AT119064B - Lichtsetzmaschine und Verfahren zur Herstellung der dazugehörenden Typenschablonen. - Google Patents

Lichtsetzmaschine und Verfahren zur Herstellung der dazugehörenden Typenschablonen.

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AT119064B
AT119064B AT119064DA AT119064B AT 119064 B AT119064 B AT 119064B AT 119064D A AT119064D A AT 119064DA AT 119064 B AT119064 B AT 119064B
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Description


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   Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Setzen photographiseher Drucke, sowie ein Verfahren zur Herstellung der aufzunehmenden Typensehablonen derselben auf photographischem Wege. Sie verbindet die optische Einrichtung mit der mechanischen auf diese Weise, dass im Betriebe die   möglichst   geringsten Massen zu bewegen sind und das Setzen mit Hilfe der getroffenen   Vereinfaehungen   genau 
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 Verhältnissen herzustellen, wie sie später photographiert werden. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, das Gesamtbild eines Feldes voll Typensehablonen mit Hilfe eines Spiegels zu projizieren, den man um zwei aufeinander senkrechte Achsen zu kippen hat. Die Hauptnachteile solcher Einrichtungen sind ein komplizierter Mechanismus von grossen Massen und eine ungenaue Arbeit.   Die Ungleichmässigkeit   des Satzes rührt teils von den optischen Unsicherheiten, teils aber von Arretierungsschwierigkeiten her. 



   Demgegenüber besteht die Erfindung dem Wesen nach darin, dass die einzige Achse jener relativen Drehbewegung, welche zwischen dem die Projektionsbahn umbrechenden Mittel (z. B. einem schiefen Spiegel, einem Prisma oder einem sonstigen Reflexionsmittel, bzw. der Eintrittspupille von solchen) einerseits und den Typenschablonen od. dgl. anderseits, im Verhältnis zueinander, zwecks der nacheinanderfolgenden Einzeleinstellung der gewählten Typenschablonen od. dgl. zur Projektion auf die   Setzf1äche   zu erfolgen hat, allein die nach der letzteren führende   Lichtstrahlbahn   ist. Auf diese Weise soll eine durchgreifende maschinelle Vereinfachung erreicht, die gleichen günstigsten Projektionsverhältnisse sollen fitr sämtliche Typensehablonen zugesichert und das Setzen soll weitgehend vereinheitlicht und erleichtert werden. 



   Die geringsten Massen werden zu bewegen sein, wenn das die Projektionslichtbahn umbrechende Mittel bzw. die Eintrittspupille desselben, um die Bahn jenes   Lichtstrahlbündels   drehbar angeordnet ist, welches von dem betreffenden Reflexionsmittel austritt. 



   Die in eine gemeinsame Arbeitsgruppe gehörigen Typenschablonen od. dgl. werden linear eingeordnet, wodurch die Einstellung und das Aussuchen derselben erleichtert wird.   Die Reflexionsverhältnisse   werden überall die gleichen sein, wenn der optische Abstand der Drehachse des Reflexionsmittels bzw. der Eintrittspupille desselben von sämtlichen in Betracht kommenden Typensehablonen od. dgl. der gleiche ist. Um Verzerrungen vorzubeugen, wird die optische Achse der Projektionslichtbahn aus der Geraden zweckmässig unter 90  abgelenkt. 



   Beim Einstellen der Typenschablonen wird eigentlich nichts weiter als ein blosses, ganz leichtes Periskopröhrehen zu bewegen sein. Die bisherigen mechanisch unzuverlässigen   Maschinenbestandteile   aus Film werden völlig beseitigt. Das Reflexionsmittel bzw. die Eintrittspupille desselben erhält einen stetigen Antrieb, z. B. einen Friktionsantrieb, welcher mit Wählern und einem Hemmwerk schreibmaschinenartig betätigt wird. 



   Die Zeichnungen zeigen schematisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt der Maschine und Fig. 2 ein ebensolcher Teilschnitt, Fig. 3 stellt einen Kranzteil der Anhaltekontakte von unten gesehen und Fig. 4 die Ansicht der Klauenkupplung im gesperrten Zustande dar. 



   Das im Teleskoprohr 1 eingefasste Objektiv 2 ist nach der Setzfläche 3 gerichtet, woselbst eine lichtempfindliche Platte angeordnet ist. Die Aufnahmestelle ist ortsbeständig und die   Setzfläche   liegt auf einem Schlitten, welcher von Type zu Type und von Zeile zu Zeile weiterbewegt wird. Die nähere 
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 wirft. Die Durchleuchtung oder die Belichtung der Typenschablonen könnte auch einzeln erfolgen oder mittels einer kleinen umlaufenden Lampe od. dgl. besorgt werden, die sich auch an dem   Röhrchen'1   anbringen lässt.

