unter 90 abgelenkt.
Beim Einstellen der Typenschablonen wird eigentlich nichts weiter als ein blosses, ganz leichtes Periskopröhrehen zu bewegen sein. Die bisherigen mechanisch unzuverlässigen Maschinenbestandteile aus Film werden völlig beseitigt. Das Reflexionsmittel bzw. die Eintrittspupille desselben erhält einen stetigen Antrieb, z. B. einen Friktionsantrieb, welcher mit Wählern und einem Hemmwerk schreibmaschinenartig betätigt wird.
Die Zeichnungen zeigen schematisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt der Maschine und Fig. 2 ein ebensolcher Teilschnitt, Fig. 3 stellt einen Kranzteil der Anhaltekontakte von unten gesehen und Fig. 4 die Ansicht der Klauenkupplung im gesperrten Zustande dar.
Das im Teleskoprohr 1 eingefasste Objektiv 2 ist nach der Setzfläche 3 gerichtet, woselbst eine lichtempfindliche Platte angeordnet ist. Die Aufnahmestelle ist ortsbeständig und die Setzfläche liegt auf einem Schlitten, welcher von Type zu Type und von Zeile zu Zeile weiterbewegt wird. Die nähere
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wirft. Die Durchleuchtung oder die Belichtung der Typenschablonen könnte auch einzeln erfolgen oder mittels einer kleinen umlaufenden Lampe od. dgl. besorgt werden, die sich auch an dem Röhrchen'1 anbringen lässt.
Die Trommel 4 ist mit dem aus dem schiefen Spiegel 8 austretenden Liehtstrahlbündel gleichachsig, so dass nur der Spiegel 8 samt dem Röhrchen'1 und dem Gehäuse 9 zu verdrehen ist um eine beliebige Typenschablone im Umkreise eines der Gürtel 51-3 aufzufinden und nach der Setzfläche 3 zu projizieren. Die Fläche 3 ist gemäss der Zeichnung waagrecht, die Achse der Trommel 4 aber lotrecht und diese Anordnung ergibt die einfachste maschinelle Einrichtung zum genauen Aussuchen und Einstellen der gewählten Druckzeichen, was nach dem gezeichneten Beispiel wie folgt von statten geht :
Der kleine Elektromotor 10 treibt vermittels des Rädchens 11 die Friktionsscheibe 12, auf welcher
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der Blattfeder 21 betätigt wird.
Fig. 1 zeigt die Bremsscheibe 18 in angehobener Stellung, wo sie dem Gehäuse 9 einen freien Lauf gewährt. Sobald jedoch der Magnet 20 erregt wird, zieht er den Schaft 19 nach unten und bremst die Scheibe 15 ab. Ein wenig früher jedoch zieht der Magnet 20 die Hülse 13 und damit den Ring 14 nach oben, so dass der Antrieb der Scheibe 15 unterbrochen wird, ehe das Abbremsen derselben erfolgt.
Damit die Scheibe 15 bzw. das Röhrchen 7 gerade an der gewünschten Stelle angehalten werde, ist folgende Vorkehrung getroffen :
Die Scheibe 15 trägt eine Kontaktbürste 22, welche auf den im Isolierring 42 eingebetteten Kontakten 23 (Fig. 3) schleift. Zu jeder Typenschablone im Umkreise eines der Gürtel 51-3 gehört ein anderer Kontakt 23. Der Erregerstromkreis wird aus der Batterie 24 einerseits über die Leitung 25 unmittelbar zum Magneten 20 und von hieraus im Körperschluss zu der Bürste 22 geführt, anderseits aber zu einem jeden Kontakt 23 abgezweigt, indem die Leitung über je einen durch eine Taste 26 betätigbare Unterbrecher 27 führt. Für die Auswahl einer Type ist also nur die gewählte Kontakttaste 26 niederzudrücken.
Sobald sodann die kreisende Bürste 22 den dazu gehörigen Schleifkontakt 23 trifft, wird der Magnet 20 erregt und der Ring 14 augenblicklich angehoben, die Bremsscheibe. M aber niedergedrückt.
