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Einrichtung zum selbsttätigen Verhindern von Webnestern.
Bei der Anwendung der Vorrichtung gemäss Patent Nr. 114516 hat sich ergeben, dass allfällige Nestbildungen nur verhindert werden, wenn sich beim Eingang des Webschiffchens die Fachverengung über und beim Rückgang unter dem Webschiffchen befindet.
Gegenstand der Erfindnung ist eine weitere Ausbildung der Einrichtung zum selbsttätigen Verhindern von Webnestern nach Patent Nr. 114516, durch welche ermöglicht werden soll, eine Betätigung der Einrichtung durch Faehverengungen in allen Fällen zu erreichen. Zu diesem Zweck ist das Auslöseorgan so ausgebildet, dass es von einem schlaffen Faden an beiden Seiten des Schützen in beiden Drehrichtungen ausgelöst werden kann und dass es von einem federbelasteten Lenker so in Bereitschaftslage gehalten wird, dass es, vom Faden in der einen oder andern Richtung in Drehung versetzt, durch die
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in allen Fällen zu erzielen.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht desselben in Bereitschaftslage mit teilweisem Schnitt in einem in einem Längsschnitt dargestellten Webschiffchen angeordnet, Fig. 2 einen teilweisen Grundriss zu Fig. 1, Fig. 3 eine Einzelheit in'Seiten-und Vorderansicht. Fig. 4 einzelne Teile der Einrichtung in einer Arbeitsstellung, Fig. 5 eine Einzelheit in Seitenansicht und Grundriss und Abb. 6 eine Einzelheit in Seitenansicht mit teilweisem Schnitt, die letzten beiden Darstellungen in grösserem Massstabe.
In dem in Höhe und Breite abgestuften, im Kopf 5 eines Webschiffchens angeordneten, an die Aussparungen 7 für die Spule 6 anschliessenden Schlitz 12 ist ein im Grundriss U-förmiger Tragkörper 15 eingesetzt, der durch den Stiften 16 befestigt ist. Dieser Tragkörper trägt mittels eines Stiften 17 einen Schwingarm 18 und um eine Achse 19 drehbar einen mittels seitlicher Naben 24 geführten Körper 20.
Der aus zwei Parallelsehienen bestehende Lenker 21 ist einerends dem Schwingarm 18 angelenkt und andernends mittels der beiden Distanzstifte. 34, 34'dem Körper 20 angelenkt, indem die Distanzstifte 34, 34' den Körper 20 in einer Durchbrechung 36 durchdringen. Der Schwingarm 18 steht unter Wirkung der Blattfeder 22. Diese erteilt ihm das Bestreben, die Distanzstifte 34,34'in die seitlich der Nase 35 liegenden abgerundeten Ecken 37, 37'der Durchbrechung 36 zu drücken und so den Körper 20 in seiner Bereit- sehaftslage zu halten. 26 ist eine Durchbrechung für den Fadendurchgang, der nach oben und unten die Schlitze 25,25'angegliedert sind, die von dem als Klemmorgan ausgebildeten Doppelmesser 27 mit den Schneiden 27' (Fig. 5) überbrückt sind, wobei diese Schneiden den Lappen 38 des Körpers 20 federnd anliegen.
Die Nocken 29, 30 ragen oben bzw. unten in am Webschiffchen angeordnete Mulden32, 32, die in paralleler Neigung das Webschiffchen überqueren, f ist der Spulenfaden.
Treten beim Durchführen des Webschiffchens durch eine Fachverengung die diese bildenden Fäden infolge Zuges durch den Webbaum in eine der Mulden 34, 32 ein. so verfängt sich der betreffende Nocken 29, 30 in diesen. Dadurch wird der Körper 20 und mittels dieses der Lenker 21 so weit gedreht, dass einer der Distanzbolzen 34, 34'unterhalb bzw. oberhalb, je nach dem Drehsinne des Körpers 20, der Nase 35 anzuliegen kommt.
Dies hat zur Folge, dass nunmehr der Körper 20 unter Wirkung der Feder 22 in gleichem Drehsinne, in welchem er durch einen der Nocken angedreht wurde, um so viel weiter gedreht wird, bis der Rand der Durchbrechung 36 dem andern Distanzstiften anzugliedern kommt und damit die Durchbrechung des Körpers 20 und die Schwenkbewegung des Lenkers 21 zum Stillstand kommt.
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Während der Drehbewegung des Körpers 20 gelangt der Faden f in einen der Schlitze 25, 25' und gleichzeitig auch zwischen einen der Lappen 38 und die diesem federnd aufliegende Messerschneide 27' unter Anschneiden des Fadens durch diese letztere. Eine derartige Lage der Einrichtungsteile ist in der Fig. 4 dargestellt. Die Drehung des Körpers 20 geschah durch Verfangen eines der Nocken 29, 30 in dem Sinne, dass die Drehbewegung im Sinne des Uhrzeigers erfolgte.
Beim Weiterdrehen des Schiffchens bricht der angeschnittene Faden an der Ansehnittstelle sofort ab. Dadurch wird eine weitere Fadenabgabe und damit auch jede Webnestbildung verhindert, indem der Körper 20 sowohl in rechts-als auch im linksgängigen Sinne durch über oder unter demselben befindliche Webnestverengungen drehbar ist, so dass unter allen Umständen beim Hin-wie beim Hergange des Webschiffchens eine Auslösung der Einrichtung erfolgt.
Das Zurückführen der lageveränderten Teile der Einrichtung findet nach Stillsetzen des Webstuhles von Hand statt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum selbsttätigen Verhindern von Webnestern gemäss Patent Nr. 114516, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseorgan (20) so ausgebildet ist, dass es von einem schlaffen Faden an beiden Seiten des Schützens in beiden Drehrichtungen ausgelöst werden kann und dass es von einem federbelasteten Lenker so in Bereitschaftslage gehalten wird, dass es, vom Faden in der einen oder andern Riehtungin Drehung versetzt, durch die Federwirkung des Lenkers weitergedreht wird, um eine Betätigung der Einrichtung bei Fachverengung in allen Fällen zu erzielen.