   Die Trommel   4   ist mit dem aus dem schiefen Spiegel 8 austretenden   Liehtstrahlbündel   gleichachsig, so dass nur der Spiegel 8 samt dem   Röhrchen'1   und dem Gehäuse 9 zu verdrehen ist um eine beliebige Typenschablone im Umkreise eines der Gürtel   51-3   aufzufinden und nach der Setzfläche 3 zu projizieren. Die Fläche 3 ist gemäss der Zeichnung waagrecht, die Achse der Trommel   4   aber lotrecht und diese Anordnung ergibt die einfachste maschinelle Einrichtung zum genauen Aussuchen und Einstellen der gewählten Druckzeichen, was nach dem gezeichneten Beispiel wie folgt von statten geht :
Der kleine Elektromotor 10 treibt vermittels des Rädchens 11 die Friktionsscheibe 12, auf welcher 
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 der Blattfeder 21 betätigt wird.

   Fig. 1 zeigt die Bremsscheibe 18 in angehobener Stellung, wo sie dem Gehäuse 9 einen freien Lauf gewährt. Sobald jedoch der Magnet 20 erregt wird, zieht er den Schaft 19 nach unten und bremst die Scheibe 15 ab. Ein wenig früher jedoch zieht der Magnet 20 die Hülse 13 und damit den Ring 14 nach oben, so dass der Antrieb der Scheibe 15 unterbrochen wird, ehe das Abbremsen derselben erfolgt. 



   Damit die Scheibe 15 bzw. das Röhrchen 7 gerade an der gewünschten Stelle angehalten werde, ist folgende Vorkehrung getroffen :
Die   Scheibe 15   trägt eine   Kontaktbürste 22, welche   auf den im Isolierring 42 eingebetteten Kontakten 23 (Fig. 3) schleift. Zu jeder Typenschablone im Umkreise eines der Gürtel   51-3   gehört ein anderer Kontakt 23. Der   Erregerstromkreis wird aus   der Batterie   24   einerseits über die Leitung 25 unmittelbar zum Magneten 20 und von hieraus im Körperschluss zu der Bürste 22 geführt, anderseits aber zu einem jeden Kontakt 23 abgezweigt, indem die Leitung über je einen durch eine Taste 26 betätigbare Unterbrecher 27 führt. Für die Auswahl einer Type ist also nur die gewählte Kontakttaste 26 niederzudrücken.

   Sobald sodann die kreisende Bürste 22 den dazu gehörigen Schleifkontakt 23 trifft, wird der Magnet 20 erregt und der Ring 14 augenblicklich angehoben, die   Bremsscheibe. M   aber   niedergedrückt.   



   Das genaue Anhalten des Röhrchens 7 vor dem Mittel der gewählten Type sichert die Klauenkupplung   28,   29, welche ebensoviel Zähne hat, als Druckzeichen auf den Gürteln 51-3, bzw. Kontakte 23 im Anhaltekontaktkranze vorhanden sind. Die obere Kupplungshälfte 28 befindet sich am unteren Ende einer Hülse   30,   welche mittels der Scheibe 31 von den Elektromagneten 32 und den Federn 33 betätigt wird. Die Magnete 32 sind mit dem Magnet 20 in Reihe geschaltet, so dass an das beschriebene Anhalten der Scheibe 15 sich auch das Sperren der   Klauenkupplung     28,   29 anschliesst.

   Die untere Kupplungshälfte 29 ist mit Hilfe der Schrauben 34 und Federn 35 in Axialrichtung etwas nachgiebig mit der Scheibe   1fj   verbunden (Fig. 2), wodurch die schädlichen Stösse beim Sperren vermieden werden. Anderseits 
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 lassen (Fig. 3). 



   Die Trommel   4   trägt drei   Druckzeichengürtel   51,   52,   53 übereinander und lässt sich mit Hilfe des Triebes 36, sowie des abgefedernden Stiftes 37 und der in dem Trommelrohr 38 angebrachten Löcher 39 in der Axialrichtung verstellen. Jeder Gürtel enthält verschiedene Druckzeichengruppen, die man beim Beginn der Arbeit auf Dauergebrauch nach Belieben einstellt. 



   Die Zeichnung zeigt, dass das Trommelrohr   38,   das Spiegelgehäuse 9, sowie das   Zwischenrohr   40 und endlich das Gehäuserohr 41 ungefähr in der Art von Teleskoprohren ineinander stecken. Die optisch zusammengehörigen Teile können daher vermittels entsprechender Abdrehung zentrisch zu einem Ganzen zusammengefügt werden. 