Das genaue Anhalten des Röhrchens 7 vor dem Mittel der gewählten Type sichert die Klauenkupplung 28, 29, welche ebensoviel Zähne hat, als Druckzeichen auf den Gürteln 51-3, bzw. Kontakte 23 im Anhaltekontaktkranze vorhanden sind. Die obere Kupplungshälfte 28 befindet sich am unteren Ende einer Hülse 30, welche mittels der Scheibe 31 von den Elektromagneten 32 und den Federn 33 betätigt wird. Die Magnete 32 sind mit dem Magnet 20 in Reihe geschaltet, so dass an das beschriebene Anhalten der Scheibe 15 sich auch das Sperren der Klauenkupplung 28, 29 anschliesst.
Die untere Kupplungshälfte 29 ist mit Hilfe der Schrauben 34 und Federn 35 in Axialrichtung etwas nachgiebig mit der Scheibe 1fj verbunden (Fig. 2), wodurch die schädlichen Stösse beim Sperren vermieden werden. Anderseits
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lassen (Fig. 3).
Die Trommel 4 trägt drei Druckzeichengürtel 51, 52, 53 übereinander und lässt sich mit Hilfe des Triebes 36, sowie des abgefedernden Stiftes 37 und der in dem Trommelrohr 38 angebrachten Löcher 39 in der Axialrichtung verstellen. Jeder Gürtel enthält verschiedene Druckzeichengruppen, die man beim Beginn der Arbeit auf Dauergebrauch nach Belieben einstellt.
Die Zeichnung zeigt, dass das Trommelrohr 38, das Spiegelgehäuse 9, sowie das Zwischenrohr 40 und endlich das Gehäuserohr 41 ungefähr in der Art von Teleskoprohren ineinander stecken. Die optisch zusammengehörigen Teile können daher vermittels entsprechender Abdrehung zentrisch zu einem Ganzen zusammengefügt werden.
Die Zahl der Wählertasten 26 kann mit Hilfe von Wechseltasten oder Wechselhebeln reduziert werden. Diese sind von den Schreibmaschinen bekannt, wo sie ermöglichen, dass man mit einer und derselben Taste stets zwei Druckzeichen bedienen kann.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Maschine ist nunmehr klar. Der entsprechende Gürtel 51, 52 bzw. 53 wird in die Höhe des Röhrchens 7 eingestellt und das photographische Setzen im Verein mit der Bewegung des Schlittens 3 geht wie die Maschinenschrift von statten. Das Eintreten von falschem Licht wird in an sich bekannter Weise verhütet und die Expositionsdauer kann auch mit der Verzögerung der Tasten 26 geregelt werden. Die Hülsen 13 und 30 sind genau wie der Schaft 19 derart abgefedert, dass sie bei stromlosen Magneten selbsttätig in ihre lose Ruhelage zurückspringen.
Der Spiegel 8 bzw. das Röhrchen 7 empfangen in jeder Projektionsstellung nur das Bild einer einzelnen Type oder einer sonstigen Setzeinheit und leiten nur dieses einzige Bild an die Setzfläche 3 weiter. Dadurch soll eine richtige Setzarbeit ermöglicht und die Genauigkeit, sowie die Sicherheit der Typenwahl sollen vereinfacht werden.
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Die Typensehablonen können gemäss der Erfindung derart hergestellt werden, dass die Vorbilder von Druckzeichen einzeln in der Arbeitsstelle der Setzfläche 3 eingestellt und von dort aus am Wege des Objektivs 2, des Spiegels 8 und des Röhrchens 7 auf die im voraus lichtempfindlich gemachte Innenseite der Trommel 4 von Teilung zu Teilung derselben zurückphotographiert werden. Somit besorgt die Maschine selbst die Herstellung der erforderlichen Matrizen, u. zw. alle in stellungsriehtiger Anordnung.
PATENT-ANSPRÜCHE : ]. Liehtsetzmasehine, bei welcher die optische Achse der Projektionslichtbahn sich zwischen dem photographischen Objekt und der Setzfläehe bricht, dadurch gekennzeichnet, dass die einzige Achse jener relativen Drehbewegung, welche zwischen dem die Projektionsbahn umbrechenden Mittel (z.
B. einem schiefen Spiegel 8, einem Prisma oder einem sonstigen Reflexionsmittel bzw. der Eintrittspupille von solchen) einerseits und den Typenschablonen od. dgl. anderseits, im Verhältnis zueinander, zwecks der nacheinanderfolgenden Einzeleinstellung der gewählten Typenschablonen od. dgl. zur Projektion auf die Setzf1äche (3) zu erfolgen hat, allein die nach der letzteren (3) führende Lichtstrahlbahn ist.