   Die Zahl der Wählertasten 26 kann mit Hilfe von Wechseltasten oder Wechselhebeln reduziert werden. Diese sind von den Schreibmaschinen bekannt, wo sie ermöglichen, dass man mit einer und derselben Taste stets zwei Druckzeichen bedienen kann. 



   Die Wirkungsweise der beschriebenen Maschine ist nunmehr klar. Der entsprechende Gürtel 51, 52 bzw. 53 wird in die Höhe des   Röhrchens 7   eingestellt und das photographische Setzen im Verein mit der Bewegung des Schlittens 3 geht wie die Maschinenschrift von statten. Das Eintreten von falschem Licht wird in an sich bekannter Weise verhütet und die Expositionsdauer kann auch mit der Verzögerung der Tasten 26 geregelt werden. Die Hülsen 13 und 30 sind genau wie der Schaft 19 derart abgefedert, dass sie bei stromlosen Magneten selbsttätig in ihre lose Ruhelage   zurückspringen.   



   Der Spiegel 8 bzw. das   Röhrchen 7   empfangen in jeder Projektionsstellung nur das Bild einer einzelnen Type oder einer sonstigen Setzeinheit und leiten nur dieses einzige Bild an die   Setzfläche   3 weiter. Dadurch soll eine richtige Setzarbeit ermöglicht und die Genauigkeit, sowie die Sicherheit der Typenwahl sollen vereinfacht werden. 

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   Die Typensehablonen können gemäss der Erfindung derart hergestellt werden, dass die Vorbilder von Druckzeichen einzeln in der Arbeitsstelle der   Setzfläche   3 eingestellt und von dort aus am Wege des Objektivs 2, des Spiegels 8 und des Röhrchens 7 auf die im voraus lichtempfindlich gemachte Innenseite der Trommel 4 von Teilung zu Teilung derselben zurückphotographiert werden. Somit besorgt die Maschine selbst die Herstellung der erforderlichen Matrizen, u. zw. alle in stellungsriehtiger Anordnung. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   ]. Liehtsetzmasehine,   bei welcher die optische Achse der Projektionslichtbahn sich zwischen dem photographischen Objekt und der   Setzfläehe   bricht, dadurch gekennzeichnet, dass die einzige Achse jener relativen Drehbewegung, welche zwischen dem die Projektionsbahn   umbrechenden   Mittel (z.

   B. einem schiefen Spiegel   8,   einem Prisma oder einem sonstigen Reflexionsmittel bzw. der Eintrittspupille von solchen) einerseits und den   Typenschablonen   od. dgl. anderseits, im Verhältnis zueinander, zwecks der nacheinanderfolgenden Einzeleinstellung der gewählten Typenschablonen od. dgl. zur Projektion auf die   Setzf1äche     (3)   zu erfolgen hat, allein die nach der letzteren   (3)   führende Lichtstrahlbahn ist.

Claims (1)

  1. 2. Lichtsetzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das die Projektionslichtbahn umbrechende Mittel bzw. die Eintrittspupille desselben, um die Bahn jenes Lichtstrahlbiindels drehbar angeordnet ist, welches von dem betreffenden Reflexionsmittel (8) austritt.
    3. Lichtsetzmaschine nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der optische Abstand der Drehachse des Reflexionsmittels (8) bzw. der Eintrittspupille desselben von sämtlichen in Betracht kommenden Typensehablonen od. dgl. (51, 52 bzw. 53) der gleiche ist. EMI3.1 nach dem Reflexionsmittel (8) in der Drehachse des letzteren (8) bzw. seiner Eintrittspupille angeordnet ist.
    5. Lichtsetzmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflexionsmittel (8) bzw. die Eintrittspupille desselben einen stetigen Antrieb, z. B. einen Friktionsantrieb (10-17) hat, welcher mit Wählern (26) und einem Hemmwerk (18-25, 27-35) gesteuert wird.
    6. Lichtsetzmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Typen- EMI3.2 sowie das nach der Setzf1äche (3) gerichtete Objektiv (2) in dem Maschinengestell zentrieren, paarweise oder mehrfach teleskoprohrartig ineinander stecken.
    8. Verfahren zur Herstellung der Typensehablonen zu der Lichisetzmasehine nach den Ansprüchen 1 bis 7 auf photographischem Wege, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbilder von Druckzeichen einzeln in der Arbeitsstelle der Setzfläche (3) eingestellt und von dort aus am Wege des nach der Setzfläche (3) gerichteten Objektivs (2), sowie des Reflexionsmittels (8) auf den zugehörigen lichtempfindlichen Typensehablonenträger (4) zurüekphotographiert werden.
AT119064D 1929-03-25 1929-03-25 Lichtsetzmaschine und Verfahren zur Herstellung der dazugehörenden Typenschablonen. AT119064B (de)

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